Brauchen Eltern und Kinder mehr Disziplin?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von urbia-Redaktion 26.09.06 - 09:34 Uhr

"Lob der Disziplin" heißt ein neues Buch, das derzeit große Beachtung findet. Der Autor, langjähriger Leiter der Eliteschule Salem, ist der Meinung, dass Kinder in Deutschland zu wenig erzogen werden. Eltern müssten wieder den Mut aufbringen, ihren Kindern auch Verzicht, Anstrengung und Gehorsam abzuverlangen. Dazu gehöre unter anderem, dass man aufhöre, über jede Regel oder Anordnung mit dem Kind zu diskutieren.

Wie ist Eure Meinung dazu? Dürfen wir zum späteren Nutzen unserer Kinder wieder etwas strenger sein, wie Bernhard Bueb fordert? Oder ist dies ein erzieherischer Rückschritt?

Übrigens: Eine Besprechung von "Lob der Disziplin" findet Ihr in unserem Magazin unter diesem Link: http://www.urbia.de/topics/article/?id=9344

Eure urbia-Redaktion

Beitrag von kleene0106 26.09.06 - 10:45 Uhr

Hallo,

ich finde die Meinung von Bernhard Bueb gut. Und genauso versuche ich meine Kinder zu erziehen. Ebenso bin ich von meinen Eltern so erzogen worden.

Meine Kinder bekommen Grenzen gesetzt und darüber diskutiere ich auch nicht immer, manche Dinge sind halt so wie sie sind.
Meine Kinder haben meinen Respekt, ebenso muss ich sie aber noch führen, da sie sich in der Welt alleine nicht zurechtfinden, sprich ich muss ihnen Dinge wie Disziplin, Rücksicht, etc. beibringen, was im Endeffekt dazu führt, dass ich von ihnen genaugenommen Gehorsam erwarte. Demnach ist es, meiner Meinung nach, unmöglich meine Kinder auf dieselbe Stufe zu stellen auf der ich stehe, da ich eine führende Person als Mutter darstelle, die einfach nicht gleichgestellt sein KANN. (Ein Chef stellt sich auch nicht auf dieselbe Stufe wie sein Arbeitnehmer!) Was sich streng und veraltet anhört, ist hier ein sehr schönes Zusammenleben mit Höhen und Tiefen, Anstrenungen und Freude.

Bei meiner Tochter erlebe ich derzeit schon enorme Ergebnisse dieser Erziehungsmethode, nämlich die, dass sie ein recht selbstsicheres Mädchen ist, das durchaus versucht ihren Kopf und ihren Willen durchzusetzen und dafür auch schon mal einige "Risiken" eingeht, die dann entweder (je nach dem was ihr Wille nun war) den Willen durchbekommt oder ein "Stopp-Schild" vorgesetzt bekommt. Ebenso ist sie in der Lage persönliche "Niederlagen" zu akzeptieren und kann mit der Enttäuschung umgehen. Viele Dinge sind hier selbstverständlich, da benötigt es keinerlei Diskussionen.
Ich rede sehr viel mit meinen Kindern, aber ich übertreibe es nicht.
Das Verhalten meiner Kinder ist selten negativ aufgefallen und sie sind in ihrer Entwicklung sehr weit fortgeschritten.

Ich denke das brauchen Kinder um sich zu orientieren!


LG
Kleene

Beitrag von quietschgelb 26.09.06 - 11:12 Uhr

*unterschreib*

Beitrag von mysrivig 05.10.06 - 12:02 Uhr

Es tut einfach nur gut sowas zu lesen.

Es beruhigt mich ungemein, dass es
noch "normale" Menschen gibt, die
einsehen, dass unsere Kinder uns
brauchen um sich in dieser Welt
zurechtzufinden und dass man
sie nicht einfach laufen lassen kann
und sie alleine lassen kann.

Ich teile absolut deine Meinung.


Beitrag von marion2 26.09.06 - 13:34 Uhr

Hallo,

wenn zu einer guten Erziehung gehört, dass ich über Regeln und Anordnungen mit meinem Kind nicht diskutieren darf, dann will ich keine gute Erziehung.

