impfen

Archiv des urbia-Forums Frühchen.

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von chica1984 28.09.06 - 11:01 Uhr

hy also hab mal ne frage hab schon im baby forum gefragt aber wollt hial fragen also meine kleine ist ja in der 35+0 woche geboren und wie haben nächste woche die u4 und ich weiss nicht ob ich sie schon impfen lassen soll weil sie ja schon so empfindlich ist
habt ihr sie schon impfen lassen
julia und josephina (glücklich endlich wieder alles ok 3 monate 6550gramm)

Beitrag von collin.joels.mama 28.09.06 - 11:32 Uhr

Hallo Julia,

Collin wurde auch bei der U4 geimpft, er wog da grade 2650gr, bekam 6-fach-I. und Pneumokokken-I.

Außer abends ein wenig Fieber (1 Zäpfchen hat gereicht) hat er das auch ganz gut vertragen.

Also, auf in 4 Wochen nochmal...


Lg
Steffi + Collin Joel *01.06.06

Beitrag von tigermausi06 28.09.06 - 11:48 Uhr

Hallo,

Mia wurde schon vor der U4 zum ersten mal geimpft und da hatte sie erst 2560g.

Bei der U4 wurde sie dann ein zweites mal geimpft und wog 3650g.

Ich denke mal, dass es keinen Grund gibt, warum du sie nicht impfen lassen solltest, es sei denn, sie ist irgendwie krank.

LG
Claudia + Mia *20.06.06 (30+1, 1245g)

Beitrag von mona_form_2004 28.09.06 - 14:07 Uhr

Huhu,

evtl. hilft das ja weiter :-)

http://www.fruehchen-portal.de/ctopic3913.html

LG Ramona

Beitrag von miri3 28.09.06 - 22:23 Uhr

Hallo Julia,
du kannst den Zeitpunkt der Impfung und den Impfstoff selbst bestimmen und dir mit der Entscheidung Zeit lassen. Informiere dich über Vor-und Nachteile und entscheide dich für den richtigen Zeitpunkt und für die Anzahl der Impfstoffkomoneneten, die dir wichtrig erscheinen.

Ich rate dir aufjedenfall davon ab, die Sechsfach-Impfung durchführen zulassen, weil diese besonders für Komplikationen bekannt ist. Meine Tochter hat nach der Sechsfach-Impfung Krampfanfällke erlitten.
http://www.impf-report.de/jahrgang/2003/31.htm#06

Besonders bei Frühchen sollte man vorsichtig sein und gegebenenfalls das Kind nach der Impfung per Monitor überwachen lassen.
Hier ein Auszug dazu:

Nebenwirkungen von Impfungen
Auszug aus dem Vortrag vom Impfsymposium Gauting
14. Mai 2004 von
Dr.med. Martin Hirte, Kinderarzt Autor des Buches-Impfen-pro und contra

Apnoe (Atemstillstand)
Bei zu früh geborenen Säuglingen kann es sich als folgenschwer erweisen, den Impfkalender nach dem tatsächlichen Geburtstermin und nicht nach dem berechneten Termin auszurichten.
Je jünger und leichter Kinder bei einer Impfung sind, umso wahrscheinlicher erleiden sie in den folgenden Tagen Zustände von Apnoe und bedrohlichem Abfall der Herzfrequenz (Pourcyrous 1998, Sanchez 1997, Botham 1997, Slack 1999, Sen 2001).
Slack beschreibt vier Frühgeborene, die nach der „zeitgerechten“ Diphtherie-Tetanus- Keuchhusten- und Hib-Impfung schwere Apnoen erlitten und reanimiert werden mussten, eines von ihnen musste anschließend 36 Stunden kontrolliert beatmet werden. In den elf Tagen vor der Impfung waren drei dieser Kinder völlig unauffällig gewesen, eines war nur durch gelegentliche leichte Abfälle der Blutsauerstoffkonzentation aufgefallen. Die Autoren schreiben:
„Aus unserer Erfahrung wird deutlich, dass manche Frühgeborene durch Impfungen der Gefahr lebensbedrohlicher Apnoen ausgesetzt werden... Das Risiko schwerer Apnoen dürfte bei Kindern, die vor der 30. Schwangerschaftswoche geboren wurden, bei 8 % liegen. Nach unserer Meinung sind weitere größere Studien notwendig, um das Risiko exakt zu bestimmen“.
Botham registrierte in seiner Studie Apnoen bei 12 Prozent der geimpften Frühgeborenen, bei weiteren 11 Prozent verschlechterten sich vorbestehende Apnoen; bei jedem dritten der betroffenen Kinder war vorübergehend eine Sauerstoffbehandlung notwendig. „Bei der Impfentscheidung
für Frühgeborene müssen die Vorteile einer frühen Immunisierung gegen die Risiken von Apnoe und Bradykardie abgewogen werden“. Die Autoren empfehlen, geimpfte
Frühgeborene mindestens 48 Stunden am Monitor zu überwachen.
Sen (2001) beobachtete bei 33% der Frühgeborenen, die in den ersten 70 Lebenstagen geimpft wurden, schwere Nebenwirkungen („major events“) mit Apnoen und Bradykardien.
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Die schweren Bedenken, die sich aus diesen Untersuchungen ergeben, werden weder von den US-amerikanischen Behörden noch von der deutschen STIKO in irgendeiner Weise ernst genommen.

