Wie erkläre ich meinem Kind den Tod?

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muss jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von cassy1 26.09.06 - 17:25 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich bin schon lange am überlegen wie ich meiner Tochter (gerade 4 geworden) erkläre warum der Opa nicht mehr da ist.
Bisher war er im Krankenhaus. Das hat sie auch ganz gut verstanden. Allerdings geht es jetzt langsam zu Ende. Es ist schon schwer für uns das zu verstehen, aber wie kann man
einem 4- jährigem Kind erklären, dass der Opa nicht mehr da
ist. Ich weiß nicht ob die Geschichte vom Himmel so gut ist.
Ich weiß eigentlich gar nicht wie ich vorgehen soll. Schon die Gedanken der kleinen das erklären zu müssen treibt mir die
Tränen in die Augen.

Für einen Rat wäre ich sehr dankbar.

cassy1

Beitrag von sonntagskind64 26.09.06 - 17:31 Uhr

Hallo Cassy,

sag ihr, dass sie jetzt einen ganz besonderen Schutzengel hat, der immer auf sie aufpasst.

Auch wenn ihr nicht religiös seid, so ist es für Kinder immer schön zu wissen, dass jemand der sie liebt immer bei ihnen ist und guckt, dass ihnen nichts passiert.

Viel Kraft, Sk64

Beitrag von kleenehexe80 26.09.06 - 18:21 Uhr

#liebdrueck für Dich und Deine Familie auch ganz ganz viel Kraft. Es gibt wunderbare Bücher über das Thema Tod erklären für Kinder. Ich usste es bei Timi (meinem ältesten jetzt schon 2 mal machen) und nun heute ein drittes mal. Nachbar ist gestorben, nach Schrecklichem Unfall. (Wo meine Mama wohnt, wo wir immer über die Starsse gehen wurde der gute Mann zwichen zwei Auto eingeklemmt weil ein Krankenwagen die Kurve nicht gekriegt hat!!!!) Da gehe ich immer mit Tim rüber, mich graust es jetzt noch. Und ich habe vor kurezm erst meine Oma verloren iehe HP unter nie vergesssen. Wenn Du magst schreib mir doch mal über die VK!!!!


Lg Jenni

Beitrag von soviel3 26.09.06 - 21:29 Uhr

Liebe Cassy,

das tut mir sehr leid!

Ich habe eine ähnliche Geschichte mit unserem Opa erlebt u. unser Sohn 6 J., bekam auch mit, daß Opa schwer krank im KHS liegt. Als er verstorben ist haben wir erstmal nichts erzählt, bis er uns fragte, wann wir ihn besuchen gehen.. da war der Zeitpunkt für uns da es ihm zu erklären. Ich habe ihm erzählt, daß Opa im Himmel ist u. auf ihn aufpasst u. es ihm jetzt gut geht. Er war auch total traurig u. fragte, ob er gestorben sei, ich sagte Ja und mir liefen genauso wie ihm die Tränen. Ich weiß nicht ob es der richtige Weg war, er redet noch heute 1 Jahr danach sehr oft von seinem geliebten Opa, aber ich denke, auch Kinder müssen auf ihre Weise lernen damit umzugehen, liebevoll beibringen müssen wir es. Er hat es aber letztendlich irgendwie noch gar nicht realisiert was sterben wirklich bedeutet. Als sein Bruder vor kurzem in meiner Schwangerschaft gehen mußte erklärte er seinem Freund: ".. das Herz hat aufgehört zu schlagen, aber das Baby ist nicht tot, es lebt nun bei meinem Opa im Himmel u. Opa hat jetzt auch ein Enkelchen... Da hat es das Baby gut, da Opa ein ganz lieber ist." Die Geschichte mit dem Himmel war für ihn nichts endgültiges im Nachhinein, er sieht es so, daß das Leben dort weitergeht für die Menschen die gehen müssen u. das finde ich toll.

Viel Kraft u. alles Liebe für Euch!

Liebe Grüße
Susanne

Beitrag von projekt_schlumpf 26.09.06 - 22:11 Uhr

Als ich 5 Jahre alt war, ist meine Großmutter väterlicherseits gestorben.
Meine Mutter hat mir einfach die Wahrheit gesagt.
Menschen sterben, weil ihre Körper irgendwann nicht mehr richtig funktionieren.
Ich sollte immer an die Alma-Oma denken, denn solange ich sie nicht vergessen würde, wäre sie nicht ganz tot, sondern würde in meinem Herzen weiterleben.

