Schwangerschaft und Bulimie

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von mouche 26.09.06 - 14:36 Uhr

Hallo,

ich bin - ja, ich weiß, es ist eigentlich 'ne Schande, aber.. - seit nunmwhr 23 Jahren essgestört; angefangen hatte es mit Anorexie, irgendwann ging das dann - neben meinem Job als Schreinerin - über meine Kraft und ich rutschte in die Bulimie. Durch all das habe ich seit über 17 Jahren keine Regelblutung, also auch keinen Zyklus mit vorhersehbarem Eisprung....
Trotzdem bin ich schon zum 3. Mal schwanger (die erste Schwangerschaft endete mit einer Fehlgeburt in der 14.SSW) und erwarte Ende Dezember mein 2.Kind! Gibts hier noch andere Frauen in ähnlicher Situation und wie kommt ihr klar damit? Ich habe das Gefühl, schwanger zu sein tut mir einfach nur gut und ich fühle mich prima. Daß es jedesmal eine Riesenüberraschung war, ist klar, aber ich freue mich.

Euch allen alles Gute und weiterhin eine schöne Kugelzeit!

Marion mit Quentin (fast 4) und Zoé Tatiana inside

Beitrag von agathe26 26.09.06 - 14:45 Uhr

Eine Antwort auf Deine "Frage" hab ich nicht. Aber ich wüsste nicht, wieso Bulimie eine Schande sein sollte. #kratz Es gibt sicherlich Gründe dafür, dass Du krank bist. Ich hoffe allerdings, dass Du das im Sinne Deiner Kinder in den Griff bekommst. Aber das ist natürlich leichter gesagt als getan.

Alles Gute und viele Grüße, Agathe

Beitrag von dasch 26.09.06 - 14:45 Uhr

Hallo,

ich hatte auch vor ca 10 Jahren Anorexie die dann in Bulemie übergegangen ist. Mir ging es sehr lange nicht gut, hatte viele Eßanfälle und war dreimal 1/2 Jahr in Behandlung. Leider hatte alles nicht so viel geholfen. Mir ging es erst besser nachdem cih meinen Mann kennengelernt hatte und 700 Km weit weggezogen bin von menem alten Umfeld. Ich habe inzwischen nur noch ganz selten Eßanfälle, eigentlich nur wenn es mir ganz schlecht geht. Jetzt bin ich in der 6.SSW und denke das cih auch durch die SS keinen Eßanfall mehr haben werde. Denn ich möchte keine FG riskieren und ich möchte dass mein Kind alle Nähstoffe bekommt die es braucht.

Meine Regelblutung hatte nur kurz während meiner schlimmsten Anorexie Phase ausgesetzt und war danach wieder regelmäßig.

Ich wünsch dir auch alle Gute und denke beim Essen immer an dein Baby

Liebe Grüße
dasch

Beitrag von marjolaine 26.09.06 - 15:00 Uhr

Liebe Marion,

ich bin nicht essgestört, aber auch chronisch krank - ich habe Morbus Crohn.

Vielleicht möchtest du Dich ja auf die Schwanger und Crohnisch krank Liste eintragen lassen (http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=576025#3711073)
vielleicht kommen dann auch andere mit ähnlichen Problemen auf die Liste!

Lieben Gruß und ganz viel Glück noch für Deine Situation.
Meine Stiefschwester hatte übrigens auch Bulimie, aber soweit ich weiß, hat sie es überwunden, sie hat im Mai ihre Tochter bekommen!

LG
Marjolaine

Beitrag von criiina 26.09.06 - 15:14 Uhr

Hi Marion,

ich oute mich auch mal: essgestört seit etwa 12 Jahren. Allerdings hatte ich nie krasses Unter- oder Übergewicht, war immer "normal". Vor gut 2 Jahren (halbes Jahr Praktikum im Ausland unter sehr unschönen Umständen, zuviel Neues im negativen Sinn, vermut ich) begann ich dann leider auch mit der Kotzerei und rutschte sehr schnell sehr tief rein. An den Schulden, die ich für Fressanfälle gemacht hab, hatte ich bis vor kurzem noch zu knabbern, mein Konto war permanent im Minus nahe der Dispogrenze.

Es war immer schwankend, zeitweise hatte ich tagelang gar keine Anfälle und das essen klappte ganz gut, und dann wieder bis zu 10x täglich.... Kurz vor meiner Schwangerschaft wurde es grad mal wieder schlimmer, und dann überrollte mich - in der Hinsicht glücklicherweise - eine dermaßen starke Dauerübelkeit, dass nix mehr war mit Fressen und über der Schüssel hing ich nun ganz unfreiwillig....

Das wurde dann mit der 15. SSW besser und seitdem - toitoitoi - läuft es bestens, keine FAs, ich ess zwar relativ viel und hab auch schon 12 Kilo zugenommen, kann aber wunderbar damit leben... meistens jedenfalls, nur manchmal kommt kurzzeitig das alte Gefühl zurück...

Jedenfalls hoff ich stark, dass ich nach der Entbindung nicht wieder ins alte Verhalten rutsch, dass mein Baby mir die Kraft gibt, stark zu bleiben - und ich durch das Kleine vielleicht eh keine Zeit mehr hab ;-) Ist vielleicht alles noch etwas naiv gedacht, da Bulimie ja nicht nur einfach eine blöde Angewohnheit ist, aber ich denk mir, wenn das gewohnte Verhaltensmuster erst mal lang genug unterbrochen ist, ist das zumindest ein sehr guter Schritt in die richtige Richtung!


Alles gute und liebe Grüße,

Cora (32+5)

Beitrag von gedankenspiel 26.09.06 - 15:16 Uhr

Hi Marion,

ich habe seit ca. 16 Jahren Bulimie.
Mal mit "extremeren" Phasen, mal nur ab und an.

Ich bin mit unserem 5. Kind schwanger.
Bisher ging es mir in jeder Schwangerschaft einfach nur blendend, kein Drang zum Brechen, kein Zwang - ich konnte mich annehmen.

Habe vor kurzem eine Therapie beendet und hoffe, ich packe es jetzt endgültig.


Dir alles Liebe und viel Kraft,

Andrea