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Archiv des urbia-Forums Erziehung.

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von blueshadow944 28.09.06 - 11:07 Uhr

Hallo alle zusammen!

Ich bräuchte mal eure meinung.

Gestern habe ich mit einer bekannten tel.Während dem telefonat hat sie mit Ihrem geschimpft,kurz drauf legte Sie mich weg,und schlug Ihr Kind.
Ich wußte nicht was ich sagen sollte,und meinte (leider)nur,ob sie keine andere möglichkeit hätte,als diese?.

"Es sei nicht anders möglich."
"Es ist auch jeden abend zum ritual geworden , den hintern zu versohlen"

Das ist doch abartig!!!
Der streit ging weiter,und sie sagte,sie ruft mich gleich wieder an.

Das tat Sie auch,es war totenstille.

Meine fragen war dann (ganz ehrlich),hast du das Kind umgebracht??(Es hatte ja so geschrien)

"Nein,ich habe die Hose runtergezogen und auf den nackten A.... gehauen,jetzt ist ruhe.

Ich komm mir ziemlich sch... vor.
Das kanns doch nicht sein.

Ich kenn das Kind,und es hört wirklich kein Stück,ist frech,das sich die Balken biegen,und immer bis in die Puppe auf.Geht sehr spät ins Bett.

Hab ich falsch reagiert???????

Freu mich auf eure antworten.

Tausend Dank

Beitrag von doppelherz 28.09.06 - 11:16 Uhr

Hallo,

nein, ich denke, du hast goldrichtig gehandelt. Es gibt viel zu viele Menschen, die überhaupt nicht reagieren, wenn ein Kind geschlagen wird.

Es ist ÜBERHAUPT keine Art, ein Kind zu schlagen. Wie soll es denn dann lernen, dass man mit Schlägen nicht weiter kommt? Das ist für mich keine Erziehungs- sondern VERziehungsmethode :-(. Zudem finde ich es mehr als traurig, wenn es ein erwachsener Mensch nötig hat, sich gegenüber einem kleinen Kind lediglich mit Schlägen durchzusetzen. Da KANN ein Kind ja nur neben der Spur sein.

Ehrlich, ich würde sie einmal an deiner Stelle fragen, ob sie sich denn gar keine andere Methode vorstellen kann, ihr Kind zu erziehen, ob sie wirklich glaubt, dass sie mit ihren Schlägen auf dem richtigen Weg sei und ob dass Kind wirklich dadurch lernt, wie es im Leben zu laufen hat.

LG von Simone

Beitrag von blueshadow944 28.09.06 - 12:13 Uhr

Danke,du hast mir sehr geholfen,jetzt fühl ich mich auch besser.Aber ich glaube ich werde das nächste mal anders mit ihr reden.
Nur,ich will mich auch nicht zu sehr einmischen.

Vielen lieben Dank

Beitrag von ayshe 28.09.06 - 14:15 Uhr

ich fürchte, du wirst sie nie ändern.

#heul

Beitrag von blueshadow944 28.09.06 - 11:18 Uhr

Ich muß noch was dazu sagen.

Auch wenn das Kind so ist ,ist es kein grund ein kind zu behalten.

Beitrag von blueshadow944 28.09.06 - 11:28 Uhr

Ich habs heut mit dem schreiben

**AEin kind so zu behandeln**

Beitrag von didda79 28.09.06 - 12:55 Uhr

Hi,

wie heisst es doch so schön:
Man erntet was man sät.
Sie soll mal aufpassen, dass sie in einigen Jahren nicht selbst den Arsch von ihrem Kind versohlt bekommt.
Abartig sowas, echt!
LG Birgit

Beitrag von tauchmaus01 28.09.06 - 14:00 Uhr

Wie hast Du denn reagiert? Ich kann nur lesen das DU sie gefragt hast ob sie ihr Kind umgebracht hat? Aber eine Reaktion kann ich nicht feststellen.

Das was DU schreibst finde ich echt krass. Frag sie doch mal ob sie Hilfe braucht, es gibt Beratungsstellen für solche Fälle, die einem helfen wie man es ohne Gewalt schaffen kann.

Ich würde ihr auch klipp und klar sagen das Dir ihr Junge sehr leid tut.

Hast Du weiter unten mein Posting gelesen? (per Gesetz verboten!Kinder schlagen!!!)

Es ist leider so das es viele einfach tun, es fing sicher mit einem Klaps an und nun bekommt er schon den nackten Hintern versohlt. Das ist Misshandlung und da MUSS man was tun.

Wegschauen gilt nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Mona

Beitrag von blueshadow944 28.09.06 - 14:14 Uhr

Ich habe reagiert,mehr oder weniger,steht ziemlich am anfang.Ob sie nicht eine andere möglichkeit sieht,als diese.
Aber danke für dein Posting.
Ich möchte mich nur nicht zu sehr einmischen.Ans Jugendamt hatte ich schon gedacht,aber bis die was machen,das dauert ja immer ewig.