Ich finds gut, wenn mein Sohn sich zu gewissen Regeln äußert, sie in Frage stellt und eine Erklärung verlangt. Für gewöhnlich fällt ihm das Einhalten von Regeln auch viel leichter, wenn er wenigstens ansatzweise versteht, zu welchem Zweck sie aufgestellt wurden.

LG Marion

Beitrag von onti 26.09.06 - 13:45 Uhr

"über jede Regel oder Anordnung mit dem Kind zu diskutieren"

Die Betonung liegt auf "jede".....

Beitrag von kleene0106 26.09.06 - 13:48 Uhr

Soweit ich weiß hat er ja auch nicht geschrieben dass man mit seinen Kindern nicht diskutieren darf.#gruebel

Ich denke er spricht eher die "Erziehungsmethode" an, die dahin geht, dass man sich überhaupt nicht mehr die Mühe macht den Kindern Grenzen zu setzen, sondern sie unter dem Deckmantel: "Selbstfindung" ihre eigenen Wege gehen lässt ohne größeren Widerstand. Was zur Folge hat, dass eher die Kinder diskutieren um die Eltern zu überzeugen und nicht umgekehrt.
In dieser Konstellation verlieren die Eltern oft die Handhabe über ihre Kinder, da sie sich selber UNTER das Kind stellen, da die Selbstverwirklichung und die persönliche Entfaltung und die Durchsetzungskraft der Kinder ja so wichtig ist, dass ihnen keine Grenzen gegeben werden dürfen!

DAS ist für mich aber keine "schlechte" Erziehung, sondern gar keine!
Und das meiner Meinung nach auch nur aus Angst vor Konfrontation.


LG
Kleene

Beitrag von ayshe 26.09.06 - 13:52 Uhr

nee, nee,

der bueb geht da eine ganze ecke weiter!

Beitrag von ayshe 26.09.06 - 13:51 Uhr


"verstehen"

anstatt nur dummes, blindes gehorchen!


dafür bin ich auch :-)

Beitrag von onti 26.09.06 - 14:09 Uhr

Du unterstellst, dass "verstehen" in jedem Fall zu "gehorchen" fuehrt. Das ist aber weder bei Erwachsenen noch bei Kindern der Fall. Es gibt da naemlich etwas, dass "Wille" heisst.

Beitrag von ayshe 26.09.06 - 14:47 Uhr

klar, gibt es einen willen oder auch "starken wunsch"


es gibt so unendlich viele verschiedene punkte/situationen,
daß ich hier jetzt sicher nicht alles ansprechen kann,
aber genauso vielfältig kann man ja selber auch handeln!


ich habe meiner tochter immer erklärt, warum sie etwas nicht darf, klar hat sie geweint, wollte trotzdem.
aber ich habe ihr eben immer erklärt, ihr gesagt, daß ich verstehe, wieviel spaß sie daran hätte usw, aber es ginge nicht...
1. sie soll wissen, WARUM
2. sie soll wissen, daß es mir auch leidtut!
auch wenn ich trotzdem verbieten muß.
3. sie soll wissen, daß ich sie verstehe.
4. sie soll wissen, daß ich sie ernstnehme.

und bis jetzt hat es sehr gut funktioniert.
wenn sie jetzt etwas will, was sie nicht darf, sieht sie mich an,
denkt richtig nach und sagt dann zb, daß die schere spitz ist und sie damit deshalb nicht rumturnen soll.


ein wille ist schön und gesund,
besonders wenn er nicht einfach nur machtblöd gebrochen wurde!

Beitrag von kleene0106 26.09.06 - 20:15 Uhr

Hallo,

siehst du, aber du diskutierst nicht mit deinem Kind. Am Ende bist DU diejenige, die bestimmt was gemacht wird oder was nicht. DAS ist meiner Meinung nach sehr wichtig in einer Erziehung. Das letzte Wort haben die Eltern!

