Wie umstellen, damit der Kleine (15 W.) durchschläft?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von evaluise 27.09.06 - 11:49 Uhr

Hallo!

Ich habe eine Frage, die Euch hoffentlich nicht langweilt:
Mein Sohn (15 Wochen) bekommt ausschließlich Muttermilch. Tagsüber die Flasche (abgepumpt, weil ich arbeite) und nachts wird er gestillt. Bisher ist der Rhythmus:

morgens 6 Uhr: wacht er auf, stillen, er trinkt eher wenig
morgens 8 Uhr: stillen oder Flasche, trinkt eher wenig
morgens 10 Uhr: Flasche, große Mahlzeit bis zu 180 ml
mittags 13 Uhr: Flasche, große Mahlzeit bis 180 ml
nachmittags zwischen 16 und 17.30 Uhr: Flasche, große Mahlzeit
dann um 19 Uhr ins Bett zum Nachtschlaf, weil er müde ist
abends zwischen 22 und 23 Uhr wecke ich ihn, bevor ich selber ins Bett gehe, um ihn zu stillen
nachts 3 Uhr wird er von alleine wach und ich stille ihn, dann trinkt er sehr viel

(natürlich schläft er tagsüber auch immer zwischendurch)

Nun frage ich mich, wie ich es schaffen könnte, dass er nachts länger am Stück schläft. (Damit ich mehr Schlaf bekomme.)
Ist es ein Fehler ihn um 23 Uhr zu wecken? Wenn ich das nicht mache, wacht er um 1 Uhr auf und dann um 4 noch mal. Dann bekomme ich noch weniger Schlaf am Stück. Muss ich also auch um 19 Uhr ins Bett gehen? ;-)
Und: Wie machen andere Stillmütter es, wenn ihre Babys durchschlafen? Platzen Euch da nicht die Brüste... #augen ??

Wäre für Tipps dankbar. Hätte auch genug Geduld, um meinen Sohn langsam umzustellen. Will ihn aber natürlich auch nicht quälen und denke dann zwischendurch, dass es vielleicht einfach so ist: "Sein Rhythmus zählt und ich muss meine Bedürfnisse unterordnen." Natürlich wäre ich dazu bereit, aber wenn es vielleicht doch anders geht, wäre ich im Büro nicht mehr so müde :-) .

Vielen lieben Dank für Antworten,
Evaluise

Beitrag von sandryves 27.09.06 - 11:52 Uhr

ich würde ihn nicht wecken.
bring ihn doch um ca.20 uhr ins bett und stille ihn nochmal ausgiebig.vielleicht hilft das ja.

gruss
sandryves

Sabrina+Yves Cedric(2)+#ei(32+6)

Beitrag von corre76 27.09.06 - 12:01 Uhr

Hi,

Ich würde ihn NICHT wecken, denn ob er DANN durchschläft, ist eh die Frage.

Er ist erst 15 Wochen, gib ihm doch ZEIT!!!!!!

Manche Kinder schlafen mit 3 Monaten durch, manche erst mit 12 Monaten, das ist ganz unterschiedlich, aber drück ihm jetzt noch keinen Rhythmus auf.

Nimm ihn doch zu dir ins Bett, da liegste daneben, er kann andocken und du kannst weitermümmeln;-).

lg
Corre + Taija (14.11.2005)

Beitrag von sissy1981 27.09.06 - 12:04 Uhr

Durchschlafen bedarf einer mentalen Reife und hat nichts mit der Nahrung zu tun. Und ein Kind wecken und dadurch seinen natürlichen Rhytmus stören wird wohl noch weniger dazu führen dass er durchschläft.

Da bringt nichts andres etwas als Geduld, denn ja es ist so sein Rhytmus zählt und wir müssen uns - mit Augenringen #schmoll- unterordnen.

Wenn sie denn dann durschschlafen dann gewöhnt sich auch recht schnell die Brust daran, da platzt also nix ;-) auch wenn es die ersten Tage zeitweilig sehr unangenehm werden kann, da entweder die Brüste sehr spannen und evtl. auch mal ausgestrichen werden müssen - oder man leicht mal das Bett unter Milch setzt #schock, bei mir halfen da die ersten Tage nicht mal Einlagen was.

