Ich glaub langsam wirklich, meine Muttermilch reicht nimmer!?!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von stern_81 27.09.06 - 21:05 Uhr

Hi Mädels,

ich hab da seit ner Woche ein Problem... Und zwar glaub ich echt, dass meine Muttermilch nicht mehr reicht. #kratz Obwohl ich Hannah z.Z. sehr oft anlege, hab ich das Gefühl, dass mir die Milch "ausgeht". Wenn ich sowas von anderen hörte (z.B. auch meine Mom hat mich und meine Schwester gar nicht gestillt, weil sie meinte, dass ihr die Milch damals fehlte #augen), hielt ich überhaupt nix davon. Ich war immer der Meinung: Wenn man will, gehts immer und so lang wie man möchte. Tja, aber in letzter Zeit quengelt Hannah sogar noch, wenn sie mit der zweiten Brust fertig ist und eigentlich satt sein sollte. Das war nie ein Problem, da sie von Anfang an super getrunken hat und ich sie nicht mal 10 Minuten pro Brust anlegen musste. Sogar unsere Hebi hat uns ganz doll gelobt. #huepf Und jetzt sind wir schon "über der Zeit" und ihr reichts trotzdem nicht. Ich kann doch nicht "dauerstillen", hihi. Komisch, oder?

Eigentlich wollte ich echt ein halbes Jahr durchstillen, aber wenn's nicht geht, muss halt die Flasche her. Aber dann meine Frage: Welche Mahlzeit soll ich denn als erste ersetzen und mit welcher Milch und Menge??

Werde morgen mal meine Hebi anrufen... Aber ich möcht auch mal andere Ratschläge, Meinungen einholen - vielleicht auch aus eigener Erfahrung...

#danke,
Steffi

Beitrag von dawn79 27.09.06 - 21:13 Uhr

Hallo,

die Erlebnisse Deiner Mutter kannst Du nicht auf Dich übertragen, damals war Stillen einfach nicht "in", da wurde schnell mal zur Flasche gegriffen. Es gibt ja einiges, was man tun kann, wenn man das Gefühl hat, wenig Milch zu haben. Trinkst Du Stilltee? 1-2 Tassen am Tag. Es gibt Stillkugeln, Malzbier ist milchbildend und viel Getreide. Und wenig Stress, das spielt auch eine Rolle! Und Du darfst nicht vergessen, dass Deine Kleine auch wächst und es Phasen gibt wo sie einfach viel Hunger hat. Wenn Du ohnehin viel anlegst, dann pendelt sich die Menge aber auch ein, das dauert manchmal ein paar Tage. Ich würde Dir auf jeden Fall raten, erstmal weiter zu stillen, etwas für Deine Milchbildung zu tun und dann zu schauen, ob die Phase nicht genauso schnell vorbei ist wie sie kam! ;-)

Beitrag von kuschelmuschel 27.09.06 - 21:34 Uhr

es kann sein, dass deine kleine gerade einen wachstumsschub durchmacht und deshalb einfach mehr milch braucht. die brust braucht allerdings ein paar tage, um sich wieder darauf einzustellen!
leg sie einfach so oft an, wie möglich. wenn es sich in ein paar tagen nicht normalisiert, dann rede zuerst mit einer erfahrenen hebamme, bevor du zu flasche greifst!

lg claudia

Beitrag von bine3002 27.09.06 - 22:08 Uhr

Ich glaube dieses Problem kannst Du hier sehr oft lesen. Und die Antwort lautet tatsächlich: Dauerstillen. Man nennt das Clusterfeeding.

Das ist super stressig und anstrengend und ich habe NICHT durchgehalten. Bei uns fing das so mit 4 Wochen an richtig nervig zu werden. Wir haben dann abends eine Flasche zugefüttert. Mittlerweile lassen wir die Flasche meist weg, aber es ist trotzdem gut zu wissen, dass man sich in solch stressigen Zeiten auch behelfen kann. Ich würde dir nur raten (wenn Du das auch so machen willst) die Trinkmenge zu begrenzen und die Flasche nur am Abend (oder zu der Zeit in der sie am "nervigsten" ist) zu geben, sonst ist deine Milch bald weg.

Beitrag von stern_81 27.09.06 - 22:19 Uhr

Hallo Bine,

danke für deine Antwort. Ich werd's jetzt erstmal noch so versuchen, dass sich das alles wieder einpendelt. Vielleicht - und ich hoff's - ist es ja wirklich nur ein Wachstumsschub. Und Stilltee muss jetzt halt auch wieder herhalten.

Falls nicht, mit welchem Milchpulver bist du am besten gefahren? Und brauch ich dann noch diese "Pre"-Milch?

Liebe Grüße,
Steffi

Beitrag von sandra7.12.75 27.09.06 - 22:12 Uhr

Hallo

Ich denke mal das es ein Schub ist.Bei uns gibt es auch sehr stressige Zeiten(vier Kinder) und trotzdem habe ich bis jetzt durchgehalten.Wenn Du außer deinem Mann keinen zu versorgen hast leg Dich ins Bett mit der Maus.Du packst das schon.Su hast doch selber geschrieben wenn man will kann man es schaffen.

lg

Beitrag von inesita 28.09.06 - 07:46 Uhr

So.... ich würde folgendes machen, bevor du mit Flaschenfüttern anfängst.
Manchmal quengeln Babies nach dem Stillen, nicht weil nicht satt sind, sondern weil sie Bauchweh bekommen. Das war bei uns öfters der Fall. Wenn du das Gefühl hast, dass du nicht genügend Milch hast:

1. Was schon oben geschrieben wurde: Stilltee trinken, z.B.
2. Vielleicht kannst du dir eine Waage leihen. Da kannst du wirklich feststellen, ob die kleine viel trinkt oder nicht. Vor und nach dem Stillen wiegen.
3. Manchmal quengeln auch die Babies, obwohl sie satt sind, weil sie weiter an der Brust nuckeln wollen.
4. Natürlich öfters anlegen.

Lieber ein bisschen mit Zufüttern abwarten. Ich meine, wenn deine kleine tatsächlich zu wenig trinkt, dann gibt es keine andere Lösung.

Wir haben auch schwierige Zeiten gehabt, vor allem, als Sebastian 2-3 Monate alt war. Jetzt ist er fast 8 Monate alt und er wird immer noch vollgestillt!

Liebe Grüße

Ines

Beitrag von stern_81 28.09.06 - 12:58 Uhr

#danke für eure Antworten!! Sind ein paar gute und nützliche Tipps dabei - werd ich auf jeden Fall mal ausprobieren.

Hab heut auch schon mit meiner Hebi gesprochen. Sie meinte, dass es ein Wachstumsschub sein könnte. Und ich solle doch mal Caramalz ausprobieren... :-p Soll ja bekanntlich auch die Milchproduktion anregen.

Also, nochmal ganz lieben Dank,
Steffi mit Hannah