Was bei Ohrenentzündung-Globuli oder Antibiotika? Bitte schnell HIlfe

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von sam239 27.09.06 - 11:02 Uhr

Hallo,

wir waren gestern Abend beim KIA weil mein Kleiner, knapp 11 Monate, Fieber und Schnupfen hatte. Der KIA meinte, das gibt ne Ohrenentzündung und hat uns Antibiotika verschrieben.

Wollte es meinem Sohn auch geben, aber es war und ist ein riesen Kampf. Er schluck es einfach nicht runter.

Jetzt hab ich noch Globuli Aconitum D12 gekauft und gegeben.

Was meint ihr, soll ich die Antibiotika-Therapie abbrechen? ER hat erst 2 Löffelchen bekommen und sollte 3 x täglich, 5 Tage lang nehmen.

Möchte aber eigentlich auch nicht auf Verdacht geben: "das wird einen Ohrenentzündung" laut KIA.

Schmerzen hat er soweit ich sehe keine, er weint auch nicht oder hält sich die Ohren. Fieber ist auch wieder gesunken.

Ich könnte ja auch erst mal Globuli geben, und falls es doch schlimmer wird, die Antibiotika-Therapie machen.

Bitte um Euren Rat, was würdet ihr tun.

Vielen, vielen Dank
LG SAM + Emil, der friedlich Bilderbücher anschaut.

Beitrag von katrinm77 27.09.06 - 11:18 Uhr

Hallo Sam,

ich würde noch mal zur Kontrolle zum Arzt gehen und wenn dann eine Mittelohrentzündung festgestellt wird, das Antibiotika geben. Gibt Dein Arzt sonst eher schnell Antibiotika oder nicht?

Du kannst es ja auf eine Spritze aufziehen und danach schnell den Nuckel in den Mund.

Katrin

Beitrag von sam239 27.09.06 - 11:34 Uhr

Hallo,

das ist das erste Mal, das mein Kleiner so krank ist . Deshalb weiß
ich nicht, ob mein KIA gerne Antibiotika verschreibt.

Er hatte im Sommer schon mal Fieber mit Schnupfen und da hat er nur Fieberzäpfen verschrieben.

Ich denke ich gebe es nun zu Ende und versuche es mal mit der Spritze.

Danke für Deine HIlfe.

LG SAM

Beitrag von cathie_g 27.09.06 - 11:19 Uhr

sorry, aber das musst Du Dir vorher ueberlegen. Einmal angefangen Antibiotika zu geben MUSS man sie auch zu Ende nehmen, sonst zuechtest Du Dir resistente Staemme. Muetter, die die Therapie abbrechen sobald es ihren Kindern besser geht sind ein entscheidender Grund, weswegen es soviele resistente Bakterien gibt. Also, gib das Antibiotikum zu Ende.

Fuers naechste Mal: bei einer anfangenden Mittelohrentzuendung, bei der das Kind noch keine grossen Schmerzen hat und kein Erguss hinter dem Ohr ist, kannst Du auch erstmal abwarten (Nasentropfen geben vor JEDEM Hinlegen, damit der Schnodder ablaufen kann) und Deinen Sohn taeglich dem Arzt zur Kontrolle vorfuehren. Oft sind Mittelohrentzuendungen viral und geben sich innerhalb von 2 oder 3 Tagen.

Aber, wie gesagt, einmal angefangen bricht man eine Antibiotikatherapie nur ab, wenn ein Kind allergisch drauf reagiert.

LG und gute Besserung

Catherina

Beitrag von sam239 27.09.06 - 11:36 Uhr

Hallo,

Du musst nicht verärgert sein, weil ich danach frage ;-)

Deshalb wende ich mich ja an Euch und deshalb war es ja auch so dringend, weil ich eine Entscheidung treffen wollte, bevor die nächste Dosis ansteht. Bin jetzt auch überzeugt, das Antibiotikum zu Ende zu geben und werde mir fürs nächste Mal überlegen, wie ich vorgehe.

Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

Hat mir sehr geholfen.

Beitrag von cathie_g 27.09.06 - 11:57 Uhr

tschulligung - macht mich ja auch immer ganz raschelig wenn meine krank sind. Nasentropfen waren bei uns immer noch sehr hilfreich!

