Mittelohrentzündung unbedingt mit Antibiotika behandeln lassen?

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Beitrag von stielmus13 28.09.06 - 18:03 Uhr

Hallo,

bei meinem Schatz wurde heute eine Mittelohrentzündung festgestellt. Ein Ohr ist betroffen und er hat 38 Fieber #heul.
Ich bin sooo traurig, weil ich ihn nicht davor bewahren konnte.
Ich hatte das als Kind auch öfter un weiß, wie weh das tut.
Muß es sein, das Antibiotika gegeben wird.
Bitte eure Erfahrungen.

LG stielmus

Beitrag von maboose 28.09.06 - 18:05 Uhr

hi,
also meine kleine hatte erst vor 3,4 wochen eine mittelohrentzündung und diese wurde mit antibiotika behandelt...ob das NÖTIG ist, weiß ich nicht...aber hilfreich war es

lg pauli+leah&luca 11mon

Beitrag von almut 28.09.06 - 18:16 Uhr

Hallo,

BITTE gib deiner Maus das Antibiotika- denn es ist die einzige Möglichkeit die fiesen Bakterien wirklich loszuwerden.

Ich bin wirklich kein Freund von Medikamenten und versuche es immer zu vermeiden. Aber mit einer Mittelohrentzündung ist echt nicht zu Spaßen.....Es gibt einfach zu viele Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen

- eine gefürchtete Komplikation der Mittelohrentzündung ist die so genannte Mastoiditis, eine Entzündung in den angrenzenden Knochen, wie dem Felsenbein des Innenohres, die durch eine Ausbreitung der Infektion betroffen werden können
- Epidural-/Hirnabszeß
- Hirnnervenausfälle
- Labyrinthitis (Entzündung des Innenohrs)
- Meningitis (Hirnhautentzündung)
- otogene Sepsis (Sepsis des Ohrs)
- Sinusthrombose
- subperiostaler Abszeß: Abszess hinter dem Gehörgang mit Rötung und. fluktuierender Schwellung der Haut über dem Warzenfortsatz des Schläfenbeins und abstehender Ohrmuschel als Zeichen einer Mastoiditis
- Taubheit durch Innenohrschädigung
- Thrombophlebitis: entzündliche Reaktion der Gefäßwand oberflächlicher Venen

Ach ja, es tut furchtbar weh (wie du dich sicher erinnerst) und die Antibiotika sorgen innerhalb von 24 h für Erleichterung.

Ich wünsche euch gute Besserung-


#liebdrueck#herzlich
Bianca

Beitrag von monique_15 28.09.06 - 18:53 Uhr

Hallo Stielmus,

nicht in allen Ländern ist es üblich, bei Mittelohrentzündung Antibiotika zu geben. In den Niederlanden z.B. gibt man entzündungshemmende Ohrentropfen und Schmerzmittel.

Nur ein Teil der MO-Entzündungen wird von Bakterien verursacht - und nur in diesem Fall können Antibiotika überhaupt helfen. Bei Viren richten sie nichts aus.

Wenn dein Sohn Schmerzen hat, würde ich die AB geben - sie helfen einfach am schnellsten. Wenn es noch nicht so schlimm ist, kannst du Otowoven-Tropfen versuchen. Oder "normale" Nasentropfen.

Bei immer wiederkehrenden MO-Entzündungen immer wieder AB zu geben, bringt jedenfalls nicht viel. Hier gibt es trotz der AB dann gerne mal Komplikationen. Aber bei euch ist es ja das erste Mal.

Bitte gib die Antibiotika jedenfalls immer bis zum Ende der Packung - oder so viel, wie der Arzt gesagt hat. Bitte nicht vorher abbrechen, nur weil es schon viel besser geht oder so. Das Durchhalten der Therapie ist wichtig, damit keine Resistenzen gezüchtet werden und damit dein Kind auch wirklich ganz gesund wird.

P.S. Bei BEGINNENDER MO-Entzündung, also bevor es richtig heftig wird, kannst du drei mal täglich Nasentropfen geben. Das kann genügen, um die Infektion zu bremsen. Ein abgeschwollenes Innenohr (das machen die Nasentropfen) wird nämlich gut belüftet. Und meist können die Erreger Sauerstoff nicht ab.

LG, Monique

Beitrag von miri3 28.09.06 - 22:34 Uhr

Hallo,
ich kann dir nur die Homöopathie empfehlen. Unser Kinderarzt, der auch Homöopath ist hat unseren Kindern Otovowen, abschwellende Nasentropfen und Kaugummikauen verordnet. Eine Gabe Schmerzsaft bis die Medizin die Wirkung zeigt und schon sind wir wieder mal vom Antibiotikum verschont geblieben.

http://www.patientenleitlinien.de/Mittelohrentzuendung/mittelohrentzuendung.html
http://www.hausaerzte-in-offenbach.de/Was_tun_bei____/Mittelohrentzundung/body_mittelohrentzundung.html

Alles Gute und liebe Grüße
Miri