6 Jahre und es wird immer schlimmer!!!Hilfe?!

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von ballertralle 27.09.06 - 11:07 Uhr

Also ich mein Sohn wird in 2 Monaten 6Jahre alt.....in den letzten 2 Wochen häufen sich unsere Probleme es fing damit an das er vom Koga Nachhause kam und seine Haare bzw der Pony im ZickZack abgeschnitten waren#schocknaja ich fragte wer das denn gewesen sei....er meinte seine Freundin aus dem Kiga ...wollte natürlich am Montag gleich das Gespräch suchen mir der Erzieherin .....wollte Sie fragen wie die Kinder unbeaufsichtigt soetwas fabrizieren können u.s.w. da stellte sich dann heraus das mein Sohn das selbst war ...einfach so aus langer Weile!!!#augen
Tja ...er meinte ...er hätte Angst gemacht mir die Wahrheit zu sagen ...und das ich schimpfen würde.
Ich sagte ihm das man nicht lügt und auch wenn er irgendwas angestellt hat muss er die Wahrheit sagen .....das er von mir dann keine Lobpredigten bekommt ist klar aber trotzdem darf man nicht lügen!!
Naja ein paar Tage später ....war er mit ein paar Freunden draußen am spielen ...die Oma wohnt unter uns und ich sehe das unser Sohn aus der Küche kommt ....und irgendwas in der Hand hält ....auf mein Fragen ..sagte er er habe nichts in der Hand......als ich dann nochmal fragte zeigte er mir ein Kartoffel Messer.....#schock..mit den Worten Oma hätte es Ihm geschenkt.....ich mit Ihm rein ....die Oma weiß´von nichts und hat Ihm das Messer auch nicht gegeben er hat es sich einfach genommen und mich auch noch angelogen!!!:-[
Mensch ich war echt sauer...zur Strafe durfte er nicht mehr an diesme Tag mit seinen Freunden spielen .....fand er gar nicht toll......und solche Dinger leistet er sich in letzter Zeit echt zu oft ...Am WE musste er das erste Mal wieder seit 3Jahren Mittagsschlaf machen (hasst er wirklich)...was meint Ihr was am nächsten Tag kam ?! Mama, ich habe beschlossen von heute an jeden Tag Mittagsschlaf zu machen!!#augenalso zog das schon mal gar nicht!!
Heute Morgen ´....vorm Kiga bringen habe ich Ihn gebeten sich schon mal die Schuhe anzuziehen..ich komme sofort...ich komme runter und denke mich trifft der Schlag ...war er beim Nachbar aufm Acker ...bis zu Knien mit Dreck Motter ect.#schock:-[
Ich war echt sauer ...und kurz davor auszuflippen!!!Heute Mittag wenn ich Ihn abhole ist wahrscheinlich alles wieder vergesen bei Ihm .....mensch ich weiß nicht was bzw. wie ich Ihn kriegen kann!! Was würdet Ihr machen .....es hilft ja nichts mehr als Konsequenz.
Bin dankbar über Antworten/Ratschläge :-)

Beitrag von ballertralle 27.09.06 - 11:10 Uhr

Sorry wegen den Fehlern....dat musste ein wenig schnell gehen:-)

Beitrag von tweety74 27.09.06 - 11:45 Uhr

Würd ihm beim Nachhausekommen seinen Dreck vom Acker (Hose und Schuhe) selber sauber machen lassen.
Das mit dem Mittagsschlaf: da wollte er Dir bestimmt eins auswischen mit seinem Spruch. Schläft er denn jetzt jeden Mittag? Übrigens finde ich das Schlafen keine Strafe sein soll.

Beitrag von ballertralle 27.09.06 - 11:48 Uhr

Hallo
ja ich weiß ...das mit dem Mittagsschlaf....aber ich wusste mir in dem Augenblick wirklich nicht anders zu helfen!!#gruebel

Also die Schuhe sind echt reif für den Mülleimer....da geht nix mehr sauber!

Werde mit Ihm nachher nochmal reden .....

trotzdem vielen Dank für Deine Antwort:-)

Beitrag von schnuffelschnute 27.09.06 - 12:51 Uhr

Hm, weißt du, was mich am meisten zum denken bringt?
Dass dein Sohn Angst hat, die Wahrheit zu sagen, wenn er war verbockt hat. Gabs da evtl mal Strafen, wo es keine bedarft hätte? Nur so am Rande mal zum nachdenken....
Ich würde ihm sehr ernst mitteilen, dass du es nicht akzeptierst, dass er lügt! Er soll zu dem stehen, was er tut und er kann mit ALLEM zu dir kommen, aber wenn er lügt, wirs du böse! Er ist alt genug, das zu verstehen.
Bei uns hieß es immer " Lügen tut mir im Herzchen weh", das hat NAtascha sehr gut verstanden.
Ansonsten zu der Sache mit dem Dreck: Er ist nachsichtig, was in dem Alter normal ist, da wirst du wohl durchmüssen. Lass ihn das, was er verschmutzt, selber putzen!

Überleg genau, was ihn bestraft, Playmobil wegnehmen oder sowas, Strafen müssen treffen, sonst bringen sie nichts!

LG

ariane + Natascha (8) + Maya (20 Wochen)

Beitrag von menno89 27.09.06 - 19:22 Uhr

Aber sonst geht es noch? :-[

Hallo der Junge ist sechs! Kann es sein, dass du ihn ständig einen Kopf kürzer machst?

Wenn ich hier lese Strafen müssen treffen, dann würd ich euch am liebsten bestrafen, bestrafen dafür, dass ihr ganz offensichtlich noch nicht reif genug seid für Kinder.

Lügen ist nicht toll, das behaupte ich nicht. Nur solltest du mal nach den Ursachen forschen. Warum lügt er dich an?

Warum bestrafst du ihn? Was willst du damit bei ihm erreichen? Das er aus Angst noch mehr dafür sorgt von dir nicht erwischt zu werden?

Mein Sohn hat sich auch immer die Haare geschnitten bis er ca. neun war. Und er war es nie!
Was die Sauberkeit seiner Kleidung anging und angeht, würdest du wahrscheinlich einen hysterischen Anfall bekommen. Wir haben eine Waschmaschine und wenn es mit Fleckenentfernen und Schrubben seinerseits nicht rausgeht, hat er halt Pech.

