Hat sie anspruch auf ALG I ?

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Beitrag von kleiner_liebling 26.09.06 - 10:59 Uhr

Hallo und guten morgen, ich schreibe heute für meine Freundin, da sie leider kein i-net hat!
Im moment läuft ihr aktueller ALG II Antrag aus und sie muß ja einen neuen Stellen. Nun hat sie einen neuen Sachbearbeiter und der meinte sie solle ihren anspruch auf ALG I prüfen!
Jetzt ist sie etwas verwirrt, im Netz hat sie gelesen von der Anwartschaftszeit von wegen 360 tage Sozialversicherungspflichtige Tätigkeit usw...
Ihr Lebenslauf der letzten Jahre:

2001-2002 ein Jahr Festanstellung in Vollzeit!
2002-2005 Erziehungsurlaub und ehemals SH
2005-2006 Anstellung für 200 € (keine abzüge, Brutto gleich Netto) + ALG II
ab 01/2007 Arbeitslos da Kündigung durch AG.

Sie ist alleinerziehend seit der ss.

Ich war der Meinung das sie keinen anspruch hat, da sie ja letztmalig im Jahr 2002 Sozialversicherungsabgaben leistete.


Was meint ihr?

Danke für´s Lesen und Liebe Grüße.

Beitrag von malawia 26.09.06 - 11:16 Uhr

Richtig. Sie hat keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Bei einem Minijob werden keine Beiträge zur Arbeitlosenversicherung gezahlt. Sie muss also in den letzten zwei Jahren mind. 12 Monate einen versicherungspflichtigen Job ausgeübt haben.

Den Anspruch muss sie trotzdem prüfen lassen und die Ablehnung der ARGE vorlegen.



Beitrag von kleiner_liebling 26.09.06 - 11:25 Uhr

Danke für die schnell Antwort.

Aber wieso will der neue Sachbearbeiter jetzt auf eimal den anspruch prüfen lassen?

Immerhinn hatte sie ja die letzen Monate ALG II. Das hätte doch dann gleich vor dem erstantrag geprüft werden müßen oder?

Komisch oder? Was ein neuer SB alles ausmacht.

LG

Beitrag von malawia 26.09.06 - 11:43 Uhr

Normalerweise wird das mit dem Erstantrag gemacht. Aber kann sein das der neue SB null Ahnung davon hat und nicht weiß, dass man durch einen Minijob keinen Anspruch erwirkt.

Beitrag von sanny23 26.09.06 - 12:42 Uhr

Ich habe letztes Jahr drei Monate gearbeitet.Davor war ich 5 Jahre im Erziehungsjahr.Ich habe trotzdem 1 Jahr ALGI bewilligt bekommen,da das Mutterschaftsgeld irgendeine Rolle spielt.Das ist so ein Gesetz,das seit Anfang 2005 in Kraft getreten ist.
Sie soll den Antrag ruhig mal stellen!!!

LG Sanny#katze

Beitrag von biancabernhard 26.09.06 - 22:03 Uhr

Hallo,
es kann durchaus sein, dass der neue Sachbearbeiter den Durchblick hat, den der erste wohl nicht hatte. Wer ein Kind unter drei Jahren erzieht und davor "angestellt" war, hat Anspruch auf ALG I, die Kindererziehungszeit wird wie "Berufstätigkeit" gezählt. Nachzulesen auf der Seite der Arbeitagentur im I-Net.
lg