Was tun bei einen richtigen Raudi im Kindergarten????

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von vonni1974 27.09.06 - 10:12 Uhr

Bei meiner Tochter (knapp 2) im Kindergarten ist ein Junge, der meiner Meinung nach nicht normal ist. Meine Tochter möchte schon gar nicht mehr in den Kindergarten und sagt dann immer "Nein Alex macht aua". Habe schon mit der Erzieherin gesprochen und sie sagte, das der Junge schwer zu bändigen ist. Er schubst, haut, kneift, beißt und das im 10 Min. Takt. Ist doch nicht normal oder. Die Kinder sehen schon schwarz wenn er die Gruppe betritt. Die Erzieher sind schon sehr viel in seiner Nähe um ihn zu bändigen, aber sobald sie sich umdrehen, hat er wieder ein Kind am Wickel. Der kleine ist 18 Mon. alt und nur auf Gewalt aus. Das kann doch nicht normal sein.

Jetzt habe ich mit der Mutter gesprochen, was wir dagegen tun können, so kann es jedenfalls nicht weiter gehen. Sie sagte nur, er kennt es nicht anders, da seine Schwester genauso mit ihm umgeht. Hallo ?? Ist das die passende Antwort auf meine Frage. Mit dieser Antwort hat sie mich einfach stehen lassen.

Wäre es nicht ratsamer diesen Kind aus dem Kindergarten zu nehmen. Er stört den ganzen Tag über den Ablauf. Die Kinder basteln, alle sitzen fein am Tisch und er schmeißt einfach den ganzen Tisch um, weil er nicht basteln möchte. 2 Kinden lagen drunter und haben bitterlich geweint. Nächstes Beispiel: Alle Kinder musizieren und tanzen. Er hat keine Lust und tritt alle Kinder absichtlich ziemlich schmerzhaft auf die Füsse... Kann das noch normal sein. Das Kind ist gerade mal 20 Monate.

Habt ihr mit so etwas schon eure Erfahrungen gemacht. Wenn das so weitergeht, werde ich wohl mein Kind rausnehmen müssen. Ich habe keine Lust mehr, das mein Kind ständig mit Bißwunden etc. nach Hause kommt.

Ich habe mir mal so überlegt, wie das für die Kinder sein muss. Stellt euch mal vor ihr kommt auf Arbeit und als erstes bekommt ihr erstmal richtig kräftig eine gescheuert vom Kollegen. Toller Tagesbeginn. 10 Min später kommt er wieder und beißt euch in den Arm. Dann kommt er und zerkratzt euch das Gesicht und als krönenden Abschluß werdet ihr erstmal gegen die Wand geschubst. Würdet ihr noch täglich gerne auf Arbeit gehen. Ganz ehrlich. So ähnlich muss es doch den Kindern dort gehen.

Beitrag von vonni1974 27.09.06 - 10:13 Uhr

Sorry habe mich einmal verschrieben. Er ist 20 Mon.

Beitrag von ballertralle 27.09.06 - 10:47 Uhr

#blumeAlso,ich denke nicht das es ratsam wäre "Dieses Kind" aus der Gruppe zu nehmen.Irgendwas muss diesem Kind ja beschäftigen damit er so reagiert bzw ist....wie er eben ist!!!
Der Mutter scheint das ganze nicht viel auszumachen ...denke das ist dann nicht nur in dieser Angelegenheit so!!Vielleicht fühlt der Junge sich vernachlässigt und versucht so indem er eben aus der Rolle fällt die Aufmerksamkeit von Erziehern/seiner Mutter zu bekommen.

Es ist ja toll das Du auch an Dein Kind denkst ect. aber Du solltest nicht so "negativ" dem gegenüber sein dieser kleine Knirps denke ich kann dafür gar nichts....finde man sollte Ihm anders helfen.
Außerdem sollte die Erzieherin das Gespräch suchen mit der ganzen Familie.

