Genehmigung der Teilzeittätigkeit bei Kündigung???

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von luise.kenning 26.09.06 - 16:44 Uhr

Hallo,

muss grad mal abko***** (wo ist der verdammte Kotz-urbini?)

meine Freundin ist in Elternzeit und da ihre Tochter nun in den Kiindergarten geht, möchte sie eine Teilzeittätigkeit aufnehmen. Sie hat nun ihre Arbeitgeberin (also die bei der sie vor der Mutterschaft beschäftigt war) um Genehmigung gebeten und hat folgende Antwort bekommen: "Sehr geehrte Frau X,

ich genehmige Ihnen Ihre Teilzeittätigkeit mit bis zu 30Std./Woche, unter der Voraussetzung, dass Sie kündigen.

Mit freundlichen Grüßen


Y."


Ist das zu fassen????

Luise

Beitrag von galeia 26.09.06 - 16:52 Uhr

Hammer, echt! Was bilden die sich ein! Liegen bei die Voraussetzungen für einen Anspruch auf TZ-Beschäftigung vor?

Siehe hier:
http://recht.verdi.de/rechtstipps/elternzeit_und_der_anspruch_auf_teilzeit

Wenn nicht, hat sie eh keine Chance....

LG H. #klee

Beitrag von luise.kenning 26.09.06 - 17:09 Uhr

hallo galeia,

ich glaub Du hast mich falsch verstanden:

Sie war bei Firma A beschäftigt (als Erzieherin im Kindergarten). Dann wurde sie schwanger und dass passte ihrer Chefin gar nicht. Sie ging in Mutterschutz und meldete 3 Jahre Elternzeit an.

Nach nunmehr 2 Jahren möchte sie in einer anderen Firma (B, das ist ein Callcenter), 30 Stunden pro Woche arbeiten. Dazu braucht sie ja die Genehmigung von der Kindergarten-Chefin.

Tja und die blöde Kuh schreibt nun: ich genehmige, wenn Sie kündigen.

Denn dann hätte meine Freundin ja weder Anspruch auf ihren alten Arbeitsplatz nach der Elternzeit noch auf Arbeitslosengeld, denn sie kündigt ja selbst...

Muss sie auf so ein Schreiben überhaupt reagieren?

Acxh ja, die Ex-chefin vom Kindergarten will ihr auch die Lohnsteuerkarte nicht rausgeben, sondern nur ne Kopie davon. Kann das Callcenter damit überhaupt was anfangen? Sie würde nämlich auch gern Gehalt bekommen und ohne Lohnsteuerkarte ist das ja eher schwierig...

LG
Luise

Beitrag von risala 26.09.06 - 17:27 Uhr

hi!

ehrliche antwort? - ich wäre mit diesem schreiben bei einem anwalt für arbeitsrecht oder zur beratung beim arbeitsgericht. darauf würde ich ohne rücksprache mit einem fachmann nicht reagieren.

ausserdem... mit diesem schreiben hat sie über den rechtsweg gute chancen gegenüber ihrem arbeitgeber.... ich würde dies nämlich als nötigung ansehen...

aber mal eine frage... warum will sie denn die tz-tätigkeit nicht in ihrem kiga machen?

ach ja, und selbst kündigen würde ich schonmal gar nicht.

alles gute!

lg
kim

Beitrag von luise.kenning 26.09.06 - 17:35 Uhr

hallo kim,

ich hab ihr auch zum anwalt geraten... sie scheut sich da immer ein wenig...

sie will nicht in dem kiga arbeiten, weil ihre chefin ja so doof zu ihr ist. sie will sich aber den anspruch auf nen arbeitsplatz erhalten, falls es in dem callcenter doch nicht klappt.

sie hat auch nicht vor, zu kündigen---


LG

Luise

Beitrag von risala 26.09.06 - 18:06 Uhr

hi!

mein mann ist auch so jemand, der den weg zum anwalt scheut... überzeuge sie in dieser richtung bitte. zu verlieren hat sie nichts - nur zu gewinnen!

wir haben durch einen anwalt (nicht fristgerechte kündigung) - den wir nur in einem schreiben an den ag meines mannes erwähnten und der drohung des arbeitsgerichtes für meinen mann eine fristgerechte kündigung, bezahlte freistellung und entsprechend 1 gehalt bekommen... haben auch nichts zu verschenken...

