Hilfe, meine Tochter schlägt mich

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von zoe0212 27.09.06 - 10:16 Uhr

Meine Tochter (22 Monate) schlägt nach mir, wenn ihr etwas nicht passt. Egal wie ich reagiere, das stört sie nicht, und sie tut es immer wieder. sie bekommt richtige Wutanfälle, ballt die Fäuste und schreit so laut sie kann. Ich darf sie nicht anfassen, nicht die Windel machen, sie nicht hochheben, sofort brüllt sie und rennt weg. Ich habe mir ihr geschimpft, selbst geweint, ruhig geredet, sie 5 min in ihr Bett gesetzt, nichts hilft. Egal was ich sage, sie hört nicht auf mich. Ich weiss langsam nicht mehr weiter. Ich denke, sie reagiert so zickig und wütend, weil sie im Juli einen Bruder bekommen hat, der sehr viel Aufmerksamkeit fordert. Ich spiele in jeder freien Sekunde mit ihr, aber das reicht ihr wohl nicht. Gestern hat sie dann auch nach ihrem Bruder geschlagen, als ich ihn auf dem Arm hatte, weil er weinte.
Ich habe mittlerweile keine freie Sekunde mehr am Tag, denn einer brüllt immer.
Ab November soll die Grosse in die Krippe gehen. Irgendwie habe ich Angst, dass dann alles noch schlimmer wird, weil sie sich vielleicht "abgeschoben" fühlt.
Ich freue mich über jeden Tipp, denn ich weiss wirklich nicht weiter

Kerstin #heul

Beitrag von kiki290976 27.09.06 - 10:40 Uhr

Hallo,

es kann schon sein, dass Deine Tochter auch eifersüchtig ist - was auch in dem Alter völlig normal ist. Auch Mika hat mich in dem Alter sehr viel geschlagen, sobald er nicht seinen Willen bekommen hat. Da hilft nur, immer und immer wieder konsequent erklären, dass man nicht hauen darf. Setz sie sofort runter und entferne Dich ein Stückchen von ihr.

Sie zur Strafe ins Bett zu setzen, finde ich persönlich gar nicht gut, denn das Bett ist doch ein Ort, wo sie zur Ruhe kommen und sich wohl fühlen soll. Sie sollte es nicht mit Strafe in Verbindung bringen. Dann setz sie eher für ein paar Minuten in den Flur o. so, aber lass die Türe immer offen, so dass sie nicht alleine ist.

Wichtig ist, dass Du Dir Zeit nimmst, regelmäßig was mit ihr alleine zu machen. Kannst Du mit ihr zum Mutter-Kind-Turnen, das ggf. am frühen abend angeboten wird? So dass Dein Mann dann den Kleinen betreut.

Ich kenne es, wenn immer ein Kind schreit, Mika und Colin sind knapp 18 Monate auseinander. Da muss man echt die Ruhe bewahren und wenn man kurz vorm Durchdrehen ist, ruhig Hilfe der Familie in Anspruch nehmen, damit Du wieder Kraft tanken kannst.

Viele Grüße und Kopf hoch!

Kerstin mit Mika (fast 3) und Colin (17 Mo)

Beitrag von zoe0212 27.09.06 - 10:49 Uhr

Danke für Deine Tipps.... Ich werde das mit dem Bett mal aussen vor lassen. Du hast recht, dass das ein Ort der Ruhe sein sollte.
Wir sind vor 4 Wochen in die Schweiz gezogen. Leider gibt es hier keine Krabbelgruppe, kein Mutter-Kind-Turnen... nur die Kindertagesstätte. Ich bemühe mich aber sehr, trotzdem Zeit alleine für meine Tochter zu finden. Auch wenn meine Nerven wirklich sehr strapaziert sind, denn der Kleine hat starke Blähungen und brüllt den halben Tag....
Lustig finde ich, dass wir beide Kerstin heissen und mein Sohn heisst auch Mika.....
LG
Kerstin

Beitrag von kiki290976 27.09.06 - 11:12 Uhr

Das ist wirklich lustig :-)

Mika hatte als Baby auch starke Blähungen, war ein Schreikind ......

und zwei kleine Kinder sind nicht immer einfach. Aber es wird besser mit der Zeit!

Schade, dass es bei Euch keine Angebote für Kleinkinder gibt.... auch nicht im Nachbarort oder so???

Falls Du noch weiteres wissen möchtes, meld Dich über die VK.

LG

Beitrag von ayshe 27.09.06 - 10:44 Uhr

wenn ein baby kommt....
liegt doch schon so einiges auf der hand!


sie hat ihre stellung nicht mehr,
muß dich teilen
bekommt weniger zeit,
hat altersbedingt auch noch schwierigkeiten, die ganz normalen.

und du steckst sie ins bett #schock
also sie wird zu allem, was sie eh schon bedrückt und sie sich schlecht fühlt auch noch bestraft,
dann wird es wohl demnächst noch viel schlimmer.


gib ihr verständnis, binde sie ein,
tröste sie auch bei wutanfällen, denn es eght ihr schlecht dabei.

usw eben.

Beitrag von zoe0212 27.09.06 - 10:56 Uhr

Hallo!
Ich binde sie in alles ein. Kochen, putzen, wickeln, aufräumen...und dann spielen wir auch noch viel und gehen jeden Tag auf den Spielplatz.... und ich verstehe auch, dass sie eifersüchtig ist, und das mit dem Bett ist eine doofe Idee gewesen, gebe ich zu, da sind mir die Nerven durch gegangen. Da geht es sicher andere Lösungen, sie will sich nur nicht von mir trösten lassen, sie rennt weg und schlägt. Egal was ich sage oder wie geduldig ich bin. Der Papa darf übrigends alles machen und sie wartet den ganzen Tag nur auf ihn. Das tut irgendwie weh.
#schmoll

Beitrag von ayshe 27.09.06 - 11:19 Uhr

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sie will sich nur nicht von mir trösten lassen, sie rennt weg und schlägt. Egal was ich sage oder wie geduldig ich bin.
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ja, das macht meine auch.
das gehört auch dazu: die bestimmung über den eigenen körper usw.

ich meine mit trost zum einen,
daß man oft sofort trösten kann, bevor es eskaliert.
meine tochter wollte gestern rsaen säen.
ich habe meine gründe, warum ich es erst übernächste wochen machen will.
also habe ich gesagt, daß ich verstehe, daß sie lust hat, daß es spaß macht, daß es mir sehr leid tut usw.


ansonsten mit trost eben dann, wenn der "anfall" vorbei ist,
auch wenn es über 1 std dauert (aber das machst du sicher schon so.)


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Der Papa darf übrigends alles machen und sie wartet den ganzen Tag nur auf ihn. Das tut irgendwie weh.
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nimm es nicht persönlich!
nutz es doch aus ;-)

ich bin bei der arbeit, mein mann zuhause und dadurch wechselt mein e tochter immer mit der bevorzugten person.
mal darf nur der papa zähne putzen, mal nur ich,
er darf die hose anziehen, ich die schuhe usw.
aber hauptsache, es wird erldeigt ;-)

wenn wir abends zu zweit sind, ist es leichter.

lg
ayshe