Ich habe im Laufe der Jahre akzeptiert, dass der Tod zum Leben gehört. Alle meine Großeltern und ihre Geschwister (meine Großtanten) musste ich mit zu Grabe tragen.
Die Wahrheit zu wissen, hat mir dabei immer geholfen. Spätestens in den Tagen am Sterbebett meiner Großtante Tia wäre jede Lüge aus meiner Kindheit der Realität zum Opfer gefallen. Der Tod kann eine solche Erleichterung sein!

Ich wünsche Euch viel Kraft in Eurer schweren Zeit.

Liebe Grüße Klemens



Beitrag von sonnenmilch 26.09.06 - 22:26 Uhr

Meine Mama erzählte mir das meine Oma nun im Himmel sei (da war ich 5). Ich habe nicht geweint, denn ich stellte mir den Himmel schön vor.
Ich wußte und fühlte das sie irgendwie da ist. Bis heute.
Bei meinen anderen Großeltern war das nie so stark wie bei meiner Oma.
Ich finde auch den Gedanke schön einen Stern auszusuchen den man immer wieder findet. Dort wohnt dann die Seele und man kann immer wieder mit dem Stern reden.

Meine Patentante ist schon bald 90, mit ihr zusammen wollen wir noch einen schönens Stern aussuchen den sie dann irgendwann besuchen wird (wir reden da offen). Sie weiß wie sehr sie uns damit eine Brücke geben kann. Oh man, der Gedanke daran ist trotzdem hart, ich versteh DIch.

#liebdrueck Mona

Beitrag von amaramay 27.09.06 - 09:01 Uhr

Hallo, mein Sohn ist 2 1/2 Jahre alt und ich habe ihm auch erzählt, das Oma und Opa im Himmel sind, da sie alt und krank waren. Wenn ich mit ihm zum Friedhof gehe, um eine Kerze anzuzünden, Blumen zu bringen o.ä dann sage ich ihm, das das Omas/Opas Garten ist, den wir schön machen wollen. Das sie dort unten im Grab liegen, finde ich für ihn momentan noch ein wenig zu viel.

Liebe Grüße Daniela mit BenLukas und Krümel

Beitrag von glucke68 27.09.06 - 09:08 Uhr

Hallo Cassy

mein Papa starb vor 2 Jahren,meine jüngste Tochter war damals 7 Jahre alt,sie hat den ganzen Krankheitsverlauf von ihm mit bekommen,ich mußte sie leider auch immer mit zu meinem Papa nehmen als wir ihn pflegten.

es war abends als sein sterben anfing,hab nur meiner großen Tochter gesagt,dass wir zum Opa fahren weil es ihm nicht gut ging....sie wußte bescheid und ging dann zu Bett die beiden anderen bekamen davon nichts mit.

Damals wußten wir nicht das mein Papa wirklich in der Nacht starb,er war zu Hause und wir waren die ganze Zeit bei ihm,als er dann abgeholt worden ist,sind wir nach Hause,es war dann schon 6.30 Uhr..

Meine Kinder wurden wach,weil es ja auch an der Zeit war sich für die Schule fertig zu machen.

Habe meinen Kindern dann gesagt,dass der Opa gestorben ist und das es ihm jetzt wieder besser geht und er keine Schmerzen mehr haben muß.,dass er immer bei Ihnen ist und auf sie aufpasst und abends wenn sie in den Himmel schauen und den hellsten Stern sehen,dass dort der Opa jetzt wohnt.

Meine beiden großen sind natürlich nicht in die Schule gegangen aber meine Große wollte unbedingt,weil sie eine Arbeit schrieb,sie meinte die schreibt sie besonderns gut für Opa.damit er stolz auf sie ist#heul

Tut mir leid,dass ich jetzt soviel geschrieben habe,aber auch nach 2 Jahren ist es immer noch sehr frisch und er fehlt mir...


Wünsche Euch für die kommende Zeit viel Kraft und viele liebe Menschen um dich

Alles Liebe

Beitrag von mauseken 27.09.06 - 10:06 Uhr

hallo cassy ich hätte da evtl. eine nette kleine geschichte für dich die für kinder sehr gut geeignet ist und einige fragen gut beantwortet.
es geht um einen kleinen engel.

lg franzi und co.