Beitrag von didda79 27.09.06 - 20:20 Uhr

Hi,

hast du ihm schon mal gesagt, dass du ihn lieb hast, auch wenn er machnal schwindelt?
Hast du ihn schon mal in den Arm genommen, wenn du ihn beim Lügen erwischt hast und ihm gesagt, dass du ihn trotzdem lieb hast?
Hast du ihm schonmal gesagt, dass du ihn immer lieb haben wirst, auch wenn er lügt?
Hast du ihn schonmal gefragt, warum er Angst vor dir hat?
Hast du ihm schonmal gesagt, dass er keine Angst zu haben braucht?
LG Birgit

Beitrag von lbunny 27.09.06 - 23:22 Uhr

die sätze mit dem lieb haben, finde ich sehr gut...mache ich auch oft oder ähnlich so..und das funktioniert sehr gut...
die fronten entspannen...man ist offen für ein gespräch....und das kind ist offener für einsichtigkeit, weil es zeit hat zuzuhören, nachzudenken, sich einzufühlen und dann zu begreifen...

aber dieses "warum hat er angst vor dir?" ...hm...
kam hier auch von anderen...
ganz ehrlich..es bedarf keines strengen strafverhaltens um kinder dazu zu bringen, dass sie eine menge versuchen um diesen unangenhemen situationen zu entgehen....wenn sie dann sagen, sie hatten angst vor schimpfe...ist die angst sicher nicht mit der angst gleich zu werten, wie die angst eines mißhandelten kindes....würden sie sich schon differenzierter ausdrücken können, würden sie vielleicht eher sagen " unangenehm", "die befürchtung", " die schuldigkeit vor augen geführt bekommen , ich fühle mich dann schlecht...."


mittagsschlaf, finde ich allerdings als strafe auch nicht ganz so toll...
gegen eine "Auszeit" ( nicht als strafe, sondern als (zeit)raum, um über das " handeln" nachzudenken und mit reflektierender hilfestellung. ... ist ja nur eine sache, wie man dem kind diese auszeit verkauft) ist in meinen augen nichts einzuwenden...
dabei haben sie dann auch die möglichkeit zur ruhe zu kommen und ihre mitte zu finden...


gerade in zeiten, wo mein kleinster (adhs, autistische züge) furchbar unruhig ist und wirklich einen mist nach dem anderen verzapft, achte ich sehr darauf, dass ich innerlich ruhig bleibe um im richtigen moment den kreislauf, dieser atemlosigkeit und orientierungslosigkeit zu durchbrechen und ihm dabei zu helfen eben etwas mehr ordnung und ruhe in seinem kopf zu bekommen...
wenn ich statt dessen, auch noch meinen kopf "verliere", würden wir uns gegenseitig hochpuschen...und der kreislauf hätte gar kein ende....
viele sachen, die mir nicht gefallen ignoriere ich ( also dinge die irgendwo noch im rahmen sind) und lobe öfter oder ich
"spiegel" ihm angemessenes verhalten:
"Joel hat sein bonbonpapier in den mülleimer geworfen"( und nicht auf dem tisch liegen lassen) weil sich lob schnell abnutzt, gerade für sachen, die eigentlich selbstverständlich sein müssten
wenn ich merke er ist unruhig, frage ich ihn auch manchmal nur
" willst du mit mir ein bisschen kuscheln" meist sagt er erst nein...kommt dann aber wenig später doch...küsst und herzt mich und erzählt mir sachen , die ihn beschäftigen...oft ist seine unruhe dann verschwunden...

welche von den methoden ich "anwende", ist immer stark situationsabhängig und ist mit dem bauchgefühl entschieden...aber ich liege oft richtig damit....
es gibt kein "rezept" ..."das muss man machen, wenn die oder die situation da ist"....aber vielleicht waren ja ein paar gute tips für dich dabei, die du mal ausprobieren kannst...

Beitrag von ballertralle 28.09.06 - 06:46 Uhr

Guten Morgen,
vielen Dank für Deine Antwort und Anregungen.....wir haben gestern noch über sein Verhalten gesprochen miteinander....ich musste zugeben das ich gestern Morgen einfach im Stress war und eben die "Ruhe und Gelassenheit" verloren habe.
So wie Du schon schreibst ......ist es im Strom der heutigen Zeit ....Beruf, Haushalt ect, ziemlich schwer die "Fassung" nicht zu verlieren .....
Ich weiß das ich Gelassener werden muss.....
Trotzdem sehr schön geschrieben ...und ich nehme mir auf jeden Fall was mit aus Deinen Zeilen.

Vielen Dank und Dir einen schönen Tag.:-)

Beitrag von ballertralle 27.09.06 - 22:34 Uhr

Ich bedanke mich auch für Deine Antwort!!! Finde nur diesen "Wütenden Urbini" etwas überzogen!!!Ich habe hier nun mal ein Problem beschrieben mit meinem Kind....es gibt auch gute Seiten an uns Beiden;-)...nur eben dieses Verhalten wie gesagt seit ca. 2 Wochen finde ich eben nicht mehr so toll. Und ja ich sage Ihm auch das ich total traurig und stink sauer bin auf Ihn!
Auch mit der Sauberkeit habe ich grundsätzlich kein Problem ...wie Du sagst er ist 6 und wenn er mit einer kaputten Jeans ausm Kiga kommt o.ä. ist es o.k. nur eben in diesem Augenblick war es nicht so toll.....er wusste das wir gleich los fahren und ich denke das hat einfach was mit ..naja sagen wir "Werten" zu tun...er sieht bei mir und seinem Vater auch nicht das wir "Dreckig" zur Arbeit gehen wenn Du verstehst was ich meine?!
Also bitte ....nicht gleich so "Muffelig"....Ich sage meinem Sohn oft das ich Ihn lieb habe und habe auch oft keinen Grund Ihn einen Kopf kürzer zu machen.

In diesem Sinne
;-)

Beitrag von menno89 29.09.06 - 20:48 Uhr

Wenn dir so viel an Äußerlichkeiten liegt, dann musst du halt hart durchgreifen, damit er ja nie wieder sowas macht.

