Getrennt, jetzt dreht der Alte völlig ab....!

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von leoni24 26.09.06 - 23:19 Uhr

Hallo,

muß mal was fragen für meine Freundin. Sie und Ihr Mann haben sich getrennt. Er hat ihr den kompletten Hausstand leer geräumt, er lügt seine Anwältin an, er hätte nicht alles bekommen durfte sich nichts aussuchen, es wurde ihm zu geteilt.......sagt die Möbel würden ihn gehören wären vor der Ehe von ihm gekauft...sie hat aber die Kassenzettel auf ihren namen bei den größeren Mäbeln. Sogar gemeinsame geschenkte Geschenke die die beiden von seiner Familie zu Weihnachten Geburtstagen ectr. bekommen haben hat er mit genommen. Jetzt hat sie von seiner Anwältin ein Brief bekommen, das sie noch die restlichen Sachen mit Termin raus zu geben hat. Da geht es auch um den Kleiderschrank der gemeinsamen Tochter der im Flur steht und den DVD Player den die beiden ihrer Tochter vor gut zwei Jahren zu Weihnachten geschenkt hat. Er lügt das er nur 8 Tassen bekommen hat derweile hat er komplette Kaffeeservice bekommen usw....sie hat so gut wie nichts drin stehen sogar die Lampen hat er mit genommen.

Für Augsut bezahlte er kein Unterhalt für sein Kind.....September hat er gezahlt.....! Beide haben ein Auto....ihres ist von alter noch nicht so alt wie das von ihm.....sein dagegen ist totaler schrott da geht keine anzeige mehr wieviel im Tank drin ist geschweige denn wie schnell man fährt und so noch einiges . In den Anwaltsschreiben steht drin das sie letzte Freitag die Austos tauschen sollen......sie könne sich das Auto ja auf eigene Kosten selber reparieren......und was die Tochter angeht die eine chronische Erkrankung hat...man könne auch mit diesem alten auto zum Arzt fahren bzw. den Notarzt holen dann.

Ich meine die Anwältin von ihm macht auch nur ihre Arbeit und es ist ja ihr Geld aber so abgebrüht kann doch keine Frau sein...sie sowas der gegenpartei schreibt.

Die kleine geht alle 14 Tage zu ihrem vater ......eigentlich hat er kein Draht zu seiner Tochter...schon die ganzen 8 Jahre nicht jetzt wo er sie am We hat unternimmt er was mit ihr was sie natürlich toll findet. Allerdings wird ihr gesagt sie könne auch in die Schule gehen in der Stadt wo ihr Vater jetzt wohnt, die Oma weil der vater zurück zu seiner Mutter gezogen ist....heult der kleinen vor.....die Mama hat den Papa raus geschmissen der wollte garnicht gehen, er kann sich noch nicht mal selber eine Wohnung leisten ( derweile verdient er Geld und brauch nur Unterhalt für sein Kind zu zahlen)weil die Mama ihn raus geschmissen hat.....usw....natürlich ging das WE um und die kleine war wieder zu Hause.....und weinte des nachts und erzählte ihr das........

Er will es nicht auf den Rücken des Kindes austragen aber will ihr an den Kleiderschrank und an ihren DVD Player....( des Kindes)....jetzt mal meine Frage...ich bin der Meinung wenn das nicht aufhört das ich ihn die kleine nicht geben würde. MEine Freundin ist natürlich jetzt so fixiert auf ihre Anwältin die ihr gesagt hat sie muß ihn aber die kleine geben...ich sage mir aber sie muß garnichts.........er hält doch seine Pflichten auch nicht ein also wozu soll sie ihre einhalten........

Stimmt das das ein Vater mit seinem Kind nicht in einem Zimmer schlafen darf und schon garnicht in einem Bett. Ich habe gehört er muß ein eigenes Zimmer für die kleine nachweisen.

Meine Freundin ist so momentan eingestellt so habe ich das gefühl egal was er noch so abzieht sie würde noch zu ihm sagen danke was du mir bzw mir und den Kind antust.....gib mir noch ein tritt ins Gesicht....hier hat du die kleine....

Irgendwo sind doch auch grenzen.
Was würde denn passieren wenn sie erst mal die kleine nicht hin gibt das heißt ja nicht das er sie garnicht mehr sieht.

Aber dieses Theater vor der kleinen und das was die Oma macht setzt sich heulend zu der kleinen und erzählt ihr diesen Stuss......muß doch nicht sein.
Ich habe ihr auch geraten nicht zu meckern sondern bei der alten an zu rufen und ihr klar die Meinung dazu zu sagen.........sie ist bereit das die kleine da hin geht zu ihrem Vater ist auch kein Problem aber nicht unter diesen Umständen.

Dann möchte ich mal von mir noch was ansprechen, die Oma hat ein Hund und dieser Hund wollte die kleine mal anfallen der Vater konnte gerade so die Hand dazwischen machen das der Hund ihn gebissen hat......jetzt ist die kleine am We ja da ich meine man kann ja nicht immer nur an dem Kind hängen sie hat ja auch ein alter unter zehn wo sie auch mal alleine vor dem fernseher sitzt oder mal am Tisch was malt und die Oma steht angenommen in der Küche und kocht und bekommt das nicht so schnell mit um zu reagieren.....würdet ihr dann trotzdem das Kind dort hingeben ? Oder würdet ihr eine Gefahr sehen.?

Vielen Dank fürs zuhören. Wäre echt net wenn ich von Euch Tipps oder Ratschläge eure Meinung bekomme wie man sich zu verhalten hat.

LG
leoni

Beitrag von mariella70 27.09.06 - 01:00 Uhr

Hallo Leonie,
die Mutter soll sich wegen der Möbel und des ausbleibenden Unterhalts anwaltlich vertreten lassen. Lohnend ist es immer, eine Beistandsschaft beim Jugendamt zu beantragen. Normalerweise bleiben die Möbel, bei dem Elternteil, das die Kinder bei sich wohnen hat.
Wem welches Auto gehört dürfte unschwer zu klären sein, sie muss da zunächst nichts rausgeben. Seine Anwältin kann viel fordern, ob sie das dann auch bekommt entscheidet schlimmstenfalls erst der Richter. Es ist ihr Job, auch blödsinnige Forderungen zu stellen - reiner Papierverbrauch...
Grundsätzlich hat deine Freundin auch noch Anspruch auf Trennungsunterhalt, wenn sie nicht arbeiten gehen kann. Kurzum: Sie kann ihm viel - nur eines nicht: Sein Kind entziehen. Das Kind hat ein Recht auf Umgang mit dem Vater. Dieses Recht hat absolut nichts mit den restlichen Scheidungsstreitigkeiten zu tun. Deine Freundin scheint eine sehr gute Anwältin zu haben, deren Rat sie weiterhin befolgen sollte. Deinen Rat hingegen sollte sie vergessen: Kindesentzug während der Trennungsphase kann einen Familienrichter an der Erziehungsfähigkeit der Mutter zweifeln lassen. Dies kann sogarl dazu führen, dass das Kind ganz zum Vater kommt. Nach geltendem Recht hat der Vater (zumindest auf dem Papier) dieselben Rechte wie die Mutter.

Allerdings sollte sie ihren Ex daraufhin weisen, dass er verhindern muss, dass der Elternkonflikt vor dem Kind ausgebreitet wird, er soll seine Mutter entsprechend anweisen. Hier könnte eine Beratung bei Jugendamt hilfreich sein.
Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.
Mariella