Kleine Umfrage: Wie verhaltet ihr Euch z.B. auf dem Spielplatz, wenn..

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von lenaki2001 26.09.06 - 13:27 Uhr

Hallo,

ich gehe mit Simon (18 Monate) täglich hier bei uns zum gleichen Spielplatz, da meistens immer wieder die gleichen Kinder und Mütter sind und man sich mittlerweise "kennt".

So nun ist Simon mit der jüngste. Die anderen Kinder sind so ca. zwei - bis drei Jahre alt. Natürlich kommt der eine oder andere mit seinem Bagger, Bobbycar, etc. oder mit anderen Spielsachen wie Autos, kleine Sandbagger, Schippen etc, (ich hab auch immer zig Zeug dabei).#augen

Und wie das so ist lässt jeder sein Zeugs irgendwo stehen und liegen und rennt zu den anderen "fremden" Sachen hin. So und jetzt sobald der "Eigentümer" sieht, dass sich ein anderes Kind SEINEM Spielzeug nähert, hört man "Neeeeeeeeeeeein, meeeeeeeeeeeins". Wir Mütter versuchen, wenn es rüde wird, zu schlichten.

Die "älteren" Kinder reissen, ihre Sachen an sich, wissen sich auch schon zu wehren, wenn sie geschubst werden. Mein Sohn hingegen steht da immer verständnislos und weiss garnichts mit der Situation umzugehen (er weint nicht oder so). Meistens lässt er ab und geht woanders hin. Mit tut das manchmal leid, weil er auch bei seinen Sachen direkt nachgibt.

Also solange es nicht "brutal" wird und Simon nicht weint, greife ich auch nicht ein. Wenn es soweit kommt, ist auch meistens die Mutter des "bösen" Kindes zu Stelle. Das klappt eigentlich.

Ab wann lernen Kinder selber sich zu "wehren"? Wie verhalten ihr Euch, wenn Eure Kinder rumgeschubst, mit Sand beschmissen werden, oder es gibt ja auch Kinder, die dann brüllen "geh weg, will nicht mit dir spielen"?

Ich sitze dann auf der Bank und denke mir "los nimm es Dir zurück, brüll MEEEEEEEINS, beschmeiss das Kind zurück mit Sand". Fies ne?

Erzähl mal, wenn ihr Lust habt.

LG

Elena & Simon, die sich gleich wieder auf den Weg zum Spielplatz machen.
:-)

Beitrag von didda79 26.09.06 - 13:32 Uhr

HI,

als meine Tochter in dem Alter deines Sohnes war, war das ganz genauso, heute ist sie eines der Kinder, die ganz laut MEEEEEINS rufen.
Eine ganz normale Entwicklung.
Auch dein Sohn muss lernen, dass es Sachen gibt, die anderen gehören, die nicht dazu bereit sind zu teilen.
Das muss er lernen zu akzeptieren.
Ich habe meine Tochter dann zur Seite genommen und ihr immer wieder erklärt, das gehört nicht uns, und der andere möchte es auch nicht hergeben.
Es prallen da auch leider zwei verschiedene Entwicklungsstände aufeinander, denn mit 1,5 Jahren lernt das Kind erst Besitz zu definieren, also ALLES meins.
Die Kinder, die ein halbes oder ganzes Jahr älter sind, WISSEN bereits, was ihnen gehört und verteidigen das auch, ihren Besitz halt.
Und wenn du beobachtest, was abläuft, kannst du ja mal eingreifen, deinen Sohn an die Hand nehmen, zu dem Kind gehen und ihn für deinen Kleinen fragen, ob ihr euch etwas bestimmtes ausborgen könnt. Wenn dein Kleiner dann mal sprechen kann, wird er dir das nachmachen.
Damit sind wir eigentlich sehr gut gefahren.
LG Birgit

Beitrag von lenaki2001 26.09.06 - 13:41 Uhr

Hi Birgit,

das machen wir auch, mit dem Sohnemann zum anderen Kind gehen und fragen. Das klappt wirklich meistens gut, da das andere Kind dann ganz stolz SEIN Zeug ausborgt.

