Umfrage! Was wäre wenn, ALLE ihre Kinder gewaltfrei erziehen würden...

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von gelberkrokus 26.09.06 - 17:37 Uhr

Hallo,
genau das hab ich mich schon oft gefragt. Aus eigener Erfahrung muß ich sagen, dass ich einige Mütter kenne, für die ein Klaps und mal ein Schlag auf den Po zur normalen Erziehung gehören. Daraus folgt meisten, dass es genau diese Kinder sind, die dann auch eher mal Schlagen oder ihre Wut an Schwächeren auslassen. Daraus folgt wieder, dass Kinder welche zu Hause keine Gewalt kennengelernt haben, stellenweise dadurch, auch dieses Verhalten übernehmen. Würde es etwas ändern, wenn wirklich ALLE Eltern auf absolute Gewalt, auch seelische verzichten und ihre Kinder gewaltfrei erziehen würden. Würde es die Gesellschaft verändern und Agressionen verringern und gewaltfreiere Menschen hervorbringen? Hat die Erziehung die wichigste Rolle oder sind bestimmte Eigenschaften beim Menschen angeboren und kaum veränderbar...?

Ich frage das, weil mein absolut gewaltfrei erzogenes Kind, Schläge einstecken mußte und sich die Mutter des Kindes im Nachhinein Vorwüfe macht, dass sie ihr Kind öfter mal geschlagen hat. Wäre es anders, wenn auch ihr Kind nie Schläge bekommen hätte? Irgendwie ist dies eine Spirale ohne Ende...

Laut einer Studie ,welche in Waisenhäusern gemacht wurde, in denen die Kinder in der frühsten Kindheit stark emotional vernachlässigt wurden und später erst in liebevolle Familien kamen. Dort waren leider genau diese Kinder und späteren Erwachsenen, trotzdem sie noch ein liebevolles Elternhaus bekamen, nicht mehr in der Lage einen Menschen richtig zu lieben, tiefe Gefühle zu entwickeln und waren eher gewaltbereit.
Also ist schon die frühste Kindheit prägend für das ganze Leben!?!
So nun ist eure Meinung gefragt!

Beitrag von xxsummer 26.09.06 - 18:00 Uhr

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=21&tid=575044

Entschuldige mal aber dieses Thema wurde in der ein oder anderen Form schon sowas von breit diskutiert#bla Und ich garantiere dir , daß es genauso verläuft wie oben angegeben.#gaehn

Weil es immer 2 gespaltene Meinungen dazu geben wird.

Aber versuch nur dein Glück!!#schwitz

lg
Iris

Beitrag von annasofie01 26.09.06 - 18:06 Uhr

Hallo!
Mein Kind wird auch von mir nicht geschlagen. Doch leider muß sie immer wieder Schläge etc in der Kita einstecken. Denn ganz besonders ihre Kitagruppe ist sehr agressiv.
Doch es nicht nur Kinder, die zu Hause geschlagen werden. Sondern vor allem Kinder, die zu Hause extrem verwöhnt werden, die weder Regeln noch Grenzen kennen. Und von diesen Kindern haben wir sehr viele. Das schlimme an der Sache ist, das die Eltern keine Einsicht zeigen. Bei der letzten Elternversammlung gingen sie auf die Erzieherin los und fragten sie, wann sie es endlich schafft, das die Kinder nicht mehr so viel hauen etc.
Was ich damit sagen will, es sollte nicht nur zu Hause eine gewaltfreie sondern vor allem eine richtige Erziehung statt finden. Das Kinder merken, das es Grenzen gibt.
Viele Grüße Antje

Beitrag von cyny 26.09.06 - 18:32 Uhr

hallo...

Da gebe ich dir absolut recht..........
Kinder müssen Klare Grenzen kennen und sie verstehen und das natürlich ohne Gewalt und Schläge-----KLARER FALL.....



Lieben Gruss
Cynthia

Beitrag von tauchmaus01 26.09.06 - 21:37 Uhr

Ach wäre das schön ,aber Du hast vielleicht mein Posting gesehen "per Gestz verboten! Kinder schlagen!)
Es gibt soo viele Eltern die meine das es einfach dazu gehört, ihre Kinder mit "klapsen" zu "dressieren" weil es einfach zu bequem ist. Denn sich mit den Kindern friedlich auseinanderzusetzen ist manchen zu anstrengend.

Es ist sogar so das man als "Nichtschlägermutter" angegriffen wird, weil man eben meint das es auch ohne geht.

Ich denke schon das es was ändern würde, wenn Kinder ohne Angst vor ihren Eltern großwürden. Denn sonst werden sie sich schwächere suchen an denen sie ihre Aggessesionen auslassen.

Zum Beispiel Zitat Zeike:
Also zum einen stehe ich dazu das auch mein kind ab und an in der richtigen Situation einen Klaps bekommt und keine schläge auch wenn du da keinen Unterschied siehst ich allemal.

Wenn du dein kind ohne klapse erziehen kannst ist das ja schön aber dein Kind ist noch nicht erwachsen also würde ich dir raten andere Eltern nicht zu verurteilen.
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Krass oder? Naja.......ich versuch mich aus einer weiterführung herauszuhalten, manche lernen es eben nicht.