Natürlich kann ich Kompromisse eingehen oder meinem Kind mal erlauben eine Entscheidung zu treffen, aber das habe ICH in der Hand. ICH erlaube dann dass es die Entscheidung treffen darf oder ICH entscheide dass sie es nicht darf oder ICH entscheide ob sie ihren Willen durchsetzen darf oder nicht.
Wenn ich mein Kind aber so weit seinen Weg gehen lasse, dass es selbständig seine Entscheidungen treffen kann, egal worum es auch geht, z.B. eine Schere, die für das Kind noch nicht geeignet ist, weil es vielleicht noch zu klein ist, da kann ich als Mutter nicht hingehen und sagen: "Naja, es muss Erfahrungen machen, es muss lernen mit Dingen umzugehen, es muss lernen dass bestimmte Gegenstände Schmerzen bereiten können, etc pp.". Oder doch, man kann es schon sagen, aber das ist für mich der falsche Weg. ICH bin diejenige, die sich über die Folgen falscher Anwendung im Klaren ist. ICH kann die Gefahr abschätzen, was das Kind nicht kann. Also muss ICH auch die Entscheidung treffen dem Kind die Schere notfalls zu verbieten. Konfrontation hin oder her, der muss ich mich halt stellen.
Darum geht es doch eigentlich und nicht darum dass man dem Kind seine Beweggründe für sein handeln nicht erklären darf.
Natürlich ist es wichtig und auch ratsam dem Kind zu erklären warum manche Entscheidungen so oder so von dir getroffen werden, aber am Ende triffst du deine Entscheidung und diskutierst nicht darüber. Das ist für mich ein Unterschied, allerdings liegt es dann wahrscheinlich auch im Auge des Betrachters, was man unter Diskussion versteht.


LG
Kleene

Beitrag von ayshe 26.09.06 - 21:48 Uhr

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siehst du, aber du diskutierst nicht mit deinem Kind. Am Ende bist DU diejenige, die bestimmt was gemacht wird oder was nicht. DAS ist meiner Meinung nach sehr wichtig in einer Erziehung. Das letzte Wort haben die Eltern!
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ja, zumal meine tochter klein ist und vieles ja auch noch gar nicht sinnvoll entscheiden kann.
als mutter bin ich ja verpflichtet, auf die gesundheit und sicherheit zu achten.

aber es ist eben die frage, WIE ich sozusagen "meinen" willen durchsetze.
das ist eben eher ein lenken und kein diktieren und untertan machen.
aber bei bueb klingt das alles so megahart und gefühllos,
wie ein kampf, den die eltern gegen ihre kinder führen sollen.
und das ist nicht nötig und auch nicht richtig,
wer soll sich denn damit wohlfühlen?


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Natürlich kann ich Kompromisse eingehen oder meinem Kind mal erlauben eine Entscheidung zu treffen, aber das habe ICH in der Hand. ICH erlaube dann dass es die Entscheidung treffen darf oder ICH entscheide dass sie es nicht darf oder ICH entscheide ob sie ihren Willen durchsetzen darf oder nicht.
Wenn ich mein Kind aber so weit seinen Weg gehen lasse, dass es selbständig seine Entscheidungen treffen kann, egal worum es auch geht, z.B. eine Schere, die für das Kind noch nicht geeignet ist, weil es vielleicht noch zu klein ist, da kann ich als Mutter nicht hingehen und sagen: "Naja, es muss Erfahrungen machen, es muss lernen mit Dingen umzugehen, es muss lernen dass bestimmte Gegenstände Schmerzen bereiten können, etc pp.". Oder doch, man kann es schon sagen, aber das ist für mich der falsche Weg. ICH bin diejenige, die sich über die Folgen falscher Anwendung im Klaren ist. ICH kann die Gefahr abschätzen, was das Kind nicht kann. Also muss ICH auch die Entscheidung treffen dem Kind die Schere notfalls zu verbieten. Konfrontation hin oder her, der muss ich mich halt stellen.
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sehe ich genauso.
man darf ein kind nur in dingen entscheiden lassen, in denen es auch schon kompetent ist,
alles andere wäre fahrlässig.


