Ende der Elternzeit, und nun?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von julchen027775 27.09.06 - 11:17 Uhr

Hallo!
Muss mal meine Wut rauslassen!
Bin seit 5 Jahren im Erziehungsurlaub, der nun am 01.02.07 ausläuft.
Meine beiden Töchter sind dann 3 und 5 Jahre alt.
Bin gelernte zahnmed. Fachangestellte und war vor meinen Schwangerschaften 8 Jahre bei meinem Chef beschäftigt. Das Arbeitsverhältnis war immer super. Besser hätte es nicht sein können. Es war auch irgrendwie für mich immer klar, dass ich irgendwann stundenweise zurückkomme. (Ich dachte für ihn auch). So nun folgendes:
Plötzlich kann er mich halbtags nicht gebrauchen #gruebel (totaler Blödsinn!!!), kündigen darf er mich ja bekanntlich in der Elternzeit nicht. Dummerweise haben wir damals eine Kündigungsfrist von 6 Monaten vereinbart. Als er dann erfahren hat, dass er mir nicht kündigen kann, sagte er trotzig: " Ja dann mußt du halt wiederkommen für ganztags, dann muß ich halt jemand anders dafür kündigen!"
Na da fühl ich mich doch echt willkommen, oder?
Ich verstehe die Welt nicht meht! Wir hatten mal so ein super Verhältnis. An meiner Arbeit kann es nicht gelegen haben! Nach acht Jahren?!
Das Ende vom Lied wird doch wohl sein, dass ich kündigen muss, da es durch die Kids keine Möglichkeit für mich gibt, ganztags zu arbeiten. Das bedeutet gleichzeitig eine Sperre vom Arbeitsamt für drei Monate. Dabei will ich doch wieder zurück...
Kennt jemand dieses Problem? Ich bin wirklich sehr enttäuscht, und unendlich traurig #heul

Viele Grüße
Cornelia

Beitrag von mandy21 27.09.06 - 11:31 Uhr

Nun ja, du warst aber auch seit 5 Jahren nicht mehr dort. Versetz dich mal in seine Lage. Ich würde da als AG auch nicht besonders erfreut reagieren wenn ich erst 5 Jahre jemanden für dich einstellen muss und dann wenn du wiederkommen könntest dann willst du nur halbtags!

Eine Möglichkeit wäre die Stelle zu teilen. Du n halben Tag und die andere Hälfte halt die andere.

Hattest du denn in deiner Elternzeit keinen Kontakt mit deinem Chef?? Ich hätte mich da schon mal bissl eher drum bemüht um ehrlich zu sein.

Und: wenn du mit ihm per du bist dann lässt sich das doch klären. Fahr doch einfach mal hin.

LG

Beitrag von julchen027775 27.09.06 - 13:10 Uhr

Hallo Mandy,
sorry, aber ich teile Deine Meinung überhaupt nicht. Vielleicht liegt es aber daran, dass ich es ausführlicher hätte erklären müßen.
Selbstverständlich hatte ich die ganze Zeit über Kontakt zu meinem Chef, habe zeitweise auf 400 € für ihn gearbeitet.
Und es war von vorne rein immer klar, dass ich wiederkomme.
Er hat sich in der letzten Zeit nicht mehr klar dazu geäußert weshalb ich ihn direkt auf das Thema ansprach. Da hieß es dann nur, ich solle mir mal keine Gedanken machen, das wird schon....
Hinzukommt, dss er sich überhaupt gar nicht mit dem Thema auseinander gesetzt hat, sonst hätte er wissen müßen, dass ich in der Elternzeit unkündbar bin.
Sicherlich kann ich seine Seite insoweit verstehen, dass er ungern jemand anderm kündigen möchte, aber da hätte er sich von vornerein Gedanken zu machen müssen. Fakt ist aber, dass er mich sehr wohl halbtags einstellen könnte. Ich kenne den Tagesablauf der Praxis genau. Er hat zwei ausgelernte und ein Azubi. Diese geht jedoch, weil sie Medizin studieren wird. Da könnte er mich doch prima einsetzen, oder?
Wo ein Wille ist ist auch ein Weg....
Ich hoffe, das Dir nach einer so langen gemeinsamen Arbeitszeit so etwas niemals passiert, denn es ist für mich absolut unverständlich

Viele Grüße
Cornelia

Beitrag von mandy21 27.09.06 - 14:30 Uhr

Achsoooooooo ja dann.

Na wenn du schon immer mal bei ihm gejobbt hast und er sich immer positiv dazu geäußert hat verstehe ich das auchnicht so wirklich.

Naja, dagegen das er dich nicht halbtags einstellen will könntest ja erstmal noch nicht mal was sagen aber das er gar nicht mit dir nach einer Lösung sucht ist auch nicht in Ordnung.

Ich bin jetzt 6 Jahre in der Firma und ich weiß auch nicht so richtig wie das nach der Elternzeit werden soll. Nochzumal man mir schon ans Herz gelegt hat das ich doch nicht ein volles Jahr machen sollte...is auch toll ne :-(

Naja irgendwie wirds schon werden....

LG

Beitrag von sissy1981 27.09.06 - 11:50 Uhr

ich verstehe dich nur zu gut. In knapp 2 Jahren kann ich mich dir anschließen - mein lieber Chef hat mir schon im Vorfeld angekündigt dass meine Zeit nach der Elternzeit entweder nicht mehr existent sein wird - oder ich "nicht lange durchhalten werde" #schmoll

Beitrag von manavgat 27.09.06 - 14:31 Uhr

Er kann Dich gar nicht auf ganzstags verpflichten, wenn Du vorher eine Halbtagsstelle hattest.

Ansonsten bleibt Dir nur: Kindergarten und Tagesmutter und den Job behalten. Ob er jemanden kündigt, muss Dir egal sein.

Gruß

Manavgat

Beitrag von nisiho 28.09.06 - 10:12 Uhr

Hallo Cornelia!

Na das ist ja toll :-[ Was manche Chefs sich so rausnehmen... Meiner Freundin ging es ähnlich. Da sie aber nicht von sich aus kündigen wollte, ist sie im Anschluß an die Elternzeit ganztags arbeiten gegangen und ist dann von ihrem Chef gekündigt worden. Dadurch hatte sie dann keine Sperre beim Arbeitsamt. Wenn Dein Chef mit sich reden läßt, könntet Ihr doch einen Aufhebungsvertrag machen, dann solltest Du auch keine Sperre bekommen.

Rede nochmal mit ihm und frag, warum er Dir nicht eher gesagt hat, daß er Dich nicht halbtags einstellen will. Erklär ihm Deine Situation, vielleicht ändert er seine Meinung.

Liebe Grüße

Nicole

Beitrag von julchen027775 29.09.06 - 15:47 Uhr

Hallo Nicole,

vielen Dank für den Tipp!
Leider weiß ich gar nicht genau, was so ein Aufhebungsvertrag beinhalten sollte? Kannst Du mir da weiterhelfen?
Viele Grüße

Cornelia