Das machen aber alle auf diesem Spielplatz. Und ich finde auch das Verhalten und die Reaktionen der anderen Mütter gut, da es keine Mutter erlaubt, dass sich ihr Kind als King aufführt. Das klappt Gott sei Dank spitze.

Es gibt auch leider andere Mütter, die alle anderen Kinder und Mütter als total unverschämt halten.

Bis dann

Elena

Beitrag von ayshe 26.09.06 - 14:29 Uhr

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Und ich finde auch das Verhalten und die Reaktionen der anderen Mütter gut, da es keine Mutter erlaubt, dass sich ihr Kind als King aufführt.
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glück gehabt!


ich hatte mal erlebt, daß ein fast 3-jähriger meiner damals etwa 1,5-jährigen den eimer wegnahm, vor ihrer nase.
sie schrie gleich, ist hinterher.
er wollte sie echt ärgern und hielt ihn vor ihre nase,
warf ihn dann ins gebüsch, nahm ihn wieder, wedelte.

die mutter sah zu.

ich lasse lieber den müttern den vortritt, ihr kind zu "maßregeln".
dann bin ich hin, riß ihm den eimer aus der hand und habe ihm gesagt, wie ich das finde usw.


lg
ayshe

Beitrag von ayshe 26.09.06 - 14:24 Uhr

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Es prallen da auch leider zwei verschiedene Entwicklungsstände aufeinander, denn mit 1,5 Jahren lernt das Kind erst Besitz zu definieren, also ALLES meins.
Die Kinder, die ein halbes oder ganzes Jahr älter sind, WISSEN bereits, was ihnen gehört und verteidigen das auch, ihren Besitz halt.
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ja, da macht sich ein kleiner unterschied groß bemerkbar
und die kinder "verstehen" sich dann oft nicht.

Beitrag von kleineute1975 26.09.06 - 13:37 Uhr

Hi

also wir haben das auch und Jonas ist erst 14 Monate aber schon recht fit für sein Alter..

Also aufn Spielplatz genauso wie du beschreibst..#schein ich könnte auch so fies sein..

letztens hat ihn ein Mädchen ca. 2-3 Jahre mehrmals geschubt und er war auch den Tränen nah (Jonas wollte die Sandburgen naja nicht so stehen lassen wie sie wollte;-)) aber das ging zuweit. Das Kind war auch ohne Mutter dort nur mit Geschwister die nichts machten da bin ich eingeschritten und habe ihr erklärt das Jonas das noch nicht versteht und ihr vrsucht zu erklären, ob es was gebracht hat weiß ich nicht..denn Jonas hat sich dann nee anderen Beschäftigung gesucht..

ich denke auch das die das lernen werden

LG Ute

Beitrag von floeppchen 26.09.06 - 13:41 Uhr

hallo elena *smile*

ja, diese situationen kenn ich. ich schätze mal die kleinen wehren sich erst wenn sie das wort "meins" verinnerlicht haben.

luke ist immer total an den ganz grossen kids interessiert die sich auch gerne noch auf dem spielplatz tummeln. meist haben die aber keinen bock auf so einen kleinen kerl und ich geh dann auch lieber gleich in die richtung mit und warte ab was passiert, oft bekommt luke dann eins auf die mütze, wird geschubst oder ähnliches, dann greife ich natürlich ein.

