Geburtsplanung wegen Kurzsichtigkeit; Saugglocke, Zange, KS?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von sanni020775 27.09.06 - 21:25 Uhr

Hallo,

da ich stark kurzsichtig bin, hat man mir in der Geburtsklinik gesagt, dass die Geburt vorher geplant werden sollte. Um eine drohende Netzhautablösung zu vermeiden, sollen evtl,. die Saugglocke oder Zange zum Einsatz kommen.... Davon habe ich bisher nur fieses gehört und die Vorstellung ängstigt mich ziemlich...

Nun überlege ich, ob ein KS evtl. eine Alternative wäre, da mir das ganze für mich planbarer/greifbarer erscheint - weniger Unsicherheiten und Eventualitäten, die mich während der Geburt (und auch jetzt schon) ängstigen. Ein weiterer Grund für die Überlegung KS ist, dass ich vor gut einem Jahr einen Bandscheibenvorfall hatte und eine normale Geburt sicherlich auch deshalb nicht so ohne ist.

Leider ist der Palnungstermin in der Klinik erst in 2 Wochen - vielleicht habt ihr Erfahrungen mit der Saugglocke, der Zange oder auch mit dem Problem der Netzhautablösung? Dann schreibt mir doch bitte - vielleicht kann ich mir dann jetzt schon mal besser eine Meinung bilden...

Liebe Grüße,

Sanni + Jonas 32. SSW

Beitrag von hebigabi 27.09.06 - 21:30 Uhr

Frag erst mal deinen Augenarzt, was der dazu meint.

Meine Schwester hat -8 und hat 3 Kinder spontan geboren!

Lass dich nicht verrückt machen.

LG

Gabi

Beitrag von barbarella1971 27.09.06 - 22:56 Uhr

Hallo Sanni,
sowohl Saugglocke als auch Zange bedeuten in der Regel einen Dammschnitt. Die Zange ist anspruchsvoll für den Arzt im Handling, es kann dabei dem Kind viel passieren. Sie wird heute nur noch in Ausnahmefällen benutzt, wenn die Saugglocke nicht ausreicht. Ich fand die Zangengeburt sehr schlimm. Kann allerdings nicht sagen, ob es an der Zange selber oder an den ganzen unerwarteten Komplikationen und Unsicherheiten lag. Wenn Du mich fragst: lieber ein Kaiserschnitt als noch mal Zangengeburt!
Auch die Saugglocke ist fürs Kind nicht ohne. Man vermutet, dass die Kleinen davon Kopfschmerzen haben und sich sogar Wirbel blockieren können. Wenn noch ein bisschen nachgeholfen werden kann durch sanften Zug ist das aber sicher anders als bei mir, wo mit aller Kraft möglichst schnell das Kind geholt werden musste.
Darfst Du denn überhaupt pressen? Wenn nicht, würde ich mich eventuell mit dem Thema Kaiserschnitt befassen. Den kann man ja auch machen, wenn natürliche Wehentätigkeit im Gang gekommen ist. Das soll fürs Kind viel besser sein als der geplante Kaiserschnitt, weil es den Zeitpunkt der Geburt immerhin noch selber bestimmen kann, alle Hormone der Geburt abbekommt udn durch die Wehen massiert und so angeregt wird zur Umstellung aufs selbständige Leben. Nur machen Ärzte das nicht so gern, ein geplanter KS ist für die Kliniken eben viel praktischer.
Ich würde mich an Deiner Stelle vielleicht für eine natürliche Geburt entscheiden und gegebenenfalls unter der Geburt, falls es schwierig wird, einen KS wählen. Vielleicht flutscht es ja problemlos.

Liebe Grüsse, Barbara

Beitrag von willow19 27.09.06 - 23:10 Uhr

Also ich hatte 2 Saugglockengeburten und das die Kinder wohl Kopfschmerzen haben, kann man sich gut vorstellen.
Aber wenn es spontan gehen würde, also wenn Du vom Augenarzt das OK bekommst, würd ich das schon spontan probieren. Klar waren meine Geburten keine Traumgeburten, vor allem weil ich keine Schmerzmittel wollte und somit das Einführen der Saugglocke wirklich der Horror war, da will ich auch nichts schön reden. Aber Du hast ja dann die Möglichkeit einer PDA und dann sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Eine Freundin von mir hatte auch eine Saugglockengeburt mit PDA und sie hat davon nicht mal was mit bekommen. *lol* Sie bekam nur mit, dass es ein wenig hektisch wurde, aber dass da nachgeholfen wurde, spürte sie nicht.
Erkundige Dich noch mal und vielleicht kannst Du ja eine spontange Geburt anstreben.
Achja, bei mir lag damals eine Mutter mit auf Station, die ihr Kind per KS entbunden hat, weil sie vorher schon eine leichte Netzhautablösung hatte. Sie sah eh schon sehr sehr schlecht und wird wohl auch leider blind werden. Ein Arzt wollte sie sogar zur spontanen Geburt überreden, muss aber sagen, dass war wirklich ein Ars......
Wenn Du Dir also nicht sicher bist und Angst um Dein Augenlicht hast, wäre ein KS schon zu überlegen.

