Hilfe - mir geht die Milch aus...

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mali2505 28.09.06 - 08:55 Uhr

Hallo ihr alle,
ich habe jetzt zwar schon eine Menge hier gelesen und anscheinend haben viele das selbe Problem, aber irgendwie hilft das alles (Stilltee, Ruhe, viel trinken etc.) bei mir nicht. Nun ist es auch so dass meine Lütte ein sehr guter Esser ist, während ich eher ein Schmachthaken bin - dass sollte aber wohl doch kein Problem sein, oder? Bisher hat es ja bei uns auch prima geklappt. Allerdings hatten wir eine ganz schlimme Phase. Sie hatte schreckliches Bauchweh und hat beim Trinken wie verrückt gezappelt und oft auch geschrieen. Ich war da ganz verzweifelt und mein Umfeld meinte dass sie vielleicht meine Milch nicht mehr vertragen würde. Jedes Mal fühlte ich mich also schuldig, wenn es meiner Tochter so schlecht ging. Meinen Kinderarzt habe ich dann gefragt, ob das sein kann und er meinte, ich könnte 1-2 Mahlzeiten auf Fertigmilch umstellen um das auszutesten. Das habe ich auch getan und sie wurde viel entspannter. Allerdings lag das nicht an der Milch sondern an der Fütterung per Flasche. Meine abgepumpte Muttermilch hat sie nämlich dann auch prima vertragen und die Zappellei blieb aus. Nun ist es aber so dass meine Milch nicht mehr zu reichen scheint - ich merke das beim Abpumpen was eigentlich eine einzige Quälerei ist. Es dauert Ewigkeiten bis ich da eine Mahlzeit zusammen habe. Ich möchte doch aber so gerne weiter Stillen (das funktioniert nun wieder ohne Zappellei und wenn die Kleinen nicht so großen Hunger hat). Könnte es vielleicht auch daran liegen, dass ich im Moment erkältet bin? Ist mein Körper damit evtl. überlastet?
Sorry, dass ich hier fast einen Roman geschrieben habe, aber ich weiß wirklich nicht mehr was ich noch tun soll.
Lieben Dank für eure Hilfe!!!
mali2505

Beitrag von napirai 28.09.06 - 09:21 Uhr

Hallo!
Also,die Nachfrage regelt das Angebot!!!
Das heißt sobald Du irgentetwas anderes Deinen Kind zufütterst,denkt Deine Brust"oh,AHA das Kind brauch weniger Milch!". Denn sie (Deine Brust),weiß ja nicht das Du Deinen Kind die Flasche zusätlich gibst.#flasche
Also,wenn Du Dein Kind wieder regelmäßig anlegst,wird wieder mehr Milch kommen.
Außerdem gibt es keine unverträglichkeit Du bist doch die Mutter. Und unnahrhaft kann,solange wie Milch kommt,auch keine Milch sein
Wußtest Du aber,daß wenn Du z.B. auch SALAT ist,dass zu Blähungen führen kann!?
Ich denke Du hast da vielleicht nur was falsches gegessen und Dein Kind hat darauf reagirt.Am besten Essensplan beobachten.Und dann die Reaktion Deines KIndes.
LG Napirai#sonne

Beitrag von maupe 28.09.06 - 11:09 Uhr

Hi, die Pumpe hatte ich am Anfang, weil mein gnädiger Herr zuerst zu faul zum trinken war. Ich habe immer nur 40-60 ml heraus bekommen. War natürlich viel zu wenig. Als er dann endlich trank an der Brust stellte diese auch sofort die richtige Menge ein und mein Kleiner wurde satt.
Die Pumpe wird deine Milchbildung also nicht gerade anregen.
Viel anlegen regt an.
Bauchschmerzen wurden ja schon beschrieben. Zum Glück durfte ich alles in Maßen. Aber meine Schwester musste beim Stillen sehr auf ihre Ernährung achten.

LG maupe

Beitrag von ponyqueen 28.09.06 - 11:28 Uhr

Hallo,

also ich würde dir auch raten, deine Kleine einfach öfter anzulegen, damit du wieder mehr Milch hast und dann auch wieder auf die Flaschennahrung verzichten kannst. Die Natur hat es schon so eingerichtet, das unsere Kinder satt werden.

Die Zappellei könntest du vielleicht verhindern, indem du öfter mal die Stillposition änderst. Meistens sind die Kleinen dann etwas verwundert und vergessen das Gezappel.

Oder war es vielleicht ein Wachstumsschub? Leider weiß ich nicht wie alt deine Kleine ist...Oder war es sehr warm draußen? Hatte sie vielleicht mehr Durst als Hunger?

Ansonsten würde ich sagen, auch eine Stillbeziehung hat ihre Höhen und Tiefen. Mal klappt es besser, mal schlechter, aber vertraue einfach deinem Körper, es gibt nur ganz wenige Frauen die nicht voll stillen können.

Ich wünsche dir viel Glück und hoffe, das du auch weiterhin stillen kannst.

LG, Andrea

Beitrag von freefallinggirl 28.09.06 - 12:06 Uhr

Hallo Mali,

schade, daß du noch keine Visitenkarte angelegt hast. Ich hätte gern gewußt, wie alt dein Kind ist. Ich mußte mich nämlich gerade belehren lassen, daß die Kinder irgendwann die Art zu trinken verändern, einfach weil sie effizienter beim Saugen werden. Wenn eine Mahlzeit vorher eine halbe Stunde gedauert hat, kann es sein, daß es nun plötzlich innerhalb von 10 Minuten "abgefrühstückt" ist! Wenn sie dann an der Brust liegen bleiben soll, fängt sie das quengeln an, weil sie ja eigentlich satt ist. Also laß sie doch einfach mal gewähren und beobachte, was weiter passiert.

Über die unterschiedlich langen Pausen zwischen den Stillmahlzeiten regulieren die Babys übrigens den Fettgehalt der Mahlzeit - deshalb ist Stillen nach Bedarf ganz wichtig! Wenn man da versucht mit Schnuller oder sonstigen Tricks bestimmte Abstände einzuhalten, wirkt sich das nicht nur auf die Milchmenge aus, sondern Baby "verdirbt" sich womöglich mit der falschen Zusammensetzung (bildlich gesprochen) den Magen und ist unzufrieden.

Fazit: vertraue deinem Kind und laß dich nicht verunsichern. Wenn du noch mehr dazu lesen möchtest, kann ich dir sehr das Buch "Mein Kind will nicht essen" von Dr. Gonzalez empfehlen.

Ganz liebe Grüße und viel Geduld wünscht dir
Claudia mit Laura (25 Monate) und Simon (34 Tage)

Beitrag von kipra83 28.09.06 - 12:10 Uhr

kann mich hier nur anschließen!
keine küntliche milch zufüttern! trink viel malzbier! das wirkt wunder!
und glaub an dich und deine milch;-) auch wenn es sich dumm anhört!

lg kirsten