letztens ist uns dabei etwas unfassbares passiert.
es wraen zwei ältere kinder auf dem karussell, luke näherte sich und schaute zu wie sich die grossen kinder drehten, der junge schrie gleich "duch nicht" und schubste dann meinen kleenen, der schaute mich total verdutzt an udn wusste nicht was abgeht, naja, ich ging dann mal langsam näher und dieser junge fig an das karussell zu drehen indem er im kreis mitrannte, tja und dann stand luke wieder da und war wohl im weg, also wurde er brutal geschubst das er auf seinen windelpo hinfiel, er fing an zu weinen, wohl eher wegen dem schreck. ich half ihm hoch und sagte in einem ruhigen aber bestimmten ton zu dem anderen jungen das er das doch nicht machen kann, er sei doch noch so klein und im übrigen kann man auch etwas sagen wenn man dort alleine spielen möchte. in dem moment kam dann die mutter, der das vorherige spiel wohl egal war und flaumte mich an wieso ich mit ihrem kind schimpfen würde *kinnladerunter*
ich meinte nur " 1. hab ich nicht geschimpft sondern ihm lediglich gesagt das das so nicht geht und 2. wenn das ihr kind gewesen wäre das geschubst wurde dann hätten sie genauso wie ich gehandelt" und damit habe ich sie wohl mundtot gemacht, hab dann meinen kleinen genommen und ihm noch gesgat das ich auf keinen fall möchte das er so rücksichtslos wird, genau in der richtigen lautstärke das die andere mutter es hören konnte :-D

ich denke es ist wichtig noch den überblick zu bewahren, wenn luke so angepflaumt wird dann darf das andere kind auch nicht mit sienen sachen spielen, gleiches mit gleichem, basta.

liebe grüsse
nicole und luke die auch gleich noch auf den spielplatz gehen

p.s. sorry für die vielen tippfehler

Beitrag von ayshe 26.09.06 - 14:22 Uhr

hallo,


tja, das sind eben die üblichen verhaltensweisen im unterschiedlichen alter.

erst geben sie alles,
dann halten alles fest,
dann "klauen" sie anderen alles,
dann tauschen sie auch mal...


es ist ein sehr langer weg, bis kinder so weit gereift sind,
daß sie ihre sachen verteidigen können
oder dann später auch ausleihen können und wollen.


klar, für die eltern sind soclhe situationen mehr als unangenehm, ich mag oder mochte das auch nie.

irgendwann wehren sich die kinder,
dann krallen sie es fest, schreien "MEINS!!!!"
oder versuchen auch, es dem anderem wieder zu entreißen.

für sie ist es so,
wie für einen erwachsenen, der vllt ein nagelneues auto hat,
kommt jemand an, setzt sich einfach rein, fährt eine runde #schock
wir würden doch völlig austicken?
oder?
den kindern geht es eben auch so.
die alte, kaputte schaufel ist ihr großer, großer schatz!


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Wie verhalten ihr Euch, wenn Eure Kinder rumgeschubst, mit Sand beschmissen werden
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erstmal abwarten, einschätzen der situation.
wehrt sich mein kind?
bemerkt es die andere mutter und geht dazwischen?
wenn klar ist, daß mein kind untergeht, bin ich zur stelle.
kann ein kind sich noch nicht wehren, sollte es auf die hilfe der eltern vertrauen können.
später reicht ihm dann vllt schon ein blickkontakt und es ist gestärkt, sich selbst zu verteidigen,
noch später ist auch das nicht mehr nötig.
genau dies konnte ich auch an meiner tochter beobachten.


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oder es gibt ja auch Kinder, die dann brüllen "geh weg, will nicht mit dir spielen"?
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das ist natürlcih bitter für ein kind, so abgewiesen zu werden.
ändern kann man es nicht,
aber ich würde dann trösten, etwas anderes vorschlagen, was spaß macht.