Vielleicht solltest du dir einfach etwas mehr Gedanken über die Erziehung deines Sohnes machen!

Warum sagen Kinder, dass sie etwas nicht waren, obwohl es klar ersichtlich ist?
-weil sie objekt der Meinung sind, sie waren es nicht
-weil sie über ihre Handlung so sehr erschrocken sind, dass sie die Verantwortung dafür abgeben müssen
-weil sie es objektiv gesehen zwar waren, aber ihr "richtiges" Ich das nicht war und sie ihre beiden "Ich"s in dem Moment auch nicht in Einklang bringen können

Und dabei ist wichtig, ob sich die Erwachsenen, die mit dem Kind irgendwie zusammen kommen sich ihrer Vorbildfunktion bewußt sind.

Denke mal darüber nach, wie oft du am Tag lügst? Wie oft hast du dein Kind angelogen, nur an einem Tag?
Und dann verlangst du von deinem Kind das es dir die Wahrheit sagt?
Jeden Tag erlebe ich eindeutig eine Doppelmoral. Und dabei sind wir Erwachsenen die Vorbilder, nur an uns können Kinder wachsen. Und wenn wir schlechte Vorbilder sind, was soll dann aus den Kindern werden?

Ich mag meine Kinderheit und die Erziehungsmethoden meiner Mutter und Lehrer ganz gewiss nicht bei meinen Kindern anwenden oder anwenden lassen. Nur weil ich es halbwegs unbeschadet überstanden habe, heißt das nicht, dass es gut für mich war. :-[

Beitrag von ballertralle 30.09.06 - 09:21 Uhr

Also, das mit dem Richtigen Ich u.s.w. ...da kann ich Dir überhaupt nicht zustimmen.Ich denke es ist meinem Sohn Bewusst das er gelogen hat. Da bin ich mir ganz sicher!!!


"weil sie es objektiv gesehen zwar waren, aber ihr "richtiges" Ich das nicht war und sie ihre beiden "Ich"s in dem Moment auch nicht in Einklang bringen können "

Sorry aber was das denn fürn Blödsinn?....Habe mich gestern noch mit der Kindergärtnerin unterhalten....diese bestätigte auch das mein Sohn das schon bewusst macht ...nur eben in dem Moment die Konsequenzen nicht haben möchte.
Was machst Du wenn das Kind im Supermarkt was mit nimmt??Sagst Du dann auch ...Es war sein 2tes ICH....?!
Nee, also wie gesagt ....mit dieser Theorie ....kann ich mich nicht anfreunden.




Beitrag von menno89 30.09.06 - 11:17 Uhr

Ich denke auch, dass er weiß, dass da was nicht ok ist. ABER er bekommt es in dem Moment nicht zusammen. Und da braucht er deine Hilfe. Klar bist du sauer. Nur hilft das in diesem Moment deinem Sohn nicht und dir ja auch nicht.
Also hilft nur eines reden, reden, reden und ganz viel Geduld und vor allem als Eltern Vorbild sein.

Wenn dein Sohn es bewußt macht, dann sind ihm offensichtlich die Konsequenzen darauf nicht gewußt, bzw. für ihn nicht nachvollziehbar. Was nützen denn Strafen, wenn er trotzdem nicht verinnerlicht, dass er z.B. nichts nehmen darf ohne den Besitzer/Eigentümer selbigen begehrtem Stück zu fragen oder halt zu bezahlen, damit es ihm gehört?
Wie bereits geschrieben, sind Strafen etwas, was sich in der Gesellschaft entwickelt hat, die aber i.d.R. nur dazu führen, dass eher gelernt wird sich nicht erwischen zu lassen, als es einfach nicht zu tun.

*lach* Ich sage sicher nicht, dass es sein Zweites Ich war, denn für mich als Erwachsenen ist die Situation eine ganz andere als für das Kind. Diese zwei Dinge sollten dann doch auseinandergehalten werden.
Für mich ist aber ebenso klar, dass mein Kind in seiner Entwicklung Hilfe benötigt um seine zwei "ichs" zusammenzuhalten und um zu lernen die jeweiligen Konsequenzen zu ertragen, denn diese sollten ihm ja auch durchaus bewußt sein und keine graue Masse sein.
Alles in allem ist diese Materie halt nicht so simpel, wie viele Eltern es sich vorstellen, da noch immer sehr viel mit Strafen versucht wird zu erziehen.

Kinder sind von Anfang an soziale und menschliche Wesen, sie brauchen uns Erwachsene aber um zu lernen sozial und menschlich zu handeln. Ach und sie sind keine Objekte, sondern wie wir Erwachsene Subjekte.

Beitrag von sternenzauber24 27.09.06 - 22:03 Uhr

Meine Tochter ist auch Sechs Jahre alt.

Solche Sachen wie lügen hat sie sich im KiGa auch mal abgeguckt und ich habe sie NICHT bestraft.

Ich habe mit ihr darüber geredet,wie sie sich fühlen würde,wenn ich sie belüge.Das ich sie liebe und ihr vertraue,daher möchte ich das sie ehrlich zu mir ist.Und das ich immer ehrlich zu ihr bin.Seitdem kam es nie wieder vor!

Daher-was nützen dir Strafen?

Rede mit ihm,sage ihm das es dir wehtut und das lügen enttäuschend wirkt.

Bett oder Schlaf sollte nie eine Strafe sein.

Das er im Dreck spielt finde ich nicht schlimm-dann mußt du ebend gucken was er Draussen macht.Aber es ist ein völlig normales Verhalten,zudem typisch für einen Jungen.Warst du nie Kind und hast dich mal dreckig gemacht?Strafen würde ich dafür nicht,ihm aber sagen das er dann jetzt leider die Schuhe nicht mehr tragen kann.Ich kann nur sagen..es sind Kinder,keine Kleinen Erwachsenen!

LG

Julia+#babyJymena Jaqueline(34SSW)

Beitrag von nine26 28.09.06 - 08:21 Uhr

Theoretisch klingen hier viele Antworten gut,
nur ob es prakitsch umsetzbar ist,
ist doch eine ganz andere Geschichte.

