Was ist das bloß für 'ne Phase bei meiner Tochter? Trotz? (19 Monate)

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von doppelherz 28.09.06 - 07:47 Uhr

Hallo und guten Morgen zusammen,

seit einigen Wochen ist unser ansonsten entspanntes und freundlich-aufmerksames Kind wie ausgewechselt. Morgens bis nachmittags ist alles in Ordnung und ganz normaler Kleinkind-Mama-Alltag. Aber ab späten Nachmittag wird aus unserem Engelchen ein wahres Teufelchen #augen.

Sobald sie ihren Willen nicht bekommt oder ich etwas mache, was ihr nicht passt, schreit und tobt sie los was das Zeug hält! Das kann verschiedene Gründe haben; sie hasst es z.B. wenn ich ihre Zähne putze oder via Katzenwäsche ihr Gesicht wasche. Oder einfach nur, wenn ich ihr einen gläsernen Teelichthalter entwinde, kurz bevor sie ihn klangvoll auf dem Boden zerschellen lassen kann. Am Abend, kurz bevor es schlafen geht, ist es besonders schlimm! Da wird dem Hund schonmal aus Lust & Laune ins Ohr gebissen (ohne Grund und Anlass! Zuvor kuschelt sie schön mit ihm und auf einmal wird zugebissen #schock), Mama zwischendurch mit der flachen Hand ins Gesicht gehauen, während man das Sofa als Trampolin benutzt (und wohlgemerkt: ich haue mein Kind im Gegenzug nicht!) und ganz bewusst meine Nerven bis zum es-geht-nicht-mehr ausgereizt, indem man beispielsweise zig mal meine Haarspange aus dem Haar reißt (da kann ich 10x nein sagen und dass es mir weh tut). So langsam bin ich wirklich am Verzweifeln :-(. Emely ist noch nicht soweit, dass sie richtig sprechen kann oder komplett alles versteht, was ich sage. Somit bringt es nicht allzuviel, ihr zu erklären, dass es ganz schlecht ist, dem Hund ins Ohr zu beißen oder Mama es nicht so klasse findet, wenn sie dauernd an den Haaren gezogen wird. Was soll ich bloß tun???

Wir versuchen schon, ruhig zu bleiben, Kompromisse zu finden, sie abzulenken durch irgendwas und möglichst nicht zu schreien, aber wenn das Kind bereits seit dem Nachmittag tobt, sind die Nerven abends dünn wie Spinnweben #heul. Ehrlich, manchmal könnte ich abends heulen, weil ich so hilflos den Ausbrüchen meiner Tochter gegenüber bin. Habt ihr vielleicht Rat für mich??

VLG von Simone

Beitrag von .claudi. 28.09.06 - 09:16 Uhr

Oh ja, das kenne ich noch zu gut!

Bei meiner Tochter wars zum einen die Trotzphase aber auch einfach bißchen Langeweile. Oft wars auch so, wenn wir tagsüber nicht viel unternommen hatten, daß sie dann zum späten Nachmittag knatschig geworden ist und viel Unsinn ausgeheckt hat, ich denke einfach, weil sie unausgelastet war. Wenn es schlimm war, hab ich alles liegen gelassen und wir sind einfach rausgegangen und haben draußen rumgetobt, so daß sie sich autoben konnte. Das hat immer super gewirkt. Mittlerweile haben wir uns angewöhnt, immer nochmal kurz so gegen 17 / 18 Uhr rauszugehen und draußen fangen etc. zu spielen. Das tut meiner Tochter gut und sie ist dann auch schön müde und schläft gut.