Beitrag von natty018 27.09.06 - 11:46 Uhr

Hallo Cassy,

ich bin angehende Grundschullehrerin und habe mich bei einer Hausarbeit mit diesem Thema befasst ...

"die Verarbeitung von Tod und Trauer bei Kindern"

Auch wenn ihr nicht religiös seid, davon muss ich in einer Schulklasse auch ausgehen, so finde ich das Buch "Abschied von Rune" von Marit Kaldhol und Wenche Oeyen sowohl als Vor- als auch als Nachbereitung sehr gelungen.

Nicht vergessen - Kinder verarbeiten die Trauer anders als wir Erwachsenen ... sie können meist sogar besser damit umgehen. Und die Geschichte mit Engel und/oder Himmel kommt bei Kindern manchmal ganz von selbst ... das beschönigt nichts und hat auch nichts mit dem Glauben zu tun - es ist halt oftmals hilfreich.

Ich hoffe, dass du den Beitrag noch liest, obwohl du hestern geposted hast, liebe Grüße & alles Gute
Natty

Beitrag von amaramay 27.09.06 - 12:35 Uhr

Hallo, Cassy schreibt, das ihr Kind gerade 4 Jahre ist, und das finde ich "Abschied von Rune" noch nicht wirklich passend, da gibt es bessere Bücher zum Thema. Ich denke im Grundschulalter, wie du ja auch schreibst, ist es besser geeignet.

Gruß Daniela

Beitrag von natty018 27.09.06 - 13:32 Uhr

Ich denke schon, dass man das kindgerecht erzählen kann und die bilder dann dazu zeigt.

Was die Bücher im Vorschulalter angeht, hab ich jetzt keine Titel parat.

Dass es da Bücher gibt, kann sich Cassy sicher denken - ich finde deshalb, man sollte schon konkret eins vorschlagen oder ansprechen, mit dem man gute Erfahrung gemacht hat.

Liebe Grüße
Natty

Beitrag von golm1512 27.09.06 - 14:32 Uhr

Hallo!
Ich denke auch ,dass mit der Wahrheit immer weiter kommt. Außerdem finde ich es nicht schlimm, wenn man wegen eines Trauerfalls traurig sein muss. Das gehört dazu und hilft einem, damit irgendwie zurecht zu kommen. Kinder können das auch lernen und wissen das eigentlich auch schon. wir Erwachsenen sind diejemigen, die das ganz große Drama daraus machen.
Ich kann dir zwei bücher empfehlen:
1. "Leb wohl, lieber Dachs" von Susan Varley
2. "Und was kommt dann" von Pernille Stafelt
Im ersten Buch geht um das Sterben des alten Dachses, den alle sehr mögen. Das würde ja gut zum Abschied vom Großvater passen.
Im zweiten wird auf manchmal ziemlich witzige Art erklärt, was Sterben ist, was danach kommen könnte, was in anderen Religionen geglaubt wird. Das Ganze ist mir wenigen Worten und ganz einfachen Zeichnungen erklärt. Wenn man nicht gerade drin steckt in einem Trauerfall, muss man manchmal sehr schmunzeln.
Viele Grüße
Susanne

Beitrag von aylaxxxx 27.09.06 - 18:08 Uhr

Hallo, sicher ist das für die ganze Familie eine schwierige Zeit und doch rückt man wieder etwas näher zusammen.

Ich finde, Kinder sollten grundsätzlich (wenn sie dem gewachsen sind und es selbst auch möchten) die Möglichkeit haben, sich zu verabschieden. In meinem Freundeskreis gab es kürzlich einen ähnlichen Fall. Das Kind hat dreimal Abschied genommen und anschließend noch ein Bild für den Opa gemalt, dass sie ihm mit ins Grab gegeben hat. Sie hat es - trotz aller Trauer - sehr gut verarbeitet und ist im gleichen Alter. Ein offener Umgang mit dem Thema Tod, das Zulassen von Gefühlen und das Eingestehen der Trauer gegenüber dem Kind sind wichtige Prozesse... auch für das Kind. Und mit 4 Jahren wird Ihr Kind es sicher verstehen, wenn man ihm erklärt , dass der Opa nun so lange krank war und einfach keine Kraft mehr hat.