Der Junge ist einer Phase wo er versucht seine Grenzen aus zu testen und klar muss er da durch und auch die Mama.
Wenn er Mist macht,dann muss er langsam lernen dafür auch die Konsequenzen zu tragen.

Wenn unser 9 jähriger Sohnemann nach dem Fussballspielen total vermoddert hier in die Wohnung kommt,
gehts gleich ins Bad und dann darf er selbst den Dreck von seinen Sachen abwaschen,ganz einfach.
(Natürlich schmeiß ich die Wäsche danach noch in die Waschmaschine,aber davon weiß er ja nix) ;-)

Unsere 6 jährige Tochter macht auch jeden Tag irgendwelchen Blödsinn und lügen kann sie auch dass sich die Balken biegen
und ohne rot zu werden.
Beispiel:
Gestern hat sie offensichtlich unseren Esstisch mit Bleistift beschrieben,behauptete aber steif und fest,
dass sie es nicht war...
Heute darf sie den Tisch selbst wieder sauber machen,
ganz einfach.

Sie weiß ganz genau,wenn sie die Wahrheit sagt das wir dann nicht so dolle mit ihr schimpfen,aber wenn sie lügt dann bekommt sie eine Strafe von uns.

Kinder müssen lernen dass sich Lügen nicht lohnen
und auch nicht in Ordnung sind.

Wenn ich meine Tochter nach einer Lüge noch in den Arm nehmen würde,dann würde ich das lügen in einer gewissen Art und Weise unterstützen und das geht nicht.

Wir haben ihr gesagt dass,wenn sie was angestellt hat,
sie uns das sagen soll und dann ist es auch nicht ganz so schlimm was sie angestellt hat und wir wären dann auch nicht so böse mit Ihr.
Wenn sie aber lügt,macht es die Sache noch schlimmer
und erst dann werden wir böse.

Die Wahrheit kommt immer raus...

Aber mit dem Tip,
Wir haben Dich trotzdem lieb,
selbst wenn Du lügst...
ist jawohl nicht sehr gut durchdacht... !!

Wenn mein Kind mal einen Diebstahl begeht,
was jawohl nicht rechtens ist,
kann ich mein Kind nicht danach noch in die Arme nehmen
und sagen:
"Kind Du,das ist schon ok,
wir lieben Dich trotzdem,
auch wenn Du geklaut hast !"

Lügen sind schlecht,das müssen Kinder einfach lernen.
Wie sollen sie es so verstehen,wenn sie einen Fehler gemacht haben und dafür noch mit Liebe überschüttet werden !?

Ich drücke Dir die Daumen dass der Kleene bald keene Flausen mehr im Kopf hat
Lasse Dich nicht allzu sehr von seinem Verhalten stressen (auch wenns schwer fällt ;-) )
denn dass nutzt er um noch mehr Aufmerksamkeit von Dir zu bekommen und dann würde er erstrecht weiter machen.

But no least:

Es gibt im Grunde kein Patentrezept dass für alle Kinder wirksam ist.

Liebe Grüße,
Nine #sonne



Beitrag von ballertralle 28.09.06 - 10:48 Uhr

Hallo Nine,
Vielen Dank für Deine Antwort....sprichst mir aus dem Herzen.
Er hat ja nach dem Lügen ne Strafe bekommen eben wie gesagt ....er musste nach zig Jahren wieder ne Stunde Mittagsruhe halten.....ich weiß inzwischen das dies ne nicht allzu gute Idee war.....in dem Moment ist mir wirklich nichts anderes eingefallen um Ihn zu kriegen#augennaja und das Ende vom Lied war das er ja sagte "Er macht von nun an jeden Tag Mittagsstunde#schock(macht er nicht)
Ich finde auch das ich das auf keinen Fall dulden kann ....wenn er lügt und was mitgehen lässt....jetzt war es "nur" Omas Messer.....wer weiß was es dann demnächst wäre#gruebel
Also, mein Mann und ich haben uns überlegt das wenn nochmal irgendwas ist wir anfangen mit z.b. Fernseh Verbot oder aber er muss mal drin bleiben...er ist nähmlich auch ein absoulutes "Freiluftkind" immer draußen mit seinen Freunden am spielen.
Das gibt es dann eben nicht.
Vielen Dank für Deine Anregungen ......ich sehe es geht nicht nur mir so.
Und ja ...ich weiß in der Ruhe liegt die Kraft#hicks



#danke

Beitrag von lbunny 28.09.06 - 21:15 Uhr

hallo nine,

ich weiss nicht genau, wie du dir das ganze vorstellst:
ich hoffe nicht wie du das so überzogen geschrieben hast.
Natürlich müssen sie lernen was recht und unrecht ist,
ich bin nur der meinung, dass man das auch bzw gerade schafft, ohne "liebesentzug" zubetreiben. ein kind sollte immer wissen, dass es geliebt wird..zu jeder zeit und in jeder situation...
sie vergessen es nur sehr schnell, wenn man böse auf sie ist..
daran erinnert man sie im passenden moment und man hat es einfach leichter und das kind hat es einfach leichter sich auf diese eine sache zu konzentrieren, als blockiert zu sein , mit dem gefühl...mama hat mich jetzt nicht mehr lieb.
ich sage sicher nicht, ist o.k. wenn du klaust.
eher : es ist nicht ok was du gemacht hast
ABER jederzeit : Du bist O.K.!
das ist nun mal ein himmelweiter unterschied.

einem kind was sich sicher geliebt fühlt, wird dabei trotz "überschüttung von liebe" nicht das gefühl der reue und des schlechten gewissens erspart bleiben. es trifft sie wahrscheinlich nur noch härter, weil sie nicht die möglichkeit bekommen wütend auf die schimpfende und predigende person zu werden und schnell mal die schuld an dem dilemma an die schimpfende und keifende, strafende mutter weiter zu schieben...um damit die eigene schuld zu verringern...

es ist eben nicht nur gut durchdacht, sonder auch vielfach erfolgreich angewendet..erfordert aber eben auch fingerspritzen gefühl, empathie und ist eine gradwanderung...

jedem das seine..ich will dich jetzt auch damit nicht umstimmen..ich lasse nur dieses "nicht sehr gut durchdacht" nicht auf mir sitzen ;-)

um das ganze noch weiter zu treiben, bei älteren kindern kann ich nur raten: vorab abfragen, wie sie sich an meiner stelle fühlen würden...dann "was würdest du dir jetzt an meiner stelle für eine konsequenz geben, wie würdest du an meiner stelle reagieren?"
oft sind diese strafen härter als man sie selbst gegeben hätte...
damit fördert man selbstverantwortung: das einschätzen des eigenen handelns, das tragen einer konsequenz und der selbstbestimmung.

