Nicht ernst genommen und kontrolliert

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von pandorry 26.09.06 - 13:02 Uhr

Hi!

Wenn man Kinder bekommt, will man sie beschützen, hegen, pflegen und lieben.
Doch irgendwann sind sie alt genug, verlassen das Nest und werden selbstständig.

So sollte es doch sein oder etwa nicht?

Meine Eltern sehen das irgendwie anders :-( .
Sie sagen zwar dauernd das ich alt genug wäre (21) und wissen müsste was ich tue. Aber ihr Handeln, spricht eine gegenteile Sprache.

Ich habe bis vor ca. einem halben Jahr bei meinen Eltern gewohnt.
In dieser Zeit war es sehr anstregend, ich möchte eine gute Tochter sein und meine Eltern haben auch viel für mich getan, aber irgendwann ist es einfach too much.

Ich wurde fast non stop kontrolliert, wo gehst du hin? Mit wem, warum, wieso so spät (da war es teilweise erst 18 Uhr), Pass auf, Fahr mit keinem mit (ich bin mit meinem Auto gefahren). ... etc.

Alles gut gemeint ich weiss. Aber mit 21, will man sowas irgendwann nimmer hören.

Und ich bekomme immer alles 15 mal erklärt.
Und wenn ich dann was sage, sind sie beleidigt.

Wenn ich was sage, hab ich prinzipiell unrecht.
Beispiel:
Wir fahren zusammen weg und wollen eine Kirche besichtigen.
Ich hab die Karte und sag, dass wir da und da lang müssen.
Ich bekomm eine pampige Antwort und wir fahren genau in die entgegengesetzte Richtung. 2 Stunden später waren wir endlich da wo eigentlich hin wollten.
Ich hatte recht gehabt.

Das ist jetzt ein sehr banales Beispiel ich weiss, aber es ist eines von vielen.

Als ich noch zuHause gewohnt hab, kam es nicht selten vor, das ich Heim gekommen bin (schule, später uni) und mein Zimmer umgeräumt oder aufgeräumt war. Und wenn ich nicht begeistert war, gab es streit.
Ich sei undankbar und zickig.

Bin jetzt wie gesagt ausgezogen. Nur zwei Häuser weiter, aber immerhin MEIN Reich :-D

Damit ist es jetzt besser geworden.
Nur das meine Eltern jetzt ständig erwarten, das ich den ganzen Tag bei ihnen verbringe, auch wenn ich 100 mal erkläre das ich noch zutun hab.
Ich sehe sie fast jeden Tag für mehrere Stunden.
Aber!!!
Ich muss immer rüber zu ihnen, sie kommen nie zu mir, denn wenn sie bei mir sind fangen sie sofort an mir zu erklären was ich wo anders machen sollte udn mein Dad fängt sofort an meine vermeindlich kaputte Küche (nagelneu) zu reparieren.

Wie bekomm ich das nur hin, das sie mich nicht mehr wie ein Kind behandeln?

LG
#danke
Danke fürs lange Lesen

Beitrag von anyca 26.09.06 - 13:10 Uhr

Wie wäre es, wenn Du nicht mehr täglich hingehst, sondern nur noch Sonntags zum Mittagessen o.ä.? Gewöhn sie mal dran, daß sie keinen Anspruch auf Dich haben, nur weil Du vielleicht gerade nichts ganz Dringendes zu tun hast.

Beitrag von sianne 26.09.06 - 13:10 Uhr

Das Problem hat eine Freundin von mir auch. Sie hat das Problem in sofern gelöst, das sei weiter weg gezogen ist und ihren Eltern klipp und klar gesagt hat, das diese auch mal vorbei schauen können, wenn sie sich vorher melden.

Das ist überaus schwierig.. kann es sein, das du einzelkind bist?? Das ist bei meiner Freundin der Fall. Sie durfte auch niemals im Haushalt mithelfen; sowas wie spülen, abwaschen oder so...

ich denke in diesem GFall muss man die Eltern wirklich überausdeutlich darauf hinweisen, das es an der Zeit ist, los zu lassen und die Kinder ziehen zu lassen..

ich kenne das leider nicht, bin mit 16 bei meinen Pflegeeltern abgehauen und seit dem auf eigenen Füßen.. ist auch nicht leichtu nd sicher auch kein schöner weg :-/..

aber manchmal muss man einen recht harten Weg einschlagen um an sein Ziel zu gelangen....

Beitrag von pandorry 26.09.06 - 13:18 Uhr

Jup ich bin Einzelkind

Papas kleine Prinzessin!

Es hat seine Vorteile, das möchte ich garnicht abstreiten, aber es ist einfach sehr erdrückend.

Ob ich was machen möchte oder nicht, wurde mir immer frei gestellt.

Doch da mir das schon früh auf die Nerven ging, bin ich ein sehr selbstständiger Mensch geworden.
Ich wollte schon immer alles alleine machen, und sei es nur mir ein Brötchen schmieren.

Beitrag von lillifee111 26.09.06 - 13:44 Uhr

ich war auch so alt wie du, als ich ausgezogen bin. Ich war einfach nur froh. Meine Eltern konnten mich auch nicht loslassen, und können es bis heute nicht. Nun heute bin ich 31 und habe immer noch mit den Erziehungsfehlern meiner Eltern zu kämpfen.
In deiner Situation würde ich dir auf jedenfall zu Konsequenz raten, wenn du deine Eltern nicht sehen möchtest dann gib nicht nach und sage " es tut mir leid, daß Ihr kein Verständnis dafür habt, daß ich lange arbeiten muß ect.

Ich finde es auch an der Zeit, daß du deine Eltern von dir "entwöhnen" mußt. Es ist nicht gut sich jede Tag zu sehen, so kommen Sie von Dir nie los.