Bücher helfen bestimmt auch viel weiter. Da haben hier ja schon einige Tipps abgegeben.

Ich wünsche Ihnen für die bevorstehende Zeit und den schwierigen Weg durch die Trauer viel Kraft und Rückhalt.

aylaxxxx

Beitrag von 4ever_u 27.09.06 - 18:32 Uhr

Hallo,

ich kann dich gut verstehen.
Als meine Oma starb war mein kleiner 2Jahre.
Letztes Jahr haben wir ihm erkläret wo die Oma ist. Er hatte selbstständig gefragt.
Ich würde dir raten ihr es zu erklären wenn sie fragt.
Meine Oma verstarb im Krankenhaus, ganz plötzlich, und so sagten wir es ihm auch. Wir sagten das sie jetzt oben im Himmel ist und auf uns herabguckt und aufpasst. Hat er gut angenommen.

Liebe Grüße

Beitrag von c.l.e.o. 27.09.06 - 19:11 Uhr

Hallo Cassy,
viele meiner Vorrednerinnen haben Dir ja schon persönliche Tipps gegeben. Ich habe einen Link für Dich, der von der fachmännischen Seite Rat gibt: http://www.eltern.de/familie_erziehung/erziehung/kinder_und_tod.html

Ich wünsche Dir und Deiner Familie viel Kraft für die bevorstehende Zeit.

Cleo

Beitrag von sunny79 27.09.06 - 19:23 Uhr

Hallo Cassy,

Unser Noah war auch 4 als seine Uroma gestorben ist. Er wollte in Ihren letzten Tagen noch einmal mit ins Krankenhaus und da haben wir ihn ein Bild malen lassen (ein Mandala mit einer Sonne) und ihm erklärt das es der Oma ziemlich schlecht geht und sie sich darauf vorbereitet zum lieben Gott zu gehen wir aber gerne sein Bild bei ihr im Krankenhaus aufhängen. Die Oma hat dann kurz vor Ihrem Tod sogar noch das Bild fest in die Hand genommen und obwohl sie sehr benommen war mit den Fingern die Linien nachgezeichnet, ich glaube es hat sie sehr gefreut. Wir waren zu jeder zeit sehr offen zu ihm, haben uns aber gegen seinen Wunsch gewehrt mit zur Beerdigung zu dürfen, bis wir das gespräch mit dem Pfarrer hatten. Dieser ermunterte uns das Kind mitzunehmen und ich muß im nachhinein sagen das dies in unserem Fall die richtige Entscheidung war. Ich war sehr erstaunt wie nüchtern Kinder in diesem Alter mit dem Tod umgehen wenn sie die Zuversicht haben dass den Sterbenden an Ihrem neuen schönen Ort nichts böses wiederfährt. Wir hatten Angst er würde nicht verkraften soviel weinende Leute um sich herum zu sehen, aber wenn man die Kinder vorher darauf vorbereitet, haben sie keine Angst vor den natürlichen Emotionen.
Vermutlich machen sich in unserer Gesellschafft alle diese Situation zu schwer, auch wenn wir trauern, so sollten wir wieder das Verständnis erhalten dass das Sterben zum Leben dazu gehört. Noah hat dies für sich sehr radikal ausgedrückt: "Es müssen immer auch welche sterben damit es auf der Welt nicht zu voll wird und wieder neue Babys geboren werden können#kratz..." Das Mandala hat die Bestatterin übrigens an den Sarg gepinnt und Noah war sehr stolz das die Oma sein Bild mit in den Himmel nimmt. Unseren jüngeren Sohn damals 2 Jahre haben wir aber nicht mitgenommen.

Drücke Dir die Daumen das Du den für Euch richtigen Weg findest und wünsche Dir und Deiner Familie für diese schwierige Zeit ganz viel Kraft, Stärke und das Vertrauen das nur stirbt wer vergessen wird. #stern