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allerdings liegt es dann wahrscheinlich auch im Auge des Betrachters, was man unter Diskussion versteht.
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wahrscheinlich.
aber wenn ich mir so den rest von bueb ansehe, fürchte ich,
daß er etwas anderes darunter versteht als ich.

Beitrag von kleene0106 26.09.06 - 23:13 Uhr

Hallo,

wie in einem anderen Beitrag von mir schon geschrieben, sind unsere Methoden doch schon sehr ähnlich, jedenfalls habe ich das Gefühl, dass wir am Ende dasselbe meinen.

Ich habe in Bueb's Texten genau das herausinterpretiert, was wir zu Hause praktizieren und was ansich ja auch deine Ansicht ist. Die Worte sind vielleicht hart gewählt, aber ich denke das es wirklich daran liegt WIE man diese Worte interpretiert.


Vielleicht meint er auch am Ende was ganz anderes damit, das werden wir wohl nicht erfahren, aber ICH denke halt es sind nur Wörter, die sehr überspitzt gewählt wurden.


LG
Kleene

Beitrag von ayshe 27.09.06 - 09:26 Uhr

ja, das ist richtig,

aber ebene einige seiner aussagen finde ich einfach völlig zum ko...
zb daß man 16 jährigen den sex verbieten soll.
dann machen sie es heimlich wie vor 50 jahren und dann womöglich ohne verhütung usw...

oder daß man sein kind in die oper zwingen soll #augen

daß babys tyrannen sind...


nee, also bei der einstellung, ist doch schon grundsätzlich etwas faul.

Beitrag von kleene0106 27.09.06 - 09:43 Uhr

Nee das stimmt,

ich denke GERADE in Sachen Sex sollte man mit Verboten vorsichtig sein. Dann doch lieber gescheit aufklären und hoffen dass sie von sich aus noch nicht so weit sind dass sie das wollen.#schwitz;-)


In eine Oper oder ähnliches würde ich meine Kinder auch nicht zwingen. Was hätte ich auch davon? Ich glaube nicht dass ich mir dann in Ruhe das Stück angucken könnte wenn ich weiß dass da ein "Trotzkopf" neben mir sitzt, der so überhaupt kein Bock hat da zu sitzen.:-D

Aber in anderen Dingen kann es schon wieder richtig sein, sein Kind "zum Glück zu zwingen". Ich merke gerade bei meiner Tochter, dass sie zum Teil Tage hat, an denen möchte sie nicht in den Kindergarten. Sie wacht morgens schon auf und sagt, bzw. quengelt: "Ich will nicht in den Kindergarten Mama!!!"
Ich könnte natürlich dann sagen: "Gut mein Kind, wenn das dein Wille ist, dann gehst du halt heute nicht in den Kiga."
Das tue ich aber nicht, es sei denn, mein Kind ist krank und fühlt sich nicht gut.
Ansonsten sage ich ihr: "Komm Schatzi steh erstmal auf und iss was. Ich mag morgens eigentlich auch nicht aufstehen, aber dann hätten wir kein gemeinsames Frühstück.:-D Also los, ich helf dir beim Anziehen."

Dann frühstücken wir und ich höre mir noch ein paar mal an dass sie aber keine Lust hat und am Ende bringe ich sie in den Kiga und sie spielt und freut sich das sie da ist.

Genaugenommen habe ich sie auch gezwungen, aber das sind auch Sachen, die muss sie lernen, in der Schule oder später auf der Arbeit kann sie auch nicht sagen: "Oh Mann ich habe aber kein Bock heute." Da geht es um Disziplin! Und da fängt man am Besten so früh wie möglich mit an.;-)


