schmerzensgeld

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Beitrag von 75engelchen 26.09.06 - 09:45 Uhr

vor 3 monaten habe ich eine frau leicht angefahren beim ausparken.sie stellte keine anzeige. polizei war aber da. jetzt votr ca einer woche kam ein brief vom gericht das das verfahren wegen fahrlässiger körperverletzung eingestellt wurde.
Ich musste dann ein ordnungsgeld von 35 euro bezahlen .

jetzt -also gestern rief der mann der frau an. er möchte die nummer meiner versicherung (welche ich ihm nicht gab)
weil er schmerzensgeld will.
Na wie jetzt zuerst sehen sie von ner anzeige ab und es wird eingestellt und wochen später will er plötzlich doch ein schmerzensgeld#kratz

wie ist das denn jetzt ????

Kommt da nochmal was auf mich zu oder geht da jetzt nichts mehr ?

Es ist ja fallen gelassen worden. normal kann er doch seine meinung nicht wechseln wie seine unterhosen oder ?

LG Engelchen-die ganz perplex ist

Beitrag von katha_bln 26.09.06 - 10:09 Uhr

Soweit ich weiß MUSS man um Schmerzensgeld zu verlangen eine Anzeige stellen!!Hatte letztes Jahr im März einen Autounfall und musste den Fahrer anzeigen um Schmerzensgeld zu bekommen und wenn das Gericht das fallengelassen hat würde ich mir da keine Sorgen machen, dass da was hinterherkommen kann!!!

LG Katha

Beitrag von pupsismum 26.09.06 - 10:10 Uhr

Hallo Engelchen,

nur weil das strafrechtliche Verfahren mit einem Ordnungsgeld abgehandelt wurde, heißt das nicht, dass nicht versucht werden kann, Schmerzensgeld zu erhalten.

Wenn eine Verletzung in Zusammenhang mit diesem Unfall tatsächlich stattgefunden hat und diese durch Atteste belegt werden kann, kann man dennoch versuchen ein Schmerzensgeld zu erhalten. Ob der Versuch dann von Erfolg gekrönt ist, ist eine andere Sache.

Warte erstmal ab. Wenn sie jetzt was von dir wollen, müssen sie dich ja anschreiben, entweder persönlich oder über einen Anwalt. Und wenn dem so ist, würde ich mich auch erstmal mit einem Anwalt beraten und dann schauen, wie es weitergeht.

LG und alles Gute
pupsismum

Beitrag von 75engelchen 26.09.06 - 10:14 Uhr

sie hat aber keine anzeige gemacht. es wurde dann aber weitergeleitet an die staatsanwaltschaft-muß ja wenn polizei kam- und dadurch das keine anzeige kAM wurde die klage abgewiesen. und ans ordnungsamt weiter geleitet und dadurch kamen die 35 euro zustande.

normal geht es doch nicht das er jetzt plötlich doch was will.....

Beitrag von pupsismum 26.09.06 - 10:21 Uhr

Na so einfach ist es nicht, aber nu bleib mal ganz ruhig, so horrende Schmerzensgeldsätze wie in den Staaten gibt es hier ja zum Glück nicht!!!!

Vielleicht ist ja jetzt erst deutlich geworden, dass sie durch die Verletzung irgendwelche Spätfolgen hat oder so, wie sollte die da vorher schon Ansprüche geltend machen? Oder sie muss da irgendwelche Behandlungskosten auf einmal selber übernehmen, womit sie nicht gerechnet hat, keine Ahnung... ich war ja nicht dabei und weiß nicht was und wie sie sich verletzt hat. #kratz

Wenn die sich noch mal bei dir melden, dann nimm dir einen Anwalt und klär das mit dem zusammen.

LG #blume pupsismum

Beitrag von anja676 26.09.06 - 10:13 Uhr

Hallo Engelchen,

keine Sorge, es gibt bei den Versicherungen eine Liste, in der Schmerzensgeldzahlungen festgelegt sind. Dazu braucht man auch keine Anzeige zu machen, das polizeiliche Aktenzeichen reicht da schon aus.

Ich wurde auf dem Roller von einem Auto angefahren, habe auch keine Anzeige erstattet, hatte eine Wunde am Fuß und eine kaputte Uhr. Ich hatte nur die kaputte Uhr gemeldet und automatisch etwas Schmerzensgeld bekommen.

LG Anja

Beitrag von pupsismum 26.09.06 - 10:13 Uhr

>> Seit dem 01.08.2002 ist Voraussetzung für das Schmerzensgeld nicht mehr ein schuldhaftes Handeln des Schädigers, sondern der Verletzte hat auch dann einen Schmerzensgeldanspruch, wenn es sich auf Seiten des Schädigers lediglich um eine Haftung aus Gefährdung handelt. <<

Ein Auszug aus dem Gesamttext, den du hier findest...

http://www.finanztip.de/recht/verkehr/verkehrsunfall-05_05.html

LG

Beitrag von kopfsalat 26.09.06 - 10:15 Uhr

Moin,

Schmerzensgeld hat nix mit einer "Anzeige" zu tun.

Falls die Frau die Schmerzen erst einige zeit später bekommt, was durchaus sein kann bei einem HWS-Syndrom, dann wird sie dies der Versicherung melden. Du als Verursacher des Unfalls musst die Angaben zur Versicherung rausgeben. Ansonsten kannst du Ärger bekommen. Das "Opfer" muss alles mit deiner Versicherung regeln.

Das Verfahren wurde eingestellt, was aber nicht bedeutet, dass die Frau nicht verletzt wurde!

Gruß
Sabine

Beitrag von susanni 26.09.06 - 11:03 Uhr

Hallo,

wie lange war denn die einspruchszeit gegen den 35 Euro Bescheid?

Ich glaube nicht, dass du dir noch Sorgen machen muss, die Sache ist ja schon gelaufen.

LG

Susanne

Beitrag von 75engelchen 26.09.06 - 11:12 Uhr

da stand nichts dran..... nur das ich eben die 35 euro zahlen soll

Beitrag von bezzi 26.09.06 - 12:07 Uhr

Strafrecht und Zivilrecht sind 2 Paar Schuhe.
Strafrecht (fahrlässige Körperverletzung) ist mit den 35 Euro erledigt.
Zivilrecht (Schmerzensgeld/Schadensersatz) nicht.

Beitrag von 75engelchen 26.09.06 - 12:25 Uhr

was passiert bei zivilrechtlich ? kenn mich da nicht so aus..

Beitrag von pupsismum 26.09.06 - 12:51 Uhr

Schadensersatz fällt unters Zivilrecht.

Eine Verurteilung z.B. wg. Körperverletzung fällt unters Strafrecht.

LG #blume pupsismum

Beitrag von bezzi 26.09.06 - 13:01 Uhr

Es gibt 2 Rechtsbereiche:

Strafrecht und Zivilrecht

Beispiel: Verkehrsunfall mit Verletzten

Strafrecht: Straftatbestand - Körperverletzung
Ein Gericht entscheidet über die STRAFE - Geldstrafe, Freiheitsstrafe, Führerscheinentzug ect. die der Verursacher zu abzubüßen hat.

Zivilrecht: Schadensersatzansprüche der Geschädigten untereinander. Ein Gericht entscheidet, wer, wem, wieviel Entschädigung/Schmerzensgeld zu zahlen hat.

Wenn man sich "nicht so auskennt" ist es problematisch, rechtliche Tipps zu geben.