LG#blume

Beitrag von zaubertroll1972 27.09.06 - 11:41 Uhr

Hallo,

bist Du den ganzen Tag im Kiga oder woher kennst Du die Geschichten so genau?

LG Z.

Beitrag von vonni1974 29.09.06 - 09:24 Uhr

Durch Kommunikation mit den Erziehern.

Mir ist es wichtig zu fragen, warum mein Kind mal wieder blaue Flecken und Bisswunden hat.

Würdest Du es nicht fragen.

Bei uns wird jedenfalls den Eltern erklärt, warum der Pilz nicht fertig gebastelt werden konnte. usw.

Beitrag von zaubertroll1972 29.09.06 - 10:49 Uhr

Hallo,
natürlich wird hier aus kommuniziert und wenn mein Sohn eine Bißwunde hat würde ich natürlich fragen woher die kommt. Blaue Flecken sind ja an der Tagesordnung. Die Kinder stoßen sich, fallen hin, da kommen fast tägliche welche.
Ich habe mich gewundert, da Du so erzählst als hättest Du es selber gesehen ( die Kinder haben bitterlich geweint... ).

Z.

Beitrag von itten 27.09.06 - 12:29 Uhr

Hallo
Du bist genau so eine Mutter die ich immer auf Spielplätzen beobachte. Sie können mit anderen Kindern ,die etwas wilder oder größer sind nichts anfangen und beklugen das eigene Kind. Dein Kind ist bestimmt auch kein Engel. Einen fast 2 jähriger Junge kannst du doch nicht so verurteilen. Er muß doch erst lernen mit anderen umzugehen. Schaue doch einfach mal in die Natur. Alle Tierbabys spielen kämpferisch um die Kräfte zu messen. Gut Beißen darf er nicht. Das muß ihn gezeigt werden. Aber die Erzieher werden schon pädagogische Mittel haben um es ihn klar zu machen.
Aber aus der Gruppe zu nehmen ist doch nicht die Lösung. Er braucht vielleicht nur etwas mehr Bewegung.

Beitrag von climber 27.09.06 - 20:52 Uhr

Sorry, da stellts mir voll die Fußnägel hoch.
Täter werden mit Samthandschuhen angefasst und Opferschutz existiert nicht.

Ich denke, die meisten Mütter können sehr gut unterscheiden, zwischen einem etwas wilderen Kind und einem Raudi. Vor allem, da es hier wieder zusammenpasst, Raudi + Mutter, die davon keine Notiz nimmt und keinen Handlungsbedarf sieht.

Beitrag von lea2001 28.09.06 - 10:08 Uhr

Hallo,

genau so sehe ich das auch! Die Ausgangsposterin wird hier genauso verallgemeinernd abgestempelt, dass sie ihn weghaben möchte. Viele Kinder müssen mal einstecken im Kiga, aber die Frage ist doch, ob das dauernd so ist. Und was bringt es ihr, wenn ihr Kind dann nicht mehr in den Kiga will und dann Bauchschmerzen bekommt ??? Und wenn ein Kind im 10 Minuten Takt aggressiv reagiert und die Mutter es nicht interessiert, dann finde ich schon, das sie das Recht als Mutter hat, das etwas unternommen wird. Denn anscheinend haben die Erzieherinnen ihre Probleme damit!! Die Mutter hat kein Interesse , also sollte sie sich an die Leitung wenden. Wenn ihr Kind aus lauter Angst nicht in den Kiga will , bleibt es automatisch irgendwan zu Hause.
Ich bin auch nicht dafür das das Kind "weg" soll, aber auch nicht, dass sie schwächeren darunter leiden müssen, weil der Mutter es egal ist. Und das Argument: Dann lernt dein Kind sich nie zu wehren! Finde ich genauso unpassend. Mal einen Streit zu haben oder ständige körperliche Attacken ist doch wohl ein Unterschied. Soll ihr Kind zurück mit Attacken reagieren??? Argumentieren ist in dem Alter wohl etwas viel verlangt. Da sind die Erzieherinnen gefordert mit den Kindern die Konflikte zu lösen.
LG Lea

Beitrag von ayshe 27.09.06 - 12:54 Uhr

hallo,

also ich mag es auch nicht, wenn die "opfermutter" so negativ und böse vom "täterkind" spricht.

sicher tut es einem weh, zu sehen, wie das eigene kind einstecken muß.


