Clomifen

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von finnichen 27.09.06 - 21:14 Uhr

Wunderschönen Nabend an Euch alle

Habe da mal ne Frage.Wer von euch ist schon mal durch Clomifen schwanger geweorden???Und in welchen Zyklus???

Habe auch zu viele männliche Hormone aber ich nehme dagegen Prednesolon und die Werte sind jetzt super gut.

Ist dann eigendlich die Chance höher #schwanger zu werden mit Clomi????

Sind doch ein paar mehr Fragen geworden.#hicks#hicks

#danke für eure Antworten

Drücke euch die Daumen das es klappt,und an alle werdenden Muttis,Herzlichen Glückwunsch!!!!

LG Finnichen#blume

Beitrag von zauberlinchen25 27.09.06 - 21:15 Uhr

Anwendung
Die Standarddosierung von Clomifen beträgt 50 mg/Tag (= 1 Tablette/Tag) über 5 Tage. Eine Steigerung bis auf 150-250 mg/Tag wurde beschrieben, erscheint bei bis dahin ausgebliebener Eierstocksreaktion aber ziemlich aussichtslos (siehe Nebenwirkungen). Die Uhrzeit der Einnahme (morgens oder abends) spielt keine Rolle. Wie jedes andere Medikament auch sollte Clomifen nicht auf nüchternen Magen geschluckt werden. Das häufigste Einnahmeintervall ist der 3. – 7. oder der 5. – 9. Zyklustag. In den letzten Jahren zeigte sich jedoch, dass diese Einnahme nicht so starr gesehen werden muss. Zu berücksichtigen bleibt: Je kürzer der Zyklus ohne Clomifen, desto früher (eher ab 2./3.Zyklustag) sollte mit der Einnahme des Medikamentes begonnen werden! Es wurden vereinzelt auch Gaben von bis zu 10 Tagen beschrieben, die jedoch nicht als Standard gelten.

Kontrolle der Clomifenwirkung
Selbst die Regulierung des Zyklus auf 28 Tage bei vorher unregelmäßigen Blutungen spricht noch nicht 100prozentig für einen vorhandenen Eisprung. Daher sollte die Wirkung der Tabletten möglichst wenigstens durch die Temperaturkurve, LH-Messungen, bei Unklarheiten auch durch Ultraschall und Blutentnahmen kontrolliert werden. Insbesondere der Ultraschall ermöglicht auch eine Aussage über die Anzahl der reifenden Eibläschen (Mehrlinge!, Überanregung!). Aufgrund einer manchmal schlechten Beeinflussung des Gebärmutterhalsschleimes erscheint eine gelegentliche Untersuchung gerade bei höheren Clomifendosierungen (ab 100 mg) sinnvoll (siehe Nebenwirkungen).

Vorteile
Der Vorteil dieses Medikaments ist zweifellos die einfache Gabe als Tablette, weshalb es in vielen gynäkologischen Arztpraxen das erste Mittel der Wahl darstellt. Außerdem spricht für Clomifen:

einfache Einnahme
preiswertes Medikament
geringes Risiko der Überanregung der Eierstöcke bei 50-100 mg (1-2 Tbl.)/Tag
Nachteile
Allerdings hat es auch einige Nachteile, die bei einigen Methoden der Kinderwunschbehandlung störend sein können.