Sissi

Beitrag von firefox1981 27.09.06 - 21:17 Uhr

Liebe Cassy,

meine Tochter ist nun fast vier. Diesen Sommer ist meine Großmutter gestorben. Und ich habe ihr erklärt das wenn man tot ist in den Himmel kommt und ein Engel wird. Und das dieser Engel auf uns aufpasst. Und sie hat auch gesehen das ich traurig war und das ich weinte, weil ich finde auch Kinder dürfen sehen das man traurig ist. Meine kleine hat mich dann in den Arm genommen und mich getröstet und gesagt :"Mama sagen wir dann deiner Oma auch abends am Fenster Gute Nacht?". So machen wir das auch mit meiner Mutter die vor vier jahren kurz vor der Geburt meiner Tochter gestorben ist. Irgendwann kam der moment wo sie fragte mama wo ist den deine Mama. Und seit dem stehen wir abends vor dem ins Bett gehen am Fenster und sagen Gute Nacht, manchmal erzählt sie der Oma auch was im Kindergarten los war. Ich finde man sollte ganz offen mit Kindern über Trauer, Tot und sterben sprechen. Nur so werden sie irgendwann verstehen was es wirklich bedeutet zu sterben.

Ich wünsche dir viel Kraft in den nächsten Wochen und Monaten.

firefox1981

Beitrag von rosinchen1972 27.09.06 - 22:03 Uhr

Hallo !
Meiner Großen musste ich bisher leider schon einige Male den Tod eines Familienteils erklären.

Bei meinem Opa war sie fast 5...
Er war kurz vor seinem Tod (durch Krebs) in eine Pflegestation gekommen, nachdem er aber schon lange im KH lag.
Ich habe ihr erklärt, das der Uropa ganz fest eingeschlafen ist und es ihm jetzt viel besser geht und er keine Schmerzen mehr hat. An diesem Abend standen wir draussen auf dem Balkon und sie fragte plötzlich, ob es stimmt, das jeder der stirbt, einen Stern am Himmel bekommt.
Tja und dann haben wir uns die hellsten ausgesucht... einen für den Uropa (mütterlicherseits), der gerade gestorben war und einen für die Uroma (väterlicherseits), die drei Monate vorher starb... bei der Uroma hat sie allerdings noch gar nicht begriffen gehabt, was passiert war, da es für uns alle sehr plötzlich kam und auch für mich das erste Mal war, das jemand gestorben war.
Ich glaube, erst durch den Tod vom Uropa hat sie verstanden, was mit der Uroma passiert war.
Damals (sie ist jetzt 10) ging sie recht gut mit dem Tod der beiden um, weil sie sich an die Geschichte mit den Sternen geklammert hatte und jedesmal wenn Sterne am Himmel leuchteten, erzählte sie, das es Uroma und Uropa gut geht.

Sie hat sich damit ihre eigene kleine Welt aufgebaut. Versuch es mit einer kleinen Geschichte, vielleicht auch von den Sternen. Meiner Tochter hat es geholfen, sie hat oft abends auf dem Balkon gestanden und die Sterne beobachtet und sie wirkte glücklich dabei, weil sie für sich selbst entschieden hatte, das es den beiden besser geht.

Liebe Grüße und ganz viel Kraft,
Diana



Beitrag von germany 28.09.06 - 02:24 Uhr

Hallo,

als eine gute freundin von mir dieses jahr im juni starb(gerade 19 gehirtumor) habe ich meine 4 jährigen nichte gesagt das sie im Himmel ist und das sie jetzt ein engel ist.Sie hat das sehr gut verstanden und verstand auch warum ich so traurig war sie hat mich sehr getröstet obwohl sie noch so jung ist.
Ich wünsche dir alles,alles liebe und Gute
germany#stern

Beitrag von chiara1907 28.09.06 - 08:04 Uhr

#herzlichHallo Cassy1,
leider war ich letztes Jahr in der gleichen Situation, durch den Rat einer Arzthelferin habe ich ein Bilderbuch "der kleine Bär und sein Opa" gekauft und da schon einmal ein bißchen Vorarbeit geleistet. Kinder gehen recht unterschiedlich damit um, ruhig auch vor den Kindern traurig sein. Ich habe rotz und wasser geheult, als ich das Buch zum ersten Mal vorgelesen habe. Mein Vater ist leider 50 km entfernt verstorben und wir haben alleine von ihm Abschied genommen, was mir mein Sohn (5 Jahre) zum Vorwurf macht, er wollte sein Opa nochmal sehen. Genauso war er nicht mit auf der Beerdigung was er auch nicht gut fand. 5 Wochen nach meinem Vater, starb dann meine Oma im Haus. Mein Sohn und meine Tochter (kanpp 2) haben sich von ihr verabschiedet und fanden es sehr schön Oma Tschüß zu sagen. Ich würde heute meine Kinder mehr mit einbeziehen, sie sind stärker als wir denken. Jetzt nach 1 1/2 Jahren sprechen wir viel über Opa, der im Himmel mit seinem Wohnmobil überall dahin fährt wo wir auch sind. Die Himmelgeschicht find ich nicht schlecht, weil da liegt der Opa begraben ist nicht so schön - der Friedhof ist ein Gedenkplatz.
Meine Kinder hatten eine sehr enge Bindung zu meinem Vater, wir wohnten zusammen in einem Haus und er war immer Present. Vielleicht deshalb auch die Vorwürfe von meinem Sohn. Du weist wie Deine Tochter zu ihrem Opa steht, wäge ab.