Liebe Grüße

Beitrag von nordine74 28.09.06 - 10:44 Uhr

hm, also ich hab meine zwei süssen auch spontan bekommen und eins von meinen sternchen auch, bin kurzsichtig mit kontaktlinsen, brille mit den etwas stärkeren gläsern geht ja gar nicht und hier wird man noch nicht einmal danach gefragt wie kurzsichtig man ist, teilweise fragen die nochnicht mal ob kontaktlinsen oder brillenträger.

ich würde mich da nicht in was reindrängen lassen.....

sprich es in aller ruhe durch bei der planung und äussere bedenken und frag einfach.

lg

maria

Beitrag von darkmoments 28.09.06 - 11:15 Uhr

hallo sanni,
ich habe nen ähnliches problem.
2003 hatte ich dank meines diabetes zwei schwere augen op´s wo die netzhaut wieder dran genäht wurde usw.

2004 wurde meine tochter geboren und der arzt meinte zu mir entweder komplett geburt per saugglocke ( da ich keine presswehen haben darf ) oder aber ks.
ich entschied mich für nen ks, saugglocke komplett war mir ne gruselige vorstellung, vorallem weiß man ja nie ob es wirklich so klappt dann alles und ich wollte nich riskieren mein augenlicht wieder zu verlieren.

jetzt bekomme ich im dezember mein 2.kind und die ärztin die mich jetzt mit in der klinik betreut ist unter aller sau, sieht das alles ganz anders als ich und glaubt den befunden nicht so ganz.
ich weiß aber das ich es wieder so will per geplanten ks, da es für mich persönlich am ungefährlichsten ist.

ich würde dir raten dich mit deinem augenarzt auseinander zusetzen und auch mit deinem gyn drüber zu sprechen, über deine ängste und auch befunde und dann dich für das für dich sicherste entscheiden...

lg denise mit sidney (2) und damian inside (30.ssw)

Beitrag von 6woche 28.09.06 - 11:32 Uhr

Hallo

Also ich habe auch eine Brille und bin kurzsichtig,aber erlichgesagt hat meine Fa mir nie gesagt das ich bei Geburt das brauche.Nun ja ich hatte bei meiner Geburt auch die Sauglogge,aber nicht wegen meiner Brille;-) sondern weil Janic nicht so tief im Becken war wie er solte aber die Sauglogge funktionierte nicht da mein süsser richtig doll Haare hat und das Wackum immer weg ging also hatte ich auch die Zange.Das ist aber nicht schlimm hört sich nur schlimm an.Ich musste dan ein paar Wochen nach meiner Geburt mein Becken ausmessen lassen und dabei kam heraus das mein Becken gerade so an der grenze ist:-( naja meine Geburt war sehr schön.

Achja mein süsser dachte sich kurz vor den presswehen das er sich ja noch drehen könnte :-p und er war dan auch noch ein Sternengugger zja so ist das Leben;-) ich hatte auch noch eine PDA aber da ich ja die Presswehen spüren musste habe ich dan auch die ganzen presswehen gespürt war aber nicht arg schlimm.Ich habe die Wehen nicht mehr wargenommen weil ich keine Zeit mehr hatte um Pausen zu machen. Aber meine Geburt war das schönste Erlebnis inmeinem leben


so genug #bla#bla



lg Andrea und Janic 10 monate und 5 Tage alt

Beitrag von enti1976 29.09.06 - 12:57 Uhr

Du machst mir Angst #augen - bin auch stark kurzsichtig (-12 mit starker Hornhautverkrümmung...) und mir hat noch niemand gesagt, dass diese Gefahr bestehen könnte.... #schock

Allerdings würde ich schon aufgrund des Bandscheibenvorfalls dann doch eher einen KS in betracht ziehen... denn da ist eine normale Geburt schon sehr belastend, denke ich...

Wie kamen die bei dir auf die Kurzsichtigkeit zu sprechen?!?

mein Arzt hat sowas noch nie erwähnt?

