Ich kann nicht mehr, bin völlig am ende, alles bricht zusammen! (Lang)

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Beitrag von sweetyshe20 27.09.06 - 14:59 Uhr

Hallo ihr lieben,
tut mir leid aber muss mich mal ausheulen. Ich habe momentan das Gefühl über mir bricht alles zusammen und ich kann einfach nicht mehr!

Aber zum Anfang: Letztes Jahr haben ich und mein Schatz beschlossen nach der Hochzeit ein Baby zu bekommen. Nach 2 ÜZ hat es auch dann ganz schnell geklappt und ich war werdende Mutter. Leider bin ich 6 Wochen davor entlassen worden und so hatte ich natürlich auf dem Arbeitsmarkt keine chance mehr, als 21 jährige Arzthelferin. Die Schwangerschaft war super entspannt, dadurch das ich schlafen konnte wann ich wollte und mit keinem Stress was zu tun hatte. Mein Mann verdient sehr gut und daher konnten wir es uns leisten.

2 Monate später erfuhren wir, das meine 4 Jahre ältere Schwester auch schwanger ist. Grosse Freude - alles passte genau.

Dann ging es los - im März kam meine Schwester mit vorzeitigen wehen ins KH, als sie 10 Tage da war habe ich im neben Zimmer gelegen und entbunden und konnte 3 Tage später wieder nach Hause. Tja, und meine Schwester lag dann noch 6 Wochen im KH - bis ihr kleiner Sonnenschein 8 Wochen zu früh kam. Das Würmchen musste dann noch mal 8 Wochen bleiben und durfte dann nach Hause. Ihr könnt euch vorstellen was für eine Tortour das für mich war, uns gings super und meiner Schwester war kurz vor einem Nervenzusammenbruch.

Nachdem nach dieser Schwierigen Zeit dann auch noch die Kirchliche Hochzeit und der Bau von meiner Schwester abgeschlossen war, versprach alles mal etwas ruhiger zu werden.

Ich habe ein super tolles baby das durch schläft, immer schön isst und toll gedeiht, er wird Freitag 6 Monate alt und ich sollte eigentlich super glücklich sein das jetzt alles schön ist. Aber gerade jetzt bricht alles über mir zusammen. Mein Mann nervt mich, mein Baby nervt mich und ich bekomme schon ganz wirre gedanken die ich gar nicht aussprechen mag, mir geht körperlich total mies (glaube ich habe Lebra, kleiner scherz am rande) und ich würde am liebsten auswandern und alles zurück lassen, meine Familie, meine Wohnung, einfach alles!

Mir kommt es vor als hätte ich postnatale Depressionen nur das ganze 6 Monate nach der Geburt!
Kann mir jemand sagen was mit mir los ist? Ich habe schon selber angst vor mir!
Vielleicht hat ja jemand tips für mich, was ich dagegen tun kann, wäre unendlich dankbar!

Danke schon mal und hoffentlich verurteilt ihr mich nicht.
Lg Jenny

Beitrag von 03.06.06 27.09.06 - 15:04 Uhr

hallo jenny #liebdrueck ,
gehe am besten zu deinem arzt und klär das mit ihm,einen rat kann ich dir leider nicht geben.

glg moni und luca

Beitrag von caro83 27.09.06 - 15:07 Uhr

Hey Jenny,

hört sich ja ganz schön krass an!!
Vielleicht brauchst du einfach mal ein paar stunden nur für dich?!
Wenn dein Mann nach hause kommt, geb ihm das Baby und treff dich mit freunden, geh raus damit du mal auf andere gedanken kommst oder mach irgentwas wobei du dich entspannen kannst.Das hilft manchmal wunder!

Lg Caro & Max

Beitrag von napirai 27.09.06 - 15:10 Uhr

Hallo!

Ist auch ganz normal,solange Du darüber reden kannst.
Sieht so aus als wenn Du ein sehr gutes Verhälniss zu Deiner Schwester hast.
Rede doch mal mit ihr darüber.#bla
Du solltest auf jedenfall redenund eventuell mal eine kurze Auszeit nehmen. Z.B. ein schönes Wochenende oder so!

LG Napirai

Beitrag von silkina 27.09.06 - 15:36 Uhr

Jenny, das klingt wirklich nach einer postnatalen Depression. Eine Bekannte von mir hatte das auch erst ein halbes Jahr nach der Geburt, das kommt also durchaus vor. Bitte geh zum Arzt und schildere ihm/ihr Deine Gefühle und Deinen Verdacht. Postnatale Depression wird immer noch oft auf die leichte Schulter genommen, laß Dich aber nicht abwimmeln! (Zu mir sagte meine Hebi, als sie mich zwei Wochen nach der Entbindung tränenüberströmt vorfand, "ach du hast wohl einen Heultag, das geht wieder weg". Als ich später darüber nachdachte, fand ich es ziemlich heftig, daß sie mich überhaupt nicht nach meiner psychischen Verfassung gefragt hat.) Sag ruhig auch daß Du Angst hast, Deinem Kind was anzutun, um etwas Nachdruck zu verleihen. Es gibt Medikamente, die Dir Dein Arzt verschreiben kann und die man teilweise auch in der Stillzeit nehmen kann.

Alles Liebe, Silke