Vielleicht hast du mir noch nen Rat.
Danke

Beitrag von aggie69 28.09.06 - 15:25 Uhr

Ich weiß, es ist sehr schwer, sich einzumischen - weil man ja auch auch die Vorgeschichte nicht kennt.

Aber meiner Meinung nach werden Kinder erst dadurch rotzefrech, wenn sie zu hause lieblos und mit Schlägen behandelt werden! Das schaukelt sich irgendwie hoch. Keine Ahnung warum.

Ich war gestern bei einer Freundin was basteln. Da kam die große Tochter (18) rein, quatscht mit uns, half ein bißchen mit, wir alberten zusammen rum u.s.w. Da kam die kleine Tochter (11) rein - mit angefangenen Hausaufgaben und ein paar Fragen und ich hatte das Gefühl, sie wollte einfach mit dabei sein. Sie fragt, ob sie was von dem Bastelmaterial haben kann. Meine Freundin meinte: nein, wir brauchen das! Ich nehme mir eine Schere, schneide ein Sück ab, geb es der Kleinen und sage: es merkt doch eh keiner, wenn da ein Stückchen fehlt! Gleichzeitig mach ich ihr ein bißchen Platz am Tisch, daß sie ihre Sachen hinlegen und sich setzen kann. War für mich irgendwie eine ganz normale Sache - so ohne nachzudenken. Da faucht meine Freundin die Kleine an, daß sie nervt und in ihr Zimmer verschwinden soll und Hausaufgaben machen soll und uns sowieso nur stört.... - äh, ich dacht so bei mir: wat is dat denn? Bin ich hier im falschen Film oder was? Wie kann man so mit seinem Kind umgehen? Sie war doch nicht frech oder so. Mir haben da echt die Worte gefehlt! Natürlich wollte ich meine Freundin vor ihren Kindern nicht zusammen stauchen - später hatte ich leider keine Gelegenheit mehr dazu aber wenn ich sie das nächste mal allein treffe, dann wird sie meine Meinung dazu zu hören bekommen!
Sie hat mir mal erzählt, daß die Kleine gefragt hat, ob sie ein Wunschkind oder ein Unfall war. Na wenn ich sehe, wie sie die Kleine behandelt, kann ich schon verstehen, wieso das Mädchen sowas fragt. (war eigentlich ein Wunschkind) Ein bißchen taktvoller sollten man schon mit Kindern umgehen, sonst müssen sich Eltern nicht wundern, wenn Kinder bockig werden.

Beitrag von tauchmaus01 29.09.06 - 09:30 Uhr

Ok! Eine Bekannte von mit(vom Spielplatz!) hat 2 Kinder , die eine ist 7 die andere wird 4.
Die Große fing irgendwann an etwas schwierig zu werden, ganz normale Phase, damit kam (wir nennen sie jetzt mal Anja!) nicht klar. Also Anja fing an mehr und mehr zu schimpfen, die Große wurde immer zickiger (sie war damals so 5)
Auf jeden Fall schaukelte es sich hoch bis es auch mal Schläge gab #schock#augen.
Es wurde immer schlimmer, die Große schlug nun auch die Mama aber zum Glück haben sie es noch rechtzeitig bemerkt das sie Hilfe brauchen und sind zur Familienberatung.

Nach endlosen Gesprächen, einzeln, zusammen usw. haben sie es geschafft, ihre Aggressionen abzubauen.

Nun haben sie ein normales Mutter-Tochter-Verhältnis.

Bei dem von Dir geschilderten Fall ist das Kind ja noch sehr klein, auch wenn ma immer denkt es bringt nichts sich an die Polizei zu wenden oder ans JA, ist es doch einen Versuch wert. Sie nehmen ihr nicht gleich das Kind weg, keine Sorge, aber sie werde sich an sie wenden und nachhaken.
Dann wird sie hoffentlich merken das es nicht ungesehen ist und evtl. die Hilfe auch vom JA annehmen.

Gar nichts zu tun finde ich nicht gut, denn das Kind weiß es nicht das es sich HIlfe holen kann. Und ob es nun die Mutter ist oder ein Mann auf der Strasse, man muß Kinder vor Gewalttaten schützen.

Du kannst anonym bei JA anrufen.

Mona

Beitrag von ayshe 28.09.06 - 14:14 Uhr

zum kotzen solche mütter.


ist doch kein wunder, wenn die kinder dann noch mehr rebellieren. #heul

Beitrag von mannu 29.09.06 - 13:19 Uhr

Das ist ja wieder typisch.
Solche Mütter werden gleich als zum kotzen hingestellt..
Sicher ist das keine Lösung, aber wie ich bereits unten geschrieben habe, machen das viele Mütter aus Überforderung und Hilflosigkeit.
Diese Mütter brauchen Hilfe und nicht noch solche Betitulierungen....

