Frage zur Wohnungsgröße ALG2..

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Beitrag von sopi601 29.09.06 - 11:04 Uhr

Hallo...
war heut bei der ARGE und hab mich schlau gemacht, was ich für eine Wohnung nehmen darf.
75m² 375€...jetzt haben die mir garnix gesagt wieviel Zimmer.
Bin immer von 3 Zimmern ausgegangen(hab das mal irgendwo gelesen). Nun hab ich ne Wohnung gesehen mit 4 Zimmern, liegt aber sowohl von der Größe als auch vom Preis im vorgegebenen Rahmen...
Weiß jemand genau wie sich das verhält, wollte schon tel. nachfragen, aber da geht ja niemand ans Telefon#augen
Lg sopi

Beitrag von junimond.1969 29.09.06 - 11:33 Uhr

Die Zimmeranzahl ist wurscht. Im Übrigen ist auch die m²-Zahl im Grunde wurscht, solange Miete, Heizung und Nebenkosten sich im angemessenen Rahmen einer 75 m²-Wohnung bewegen - und solche Wohnungen gibt es.

Beitrag von malawia 29.09.06 - 11:39 Uhr

Sorry, abe rich muss dich korrigieren.
<<Im Übrigen ist auch die m²-Zahl im Grunde wurscht, solange Miete, Heizung und Nebenkosten sich im angemessenen Rahmen einer 75 m²-Wohnung bewegen - und solche Wohnungen gibt es.<<
In einigen Städten wie z. B. Berlin ist die Größe der Wohnung egal. Aber es gibt genügend Städte in denen es nicht so ist und wo man sich an die angemessene Größe halten muss. Also 2 Personen max. 60 qm usw.

Mit der Zimmeranzahl hast du allerdings recht, die ist in jedem Fall egal.

Beitrag von junimond.1969 29.09.06 - 12:24 Uhr

"Städte in denen es nicht so ist und wo man sich an die angemessene Größe halten muss."

Ich halte es für ein Gerücht, dass eine ARGE damit durchkommt, einem Paar zum Beispiel die Miete für 70 m² nicht anzuerkennen, wenn diese Miete sich im angemessenen Rahmen einer 60 m²-Wohnung bewegt. Selbstverständlich wird je nach örtlichem Wohnungsmarkt darauf geachtet, dass nicht übermäßig großer Wohnraum von Einzelpersonen blockiert wird, sondern der in erster Linie Familie vorbehalten wird. Auch unsere kommunale Richtlinie sieht das vor. Es gibt jedoch IMHO keinerlei stichhaltige Grundlage, vorzuschreiben, wie groß die Wohnung im Höchstfall sein darf. Solange die Kosten sich innerhalb der Angemessenheit bewegen, jedenfalls auf keinen Fall. Auch wenn Kollegen es immer wieder zu gern versuchen...

Beitrag von malawia 29.09.06 - 12:32 Uhr

Ich denke auch so. Nur die Realität sieht anders aus. In der Kanzlei hatten wir vor kurzem den Fall und so wie es aussieht wird er zu Gunsten der ARGE entschieden.

Beitrag von sopi601 29.09.06 - 12:48 Uhr

ALso mir haben die gesagt, es darf nicht größer sein als 75m², selbs wenn es günstiger wär, da sich bei mehr qm auch die nebenkostne erhöhen würden?!?!? Leuchtet mir zwar nicht unbedingt ein, aber wenn die das so sagen muss ich mich ja dran halten...
LG sopi

Beitrag von junimond.1969 29.09.06 - 13:19 Uhr

Wieso leuchtet das nicht ein? Selbstverständlich erhöhen sich - meist - die Nebenkosten, zumindest die m²-abhängigen. Um 75 m² zu beheizen braucht man in der Regel mehr als für 100. Man kann es aber auch hinbekommen: Für unsere 100 m²-Wohnung bekamen wir IMMER die vollen anfallenden NK anerkannt, weil sie sich nämlich immer im angemessenen Rahmen bewegten. Wasser etc. wird nämlich hier nach Personenschlüssel abgerechnet (und drei Leute sind wir so oder so, ob nun in 75 oder in 100 m²) und bei der Heizung haben wir derart gespart, dass wir innerhalb der 75 m²-Grenze lagen.

Beitrag von sopi601 29.09.06 - 19:06 Uhr

daher meinte ich ja dass es nicht einleuchtet, mann kann auch 100m² günstiger heizen, als andere 60m² heizen.
Sie sagten mir dort auch, dass man Heizkosten von 86 und Nebenkosten von 105€ haben darf, deshalb versteh ich nicht, warum man keine größere Wohnung nehmen dürfte, selbst wenn sie im Kostenrahmen liegen würde?!?!
Andererseits DARF man aber eine kleinere aber im Grunde von qm-Preis teurere Wohnung, so lange sie unter den 375€ liegt.
LG sopi