Rat gesucht bzgl. mobbender Kollegen

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von h.eike 26.09.06 - 09:02 Uhr

Hallo ihr Lieben,
ich bräuchte mal dringend Euren Rat: Ich bin (erst) in der 7.SSW und habe aber auf Anraten meines Arztes im Betrieb schon mitgeteilt, daß ich schwanger bin, da er möchte, daß ich aus gesundheitlichen Gründen in den "Genuß" des Mutterschutzes komme.
Ich arbeite in einem Heim für schwererziehbare Jugendliche; wo in der Regel 24-36 Stunden am Stück gearbeitet wird. Durch den Mutterschutz darf ich das nicht mehr und so müssen die Tage "geteilt" werden, was großes Mißfallen meiner Kollegen, vor allem meiner Gruppenleitung mit sich zieht. Mir wird nun bei jeder Gelegenheit "aufs Brot geschmiert", was ich dem Team antue; bzw. ich werde aufgefordert ganz wegzubleiben oder eine Unbedenklichkeitsbescheinigung auf eigene Verantwortung zu unterschreiben.
Zusätzlich weiß ich, daß bis zur 12.SSW daß Fehlgeburtrisiko so hoch ist, was mir zusätzlich starken Stress macht. Bin abends oft nur noch am weinen....
Hat jemand Hilfe oder Rat?
Danke
h.eike

Beitrag von marion2 26.09.06 - 09:17 Uhr

Hallo,

was tust du deinen Kollegen auch sowas an?*kopfschüttel* Die sollen schwer erziehbare Jugendliche betreuen und sind nicht in der Lage, auf eine Schwangere Rücksicht zu nehmen? #kratz

Auf keinen Fall wirst du eine Unbedenklichkeitsbescheinigung unterschreiben! Lass dich bloß nicht zu sonem Sch... überreden!:-[

Ganz wegbleiben ist natürlich eine Lösung - sprich mal mit deinem Arzt darüber.

Arbeitet es sich denn mit nem Mitarbeiter weniger besser als mit einem in Teilschichten?

Versuch das Verhalten nicht persönlich zu nehmen. Ich denke, da ist jemand zu bequem ne Schichtplan-Lösung für dich zu finden....

LG Marion

Beitrag von ninniya 26.09.06 - 09:18 Uhr

Sorry, aber in der Situation würde ich meinen Arzt um ein Beschäftigungsverbot bitten. Dann kannst Du die Schwangerschaft in Ruhe geniessen ohne, dass Dir jemand Stress macht: weder Die Jugendlichen, noch die eigenen Kollegen.
Und so etwas arbeitet in einem "sozialen" Beruf...#kratz und ich dachte immer, dass es so etwas nur in der freien Wirtschaft gibt.

Viel Glück!
NinniYa (40.SSW)

Beitrag von pumaus 26.09.06 - 09:18 Uhr

Hallo und Guten Morgen,

das ist ja wirklich der Hammer! Deine Kollegen sollten sich lieber für dich freuen anstatt sich so zu benehmen :-[ Ich selber kenne das mit dem Mobben nur zu gut, meine ach so netten Kollegen haben es soweit getrieben das ich um die Kündigung gebeten habe... es ging nix mehr. Nun aber zu dir, gehe doch am besten mal zu deinem FA und bespreche das mit ihm genauso wie du es uns hier gerade schreibst. Vielleicht kann er dir dann ein vorübergehendes BV oder eine AU ausstellen... denn das bei dir auf der Arbeit ist ja kein Zusatnd mehr!!! Und in der Schwangerschaft geht es schließlich nicht nur um dein körperliches Wohlergehen sondern auch um dein Seelisches.
#liebdrueck Mirjam

Beitrag von stines 26.09.06 - 09:18 Uhr

Hallo,

mein Rat wäre, spreche mit Deinem Arbeitgeber über die unmögliche Einstellungen Deiner Kollegen. Wenn das nicht fruchtet, geh zu Deinem Arzt und lass Dir ein Beschäftigungsverbot attestieren, dann brauchst Du nicht mehr zur Arbeit gehen, bekommst aber weiterhin Dein Gehalt. Denk jetzt an Dich und an Dein Baby, das ist wichtiger als solch fiesen Kollegen auch noch unter den Arm zu greifen. Unterschreibe bitte NIEMALS irgendwelche Formulare die Dir und das Kind schaden könnte.