Beitrag von jill33 28.09.06 - 15:31 Uhr

Ganz ehrlich??

Wenn meine Freundin mir am Telefon erzählen würde, oder ich das mitbekommen würde, das sie ihr Kind schlägt, dann würde ich ihr als Freundinsagen, das dies nicht in Ordnung ist und ich aber gerne bereit bin, nach einer anderen Lösung mit ihr zu überlegen. z.b. Familienhilfe o.ä.

Sollte meine Freundin aber böse drauf reagieren. Würde ich trotzdem alleine was unternehmen. Sprich , Polizei rufen o.ä.

Egal, ob sie dann nicht mehr mit mir sprichst. Du solltest an die Kinder denken. Die sind klein, und können sich nicht wehren... es ist also deine Aufgabe, egal ob Freundin oder nicht. ZU HANDELN.

LG Claudia

Beitrag von blueshadow944 28.09.06 - 16:13 Uhr

Hi,danke für deine meinung.

Es ist keine Freundin,von daher ist es egal,ob sie mit mir reden oder nicht.

Zwecks Polizei o.ä.Wie oft hört man,das im endeffekt nichts passiert.

Ich finde es schade,das es sowas gibt,und ich bin selbst von mir erschrocken,das ich mein Mund nicht weiter aufgemacht habe.Was hab ich zu verlieren??NICHTS.

Meine Freunde kennen mich,und wissen,das ich immer mein Mund aufmachen,wieso diesesmal nicht.

Das ist ja was mich wundert.Ich habe nicht viel gesagt.


lg

Beitrag von mannu 28.09.06 - 16:41 Uhr

Das Problem ist nicht, dass man diese Mutter verurteilen sollte, sondern lieber Hilfe anbieten.
Das was sie macht entsteht aus Hilflosigkeit in der Situation.
Solche Frauen brauchen Beratung und keine Veruteilung.
Meist ist es ein langer Prozess der dann dazu führt, dass viele Eltern sich nicht mehr anders zu helfen wissen als zuzuschlagen..

Ich sage es nocheinmal, das ist Hilflosigkeit.
Biete ihr deine Hilfe an. Rede mit ihr und überzeuge sie sich Hilfe zu holen...

LG Mannu

Beitrag von tasha_26 29.09.06 - 19:42 Uhr

Hallo,

also langsam denke ich, das du echt einen Knall hast. Ich habe schon öfters deine Beiträge gelesen, sodass ich meine mir ein Bild von deiner Einstellung machen kann.

ES GEHT NICHT UM DIE MÜTTER, DIE HILFE BRAUCHEN SONDERN UM DIE KINDER, DENEN GEHOLFEN WERDEN MUSS #aha#aha !!!

Aber ich glaube, das eine Diskussion nicht mit dir bringt, weil du lieber Ausreden suchst!

:-[ Tasha

Beitrag von prinzessin1976 28.09.06 - 21:04 Uhr

Sorry , aber wenn ich jemals miterleben würde wie ein Kind misshandelt... ja so heisst das in der Deustchen Sprache werde ich persönlich zum Jugendamt bzw zum Kinderschutzbund gehen! WEnn gar nichts geht sogar die Polizei zur rate ziehen und mich beraten lassen was ich tun kann!!!

ICH persönlich werde NIEMALS dabei zuhören oder zuschaen wenn ein Kind misshandelt oder missbarucht wird!!!!

Es ist immer einfach wegzuschauen aber uj tatsächlich zu handeln... dazu barucht man MUMM!!!!

Beitrag von prinzessin1976 28.09.06 - 21:05 Uhr

Wenn ein Kind so "ungezoen" ist und die Mutter überfordert ist kann sie sich Hilfe holen statt ihr Kind zu schlagen!!!!!! Wenn sie das nicht tut geht sie das Risiko ein von jemanden wie mir angezeigt zuwerden!!!!!!!

Beitrag von mannu 29.09.06 - 13:23 Uhr

Wäre es denn nicht erstmal der bessere Weg zu versuchen mit der Mutter zu sprechen und sie "auf den richtigen Weg" zur Beratungsstelle zu schicken als gleich anzuzeigen??

Viele wissen doch garnicht was es für Möglichkeiten gibt oder schämen sich dort hinzugehen..

Sollte dies dann nichts bringen, kann man immernoch Anzeige erstatten...

LG Mannu

Beitrag von taifunny 01.10.06 - 22:23 Uhr

Warum meldest Du das nicht dem Jugendamt? Die Frau ist überfordert. Und Du machst Dich zur Mittäterin, wenn Du zuguckst (-hörst) wie das Kind misshandelt (ja, misshandelt!) wird. Ich würde es auch riskieren, dass sie danach nicht mehr meine Freundin ist.