Mona

Beitrag von ayshe 26.09.06 - 22:07 Uhr

vllt sollte man dann die agressiven schläger einfach in ein extra-ghetto sperren,
dann könne sie sich untereinander in ruhe hauen. #huepf

Beitrag von ayshe 26.09.06 - 22:02 Uhr

##
Also ist schon die frühste Kindheit prägend für das ganze Leben!?!
##
klar, das kannst bei allen psychologen -analytikern usw lesen.

wenn im ersten jahr die primäre innere zufriedenheit nicht durch die eltern gegeben wurde, sitzt das schon mal,

wenn dann in den nächsten 2 jahren auch noch die sekundäre innere zufriedenheit durch die eltern nicht gegeben ist,
wirkt sich das auf das ganze leben aus,
mehr oder weniger stark in unterschiedlichen formen.

falls es dich interessiert, mehr darüber zu wissen, lies "smart love"

Beitrag von onti 27.09.06 - 09:32 Uhr

"Daraus folgt meisten, dass es genau diese Kinder sind, die dann auch eher mal Schlagen oder ihre Wut an Schwächeren auslassen"

Das halte ich fuer Unsinn. Jungens jedenfalls kaempfen eben gerne, ob sie nun zu Hause als Kleinkinder einen Klaps (richtiges Schlagen ist doch die extreme Ausnahme) oder etwas auf die Finger bekommen haben oder nicht. Das faengt mit "aergern" an, geht uebers schupsen und hoert am Boden auf. In einer bestimmten Altersstufe halte ich das fuer ziemlich normal, wenn auch nicht erfreulich.

Es ist auch ein Irrtum, zu glauben, dass Kinder, die gelegentlich etwas auf die Finger erhalten, von ihren Eltern "emotional vernachlaessigt" sind.

Die groesste Irrtum aber ist, zu denken, dass Gewalt durch eine sogenannte richtige Erziehung voellig aus der Welt geschaffen werden kann. Besser waere, die Erwartungen, was Erziehung bewirken kann, etwas herunterzuschrauben.

Beitrag von marion2 27.09.06 - 10:38 Uhr

Ähem - die süßen kleinen Mädchen sind oft viel rabiater als die Jungs. Du musst das mal genau beobachten.

Jungs raufen, legen die Rangordnung fest und gut. Für Mädchen ist da noch nicht Schluss.....

Mit zu viel oder zu wenig Erziehung und Liebe hat das aber wirklich nix zu tun - da haste Recht. Eher damit, wer mit dem Auto spielen darf.

Beitrag von onti 27.09.06 - 10:55 Uhr

"die süßen kleinen Mädchen sind oft viel rabiater als die Jungs"

Das glaube ich Dir gerne...ich, als Mann, wollte das hier nicht so schreiben...

Beitrag von lbunny 28.09.06 - 07:22 Uhr

schöne differenzierte sichtweise!

---> wenn auch klapse nicht zu meinen erziehungsmethoden gehören....


Beitrag von rosalinchen29 30.09.06 - 17:31 Uhr

Du wirst bei so einer Umfrage immer Pro und contra kriegen. Ich frage mich ehrlich gesagt, wo der Sinn darin liegt??!!
Ich bin für eine gewaltfreie Erziehung, da Schlagen für mich ein Zeichen für Machtlosigkeit. In dem Moment kann man einfach nicht mehr anders. Da ich als Sozialpädagogin in einer berufschule arbeite, begegne ich diesem Problem täglich. Ich denke aber auch, dass sich prügeln/schlagen von einer zu laschen Erziehung kommt, wo man eben bei so einem Verhalten in der Kindheit nicht angemessen reagiert hat. Es muss jedem Kind / und Erwachsenen klar sein, dass man dem anderen nicht mit ABsicht weh tut.

Beitrag von menno89 30.09.06 - 18:17 Uhr

~Ich denke aber auch, dass sich prügeln/schlagen von einer zu laschen Erziehung kommt, wo man eben bei so einem Verhalten in der Kindheit nicht angemessen reagiert hat.~

Oder von dem Nachahmungseffekt, da es so gelernt wurde, weil in der Familie nun mal die Gewalt regiert, was kein Einzelfall in vielen finanziell-schwachen Familien ist.

Beitrag von rosalinchen29 30.09.06 - 19:13 Uhr

Du schon wieder... ich habe die Erfahrung während meiner 12 Jahre Berufstätigkeit im Jugend- und Kindererziehungsbereich gemacht, dass es meist die kinder waren, wo am wenigsten nach geschaut wurde, was sie taten.
Jeder seine Meinung!
Gruss

Beitrag von menno89 30.09.06 - 21:09 Uhr

Ich habe ja nur den Zusatz geschrieben, dass es häufig auch Kinder aus Familien sind, in denen Gewalt an der Tagesordnung ist.

Dies ist ebenso belegt, normalerweise geht dies Hand in Hand, aber das solltest du eigentlich auch wissen, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das alleine in Deutschland so ist.

Normalerweis kannst da auch nicht von lascher Erziehung sprechen, sondern eher NICHT-Erziehung.

Beitrag von rosalinchen29 01.10.06 - 15:04 Uhr

Du hast ja in dem Punkt 100 % recht!!
Gruss
Nadine

Beitrag von rosalinchen29 30.09.06 - 19:14 Uhr

Nachtrag:
leider auch oft im Zusammenhang mit der finanziellen Situation und dem Bildungsstand der Eltern.

Beitrag von meckikopf 02.10.06 - 23:45 Uhr

DAS wäre SCHÖÖÖN; ja, SUUUPER wäre das - und zum Glück praktizieren dies ja auch schon etliche Eltern!!! :-)#freu#pro#blume#herzlich#kuss#sonne#stern#liebdrueck#fest#glas#torte#paket

LG