Gute Besserung

Catherina

Beitrag von blucki 27.09.06 - 11:23 Uhr

hallo sam,

also wenn du deinem kia nicht vertraust, solltest du dir einen andern suchen.

ich würde dir nicht raten, dass antibiotika nicht zu geben. der sohn einer bekannten wurde vor 2 wochen am ohr operiert, weil er ständig verschleppte mittelohrentzündungen hatte. das kind hatte vor der op nur noch 50% hörvermögen. ob sich das wieder auf 100% reguliert konnten die ärzte noch nicht sagen.

außerdem tun solche ohrenentzündungen auch sehr weh.

wie gesagt, konsultiere doch lieber noch einen anderen arzt. geh notfalls abends in die uni (oder krankenhaus, weiß nicht wo du wohnst).

unsere kiä hat unserem sohn bei leichten ohrenentzündungen immer otovowen (glaube man schreibt das so) gegeben. das ist pflanzlich und hat immer ganz gut geholfen. vielleicht wäre das ne alternative.

lg
anja, die nicht viel von homöopathie hält (zumindest nicht bei schwereren erkrankungen, bei erkältung mags ja o.k. sein)

Beitrag von sam239 27.09.06 - 11:37 Uhr

Hallo,

ja, ich bin jetzt überzeugt, das Antibiotika zu Ende zu geben und danke für Deine Antwort.

Hatte halt nur Bedenken, wegen der vielen Nebenwirkungen. Durchfall haben wir jetzt schon nach 2 Löffelchen :-(

LG SAM

Beitrag von celia79 27.09.06 - 12:56 Uhr

Hallo,

wir hatten auch vor einem Jahr viel mit Mittelohrentzündungen zu tun. Haben 2x Antibiotikum bekommen, einmal mussten wir absetzen weil sie allergisch reagierte und es hat auch ohne funktioniert und das zweite Mal haben wir ein anderes bekommen und es ist tatsächlich so, wenn man es absetzt werden die Bakterien resistent. Also, einmal angefangen, musst Du weitermachen.
Fürs nächste Mal kann ich Dir allerdings Traumeel Tabletten (homöopathisch) empfehlen. Habe jetzt einen homöopathischen KIA, der zuerst ohne Antibiotika versucht. Habe ihr im Fall von Erkältung mit starkem Schnupfen schon vorbeugend 3x tgl. eine Tablette zerdrückt und gegeben. Seitdem hatten wir keine Entzündung mehr (auf Holz klopf).
Ach ja und bei Schnupfen unter die Matraze am Kopfende ein Kissen legen, damit sie höher liegen und nicht alles nach hinten läuft!

Liebe Grüsse, Celia mit Hannah (23.12.2004)

Beitrag von sono 27.09.06 - 14:06 Uhr

Hallo,
Du hast ja schon viele Antworten bekommen.
Hier noch ein kleiner Tip, wie er den Saft runterschlucken kann.
Ich mach´s immer so, daß ich die Dosis in eine Spritze ziehe und dann schnell in den Mund. Reinspritzen und dann ganz kurz die Nase zuhalten. Dann haben die Kinder automatisch einen Schluckreflex und die Medizin geht dahin, wo sie hin soll #freu Hab das mal im Apotheken-Heft gelesen und bei uns klappt das ganz wunderbar.
Gruß sono

Beitrag von sam239 27.09.06 - 18:23 Uhr

Danke für den Tipp. Hab mir gleich so ne Spritze in der Apo geholt und ausprobiert.

Ich muß wohl noch ein wenig üben ;-) es ging trotzdem einiges daneben. Naja, ist ja auch nicht schön für ein Mutterherz, seinen Kleinen so zu plagen :-( Aber nur noch 4 Tage bzw. 11 mal "spritzen" dann haben wir es geschafft.

LG SAM

Beitrag von tomkat 27.09.06 - 21:50 Uhr

Das ist das falsche Forum für so eine Frage. Hier sind alle ganz wild auf Antibiotika und würden niemals glauben, dass Ärzte sowas verschreiben, wenn es auch anders geht. Großer Irrtum, aber Unbelehrbare gibts immer.