Ich wünsche Dir viel Kraft !

Liebe Grüße
Chiara1907
Ines

Beitrag von margotgross 28.09.06 - 08:19 Uhr

Hallo,
ich habe mit Abstand das Buch von Ulrike Klinkenborg "Opa hatte immer prima Ideen", vom ABC-team, Brunnenverlag als beste "Hilfestellung" zum Thema Sterben und Tod gefunden.
Vielleicht gibt es das Buch nicht mehr (1988), ein Buch mit christlichen Inhalten aber sehr liebevoll das Thema in eine Geschichte verpackt.
Steht immer noch in meinem Bücherregal, obwohl meine Kinder inzw. 24 und 23 J alt sind.
Tod ist nur ein Thema, das Buch geht auch auf andere Themen:Vorurteile, Diebstahl, Umgang mit Behinderten, Scheidung, nur einige davon.
Angebot: wenn kein Auffinden: Kopie des Artikels mit Geschichte kann ich zusenden: kurze Rückmeldung: margotgross@yahoo.de
Tschüss, alles Gute
Margot

Beitrag von mamalotta 28.09.06 - 09:20 Uhr

Oh, das tut mir so leid für dich. Ich habe eine ähnliche Situation erlebt, mit meinem Großvater im Januar. Meine Tochter ist 3 Jahre alt.

Ich habe ihr erzählt, dass der Opa zu Gott gehen wird, weil er so krank ist und müde ist. Dass es ihm dort besser gehen wird und er bei Gott ist und damit immer in unserer Nähe, auch wenn wir ihn nicht sehen können.

Das konnte sie gut verstehen. Aber sie fragte, warum er in so einer komischen Kiste liegt. Ähm...
Ich hab ihr erzählt, dass der Opa, wenn er nicht mehr da ist seinen Körper nicht mehr braucht und dass der Sarg so ähnlich wie ein Bett ist, in dem ein Kissen ist und eine Decke und in dem der Körper in der Erde schlafen kann und dass er es da ganz gemütlich hat.

Mein Kind meinte, warum ich dann so traurig bin. Und es war mir dann ein leichtes, ihr zu sagen, weil wir Opa nicht mehr sehen können und mit ihm reden...
Danach war alles gut

Ilo


Beitrag von olivia1507 29.09.06 - 06:56 Uhr

Hallo Cassy1!

Unser Opa ist dieses Jahr verstorben, und wir haben unserer Tochter (2 Jahre) auch erzählt, dass er jetzt im Himmel ist und dort auf sie aufpasst, weil er jetzt ihr ganz besonderer Schutzengel ist.

Wir sind zwar auch nicht besonders gläubig, aber mich selbst hat der Gedanke getröstet, dass der liebe Gott, ganz besondere Menschen wieder zu sich holt, weil er für sie eine ganz besondere und wichtige Aufgabe hat. Und bei meinem Schwiegervater ist diese Aufgabe als Schutzengel auf seine Enkeltochter aufzupassen und bald auch auf seine zweite!

Ich wünsche Euch ganz viel Kraft.

Liebe Grüße
Olivia1507

Beitrag von gazelle73 29.09.06 - 12:54 Uhr

zum thema tod gibt es viele kinder bücher. z.B. "leb wohl lieber dachs" oder "hat opa einen anzug an". auf der internetseite: www.ekd.de/tod-was-ist-das/einleitung.html findest du noch mehr bücher mit dazugehörigen kurzbeschreibungen und altersempfehlungen. vielleicht können dir die bücher helfen mit dem thema umzugehen.

gazelle 73

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