Liebe Grüße,
Stines

Beitrag von waldfee_78 26.09.06 - 10:11 Uhr

Hallo Heike,

ich habe auch als Erzieherin im Kinderheim gearbeitet, also selbe Situation. Mein Arzt hat mir ein Beschäftigungsverbot damals ausgestellt und zwar eines, wo ganz klar draus hervorging, dass ich in keinem Bereich des Heimes arbeiten kann. Es war für alle die beste Lösung, da meine Kollegen so besser planen konnten, da klar war, dass ich definitiv nicht mehr arbeiten kommen würde. Allerdings waren meine Kollegen wesentlich netter und haben sich alle für mich gefreut.

Lass DIch nicht unterkriegen.

Liebe Grüsse

Svenja mit #baby Matthis heute genau 5 Monate alt

Beitrag von yvi.alex2000 26.09.06 - 10:35 Uhr

Hallo,

ich kann dich so gut verstehen!#liebdrueck

Bei mir war es ganz ähnlich. Bis zur Geburt meiner Großen habe ich auch mit schwererziehbaren Jugendlichen gearbeitet, bei mir kam das Mobbing schon vor der Schwangerschaft und ging sogar vom Chef aus, als der erfuhr, dass ich versuchte schwanger zu werden, wollte er mich los werden!:-[ Ich habe dann einfach gesagt, ich könnte im Moment nicht schwanger werden, da ich eine Hormonstörung hätte. Und schon war Ruhe!

Ich weiß, dass hilft dir nicht mehr, bist ja shon schwanger! Als ich dann schwanger war, waren auch alle wenig begeistert. Da der Laden ausserdem kurz vor der Insolvenz stand, war auch kein Geld da, um noch jemanden einzustellen, der meine Nachtdienste übernehmen könnte, blieb also an den Kollegen hängen, die es an mir ausließen. Ich habe dann mit der päd. Leitung gesprochen, die bei uns keinen Nachtdienst machen brauchte und der hat die dann ab und zu gemacht. Dann wurds friedlicher. Aber eine generelle Lösung gibts da leider nicht:-(

Gerade im sozialen Bereich ist die psychische Belastung für alle schon sehr hoch, gerade bei 24 bis 48 Std. Diensten. In Fällen, wo dann noch jemand ausfällt, obwohl der Personalschlüssel evtl. eh schon niedrig ist, kochen die Gemüter natürlich noch schneller über - was keine Entschuldigung sein soll, wie gesagt, ich kann dich verstehen!

Mit Beschäftigungsverbot wirst du wohl nicht durch kommen, war bei mir zumindest so, weil ich körperlich topfit war. Macht ihr regelmäßig Supervision, vielleicht gibts da eine Möglichkeit? Natürlich nur, wenn der Supervisor von aussen kommt!

Unterschreiben würde ich gar nichts, als Schwangere hast du einfach andere Rechte, die gesetzlich geregelt sind, da kann dir keiner was! Ich habe mich einfach bemüht, so gut ich konnte mitzuarbeiten und habe noch lange bis 22 Uhr geabeitet. Nach der Elternzeit bin ich da aber auch nicht wieder hingeagangen.

Freu dich auf dein Baby und lass dich nicht verrückt machen

Viele liebe Grüße
Yvi+Aileen (2 Jahre)+#baby-boy inside 32. SSW

Beitrag von h.eike 27.09.06 - 15:54 Uhr

Vielen Dank für die Erfahrungsberichte und Ratschläge.
Ich bin mittlerweile echt schon am überlegen gewesen, ob meine Kollegen vieleicht recht haben....Dank Eurer Antworten bin ich mir aber nun relativ sicher, daß ich ein Recht auf meine besonderen Arbeitszeiten habe. Ganz aufhören mag ich gar nicht, trotz der doofen Kollegen, da ich meine Arbeit sehr gerne mache und ich "meine" Jugendlichen eigentlich auch nicht früher als nötig "hergeben" will. Ich habe zwei Bezugskinder, eine betreue ich nun schon zwei Jahre und die zweite schon seit 4,5 Jahren sehr intensiv. Ich mag meine Arbeit sehr gerne und es ist sowieso schon ein kleiner Wermutstropfen, daß ich diese Arbeit (dank der Arbeitszeiten) mit Kind unmöglich machen kann und auch möchte....
Vielen Dank für Eure Unterstützung, wenn ich weiterhin Probleme habe, werde ich mich nochmal melden....
Vielen Dank
h. eike