LG Claudia

Beitrag von doppelherz 28.09.06 - 10:14 Uhr

Danke für deine Antwort, aber Langeweile KANN es definitiv nicht sein. Gestern war zum Beispiel wieder so ein typischer Tag mit Ausraster-Ausgang. Dabei fing der Tag sehr gut an: wir haben zusammen gefrühstückt, waren dann gemeinsam lang mit dem Hund spazieren, haben dann zusammen den Haushalt geschmissen (sie "hilft" mir immer dabei ;-)), waren anschließend auf dem Spielplatz, dann kam Mittagsschlaf, nachmittags hat sie unser Sitter abgeholt, da ich dann arbeite und war mit ihr in der Stadt und um 17:00 Uhr war die Kleine wieder bei mir und startete dann mit ihrem üblichen Gemaule und Getrotze. Gegen 17:30 Uhr kam der Papa nach Haus und der hat noch lieb mit ihr gespielt, obwohl sie inzwischen wieder das absolute Teufelchen war. Der Tag endete dann mal wieder nach viel Geschrei, weil der Willen wieder nicht durchgedrückt werden konnte und Geweine meinerseits, weil ich wieder mal dem Ganzen nicht Herr werden konnte :-(.

LG nochmal von Simone

Beitrag von dawn79 29.09.06 - 13:08 Uhr

Hallo,

Jonah wird auch zunehmend ein kleines, freches Bürschchen! ;-) Aber so ist das halt in dem Alter. Wenn Deine Tochter grade abends so umhaut, dann versucht mal, am späten Nachmittag oder auch mehrmals am Tag eine ruhige Viertelstunde einzulegen. Jonah ist nämlich abends oft überdreht und wird dann aggressiv mit Haare ziehen und so. Seit mich ich um etwa 16-17 Uhr mit ihm ins Bett setze und wir ein Buch zusammen anschauen und kuscheln geht es etwas besser. Er ruht sich ein wenig aus und ist dann abends nicht so überreizt.

Beitrag von jennyuleon 05.10.06 - 01:48 Uhr

Hallo Simone,
ich weiß was du durch machst.
Mein Sohn ist nun 18monate und hat diese phase seit 3 Monaten. Das kam aufeinmal. Er kuschelt erst mit dem Hund und dann reißt er ihm an den ohren,dem Schwanz oder zieht ihm an seinem Fell. Er haut nach uns wenn ihm was nicht passt oder fängt an zu kreischen.
Ich wusste auch zuerst nicht was das ist, aber jetzt. Es ist die trotzphase. Ja ich dachte auch die kommt erst wenn die was älter sind. Aber es kommt auch schon in dem alter.
Aber zu anderen Kindern ist er nicht so , imgegenteil mädels nimmt er in den arm und küsst sie#cool macht ganz auf chentelman.
Wenn er was macht dann,schimpfe ich mit ihm und erkläre es ihm.Glaube mir Simone die verstehen alles denn er versteht auch alles andere z.B. Wenn ich sage Leon bringt mal die tasse zum papa den macht er es und wird gelobt. Oder er hat sich das telefon geholt dann sag ich Leon das darfst du nicht bring es zurück auf station oder Leon gib mama mal ein küsschen,dann kommt er angerannt und gibt küsschen und streichelt mir dabei über die wange #freu
er kann auich super lieb sein.
wir sind viel unterwegs.Gehen andere Mütter besuchen,gehen freitags in die gruppe Pause mit BAbys und er ist da super gerne und sehr lieb.Wenn wir irgendwo sind bleibtz er auch anständig am tisch sitzen.
aber dann immer wieder zuhause diese aufstände.
DEr kinderarzt sagte,ich habe ihn gefragt weil ich dachte es liegt an mir, das es normal sei in dem alter.Es ist die sogenannte trotzphase. Jetzt muss man konsequent sein und viel geduld haben,sachen die das kind nicht machen soll ihm verbieten und erklären.Die Kinder verstehen uns schon.
Bei uns wird es immer besser,wirklich. Muss bei manchen sachen nur noch einmal was sagen u.s.w. KLar manchmal wird er noch so frech das ich ihn für 2min ins Kinderzimmer tun muss. Danach kommt er nimmt mich im arm,küsst mich und den rest des tages (!!!!meistens!!!!)lieb und hört. Die Türe im Zimmer bleibt angelehnt.

Wünsche dir alles gute,viel Kraft und vorallem Geduld.

LG JennyuLeon18m+6SSW