Freistellung?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von muggi03 28.09.06 - 13:46 Uhr

Hallo Ihr Lieben!!

Bin jetzt in der 8.SSW, hab bis auf Übelkeit soweit keine Probleme...
Würde mich aber trotzdem gern sobald es geht Fristellen lassen, da ich so einen langen Weg zur Arbeit habe und mein Chef auch nicht gerade der netteste Zeitgenosse ist. (Wollte vor meiner SS einen Arbeitsplatzwechsel machen)
So meine Frage ist, ob ich mit dem Frauenarzt offen darüber sprechen sollte, oder ob er mich nicht Freistellt weil ich ja keine Probleme habe.
Habt Ihr Erfahrung damit??

LG Claudi

Beitrag von anythink 28.09.06 - 13:56 Uhr

Hallo Claidi
Ich habe ein BV. Ich denke, wenn du deinem FA offen sagst, dass du total die Probleme mit deinem AG hast bekommst du dein BV vielleicht. Ist denke ich besser, wie irgendwas zu erfinden.
Du bekommst ja das BV, wenn eine weitere Beschäftigung dir oder dem Kind schaden könnte (und Streß fällt da definitiv drunter).
Ich habe auch den AG gewechselt als ich schon Schwanger war (wußte ich da aber noch nicht), dementsprechend begeistert ist mein AG auch.
Wenn du noch Fragen hast, kannst du mich gerne über meine VK anschreiben
LG anna

Beitrag von 463 28.09.06 - 14:01 Uhr

Hallo!

Also wenn Du Dich doch wohl fühlst und außer Übelkeit nichts hast (!), warum soll man Dich dann freistellen? Das versteh ich jetzt nicht.

Und die Begründung "langer Weg zur Arbeit" ist nicht Dein Ernst, oder?

Ich hab bei meiner ersten Schwangerschaft auch alles versucht zu Hause bleiben zu können, doch da ich als Arzthelferin in einer Praxis gearbeitet habe, hat mein FA das damals nur belächelt und gemeint, daß es ja nun auch nicht nötig sei, da ich keinen gefährlichen Dingen ausgesetzt wäre.

Gestern dagegen habe ich zum zweiten mal erfahren das ich Schwanger bin und da ich heute in der häuslichen Kranken- und Altenpflege tätig bin, bin ich ab sofort von der Arbeit befreit, da dieser Beruf einer derjenigen ist, wo man nach Gesetz sofort von der Arbeit freizustellen ist, da Patienten schwer sind, gehoben werden müssen und man mit Blut, offenen Wunden, Urin und Kot sowie viel Stress zu tun hat. Und das ist nicht förderlich!

Aber je nachdem was Du machst, wirst Du genauso wie ich auch damals wohl keine großen Chancen haben.
Wie weit bist Du denn ? Oder sprich mit Deinem Doc und sag ihm, das Du aufgrund der SS Probleme in der Firma hast und ob es nicht einen Vorwand (Diagnose...?) gäbe, aufgrund welcher er Dich evtl. eher zu HAuse lassen könnte. Zum Beispiel: frühzeitige Muttermundöffnung! HAb ich von ner Kollegin gehört, da hat der FA sie zwar für ein paar Tage ins KH eingewiesen und ab dann auch zu Hause gelassen auf gelben Schein, aber ansonsten wirst Du sicherlich nur schwer Chancen haben.

Gruß, Marina und trotzdem viel Glück

Beitrag von grilu 28.09.06 - 14:29 Uhr

wie als Arzthelferin hat man keinen Kontakt mit "gefährlichen Dingen"?

also ich bin seit 7 Jahren MTRA in einer nuklearmedizinischen Praxis, und selbst da hatte ich mit Blut und Urin zu Kontakt.

Nun darf ich meinen eigentlichen Job nicht mehr machen, wegen dem Kontakt zu offenen radioaktiven Stoffen.
Und wurde als MTA total ahnungslos an eine überfüllte Anmeldung (wir haben auch eine internistische und kinderärztliche Praxis mitdabei) verfrachtet.
Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht mit möglicherweise infektiösen Kindern Kontakt habe oder sich bereits mit radioaktiven Substanzen injezierte Patienten sich bei mir anmelden, mal von der extremen nervlichen Belastung abgesehen.

gut, ich habe auch kaum eine Chance auf ein BV, obwohl ich wirklich jeden Tag mindest. einen Nervenzusammenbruch habe.

Kann aber nicht verstehen, das ein FA meint, man hätte als AH keinen Kontakt mit gefährlichen Stoffen.

Beitrag von 463 29.09.06 - 11:05 Uhr

Ich war in einer Hautarztpraxis!!!! Offene Beine, Röteln, u.s.w.
Aber auch nur an der Anmeldung!

Sagen wir mal so, ich hab in dieser Praxis die Hölle auf Erden gehabt. Daher bin ich auch nicht zurückgegangen. Meine Chefin war der Hammer, selbst 3 Kinder, Russin, aber absolut kein Verständnis. Bin dann zum Gyn., der hat sich das angesehen (Jaaaa!), denn die Praxis war ne Etage tiefer und hat beschlossen mich so oft wie es ging zu Hause zu lassen. (mal 3 Tage, mal 1 Woche, mal 2 Tage, u.s.w). Dann lag der Kurze auf dem Ischiasnerv (Hurra!) und ich bin zum Orthopäden geschickt worden (ein guter Bekannter von uns!) und der hat mich sofort aus dem Verkehr gezogen. So war ich knapp 3 Monate vor der Entbindung schon zu Hause.