In den deutschen Impfempfehlungen heißt es nach wie vor: „Frühgeborene sollten unabhängig von ihrem Geburtsgewicht entsprechend dem empfohlenen Impfalter geimpft werden“.

Das Komitee für Infektionskrankheiten der amerikanischen kinderärztlichen Akademie meint: „Alle routinemäßig in der Kindheit empfohlenen Impfungen sind auch für Früh-
und Mangelgeborene sicher“ (Saari 2003).
Die Impfreaktionen bei Frühgeborenen müssen im Zusammenhang mit der sehr kontroversen
Diskussion über Impfungen und plötzlichen Kindstod reif geborener Kinder gesehen werden.
W. Torch (1982) und L. J. Baraff (1983) waren die ersten, die auf einen wahrscheinlichen Zusammenhang zwischen der DTP-Impfung und dem plötzlichen Kindstod hinwiesen. Auch
bei manchen reif geborenen Säuglingen zeigen sich in den Tagen nach einer Impfung am Atemmonitor Apnoen oder veränderte Atemmuster (Scheibner 1991, Steinschneider 1991).
Mindestens zwei Apnoen ereigneten unter 1.500 Kindern, die mit dem Sechsfachimpstoff Hexavac geimpft wurden (Liese 2000). Die seit der breiten Anwendung von Sechsfachimpfstoffen gemeldeten Todesfälle in den Tagen nach der Impfung könnten teilweise auf impfbedingte Atemstillstände zurückzuführen sein.

von http://www.augusta.de/~efi/aufkl/folien2.html


Liebe Grüße
Miri

Beitrag von astridchen 28.09.06 - 23:05 Uhr


Hallo :-)

meine beiden wurden sofort nach Entlassung aus dem Krankenhaus geimpft. (6fach - Impfung und Pneumokokken) Viele Gedanken konnte ich mir darum gar nicht machen.

Die beiden hatten ganz ganz leichtes Fieber und waren ein bissel unruhig. Nach der Impfung habe ich hier einige Beiträge gegen das Impfen gelesen und die haben mich in totale Panik versetzt.

Mein Arzt hat mich aber dann beruhigt und mich davon überzeugt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Kind mit einer dieser Krankheiten ansteckt ziemlich hoch ist. Und die Wahrscheinlichkeit dass es nach einer Impfung zu Nebenwirkungen kommt sehr sehr gering ist. Man sollte sich nämlich auch über die Folgen der Krankheiten informieren gegen die geimpft wird, und nicht nur über die Impfnebenwirkungen.

Ich denke dass das jeder für sich selbst entscheiden muss. Wir haben uns eben dafür entschieden, weil wir denken dass man früh geborene Kinder besonders schützen muss.

Wir haben gestern auch die erste RSV-Impfung bekommen. Die war mir besonders wichtig, weil in der Klinik in der wir entbunden haben ein Kind mit RSV lag. Es war reif geboren und musste über Tage voll beatmet werden. Das möchte ich meine Mäusen gerne ersparen.

Liebe Grüsse
Astrid mit Natali und Mateo (geboren 29+1 mit 830 und 690 Gramm, heute nach fast vier Monaten 3400 und 2800 Gramm)