Wer konnte nach KS auch nicht stillen???

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von katzemichaela 28.09.06 - 22:29 Uhr

Bei mir hat nach den KS das Stillen nicht geklappt jetzt lese ich immer öfters das dies oft der Fall ist, woran liegt das?
Und wer hat die gleichen Erfahrungen gemacht??
Danke für alle Antworten, ich finde ich bin trotzdem eine gute Mutter auch wenn ich Flasche gebe#gruebel

Beitrag von lolloastra1 28.09.06 - 23:03 Uhr

hallo #blume,

laß dich erst einmal ganz #liebdrueck.
selbstverständlich bist du eine gute mutter,daß hat nämlich nichts mit stillen oder flasche geben zu tun,sonder nur mit viel LIEBE und dann mit noch mehr LIEBE #schein
ich hatte einen not-ks und konnte danach stillen und bei meinem wks hat es mit dem stillen nicht geklappt.
mein sohn wurde einen tag nach der geburt in eine kinderklinik verlegt,wegen einer virusinfektion,er unterzuckerte ständig war nur am zittern.
bin dann mehrmals am tag mit einem taxi und schmerzmittel zu meinem kleinen jungen gefahren worden,wo es nicht klappen wollte mit dem stillen.
wollte es dann zu hause versuchen,in enspannter,ruhiger umgebung und mit meiner hebamme,aber da hat meine sohn schon fast drei!!!! wochen die flasche bekommen und wollte nicht mehr an die brust,weil ihm das einfach zu schwer war das saugen.
beim zubereiten der ersten flasche habe ich geweint und mit jeder flasche wurde es besser.
der druck war weg,bei mir und bei meinem kleinen,danach ging es uns besser.
also mach dir keine negativen gedanken DU hast alles richtig gemacht,mal klappt es und dann klappt es mal wieder nicht.
ganz lieben gruß
lolloastra1 steven 24*12*03(not-ks) und colin 02*09*05(wks)

Beitrag von zaubertroll1972 29.09.06 - 09:27 Uhr

Hallo,

sag` mal bitte, habe ich das jetzt richtig verstanden? Das Stillen hat mit Liebe und mit sehr viel Liebe zu tun? Das klingt ja gerade so als wenn die Mütter, die nicht stillen können, wo es nicht klappt oder die Flasche geben ihre Kinder nicht lieben würden. Zumindest nicht so wie eine stillende Mutter. Hast Du Dich ungünstig ausgedrückt oder ist das wirklich Deine Meinung?

LG Z.

Beitrag von raleigh 29.09.06 - 15:39 Uhr

Nein, ob man eine gute Mutter ist hat nur mit Liebe zu tun, nicht mit der Ernährungsweise. ;)

Beitrag von uta27 28.09.06 - 23:42 Uhr

Hallo!

Frauen sind darauf programmiert, infolge einer Hormonausschüttung zu gebären. Dieselben Hormone lösen auch den Milchfluss aus. Der enge Zusammenhang zwischen dem Geburtsvorgang und der Milchbildung wirft unweigerlich eine Reihe von Fragen zum Thema Stillen nach dem Kaiserschnitt auf.

Vielleicht hilft dir ja eine kleine Erklärung dabei, dass Du dich nicht schuldig fühlen musst.