Die Einnahme ist zwar einfach, aber auch schlecht auf die einzelne Patientin abzustimmen. Einmal in der Blutbahn, läßt sich die hormonelle Stimulation der Eierstöcke nicht mehr durch eine Dosiserhöhung oder -senkung steuern. Diese Nachteile haben dazu geführt, dass bei der Kinderwunschbehandlung zunehmend Gonadotropine zur Anwendung kommen.
Außerdem hat dieses Medikament auch eine "anti-östrogene" Wirkung an einigen Organen. Von besonderer Bedeutung ist dies am Gebärmutterhals, wo das Gebärmutterhalssekret zähflüssig werden kann und die Spermien am Eindringen in die Gebärmutter hindert.
Bei einigen Patientinnen verursacht Clomifen zwar einen "guten" Eisprung, aber andererseits eine "Verfestigung" des Gebärmutterhalsschleimes. Daher erklärt sich unter anderem die Diskrepanz zwischen einer Eisprungwahrscheinlichkeit von 40-80% bei einer nicht annähernd so guten Schwangerschaftsrate. Die Spermien haben nach dem Verkehr Probleme bei der Durchwanderung des Gebärmutterhalses. Diese Verfestigung tritt manchmal erst bei Dosierungen > 100 mg/Tag auf, gelegentlich aber auch schon bei 50 mg/Tag. Man kann versuchen, dies durch die gleichzeitige Gabe einer Östrogentablette zu bessern, was aber nicht immer gelingt. Wichtig ist daher die Untersuchung des Schleimes (Anfassen des Schleimes bei der gynäkologischen Untersuchung durch den Arzt mit einer Pinzette und Kontrolle der Elastizität oder Selbstuntersuchung der Frau) vor allem bei hohen Clomifendosierungen. Auch aus diesen Gründen erscheint eine Dosissteigerung > 100-150 mg/Tag nicht sinnvoll. Aus Erfahrung weiß man außerdem, dass Patienten, die auf 100-150 mg/Tag nicht reagieren, dies bei höheren Dosen auch nicht tun.
Bei längerer Anwendung von Clomifen, gelegentlich auch schon von Beginn an, haben manche Frauen eine dünne Gebärmutterschleimhaut, so dass eine eventuell befruchtete Eizelle nicht anwächst. Das hängt ebenfalls mit dem Wirkmechanismus von Clomifen zusammen und lässt sich nur im Ultraschall sehen.
Sogenannte Überstimulationssyndrome mit Reifung vieler Eibläschen und Bauchschmerzen treten unter Clomifen nur überaus selten auf. Wie bei allen Medikamenten zur Anregung des Eisprunges können unter Clomifen gelegentlich sogenannte funktionelle (nicht bösartige) Zysten entstehen, welche bei 95% der Frauen innerhalb von 3 Monaten wieder verschwinden.
Manche Patientinnen berichten über kurzzeitig leicht verschwommenes Sehen bei Dosierungen > 100 mg. Gelegentlich sahen wir dies auch schon bei 50 mg/Tag. Gerade "Vielautofahrerinnen" sollten das wissen.
Von allen zur Anregung des Eisprunges benutzten Medikamenten weiß man, dass sie das spätere Risiko, zum Beispiel an Eierstockskrebs zu erkranken, nicht erhöhen. Für Clomifen gab es 1995 eine wissenschaftliche Arbeit, die bei einer Einnahme > 12 Monate (unabhängig von der Dosis) eventuell über ein gering erhöhtes Krebsrisiko berichtete. Obwohl dies nie bestätigt wurde, sollte Clomifen nicht länger als 6 Monate gegeben werden. Diese Empfehlung erwächst auch aus der Tatsache, dass danach die Schwangerschaftsraten stark sinken und über eine andere Diagnostik/Therapie nachgedacht werden sollte.

Beitrag von lillo78 27.09.06 - 21:23 Uhr

Hallo Finnichen,

bin genau in der selben Situation wie Du!

Habe vorher Prednison genommen, habe jetzt super Hormonwerte.
Heute hab ich die zweite Clomifen-Tablette geschluckt und habe nächsten Mittwoch nen Termin zur Folli-Schau.
Hoffentlich entwickelt sich was...

Drücke Dir die Daumen, dass Du schnell schwanger wirst!

Grüße :-D

lillo78

Beitrag von heidihh78 27.09.06 - 21:42 Uhr

Ich #freu,

ich bin vor ca. 2 Jahren im 2. Clomizyklus schwanger geworden. Mein Sohn wird Freitag 14 Monate alt #freu! Habe jetzt die Diagnose PCOS bekommen #schmoll, daher wird es wohl mit dem zweiten nicht einfacher. Also, drück mir auch die Daumen ;-)!

Alles Gute!

LG Heidi!