Beitrag von nine26 28.09.06 - 23:08 Uhr

Es ist ja nicht ganz falsch was Du geschrieben hast ;-)
Das will ich Dir nicht unterstellen,um Gottes Willen :-)

Nur ich bin nicht der Meinung dass es so bei jedem Kind klappt.

Ich (28) selbst habe 3 Kinder,12 jüngere Geschwister,
die ich auch teilweise mit großgezogen habe.

Da kamen solchen Geschichten wie Lügen zwar nur selten vor,
aber wenn wurde gezeigt dass es nicht sein darf.
Es wurden Strafen wie Hausarrest oder Fernsehverbote
und manchmal auch mehr als einen Klaps erteilt
(wenns richtig schlimm gewesen ist).
Bei mir und meinen Geschwistern hat es funktioniert
und ich weiß heute auch als Erwachsene,
dass meine Eltern mich nicht minder lieb hatten,
nur weil sie mal harte Worte ausgesprochen haben.
Allerdings haben sie sich auch entschuldigt,
falls mal mehr als nur harte Worte gefallen sind.
Das ist das was ich meinen Kindern nicht antun will/werde.

Aber nochmal z.B. meiner Tochter...
Ist für mich das beste Beispiel überhaupt. :-)

Wenn ich in einem Moment wo meine Tochter wieder Blödsinn angestellt hat,
mit liebevollen Gesten zeige wie sehr ich sie lieb habe
und trotzdessen was sie getan hat,
dann weiß 100 % dass sie es nicht nur annimmt
(welches Kind würde das nicht tun) ;-) ,
sondern dass sie denkt dass sie sich wieder so etwas erlauben kann/darf.
Frei nach dem Motto:
"Mama liebt mich ja so wie ich bin,
da ist das egal was ich mache !"

Eben das ist nicht richtig und ich habe es bei Ihr erlebt,
deshalb sage ich ja,das es eben nicht bei allen Kindern funktoniert.

Liebe kann man nicht ablegen,
entweder man liebt oder man liebt nicht.

Aber ich kann meinen Kind nicht in den Arm nehmen
und meine Liebe zu ihm bekunden wenn es Fehler macht,
die sein Leben beeinflußen könnten.
Lügen sind Fehler,die einem im Leben nicht weiter bringen.
Das wollen wir unseren Kindern auf diese Art vermitteln.

Letzten Endes haben wohl alle Eltern ihr Bild von einer guten Erziehung und wenn es so bei Dir klappt,ist das wirklich toll.

Nun gut,und wieder zu viel geschrieben zu später Stunde... ;-)

Wünsche Dir noch eine Gute Nacht :-)

Lieben Gruß,
Nine #sonne


Beitrag von menno89 29.09.06 - 20:35 Uhr

Also liebst du dein Kind jedes Mal, wenn es etwas macht, was "unrecht" ist, weniger?

Wie traurig für dein Kind!!!

Wie wäre es, wenn du dir mal Gedanken darüber machst, wie du dir die ZUkunft deines Kindes vorstellst. Willst du ein Kind, welches gelernt hat aus Angst vor Strafe sich bei "unrechten" Dingen nicht erwischen zu lassen? Oder willst du lieber ein Kind, welches gelernt zu dem zu stehen, was es tut, auch wenn es einmal eine "falsche" Entscheidung trifft?

Denkst du nicht daran, wie du dir dein Kind als erwachsener Mensch vorstellst? Was du ihm mit auf den Weg geben willst?
In der Regel erreicht das niemand mit Strafen, dafür sprechen ja die Kriminalitätsstatistiken. Auch harte Strafen helfen nicht, sie führen nur dazu, dass der jenige versucht nicht erwischt zu werden.

Und ehrlich, ich liebe mein Kind, egal was es tut. (Ok, ich schließe jetzt aus, dass es einen anderen Menschen ermordet oder ein Lebewesen quält.) Bedingungslose Liebe zum Kind ist da schon notwendig, dies ist eins der Fundamente des Lebens.

Beitrag von nine26 29.09.06 - 21:26 Uhr

WER LESEN KANN,IST KLAR IM VORTEIL !!!

Ich habe geschrieben dass ich mein Kind nicht minder liebe,weil es Blödsinn macht.
Nur ich zeige es in der Situation nicht,
weil es in meinen Augen dann nicht angebracht/richtig ist.
Damit war gemeint dass ich sie nicht in den Arm nehme,
wenn ich sie mir in die Augen schaut und lügt.

Oder soll ich dann noch Applaus geben dafür !?

Meine Kinder wissen dass sie mit allem zu uns kommen können,egal wie schlimm es ist.
Wir haben bisher immer versucht ihnen zu vermitteln das Lügen nur Ärger und Probleme bringen
und Lügen irgendwann immer raus kommen
und das man dann Demjenigen der gelogen hat irgendwann nicht mehr glauben kann.

Die Wahrheit kommt immer raus
und lieber die Wahrheit,
egal wie hart sie ist,als eine Lüge

Solltest mal Peter und den Wolf von Mozart hören/lesen.
Den haben meine Kinder auch schon kennen gelernt.

Wenn meine Kinder Blödsinn machen und mir das sagen,
ist es in Ordnung,man schaut wie man das noch kitten kann.
Wenn es banale DInge sind,
kann man auch schon mal darüber hinweg sehen,
aber alles hat seine Grenzen.

Dein Zitat:
Oder willst du lieber ein Kind, welches gelernt zu dem zu stehen, was es tut, auch wenn es einmal eine "falsche" Entscheidung trifft?"