LG Kleene

Beitrag von lexiesdrago 28.09.06 - 08:56 Uhr

Hallo alle miteinander!
Ich habe mir die ganze Diskussion angesehen und ich glaube Kindererziehung ist ein Thema, worüber man noch in 100 Jahren diskutiert.
Man kann einfach keine Formel finden die passt, aus dem ganz einfachen Grund: Alle kinder sind verschieden.
Ich glaube im Ernst, erst einmal müssen alle Eltern ordentlich Disziplin lernen, denn wenn man Dinge zielstrebig angeht, Sachen die man nicht mag ohne zu stöhnen und zu murren erledigt, ich glaube dann hat man schon eine gewisse Vorbildfunktion geschaffen und alle kleinen Kinder wollen innerhalb der ersten 4 Jahre nach ahmen.
Ich denke wenn man sie leicht und unauffällig lenkt, manchmal vielleicht auch mit ein paar kleinen Tricks, dann bekommt man eine unauffällig disziplinierte und unheimlich liebevolle Erziehung hin.
Kinder müssen in jedem Fall schon von klein an lernen das auch sie gewisse Dinge (Verantwortung) miterledigen müssen. Ich habe so zum B. meiner kleinen Tochter nie gesagt, so nun bring mal deinen Joghurtbecher in den Müll. Nein, wir haben es ihr vorgemacht und sie macht es nach. Sie geht zwar nicht direkt sondern läuft damit noch eine Weile hin und her, zeigt mir auch den leeren Becher und ich lobe sie weil sie ihn so toll aufgegessen hat und dann strahlt sie und wirft ihn mit Schwung in den Müll und dann sage ich ihr auch das sie es toll gemacht hat.
Meine Große Tochter dagegen wurde vier Jahre von einer Oma verhätschelt, die hat sie doch tatsächlich noch mit 6 Jahren gefüttert. Bei ihr habe ich arge Probleme, da sind diese Diskussionen fast stündlich, das zermürbt, Mutter, Kind, die ganze Familie und da ist zum retten wieder die elterliche Autorität gefragt, da müssen wir retten, was in vier der wichtigsten Jahre versaut worden ist. Da gibt es dann Dinge, die einfach nicht mehr diskutiert werden sondern das ist jetzt so und das mußt du nun so machen und zwar regelmäßig. Das gebocke und geheule kostet uns viel Kraft aber es wird beser, je konsequenter wir das in Ritualen durch ziehen, destso weniger wird der Palaver und dann, klar, wenn sie alles erledigt hat, dann wird sie gelobt. Mittlerweile kommt sie von selbst in die Küche und fragt: Mama darf ich dir was helfen,(natürlich nur Dinge die sie mag) und dann versuche ich eine Mischung aus Dingen zusammen zustellen, die Mögen und nichtmögen beinalten. Es ist halt nicht immer alles schön im Leben, man sollte sich aber die Unangenehmen Dinge im Leben, so angenehm wie möglich gestalten.

Deshalb kann ich gar nicht sagen welcher Stil von erziehung der richtige ist, denn jedes Kind , jede Umgebung, jedes persönliche Umweld ist individuell.
So, und nun werde ich mich wieder an die Arbeit machen, mit mir selbst, um meine eigene Disziplin zu festigen, .....spülen....#kratz

Beitrag von ayshe 28.09.06 - 10:54 Uhr

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Ich denke wenn man sie leicht und unauffällig lenkt, manchmal vielleicht auch mit ein paar kleinen Tricks, dann bekommt man eine unauffällig disziplinierte und unheimlich liebevolle Erziehung hin.
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genau das meine ich :-)


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Kinder müssen in jedem Fall schon von klein an lernen das auch sie gewisse Dinge (Verantwortung) miterledigen müssen. Ich habe so zum B. meiner kleinen Tochter nie gesagt, so nun bring mal deinen Joghurtbecher in den Müll. Nein, wir haben es ihr vorgemacht und sie macht es nach. Sie geht zwar nicht direkt sondern läuft damit noch eine Weile hin und her, zeigt mir auch den leeren Becher und ich lobe sie weil sie ihn so toll aufgegessen hat und dann strahlt sie und wirft ihn mit Schwung in den Müll und dann sage ich ihr auch das sie es toll gemacht hat.
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genau wie bei uns ;-)


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... denn jedes Kind , jede Umgebung, jedes persönliche Umweld ist individuell.
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ja schon, dennoch hat meiner meinung nach jedes kind ein recht auf eine liebevolle erziehung ohne angst und schrecken.