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Ich sitze dann auf der Bank und denke mir "los nimm es Dir zurück, brüll MEEEEEEEINS, beschmeiss das Kind zurück mit Sand". Fies ne?
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fies?
eher normal, als mutter ;-)


bei weggenommenen spielsachen:

ich bin dagegen, ein kind zu zwingen, seine sachen herzugeben, wenn es das noch nicht kann.
also dieses "du MUSST teilen" hasse ich.
ICH will mit fremden auch nicht teilen!
welcher erwachsenen will das schon?
und dann auch noch, daß ein anderer (die mutter) über MEINE sachen (also des kindes) frei bestimmt!
was sagen denn die eltern, wenn das kind, die handtasche der mutter "verleiht"? #schock

also kurzum, wenn klar ist, daß mein kind seine sac hen unbedingt wiederhaben will, kann es sich auf mich verlassen.

dasgleiche gilt aber auch, wenn mein kind einem anderen etwas wegnimmt, das kind dann weint und es unbedingt wiederhaben will.


lg
ayshe

Beitrag von vaterrabe 26.09.06 - 14:37 Uhr

Ich erinnere mich noch wie ich mit unserem großen damals 4 und seiner Nichte damals 2 auf dem Spielplatz war. Wären ich mich unterhalten habe hörte ich aus der Sandkasten immer ein plop plop plop. Jonathan ist von seiner Nichte mit der Schaufel auf den Kopf gehauen wurden bis er weinte. Ich bin eingeschritten und habe ihn gefragt warum er sich nicht wehren würde er antworte aber Papa dann weint Marie doch. Diese Einstellung hat er leider oder vielleicht doch zum Glück bis heute beibehalten.
Roland

Beitrag von ayshe 26.09.06 - 15:04 Uhr

wie mein bruder.


er ist keine 2 jahre älter als ich.
und ich habe ihn natürlich auch ganz schön malträtiert und spielsachen weggenommen,
legohäuser zerstört usw.

er hat es sehr gelassen aus dem gleichen grund geschehen lassen.
auf die frage "warum?" sagte er:"sie ist doch noch so klein und weint dann."


aber er hat dann schon noch gelernt, mich aufzuhalten,
ohne mir wehzutun o.ä. ;-)

lg
ayshe

Beitrag von visilo 26.09.06 - 16:59 Uhr

Also solche Probleme kenne ich hier nicht wirklich Lukas ist es egal wenn ein Kind sein Spielzeug nimmt außer er hat es gerade, bei den anderen Kindern ist es ähnlich, wenn die sich mal drum zanken ist da meist geklärt ohne das ein Erwachsener eingreift. Wenn allerdings ein Kind Lukas was wegnehmen will ( kommt äußerstselten vor) weiß er sich sehr gut zu wehren und das unterstütze ich auch. Letzte Woche hat ihn eine 4jährige von der Rutsche geschubst ( aus fast 2 m Höhe!!) weil es ihr zu lange dauerte, er war sofort wieder oben und hat ihr lautstark die Meinung "gegeigt" ( er spricht ja noch nicht aber das war deutlich was er von ihr wollte;-)) danach hat er sich vor das Mädchen gestellt und ist demonstrativ vor ihr runtergerutscht und kam dann hoch erhobenen Hauptes zu mir und "erzählte" mir die Geschichte nochmal. Ich habe das Glück das sich meiner wehrt aber auch wenn er es nicht machen würde würde ich wohl erst eingreifen wenn es wirklich gefährlich wird ( wenn sie sich mit Steinen bewerfen oder mit Metallschaufeln schlagen)

Lg
visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von viofelix 26.09.06 - 18:52 Uhr

Hallo Elena,

ich fühle mich gerade um so ca. 1/2 Jahr zurück versetzt.;-)

Mein Sohnemann war auch so einer der alles hergegeben hat aber sich nie wehrte. Und auch nicht traute sich durchzusetzen und sich wie verrückt an mich kuschelte wenn die Schreierei "meins" anfing.

Aber seit 3 Monaten ist wohl irgentwie der Schalter umgekippt und nun schreit er immer "meeeeeiiinnss"#freu#hicks;-)

Also sei versichert er wird sich auch demnächst wehren. Lass ihm einfach zeit dazu herauszufinden wie es geht. habe Felix dann immer nur getröstet und geknuddelt#liebdrueck und dann hat er zufrieden weitergespielt.:-)


Liebe Grüße Viola und Felix(*25.06.04)