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Der kleine ist 18 Mon. alt und nur auf Gewalt aus.
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er ist auf gewalt aus?
na, da überschätzt du aber bei weiten die geistige leistung in dem alter.


wollt ihr ihn einfach nur "weghaben"?
oder ist es für euch die mühe wert, die ursache in erfahrung zu bringen?

- okay, er hat seine schwester...
- spricht er schon gut?
ich kenne beißkinder meist als solche, die wenig sprechen können, frustriert deshalb sind und gerne kontakt wollen, aber leider noch nicht den richtigen weg gefunden haben.
- wie lange ist die kitagruppe schon zusammen?
haben sich alle kinder schon eingeordnet oder noch nicht?
- vllt fühlt er sich schon ausgeschlossen, was die sache verschlimmert?

usw.
usw.
usw.


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Wäre es nicht ratsamer diesen Kind aus dem Kindergarten zu nehmen.
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das bedeutet:
was nicht sofort paßt: WEG #schock
KEINE chance mehr für das kind #schock



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Wenn das so weitergeht, werde ich wohl mein Kind rausnehmen müssen. Ich habe keine Lust mehr, das mein Kind ständig mit Bißwunden etc. nach Hause kommt.
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dann bleib von spielplätzen fern,
geh in keine spielgruppe ...
dein kind wird so jedenfalls auch nie lernen,
SICH zu verteidigen!



das beispiel der arbeit:
als erwachsene, die gut sprechen und denken und logische schlüsse ziehen kann,
würdee ich erstmal die sache KLÄREN!!!

aber die kleinen können das nunmal noch nicht.



lg
ayshe

mit janina (29 monate), die auch einige bißwunden hatte und einen "beißer" in der kitagruppe,
der jedoch die chance bekam, zu lernen, sich einzugliedern und janina, die lernte, sich verbal zu wehren und zu schützen

Beitrag von vonni1974 29.09.06 - 09:32 Uhr

Irgendwann wächst einem die Situation über den Kopf. Man kann dann einfach nicht mehr.

Ich finde es jedenfalls nicht lustig, mein Kind schreiend in den Kindergarten ziehen zu müssen. Nein-Alex tut immer weh.

Weist Du wie schlimm das für eine Mutter ist und da wird man dann noch verurteilt, wenn man sein Kind raus nehmen möchte.

Meine Tochter ist immer sehr gerne in den Kindergarten gegangen, bis im August Alex dazu kam.

Ich bin einfach der Meinung das dieses Kind Hilfe braucht, aber die Sache wird hier hingestellt als wäre es normal und "man steht halt auch mal in der Opferrolle". Das finde ich echt schlimm.

Da hier viele die Meinung haben, dass dieses Verhalten normal ist (was selbst eine Erzieherin die 22 Jahre an diesem Kindergarten ist nicht findet), werden ich dann doch sehen, das ich woanders Hilfe für den Jungen finden kann.

Echt schlimm

Beitrag von ayshe 29.09.06 - 10:56 Uhr

ich weiß ja, wie es ist, wenn das eigene kind mehrfach gebissen wird.
klar ist man dann nicht gerade so positiv dem beißendem kind gegenüber.


wenn es bei euch soooo extrem ist und völlig eskaliert, würde ich dich nicht verurteielen, wenn du dein kind da rausnimmst.


lg
ayshe

Beitrag von cathie_g 27.09.06 - 14:58 Uhr

Da muss die Kitaleitung mit den Eltern arbeiten, dass das besser wird. Den Jungen aus der Gruppe zu nehmen ist keine Loesung.

LG

Catherina