dem Vater gegenüber unterhaltspflichtig...

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Beitrag von funnybunny80 27.09.06 - 17:26 Uhr

Hallo,

mein Vater ist seit längerem in einem Pflegeheim. Da ich von Anfang an gemerkt habe das das Geld von meinem Vater nicht reicht habe ich gleich einen Antrag auf übernahme der ungedeckten Heimkosten gestellt. Dieser wurde jedoch aus unerklärlichen Gründen abgelehnt! :-[ Seine Mutter muss mit 85 Jahren monatlich 26 € auf sein Konto überweisen was ich ja schon eine Frechheit finde. Die Kosten der Medikamente, Krankengymnastik ect. summieren sich und das Ersparte meines Vaters ist bereits draufgegangen (er ist privatversichert und muss überall einen gewissen Betrag selber zahlen).
Nun habe ich erneut einen Antrag auf dem Sozialamt wegen Kostenübernahme der ungedeckten Heimkosten gestellt. Heute habe ich ein Schreiben erhalten indem wir wieder unser ganzes Erspartes sowie den Lohn angeben müssen. Ich bin im Erziehungsurlaub und arbeite auf 400€-Basis. Muss ich das auch angeben? #kratz Ich mache das damit wir etwas Geld sparen können und fände es nicht okay wenn wir hiervon abgeben müssten.

Kennt sich jemand damit aus?

Über Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Beitrag von bibi_b83 27.09.06 - 19:33 Uhr

Hallo!

Leider musst du alles (!) angeben.
Genauer gesagt musst du dein gesamtes Einkommen (und das Vermögen) angeben. Einkommen ist alles Geld / in geldeswert, was dir zufließt. Also auch das Geld aus deinem 400 Euro Job.
Falls du noch etwas vom Staat bekommst (wegen dem Erziehungsurlaub) müsstest du das auch angeben.

Gruß Bibi

Beitrag von donravello 27.09.06 - 19:39 Uhr

hi
madine,
was ist daran schlimm?
früher haben die kinder die eltern im alter versorgt, da gab es so gut wie keine alten/pflegeheime.
heute werden alte menschen in heime abgeschoben, die gemeinschaft soll die kosten tragen#schock warum?

auf wieviel haben die eltern verszichtet, damit das kind ein lebenfähiger teil der gesellschaft wurde.

schon alleine aus moralischen gründen würde ich mit offenen karten beim sozialamt spielen.

gehe auf eine soziale beratungstelle und lass dich dort erstmal beraten.

grüßle
wolf

Beitrag von funnybunny80 27.09.06 - 20:12 Uhr

Also ich möchte erst einmal klarstellen das es eine allgemeine Frage war weil ich mich einfach nicht so gut auskenne.

Dann möchte ich noch sagen das ich meinen Vater liebend gerne pflegen würde und es mir mehr als schwer gefallen ist ihn nach einem geschlagenen Jahr Kampf ums überleben in ein Pflegeheim zu geben. Die Situation ist bei uns nunmal so das wir nur eine 3 Zimmerwohnung für 3 Personen haben.

Das Sozialamt soll nicht die gesamten Kosten tragen, er bekommt Rente und Pflegegeld aber das reicht hinten bis vorne nicht aus. Er muss jeden Monat zusätzlich mehrere 100€ Zuzahlungen leisten weil die Krankenkasse nicht alles übernimmt (für Medikamente, Ergo und Krankengymnastik). Unterm Strich fehlen ihm im Monat über 400€ und woher sollen wir das Geld bitte nehmen??? Zusätzlich steht ihm monatlich ein "Taschengeld" von 90€ zur freien Verfügung. Auch dieses hat er nicht.

Ist möcht jetzt keinen Streit entfachen aber wenn ich seh das hier wirklich Not am Mann ist kann der Staat da wirklich was zahlen. Andere sitzen faul daheim rum und MÖCHTEN NICHT arbeiten und bekommen das Geld in den Allerwertesten geschoben...sorry wenn ich das jetzt so deutlich schreiben musste aber da kann ich mich einfach nur aufregen...

Beitrag von donravello 27.09.06 - 21:38 Uhr

du hast eine einfache frage gestellt nadine,

ich habe die eine einfache antwort gegeben,. daß sie dir natürlich nicht passt, war mit schon vorher klar.

daß du nun mit stammtischparolen um dich wirfst, hätte ich dir nun wirklich nicht zugetraut.#schock

grüßle
wolf

Beitrag von funnybunny80 27.09.06 - 21:54 Uhr

Und ich hab dir geantwortet warum ich meinen Vater nicht pflegen kann. Er braucht einfach rund um die Uhr Betreuung und die kann ich ihm einfach nicht bieten.

Beitrag von donravello 27.09.06 - 22:20 Uhr

nadine ich habe es verstanden, auch daß eine rundumbetreunge geld kostet.

hatte ich dir nicht zu einer beratungstelle geraten?

grüßle
wolf

Beitrag von funnybunny80 27.09.06 - 22:29 Uhr

Beratungsstellen haben mir das geraten was ich schon versucht habe. Ich bin ja die Betreuerin von meinem Vater. Weil mir das in der Schwangerschaft und in der Anfangszeit zu viel geworden ist wurde noch ein Berufsbetreuer hinzugeholt der mich unterstützen soll. Naja was soll ich dir sagen, der ist total unfähig!

Beitrag von donravello 27.09.06 - 22:41 Uhr

und warum meldset du das nicht?

grüßle
wolf

Beitrag von funnybunny80 27.09.06 - 22:44 Uhr

ganz ehrlich?
das weiß ich selber nicht...hab mit diesem Menschen nichts mehr zu tun, deswegen bin ich ehrlich gesagt gar nicht auf die Idee gekommen

Beitrag von eineve 27.09.06 - 20:09 Uhr

so steht es im gesetz.

eltern den kindern, kinder den eltern - unerheblich wie alt, welche lebensweise, welcher verdienst - es ist sogar so das der geschiedene partner geprüft wird ob er nicht doch unterhaltspflichtig ist.

das war schon vor 25 jahren und wird weiter bleiben - es gibt einen sogeannten generationsvertrag - der ist nicht für die gesetzliche rentenversicherung sond generell in menschlicher zusammenlebensform zugrunde zu legen - der stärkere stützt den schwächeren.


gibt natürlich ausnahmen - aber ich nehme nicht an, das du ein derartige zerrüttetes verhältnis zu deinem vater hast, das du den entsprechenden gesetzes paragraphen anwenden möchtest.

Beitrag von engel_in_zivil 27.09.06 - 20:16 Uhr

du musst alles angeben, dann wird berechnet, wieviel ihr zahlen müsst.
ABER: wenn ihr kredite abzahlt, dann müsst ihr die auch angeben, denn das wird berücksichtigt.
damals sollten meine eltern auch für meine oma zahlen. ihr gemeinsamer verdienst wäre genug gewesen, damit sie zahlen müssen. aber da sie einen großen kredit abzuzahlen haben, wurden sie "verschont".

lg, steffi