Der Milchfluss beginnt vor der Geburt! Es gibt zahlreiche Beispiele für den offensichtlichen Zusammenhang zwischen der Physiologie der Geburt und der Physiolllogie der Milchbildung.
Bei allen Säugetieren, so auch beim Menschen, werden die Wehenschmerzen durch Ausschüttung von morphinartigen Substanzen, den sogenannten Endorphinen, gemildert.
Untersuchungen haben ergeben, dass diese Endorphine die Bildung von Prolaktin anregen, ein Schlüsselhormon, das die Milchbildung in Gang setzt. Deshalb können wir heute mit einer Verkettung von Ereignissen ausgehen, die mit den physiologischen Wehenschmerzen beginnt und zur Freisetzung eines Hormons führt, das für den Milchfluss unverzichtbar ist.
Dasselbe Hormon - Oxytozin- ist für die Kontraktionen der Gebärmutter während der Wehen erforderlich, ebenso wie für die Kontraktion der Brustzellen beim Milchflussreflex, wenn das Baby saugt.
Fraglich ist aber, ob die Oxytozinausschüttung bei Frauen, die nicht in die Wehen kommen, ebenso viel bewirkt wie nach einer Geburt unter physiologischen Bedingunen. Eine schwedische Studie liefert die Antwort auf die Frage, indem sie die Tatsache einbezieht, dass Oxytozin durch Pulsieren in hoher Frequenz freigesetzt werden muiss, um Wirkung zu zeigen. Die Forscher stellten fest, dass bei Frauen, die zwei Tage nach einer vaginalen Geburt ihr Kind stillen, die Oxytozinausschüttung stark pulsierend, also wirkungsvoller erfolgt als bei Müttern nach einem Notkaiserschnitt.
Überdies ergab die Untersuchung, dass ein Zusammenhang zwischen der Weise der Oxytozinfreisetzung zwei Tage nach der Geburt und dem Zeitraum besteht, in dem das Kind ausschliesslich gestillt wird. Mit anderen Worten, die Stilldauer hängt offenbar von der Art und Weise ab, wie ein Kind zur Welt kommt.
Das schwedische Team fand aussserdem heraus, das bei durch Kaiserschnitt entbundenen Frauen 20-30minuten nach Beginn des stillens kein deutlicher Anstieg des Prolaktinniveaus zu erkennen war.
Auch die Ergebnisse einer italienischen Studie sollen nicht unerwähnt bleiben; sie ergab, dass der Endorphingehalt der Milch in den ersten Tagen nach einer vaginalen Geburt erheblich höher ist als nach einem Kaiserschnitt.
Viel spricht dafür, dass diese morphinartigen Substanzen unter anderem eine Art Sucht nach Muttermilch auslösen. Und man darf damit rechnen, dass Neugeborene, die sozusagen nach der Brust süchtig sind, länger und problemloser zu stillen sind als andere.
Im allgemeinen ist leicht nachvollziehbar, dass, sobald das Neugeborene die Brust gefunden hat das Verhalten von Mutter und Kind durch zahlreiche Hormone gelenkt wird, die während der Wehen und der Geburt freigesetzt wurden.
Diese verschiedenen Hormonem, die Mutter und Baby während der Geburt ausschütten, sind in den Stunden danach noch vorhanden und wirksam, und sie alle haben besonderen Einfluss auf die Interaktion zwischen Mutter und Kind und damit auch auf die Milchbildung.
Eine Fülle an Daten belegt, dass ein durch Kaiserschnitt entbundenes Kind (und zwar vor allem ohne vorheriges Einsetzen der Wehen) sich physiologisch grundsätzlich von einem vaginal geborenen Säugling unterscheidet. Lunge und Herz arbeiten anders. Das Glukoseniveau ist meist niedriger. Häufig haben Babys nach geplantem Kaiserschnitt in den ersten 90 minutten nach der Geburt eine niedrigere Körpertemperatur als auf vaginalem Weg oder durch Kaiserschnitt während der Wehen geborene Kinder.

Sei lieb gegrüßt, Uta

Beitrag von janti 29.09.06 - 09:28 Uhr

Hallo Uta,

da habe ich ja Glück gehabt, dass ich nach meinen geplanten KS stillen konnte. Wehen hatte ich nie vorher und es hat super geklappt. Angelegt und los gings..........#freu.

Soweit ich weiss, hat die Art des Gebärens nichts mit dem Stillen zu tun, sondern es wird ausschliesslich von der Hypophyse - Gehirnanhangsdrüse (hoffe, habe es richtig geschrieben) gesteuert. Und das heisst, dass es eine "Kopfsache" ist.

gibt ja genug spontan geborene Kinder, wo die Mutter auch nicht stillen kann..........oder es zumindest denkt.

lg
Janti

Beitrag von kascha912 29.09.06 - 10:00 Uhr

Wow,
danke für diesen Beitrag.
Da hatte ich ja echt GLÜCK, daß bei mir die Geburt 15 Tage vor ET losging mit Wehen und Blasensprung... Denn Hannah lag noch immer in Beckenendlage, so daß es einen Kaiserschnitt gab.
Der war auch sinnvoll, weil sie die Nabelschnur gleich 3mal um den Hals hatte.

ABER: Das Stillen hat von Anfang an einwandfrei funktioniert!

Das Foto vom Einschlafstillen in der Wanne finde ich übrigens GENIAL!

- Katja

Beitrag von raleigh 29.09.06 - 15:38 Uhr

Hängt eventuellmit der Rückbildung der Gebärmutter zusammen, die ja bei einem KS gestört ist.

Ich kann zwar Stillen - und zwar problemlos. Aber jetzt hatte ich einen Milchstau und prompt setzte mein Wochenfluss wieder ein. Im Gegenzug sind Entzündungen der Gebärmutter hemmend bei der Milchbildung.

Das ist wohl die Begründung. Viel öfter als das ist aber leider schlechte Stilberatung der Grund, wenn ein schwieriger Stillbeginn sich zum Nicht-Stillen-Können auswächst.

Natürlich kann man als Frau weder was für Rückbildungsprobleme noch für schlechte Beratung. :) Von gutem Willen wird letztendlich j auch kein Kind satt.