Ja,genau das erwarte ich später von meinen Kindern.
Nicht in allen Dingen des Lebens (falls es eventuell eine Scheidung anstehen sollte,u.a.),weil es manchmal gar nicht machbar ist.
Aber grundsätzlich ja.
Fehler sind da um aus ihnen zu lernen.
Falsche Entscheidungen trifft jeder Mensch in seinem Leben.
Nichts desto trotz müssen sie dazu stehen.
Sie müssen lernen das ihnen diese Last Niemand abnehmen kann.

Meinen Kindern fehlt es an nichts,damit Du es weißt.
Es mangelt auch nicht an Liebe für meine Wurzelzwerge.

Ich bin der Meinung dass Kinder ab einen bestimmten Alter einfach die Konsequenz zu tragen haben und zu lernen haben dass Lügen das Verkehrteste ist was man tun kann.

Ich bestrafe meine Kinder,ja,dazu stehe ich auch.
Aber bei mir gibt es keine Schläge.

Vernunft und Liebe gehören zusammen
und eine bedingungslose Liebe darf einen nicht blind für die Wahrheit machen.

Ich will dass aus meinen Kindern anständige Erwachsene Menschen werden,die später was im Leben erreichen.
Das werden sie nicht mit Lügen oder anderen Taten die daraus entstehen,b.z.w. zusammen hängen.

Verständnis habe ich,es sind ja noch Kinder
und man kann sie nicht wie Erwachsene behandeln.

Aber wann denkst Du denn beginnt Erziehung oder ab welchen Alter sollte sie am besten stattfinden !?

Ach und eins noch,meine Kinder haben vor mir uns meinen Mann Respekt,
Angst ist was ganz anderes
und das haben meine Kinder sicherlich nicht.
Wenn Du Fernsehverbote,Hausarrest für schlimm hälst,
dann tust Du mir nur leid.
Strafen sind nicht dazu da ein Kind weh zu tun,
sondern dass sie daraus lernen,
wie sie es besser machen können.

Aber wie sollst Du das schon beurteilen können !?

Ich/wir können keine perfekten Menschen erziehen,
aber versuchen ihnen den richtigen Weg zu zeigen/weisen.

Übrigens...
Komischer Weise ist in unserer Familie
bisher NIEMAND kriminell geworden.
Ist doch seltsam,
denn das ist doch das,
was Du von meiner Erziehung erwartest
oder etwa nicht !?
Ich bin die Älteste von insgesamt 13 Kindern...

In diesem Sinne,
Nine #sonne

#stern Julian (9), Sarah (6), Emilia Marie (13 Monate) #stern

Beitrag von menno89 29.09.06 - 22:17 Uhr

Und du meinst, weil du das älteste Kind von 13 bist, weißt du genug über Erziehung? Wie wäre es denn mit geistiger Reife? Ja, als Älteste von so vielen Geschwistern hast du sicher gelernt selbstständig zu sein. Hast du dabei auch gelernt, auf deine innere Integrität zu achten? Hast du dabei gelernt, du selbst zu sein? Oder eher das was deine Eltern, deine Geschwister gebraucht haben?

~Komischer Weise ist in unserer Familie
bisher NIEMAND kriminell geworden.
Ist doch seltsam,
denn das ist doch das,
was Du von meiner Erziehung erwartest
oder etwa nicht !? ~
Warum sollte ich dies?!?

Kinder lernen durch Strafen? *löl* Nicht mal Erwachsene lernen durch Strafen! Das erlebe ich tagtäglich und jeder Richter wird dir dies auch bestätigen.

Erziehung beginnt mit dem ersten Tag. Aber deine Frage war ja nur rhetorisch gemeint.

Erkläre mir bitte, wie ein Kind lernt zu dem zu stehen, was es tut und was es ist, wenn es "Angst" vor Strafen haben muss?
Wozu sind denn Strafen gut, wenn du damit dem Kind nicht weh tun willst? Was lernt es daraus? Das es sich das nächste Mal besser nicht erwischen lässt?

Ja, ich finde Hausarrest, Fernsehverbot etc. schlimm, weil es dem Kind nichts vermittelt. Es vermittelt dem Kind einfach nur, lass dich besser nicht erwischen und das Eltern irrational sind.

Niemand schrieb hier, dass das Kind mit Liebe überschüttet werden soll. Nur wie soll das Kind dir vertrauen, wenn du ihm deine Liebe entziehst, wenn es etwas "unrechtes" tut? Das ist doch das, was beim Kind ankommt, egal ob du so fühlst oder nicht. Das Kind fühlt so. Die bedingungslose Liebe der Eltern ist für das Kind "überlebenswichtig". Ich schrieb nichts von blinder Liebe. Weißt du was bedingungslos bedeutet?

Beitrag von nine26 30.09.06 - 13:32 Uhr

Ich habe soviel geschrieben,was auch zu verstehen war,zumindest für Jemanden der es auch verstehen will.

Ich weiß nicht woorauf Du hinaus willst !?

Kurz nochmal erwähnt.
Strafen sind nicht zum verletzen da,
sondern dass Kinder lernen das,
wenn sie etwas tun was nicht richtig ist,
auch Konsequenzen hat.

Dein Zitat:
Kinder lernen durch Strafen? *löl* Nicht mal Erwachsene lernen durch Strafen! Das erlebe ich tagtäglich und jeder Richter wird dir dies auch bestätigen."

Deswegen sollen Strafen abgeschafft werden
und Jeder kann machen was er will oder was meinst Du damit !?
Denn so liest es sich jedenfalls.
Wenn eines meiner Kinder straffällig werden sollte,
dann werde ich trotzdem noch die Mama sein und sie nicht verstoßen,das habe ich nicht gemeint.
Ich heiße es nur nicht für gut und habe vielleicht dann auch nicht wirklich das Verständnis für das Verhalten,aber das ist jawohl in der Situation verständlich oder nicht !?

Zu meiner Person.
Ja,ich habe sehr viel Erfahrung mit Kindern.
Ja,ich habe meine Eltern bei der Erziehung unterstützen müssen.

Nein,ich sehe es heute bei meinen Kinder in einigen Sachen anders und versuche auch danach zu handeln,
was ich damals bei meinen Eltern für verkehrt hielt.