wenn sie eh probleme mit der chefin hat und dort nicht mehr unbedingt arbeiten will - ab zum anwalt.

oder: sie soll einen brief schreiben, ggfs. im internet nach einem § oder urteil suchen, darauf verweisen (z.b. ablehnung nur bei besonderen gründen z.b. konkurenz möglich) und nochmals um die genehmigung bitten.
weiterhin den hinweis "sollten sie zur genehmigung der tz-tätigkeit weiterhin auf der kündigung bestehen (dann benötige ich ihre genehmigung nicht mehr), werde ich den vorgang dem zuständigen arbeitsgericht zur kenntnis geben / die angelegenheit meinem rechtsbeistand übergeben..."

ist zwar eine blöde situation, aber was der ag sich da leistet ist der hammer.... so kann man ma auch los werden... und es gibt genügend, die sich auf sowas einlassen....

lg
kim

Beitrag von tati_plus_wuerstchen 26.09.06 - 19:08 Uhr

hi,

dann soll firma A sie eben in teilzeit beschäftigen. ansonsten geht verbieten nicht so einfach!

lg
tati

Beitrag von benedikte 27.09.06 - 02:57 Uhr

Ich bin mir hinsichtlich der rechtlichen Situation nicht sicher.
Tatsache ist, dass der eigentliche Arbeitgeber das erste Zugriffsrecht hat. Schliesslich hat der auch die ganzen Umstaende fuer die Freistellung wegn der Elternzeit und so- und in vielen Betrieben werden keine Ersatzkraefte eingestellt, sondern dass wird auf die Kollegen umgelegt.

Meinem Vorgaenger hatte beipielsweise eine Kollegin zugearbeitet, die dann ein Kind gekriegt hat- und waehrend ihrer abwesenheit mussten alle Kollegen das auffangen.Und wenn die zu beurlaubende Person dann auf einmal doch ncith mehr komplett Urlaub machen will, sondern stundenweise arbeiten, dann muss sie das zuerst ihrem Arbeitgeber anbieten.

Hat sie das gemacht? Erst wenn der ablehnt, kann sie es woanders veruichen. Und da kann der richtige arbeitgener auch ablehnen. Bekannt ist mir das- rechtskraeftig- aus konkurrierenden Unternehmen.Beispielsweise kann eine Graphikdesignerin aus Betrieb A, die dort Elternzeit macht, nicht fuer die Konkurrenz arbeiten, wenn ihr Betrieb nicht zustimmt, selbst wenn die sie nicht beschaeftigen wollen. Das hat naemlich einen sachlichen grund und ist nicht willkuerlich.

Hier sieht das schon anders aus, es sind ja nicht zu vergleichende Taetigkeiten wie es scheint- aber trotzdem sollte man den Verweigerungsgrund im auge haben.

Erst wenn sie beides geklaert hat- sich selber ihrer Firma angeboten und dann eine willkuerliche Absage fuer eine andere Teilzeitstelle- erst dann sollte sie sich weitere schritte ueberlegen.Und Anwalt oder Arbeitsrichter- das ist immer die letzte Loesung, nie die erste. Die erste ist das direkte gesprach, dann Personalrat, Frauenbeauftragte, Gewerkschaft. Wer mit Spatzen auf Kanonen schiesst und bei anzeichen einer Meinungsverschiedneheit gleich zum arbeitsrichter rennt, riskiert nicht nur im Betrieb Schwierigkeiten. es koennte auch als " Stoerung des Betriebsfriedens" und " Illoyalitaet" gewertet werden- denn eine gute Zusammenarbeit erfordert, dass man erstmal versucht, die Dinge zu klaeren auf freidlichem weg. Ausserdem sieht die arbeitsgerichtliche Kostentragungsregelung keinen Ausgleich vor, sondern dass jeder seine Kosten traegt- sprich, sie muesste so oder so zahlen, wenn sie sich verteten laesst. Das sollte man auch wissen.

Benedikte

Beitrag von manavgat 27.09.06 - 14:37 Uhr

Das ist unzulässig!

Ich würde eine Anwältin fragen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von luise.kenning 27.09.06 - 14:44 Uhr

dass die ganze unzulässig ist und dass meine freundin zum anwalt gehen muss, darüber sind wir uns ja alle klar.

Ich wollte mich eigentlich nur mal aufregen, was es doch für Leute gibt...

*abkotz*

Luise