LG Irina ET-4

Beitrag von ekieh1977 29.09.06 - 12:59 Uhr

Hallo!

Kann dir nur was zur Zange sagen...

Mein Sohn musste mit der Zange geholt werden, da er ein Sternengucker war und irgendwie nicht aus mir herauskam...Der Arzt hat ihn mit Hilfe der Zange noch mal etwas zurückgeschoben und gedreht...so gings dann. Klar war das nicht das schönste an der Geburt aber ich war voll dabei und konnte den Zwerg auch nach der Geburt in den Arm nehmen...Ich fand das ganze jetzt nicht so abschreckend...Sollte es bei Nr. 2 auch zur ähnlichen Problemen kommen, würde ich auch wieder zur Zange tendieren, ehe ich einen KS haben wollte.

LG und alles Gute!
Heike

Beitrag von kajulju 29.09.06 - 19:04 Uhr

Hallo Sanni, ich war wegen der Kurzsichtigkeit vorher beim Augenarzt und sie hat alles untersucht und bescheinigt, dass Pressen u.a. ok sei und die Gefahr der Netzhautablösung kaum vorhanden ist. Diese Bescheinigung wollte meine Geburtsklinik auch haben. Saugglocke gab es zum Schluß zwar trotzdem, aber ohne Schnitt und auszuhalten. Mein armer Schatz war zwar 3 Tage leicht lädiert am Köpfchen und ich hab 2 Tage vom einführen der Saugglocke geträumt, hatte aber auch keine PDA und nix, aber ehrlich war ok.
Aber Saugglocke kommt doch immer erst das allerletzte Stück zum Einsatz und da mußt du vorher ja bereits pressen, wie das die Netzhaut schützen soll weiß ich auch nicht. Geh auf jeden Fall als erstes zum guten Augenarzt.
LG!

Beitrag von sirius1369 30.09.06 - 21:29 Uhr

Hallo,

ich habe -8 und war vor der Entbindung beim Augenarzt zur Netzhautkontrolle. Ich habe dort einen Brief fürs Krankenhaus mitbekommen, daß einer Spontangeburt trotz Kurzsichtigkeit nichts im Wege steht.

So weit, so gut. Als die Geburt im Gange war und die Preßwehen einsetzten, hat man mich jedoch nicht pressen lassen! Dem Arzt, der die Geburt mit betreut hat, war das Risiko einer Netzhautablösung wahrscheinlich doch zu groß trotz des Arztbriefes vom Augenarzt. Und ich war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Lage, irgendwas auszudiskutieren, also habe ich das gemacht bzw. versucht zu machen, was mir gesagt wurde, und das war: die Preßwehen VERATMEN! Ich durfte nur hin und wieder mal eine Wehe mitpressen. Das hatte aber wenig Erfolg, denn auf diese Art und Weise rutschte mein Sohn einfach nicht tiefer. Dieses Preßwehen-Veratmen zog sich über 4 Stunden hin und dann wurde mein Sohn mit der Zange geboren.

Ich möchte keine Angst verbreiten, aber für mich waren diese letzten Stunden der Geburt eine absolute Grenzerfahrung und extrem schmerzhaft (hatte keine PDA oder sonstige Schmerzmittel wegen einer Schmerzmittelunverträglichkeit). Das Einführen der Zange war wirklich übel, aber als sie "gelegt" war, wurde mit nur einer Wehe mein Sohn kerngesund geboren.

Ich würde eine Zangengeburt jederzeit einem Kaiserschnitt vorziehen...obwohl ich einige Zeit gebraucht habe, um das Geburtserlebnis zu verarbeiten.

Eine schöne Restschwangerschaft und alles Gute für die Geburt!
LG
Sirius

Beitrag von sanni020775 02.10.06 - 12:32 Uhr

Hallo,

danke für die zahlreichen Antworten... mittlerweile war ich beim Augenarzt und die meinte, ich wäre ganz normal kurzsichtig und ohne Vorschädigungen an der Netzhaut wäre das Risiko nicht größer als bei anderen Frauen auch! Darauf verlasse ich mich, deckt sich mit der Aussage meiner FÄ - die meinte, es wäre von der Klinik wahrscheinlich eher eine kreative Methode, mehr oder zusätzliche Leistungen mit der Krankenkasse abzurechnen!

Da der Zwerg bis jetzt noch mit dem Kopf nach oben liegt, schiebe ich das Gespräch in der Klinik jetzt noch weiter nach hinten. Wenn es so bleibt, kann man dann in einem Gespräch wenigstens alles klären...

Euch alles Liebe,

sanni