Beitrag von lexiesdrago 28.09.06 - 23:40 Uhr

Ja, das meinte ich eigentlich auch. Bei der Kleinen haben wir es von Anfang an richtig gemacht, da fällt nie ein böses Wort, sondern wenn etwas was sie tut absolut nicht in Ordnung ist, reicht ein ernst gesagtes nein und eine Erklärung (kurz) dazu und sie befolgt es und kommt um uns zu drücken und küsschen zu geben (ihre entschuldigung). Dann wird darüber aber auch nicht mehr gesprochen. (Ich hasse das, wenn jemand auf einer blöden Sache 10.000 Jahre rumkaut, irgendwann muß mal schluß sein!)
Hey, noch ein Erfolgerlebnis, gerade eben! Wir haben mit der Großen abgemacht, wenn sie auf dem Sofa einschläft, bringen wir sie nicht ins Bett. Als Kompromis, bringen wir sie nur am Wochenende in ihr Bett. Damit war sie einverstanden und geht in letzter Zeit mit ihrer kleinen Schwester ins Bett.
Heute wäre sie fast auf dem Sofa eingeschlafen und fragte mich: Mama wer bringt mich heute abend ins Bett?" Ich habe ihr nur gesagt: Keiner Schatz, das machen wir nur am Wochenende, das haben wir ja so abgemacht!" Da hat sie mir dann einen Kuß gegeben und ist zu ihrem Schwesterchen ins Bett gehüpft.
Es wird schon, man darf nur nicht aufgeben und den Mut verlieren.

Beitrag von zwillima 26.09.06 - 13:49 Uhr

Ich denke, daß die wenigsten Eltern dazu neigen, jede Kleinigkeit auszudiskutieren, was ich übrigens auch falsch fände.

Die häufigsten Probleme entstehen meiner Meinung nach eigentlich dadurch, daß sich viel zu wenig mit dem Kind auseinander gesetzt bzw. erklärt wird.



Beitrag von ayshe 26.09.06 - 13:49 Uhr

hallo,

vorweg:
das buch habe ich nicht geelsen, nur interviews, kommentare dazu.


##
Dazu gehöre unter anderem, dass man aufhöre, über jede Regel oder Anordnung mit dem Kind zu diskutieren.
##
nein, ich finde, man muß auch nicht über alles endlos diskutieren,
aber doch wenigstens

1. SELBER über den sinn einer regel nachdenken!
2. den hintergrund und sinn kurz erklären!



also grundsätzlich bin ich FÜR eine gewisse partnerschaftliche beziehung zum kind und auch respekt wie zu allen anderen menschen auch, also auch KINDER.
damit meine ich:
erwachsene haben nicht immer recht!
man kann sich durchaus bei einem kind entschuldigen,
wie bei erwachsenen auch und
man sollte ein kind ernst nehmen.

ich bin GEGEN jede gewalt und machhaberisches unterdrücken.

ich bin FÜR eine liebevolle und vor allem verständnisvolle erziehung und ein LENKEN des kindes,
grenzen, nur wo sie auch sinn machen.
außerdem sollte man sich viel mehr gedanken darüber machen,
WIE kinder denken und empfinden und wie sich negative erziehungsmethoden auswirken können!
und zwar LANGfristig, auch wenn die kurzfristige folge evtl. für die eltern bequem und verlockend erscheint.

ich bin nicht für antiautoritäre erziehung, nicht für laissez faire,
aber eben für viel liebe als grundstein und eben verständnisvolles lenken.


"man erntet, was man sät"
ist eine nette devise, denn da eltern die vorbilder sind, sollten sie sich auch genau überlegen, wie sie mit ihrem kind umgehen.

und man sollte sich bei kindern immer wieder klarmachen,
wo sie alterdbedingt geistig überhaupt stehen.
es wird ihnen viel zu oft ein handeln und verstehen abverlangt,
das weit über ihr alter hinausgeht!




bueb redet immer nur von

- disziplin
- gehorsam
- unterordnung
- macht

er redet ja gegen jede partnerschaftliche beziehung zum kind, hört sich eher alles an, wie eine unterdrückte und gedrillte künstliche formung immer nur durch die MACHT der eltern.
da wird mir schlecht. #schock

für mich hört sich das wirklich an wie ein "ewig-gestriger" der schwarzen pädagogik #augen




aus der FAZ, was ich einfach nur gaaaaanz grausig finde:

##
Wenn das Baby durch Schreien zur Unzeit Ansprüche anmeldet,
sollten seine Eltern ihre rechtmäßige Macht nutzen und gelassen reagieren. Wenn das Schreien aber Schmerz oder Angst signalisiert, ist natürlich jede Zuwendung richtig. Erfahrene Eltern entwickeln ein Gespür dafür, wie die Äußerungen des Babys zu deuten sind. Es bedarf einigen Standvermögens von Eltern, nicht gleich liebend hinzuzuspringen, auch wenn das Verhalten als kleine „Tyrannei“ zu erkennen ist.
##
er hält babys tatsächlich für tyrannen, die es tatsächlich wagen, ihre eltern zu "unzeiten" zu nerven, zu tyrannisieren. #augen
sorry, aber der mann hat ja wirklich null plan von babys,
von ihren gründen zu schreien oder sonstwas.
vllt sollter er mal william sears oder carlos gonzales lesen, da könnte er menge lernen!

http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E6FB79060ABD943C3B1791BD663F05CC3~ATpl~Ecommon~Scontent.html




aus dem "spiegel":

##
Aber Gehorsam und Furcht vor Strafe sollten wir nicht länger aus der Erziehung verbannen
##

und

##
Es ist aber nicht falsch, wenn ein Kind die konkrete Strafe des Vaters aus einem bestimmten Anlass fürchtet.
##
Erziehung durch strafen mit angst und schrecken?
*kotz* #schock


##
Sexualität müssen wir der 16-Jährigen verbieten: Sie muss sexuell nicht alles ausprobieren, damit sie ihr Sexualleben einmal frei gestaltet.
##
das ist schon eher wieder lustig #augen


##
Ein 15-Jähriger reagiert nur, wenn wir sagen: "Du gehst jetzt in die 'Zauberflöte', ob es dir passt oder nicht." Wenn er fünfmal drin war, wird es ihm schon Freude machen.
##
ja, mein lieber herr bueb,
dann zwinge ich dich 20x in ein speedmetal-konzert,
du wirst deine freude haben, ich verspreche es dir :-p
nee, also ideen und methoden hat dieser mensch #schock
jetzt will er den kindern auch noch den musikgeschmack mit seiner "elternmacht" aufzwingen?
sollen seiner meinung nach, die kinder nichtmal ihren eigenem geschmack haben dürfen, aber ER- was?


##
Erziehung muss "die zum Egoismus neigende menschliche Natur" gegen den Strich bürsten, "Erziehung ist schließlich, die Kindern täglich abgerungene Überwindung ihres Egoismus und ihrer Trägheit."
##
dazu fällt mir echt nichts mehr ein!
schließlich kann man auch kinder MOTIVIEREN!

und was ist mit erwachsenen?
ICH habe auch keinen nerv zum saubermachen und einkaufen!
muß ständig meine trägheit überwinden :-p




nein, also insgesamt halte ich seine aussagen für recht grauselig.
die 18 euro wären für mich nur rausgeschmissenes geld.


lg
ayshe

Beitrag von didda79 26.09.06 - 13:56 Uhr

Hi,

du schreibst sehr gut, darf ich dir das mal sagen?
Ich habe mir schon manches Posting von dir zu Herzen genommen, weiter so!!!!
LG Birgit

Beitrag von ayshe 26.09.06 - 14:04 Uhr

oh danke,

aber viele hassen mich hier #huepf

Beitrag von didda79 26.09.06 - 14:05 Uhr

Hi,

viele kluge Köpfe werden oft ausgegrenzt, war immer so, wird auch immer so sein, manche wollen sich mit bestimmten Sachen nicht auseinandersetzen.
LG Birgit

Beitrag von ayshe 26.09.06 - 15:31 Uhr

unsere töchter sind ja fast gleich alt!
meine ist am 19.04.04 geboren #freu

aber die altersangabe in deiner Vk steht auf "1 jahr" #kratz