Bitte Tips und Erfahrungswerte, Stillen bei 2 ganzen Arbeitstagen!

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von steffiundsteffen 27.09.06 - 20:27 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

in ca. 4 Wochen gehe ich wieder arbeiten. D.h. 2 ganze Tage die Woche à 7,5 Std., mit Hin- und Rückfahrt und Mittagspause bin ich so ca. 8,5 - 9 Std. von unserem Schatz getrennt.
Ich stille voll und würde das auch gerne die ersten 6 Monate so weiterführen. Simon ist jetzt 3 Monate alt, heißt also wenn ich wieder arbeite ist er erst 4 Monate.
Wie kann ich die 2 Tage am besten überbrücken, ohne das die Milch zurück geht und wir zufüttern müssen. Mit dem Abpumpen gestaltet es sich etwas schwierig, 1. klappt es nicht so gut, bekomme mit der elektrischen max. 120 ml am Tag zusammen und mit der Handpumpe noch weniger, 2. haben wir Bürotüren mit Glasfenstern. Na ja, irgendwo würde sich schon ein Räumchen finden, aber es ist etwas unpraktisch.

Ein paar Tips und Erfahrungswerte wären super.
Damit ich wenigstens was das Stillen angeht etwas beruhigt bin, denn ich habe jetzt schon Bauchweh wenn ich an die langen Trennungen denke. Obwohl ich genau weiß das es ihm bei meiner Mutter super gehen wird!

Danke
Liebe Grüße
Steffi

Beitrag von tinawi 27.09.06 - 21:11 Uhr

Hallo Steffi,
also ich kann dir nicht so wahnsinnig tolle Tipps geben. Ich denke dass es eher schwierig wird, wenn du nur so wenig abpumpen kannst und deine Maus die zwei Tage nicht aus der Brust trinkt, bzw. nur morgens oder abends. Hast du die Möglichkeit, dass die deine Mum deinen Kleinen zumindes einmal vorbeibringt?
Vielleicht kannst du, wenn du unbedingt weiter voll stillen willst Milchbildungstee trinken, um die Milchmenge zu steigern? Ansonsten denke ich es geht auch wenn du eben über Tag anfängst die Mahlzeiten zu ersetzen. Ich habe damit bessere Erfahrungen gemacht. Ich studiere nebenbei und Cara wollte ich an den Wochenenden auch weiterstillen. Mit abpumpen hat es nach gut drei Monaten nicht mehr so gut geklappt. Habe dann die eingefrorene Milch verwendet, als die zu Ende ging habe ich HA Pre zugefüttert und stille jetzt nur noch morgens, nachts und nachmittags einmal. Das klappt super und ich finde es auch seelisch nicht so stressig, weil ich keine Angst haben muss, dass ich nicht genug zusammen bekomme.
LG
Christina + Cara *11.05.06 (die auch nur 4 Monate voll gestillt wurde)

Beitrag von moglie02 28.09.06 - 16:17 Uhr

Hallo Steffi,

ich arbeite auch schon wieder, 2,5 Tage die Woche. Wir haben das so geregelt:

Ich stille Anton morgens direkt bevor ich aus dem Haus gehe. Nach meist ca. 3 Stunden meldet er zu Hause Hunger an und bekommt vom Papa die Flasche mit abgepumpter Muttermilch. Ich pumpe dann auf der Arbeit ab. Dazu muss dir dein Arbeitgeber sogar einen geeigneten Raum (zum Stillen und/oder abpumpen) zur Verfügung stellen. Zur nächsten Mahlzeit bringt mein Mann mir Anton dann zum Stillen zur Arbeit, die folgende Mahlzeit bekommt er wieder Flasche und ich pumpe. Danach bin ich wieder zu Hause.

Leider bekomme ich beim Abpumpen auch ganz oft nicht genügend zusammen, ich bekomme den Milchspendereflex einfach nicht gut ausgelöst. Daher pumpe ich dann zusätzlich zu Hause noch ab, oft währende des Stillens die andere Seite, um den Vorrat wieder aufzufüllen. Das finde ich zwar sehr stressig und unpraktisch (Pumpe sterilisieren, "rumgehampel" beim Stillen) aber es ist es mir wert.

Versuch es doch einfach mal, ob es bei euch klappt. Und lass dir vom Arbeitgeber den Stillraum zur Verfügung stellen, damit du Ruhe zum Pumpen oder Stillen hast! Und wenn du zu Hause bist, genieße das Stillen und leg so oft wie möglich an, dann hältst du die Produktion bestimmt aufrecht! ;-)

Wenn du magst, kannst du mich gerne über VK anmailen, wir sitzen ja im gleichen Boot! ;-)

Liebe Grüße und ganz viel Erfolg!

Tina mit Anton

P.S.: Es ist anfangs sehr schwer, sich ganze Arbeitstage vom kleinen Schatz zu trennen, aber es wird leichter und die Vorfreude steigt mit jeder Stunde bis zum Feierabend!

Beitrag von ayshe 28.09.06 - 16:25 Uhr


was ich jetzt nicht verstanden habe,
WIE soll er denn in deiner abwesenheit ernährt werden?
abpumpen nicht - oder?

flasche?



als meine tochter 5 monate war, habe ich leider wieder vollzeit arbeiten müssen.

sie hatte aber abgepumpte verweigert, pulvermilch auch.
nach 3 wochen gaben wir das ganz auf und sie aß brei, zu früh,
aber es ging eben nicht anders.



jedenfalls habe ich morgens gestillt, dann eben wieder nach der arbeit.
durch das fehlende stillen am tage, wollte sie nachts öfter.
hat nichts mit der nahrungsmenge zutun, denn brei aß sie ja,
sondern sie wollte die fehlende "mamatanken".

zuerst habe ich noch etwas bei der arbeit gepumpt, sonst hätte ich einen stau gehabt.
nach ca. 3 wochen war es nicht mehr nötig.

die milchmenge hat sich angepaßt.
ich habe eben immer gestillt, wenn ich da war.

und so stillen wir heute noch.

lg
ayshe mit janina, 29 monate