Ja,ich habe selbst genügend Fehler/Enttäuschungen/Falsche Entscheidungen/ in meinem Leben erleben müssen,
trage dafür heute noch die Konsequenzen.

Ich handle deshalb vielleicht des öfteren mehr nach dem was mein Verstand mir sagt,als das was mein Herz gern möchte.

Ich habe momentan und hoffentlich noch sehr lange das was ich zum glücklich sein brauche und versuche meinen Kindern jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
Sie sind wirklich glücklich.

In jeder Familie gibt es mal Krisen oder schlechte Situationen,Streit und Unstimmigkeiten,
da zählt dann der Zusammenhalt der Familie.

Und ja,ich kenne Eltern,b.z.w.
Mütter die blind vor Liebe zu ihrem Kind sind.
Sie lassen dem Kind alles durch gehen lassen,
selbst wenn dabei andere Kinder dabei verletzt werden,
stellen sie sich noch schützend vor ihr Kind.
Das kann ich nicht nachvollziehen.

Wie schon so oft geschrieben,es gibt kein Patenrezept.
Erziehung sieht jeder anders und es muss eben jeder selbst wissen wir er mit seinen Kindern umgeht.
Solange sie nicht geschlagen,missbraucht werden,
eine glückliche Kindheit haben/genießen können,
finde ich es auch in Ordnung.

Beitrag von menno89 30.09.06 - 15:12 Uhr

~Ich habe soviel geschrieben,was auch zu verstehen war,zumindest für Jemanden der es auch verstehen will.

Ich weiß nicht woorauf Du hinaus willst !? ~

Auf was beziehst du dich?

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~Strafen sind nicht zum verletzen da,
sondern dass Kinder lernen das,
wenn sie etwas tun was nicht richtig ist,
auch Konsequenzen hat. ~

Für was sind Strafen denn dann gut, wenn sie nicht verletzen sollen?
Was z.B. hat Hausarrest direkt mit einem Diebstahl zu tun?

Konsequenzen ergeben sich automatisch, da muss ich nicht etwas künstlich herbeiführen.
Die Konsequenz bei einem Diebstahl durch das Kind ist doch, dass das Kind das Gestohlene zurück bringt oder halt ersetzt. Und vor allem dazu steht, was es getan hat. (I.d.R. braucht es dafür elterliche Hilfe.)

Und was wichtig ist, ist dass die Eltern mit dem Kind sprechen. Dem Kind zu erklären, dass es wichtig ist darauf zu achten, dass die Grenzen eines anderen einfach nicht zu überschreiten und wenn muss es halt mit dem ihm bekannten Konsequenzen rechnen. ABER dazu muss das Kind gelernt haben, dass seine eigenen Grenzen akzeptiert werden, dass nicht einfach darüber hinweggefegt wird, nur weil es ein Kind ist.

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~Deswegen sollen Strafen abgeschafft werden
und Jeder kann machen was er will oder was meinst Du damit !?~

Was wäre so schlimm daran, wenn jeder tut was er will? Könnte daraus nicht vielleicht etwas positives erwachsen?

-Schau dir doch mal die Kriminalstatistik in den USA an. Selbst die Strafe "Tod durch den Staat" schreckt dort die Menschen nicht davon ab, andere zu ermorden. Also erkläre mir bitte diese Strafe!

-Schau dir die Strafe für das Verbot während des Autofahrens an. Hält die Strafandrohung die Menschen davon ab?

-Schau dir die Strafandrohung an, wenn ein Autofahrer der Gurtpflicht nicht nachkommt an.
Ich z.B. gurte mich und meine Kinder an, weil ich einfach weiß, dass alles andere sehr gefährlich wäre, von einigen Ausnahmen bei bestimmten Unfällen mal abgesehen. Eine Strafe würde mich nicht dazu bewegen. Ich weiß nicht mal wie hoch die Strafe ist.
Mein Schwiegervater in spe ist da "etwas" anders, er sieht gar nicht ein sich anzugurten. Ihn schrecken auch eventuelle Strafanzeigen nicht.

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~Ich heiße es nur nicht für gut und habe vielleicht dann auch nicht wirklich das Verständnis für das Verhalten,aber das ist jawohl in der Situation verständlich oder nicht !?~

Das du es gut heißen sollst, sage ich nicht. Davon war ja meinerseits auch nicht die Rede.

Bedingungslose Liebe bedeutet, dass ich einen Menschen als Person ohne wenn und aber liebe, ich aber trotz allem nicht alles, was das Verhalten dieses Menschen an geht toll finden muss.
Bsp. Ich liebe meine Kinder als Person ohne wenn und aber, ABER wenn Tochter2 mal wieder der Meinung ist, sie müsse sich ohne zu fragen an meinem Kleiderbestand vergreifen, dann muss ich das nicht gut finden. Sie hat damit eindeutig meine Grenze überschritten, eine Grenze die ihr sehr bekannt ist.

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~Zu meiner Person.
Ja,ich habe sehr viel Erfahrung mit Kindern.
Ja,ich habe meine Eltern bei der Erziehung unterstützen müssen. ~
Als "Kind" hast du damit eine Verantwortung übernommen, die dir etwas genommen hat. Ist bei all dem denn Rücksicht auf deine innere Integrität genommen wurde? (Ein sehr schwieriges Feld und nicht mal eben nebenbei abzuhandeln.)
Die Verantwortung der Erziehung deiner Geschwister lag bei bei deinen Eltern und nicht bei dir. (Nein, erzähle mir nicht, dass es dir nicht geschadet hat!)

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~Ich habe momentan und hoffentlich noch sehr lange das was ich zum glücklich sein brauche und versuche meinen Kindern jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
Sie sind wirklich glücklich. ~

Geht es bei dem Wachsen der Kindern darum ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen? Ich halte dies für fatal.
Ein Kind in Indien, welches in bitterster Armut lebt, kann auch glücklich sein.

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~Und ja,ich kenne Eltern,b.z.w.
Mütter die blind vor Liebe zu ihrem Kind sind.
Sie lassen dem Kind alles durch gehen lassen,
selbst wenn dabei andere Kinder dabei verletzt werden,
stellen sie sich noch schützend vor ihr Kind.
Das kann ich nicht nachvollziehen. ~

Ist dies denn Erziehung? Dies ist weder autoritäre noch antiautoritäre Erziehung, das ist einfach ein NICHTS.