Deswegen sag ich ja, versuch einfach mit Deinem FA einen Deal zu machen, Du kennst Dich doch dann auch im medizinischen Bereich aus.

Sonst setz Dich mal mit mir über meine VK in Verbindung.
Bin nämlich auch wieder Schwanger und darf ab heute auch nicht mehr arbeiten. Bin also wieder zu Hause bis das Kind kommt! Und danach halt auch noch. In der häuslichen Pflege eben normal!

Gruß, MArina

Beitrag von grilu 30.09.06 - 14:37 Uhr

das ist ja krass, wenn ich mir das so vorstelle, mit offenen, sabbernden Stellen *ekelt*
ich glaub dann würd ich allein vom kot**** nicht mehr freiwillig aus der Toilette kommen ;)


Ich mein, ich will mich ja nicht beschweren, solange es meinem Wurm gut geht, ist es mir lieber ich KANN arbeiten, als wenn wirklich was so schlimmes wäre, dass ich nicht dürfte.

Aber muss halt sagen, dass der Stress mich schon ziemlich fertig macht.
Hab so das Gefühl, dass ich dann ein Kind bekommen werde, das genauso hektisch und hysterisch ist, wie ich als Pseudoanmeldungskraft ;)


Nja ich hab jetzt noch ne Woche Urlaub und dann muss ich noch bis Anfang Februar durchhalten:
Also Augen zu und durch *G*

Ich wünsch Dir bei Deiner Schwangerschaft alles Gute.
PS: *lach* hab grad deine VK angeguckt:

Gestresst und genervt, was?
bin ich froh, dass ich damit nicht allein bin ;)

Beitrag von 463 01.10.06 - 15:22 Uhr

Wohl wahr, ja!

Gruß,MARINA

Beitrag von pinki301 28.09.06 - 14:02 Uhr

Hallo Claudi,

wie meinst du das mit freistellen lassen? Ich denke, dass man nicht einfach so zu Hause bleiben kann. Machbar weiß ich, ist es durch den FA nur, wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt, oder du einen Job hast, wo man in der Schwangerschaft nicht mehr arbeiten darf. So ist es in meinem Fall, da ist das Beschäftigungsverbot Pflicht.

Dein Arbeitgeber hat die Pflicht, dir das Arbeiten so angenehm wie möglich zu gestalten. Ansonsten kannst du dich beim Gewerbeaufsichtsamt informieren, was man machen kann.

Liebe Grüße

~Pinki301~ mit Justine (2 1/2 J.) & #ei (7. SSW)

Beitrag von raja 28.09.06 - 14:56 Uhr

Hi Claudi,

wusste nicht, ob ich schmunzeln oder Dich bemitleiden sollte als ich Deine Frage gelesen habe.

Kann Dich sehr gut verstehen was den langen Arbeitsweg betrifft. Ich fahre jeden Tag eine Stunde zur Arbeit hin und eine zurück.
Auch das mit der Übelkeit kenne ich. Allerdings wurde die bei mir eher von unendlicher Müdigkeit überschattet. Kann Dir nur sagen, dass ich es gut geschafft habe und auch ein bischen Stolz darauf bin.

Das mit dem Freistellen sehe ich mit sehr gemischten Gefühlen. Wenn es Dir wegen der Übelkeit wirklich sehr schlecht geht, würde ich es da erst mal mit Ingwertee oder anderen HIlsmitteln probieren. ...aber "einfach" nur so zu Hause zu bleiben? Denke normale Belastungen sollten wir alle überstehen können. Wir haben das sonst früher die Frauen aus der Landwirtschaft oder die Arbeiterinnen geschafft.
Uns geht es doch eigentlich eh schon sehr gut.

Hoffe du verstehst meine Antwort nicht falsch, möchte Dich nicht persönlich angreifen.
Wünsche Dir auf jeden Fall ein schnelles Ende der Übelkeit.

Raja

Beitrag von moehre74 28.09.06 - 15:25 Uhr

hallo,

meiner meinung nach sind das absolut keine gründe ein beschäftigungsverbot zu bekommen!

nimm es mir nicht übel, aber ich halte gar nichts davon!! bei einem "gefährlichen" arbeitsplatz oder wirklicher gefahr für mutter und/oder kind okay, aber doch nicht wegen des weges oder eine "bißchen" übelkeit!

genau deshalb haben immer mehr schwangere probleme am arbeitsplatz! wegen unberechtigter beschäftigungsverbote!

gruß


dani

Beitrag von pe.83 28.09.06 - 18:50 Uhr

Hallo,

ich wollte dir nur mal meine geschichte schildern:

ALso ich wurde am anfang meiner ss op, war seh lange daheim und hatte im laufe der zeit noch zwei weitere khaufenthalte und einige Krankmeldungen (bekomme mittlerweile krankengeld). naja, ich hab mir gedacht, als ich mal wieder am arbeiten war und es mir schlecht ging, komm net krank machen nimm dir lieber nen tag urlaub... und urlaub genehmigt, genommen und am nächsten tag ab zum chef ins büro und ne abmahnung bekommen. wenn es mir nicht gut geht soll ich gefälligst ganz zu hause bleiben. bin dann zu meinem fa und hab ihm das erzählt, weil ich im laufr der ss schon öfter diese probeme mit meinem chef hatte das ich nervlich fertig war... und?! nix... BV gibts nur bei ner risikoss kann mich nur krankschreiben lassen.

bin jetzt 27 ssw und zähle jeden tag bis zum muschu....