LG sissy

Beitrag von maeusekind76 27.09.06 - 12:21 Uhr

Hallo Evaluise,

also, das mit dem Durchschlafen ist so ne Sache. Ich würde ihn auch nicht wecken. In dem Alter haben Babys noch ihren eigenen Rhytmus.
Ich hatte das Glück, dass meine Kleine vor 23 Uhr nicht ans schlafen gedacht hat. Sie hat auch mit 8 Wochen von 23 Uhr bis 6 Uhr morgens durchgeschlafen und inzwischen schläft sie (5 Monate alt) zwischen 11 und 12 Stunden. Aber das ist Glück, denn ich würde nicht sagen, dass das die Regel ist.
Also warte einfach ab.
So langsam dürfte Dein Baby in die Phase kommen, wo es anfängt, Tag und Nacht zu unterscheiden und da wird es sicher besser.

Alles Liebe
Mandy

Beitrag von dinchen1403 27.09.06 - 13:23 Uhr

hallo!

also: entgegen der anderen antworten kann ich dir berichten, dass ich lias auch immer gegen 22 uhr füttere. und das hat mir auch die hebamme geraten. er schläft dann bis ca 5 uhr! das hat er vorher nicht gemacht. ab und zu wacht er auch mal zwischen 2 und 3 uhr auf und dann bekommt er natürlich auch was wenn er möchte.
lass dich nicht verunsichern! ausserdem ist es gar nicht nötig, die kinder so richtig "aufzuschütteln". ich nehme ihn nur vorsichtig aus dem bett (im dunkeln) und lege ihn an. er trinkt dann ganz gierig im schlaf und ist dann erstmal satt.
ich sehe auch keinen grund, warum das schädlich sein sollte.

ob deiner dann natürlich auch durchschläft ist die andere seite. da ist jedes kind einfach anders.
aber ich denke schon, dass man verschiedene sachen "antrainieren" kann und finde daran gar ncihts schlimmes! natürlich darf man es aber auch nicht erzwingen.

glg
nadine und lias *14.06.2006

Beitrag von babauzz 27.09.06 - 23:12 Uhr

Hallo,

ich bin der Ansicht, dass es nicht gut ist, den Kleinen zu wecken, um ihm Essen zu geben. Stell dir einfach vor, man würde dich aus dem Schlaf reißen, und dir Essen in den Mund stopfen.
In dem Fall zwingst du, wie ich finde, deinem Kind schon etwas auf, weil du davon Vorteile hast... wenn überhaupt... Denn, wie du ja beobachtest, kann es trotzdem vorkommen, dass dein Kind zwischendurch doch nochmal wach wird...

Babys haben einen ganz anderen Schlafrhythmus als wir Erwachsenen. Das häufige Aufwachen in der Nacht/ der oftmals leichte Schlaf schützt sie auch (z.B. vor plötzlichem Kindstod)- man sollte es auch mal, ohne Panikmache zu betreiben, von dieser Seite betrachten, dass also alles irgendwo seinen Sinn hat, und wir Erwachsenen nicht dazu berechtigt sind, den Willen und Rhythmus unserer Kinder zu brechen, so dass sie sich uns schon in dieser frühen Lebenszeit anpassen müssen.

Natürlich schlaucht das nächtliche Stillen... wenn man erst aufstehen muss, um das Kind zu stillen.
Wir haben das für uns so gelöst, dass unser Kleiner mit bei uns im Bett schläft; so dass ich, wenn er zwei/ drei Mal die Nacht trinken will, im Halbschlaf an ihn ranrücke und beim Stillen weiterschlafe, so wie mein Kind auch. So bin ich am nächsten Tag fit, weil meine Nacht nicht unterbrochen ist.
Aber, das muss jede Familie natürlich selbst entscheiden, damit alle zufrieden sind.

Sieh es doch vielleicht nicht so, dass du dich den Bedürfnissen deines Kindes "unterordnen musst" (klingt irgendwie schon so negativ...), sondern dass dein Kind als kleine Persönlichkeit ein Recht darauf hat, dass es selbst bestimmen darf, wann es Hunger hat, auch, wenn es für dich unbequem ist.


Liebe Grüße