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~Solange sie nicht geschlagen,missbraucht werden,
eine glückliche Kindheit haben/genießen können,
finde ich es auch in Ordnung.~
Woran erkennst du das ein Kind eine glückliche Kindheit hat?
Meinst du ein Kind welches psychisch von seinen Eltern unterdrückt wid hat eine glückliche Kindheit? Es wird ja weder geschlagen noch missbraucht. Wobei Missbrauch ja auch näher definiert werden sollte in diesem Zusammenhang.

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Ich bin der Meinung das viele Eltern viel zu wenig nachdenken, was sie zu ihren Kindern sagen und wie sie mit ihnen umgehen.

Erwachsene müssen sich ihre Verantwortung gegenüber den Kindern bewußt machen und nicht einfach die "Schuld" auf sie abschieben, wenn eine Situation z.B. schwierig wird/ist.

Beitrag von nine26 30.09.06 - 21:08 Uhr

Einige Dinge die ich nun wieder von Dir gelesen habe,finde ich nicht verkehrt und im Grunde sind wir uns auch in einigen Punkten einig,vielleicht habe da aneinander vorgeschrieben ;-)

Reden ist das A und O,daran besteht kein Zweifel.
Das tun wir auch wirklich und wenn man auch teilweise schon Flusen an Mund hat und Teppiche draus machen könnte :-)

Gemeckert wird dann wenn eine Situation unvorher gesehen
und gefährlich dazu war,
dann kann ich nicht immer an mich halten.
In dem Fall sehe ich oder mein Mann auch des öfteren auch mal von der Strafe ab,
weil der Schock dann vielleicht schon tief genug sitzen könnte
und dann sowas meistens auch nicht wieder passiert.

Nochmal von Dir:
"Konsequenzen ergeben sich automatisch,
da muss ich nicht etwas künstlich herbeiführen.
Die Konsequenz bei einem Diebstahl durch das Kind ist doch, dass das Kind das Gestohlene zurück bringt oder halt ersetzt. Und vor allem dazu steht, was es getan hat. (I.d.R. braucht es dafür elterliche Hilfe.)"

Dafür muss das Kind in erster Linie verstehen das es Unrecht war was es getan hat und das hat mit der Erziehung zu tun.
Reden ist natürlich sehr wichtig,da gebe ich Dir vollkommen recht.
Dass das Kind das gestohlene zurück bringt
und sich entschuldigt das es sowas getan hat,
ist in dem Moment Strafe genug.
Es wird daraus seine Lehre ziehen.

Letzen Endes ist es doch so das man erst als Erwachsener weiß,ob man eine glückliche Kindheit hatte oder nicht.

Von Dir :
"Geht es bei dem Wachsen der Kindern darum ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen? Ich halte dies für fatal.
Ein Kind in Indien, welches in bitterster Armut lebt, kann auch glücklich sein."

Das bestreite ich nicht und es ging mir nicht nur um die Materiellen Dinge des Lebens ;-)
Die machen längst nicht alles aus !

Ja,es mag sein dass viele Eltern zu spontan und unüberlegt handeln,da kann ich mich nicht ausschließen.
Ich glaube auch das man es dann meistens unbewußt macht.
Man merkt erst hinterher was man gemacht hat.
Aber dann muss man auch die Stärke besitzen
und sich beim Kind für den eigenen Fehler zu entschuldigen.

Zum Ende,weil mir momentan die Zeit fehlt
weiterhin auf Dein Beitrag ein zu gehen.
Ich beziehe das abschieben der Probleme die man hat nicht automatisch auf die Kinder.
In erster Linie müssen Eltern überlegen woran es liegt
und was man besser machen kann,damit das Problem behoben/aus der Welt geschaffen werden und ein harmonisches Zusammenleben möglich gemacht werden kann.

Beitrag von menno89 30.09.06 - 21:26 Uhr

~Gemeckert wird dann wenn eine Situation unvorher gesehen
und gefährlich dazu war~

Glaube ja nicht, das ICH ruhig bleibe, wenn Gefahr für Leib und Leben besteht, da greife ich ein und werde sicher zu einem kleinen HB-Männchen.

Es besteht hier ja noch eine zweite Regel und die heißt NIEMAND bringt sich und andere in Gefahr für Leib und Leben!!!!

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~Dafür muss das Kind in erster Linie verstehen das es Unrecht war was es getan hat und das hat mit der Erziehung zu tun.~

Genau das mein ich. Wie soll das Kind es aber durch eine Strafe lernen?

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~ist in dem Moment Strafe genug~

Ich sehe dies als Konsequenz an, wobei ich der Meinung bin, dass eine Entschuldigung nur erfolgen sollte, wenn das Kind es sich wirklich verinnerlicht hat und nicht, weil es die Erwachsenen so erwarten.

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~Letzen Endes ist es doch so das man erst als Erwachsener weiß,ob man eine glückliche Kindheit hatte oder nicht. ~

:-( Selbst sehr viele Erwachsene gestehen sich nicht ein, da sie ihre Eltern ja lieben, dass die Erziehung die sie durch ihre Eltern genossen haben ihnen die Kindheit sehr vergällt hat.
Ich habe dafür sehr lange gebraucht und ich brauchte dafür das Erleben meiner Kinder.

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~Aber dann muss man auch die Stärke besitzen
und sich beim Kind für den eigenen Fehler zu entschuldigen.~

Eine leider sehr, sehr wahre Aussage!!! Vor allem in Bezug auf die Stärke. Viele haben diese Stärke nicht, weil auch dies ein enormer Lernprozess ist und der sehr schmerzhaft ist, wenn dafür einige erlernte Dinge über Bord geworfen werden müssen.

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~In erster Linie müssen Eltern überlegen woran es liegt
und was man besser machen kann,damit das Problem behoben/aus der Welt geschaffen werden und ein harmonisches Zusammenleben möglich gemacht werden kann. ~

Und alle Erwachsenen die einen engeren Kontakt zum Kind haben, dazu zähle ich auch Erzieher, Lehrer etc.

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