Umfrage: Ehevertag ja oder nei

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Forum: Hochzeit

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Beitrag von avril21 29.09.06 - 15:35 Uhr

Hallo


Meine Frage an alle:

Hab ihr einen Ehevertag vor eurer Hochzeit gemacht?
Wenn ja, was bringt das für Vorteile bzw. Nachteile?
Oder ist das ganze neutral?

Wird im Ehevertrag auch geregelt, im Falle einer Scheidung,
zuwem die gemeinsamen Kinder kommen?

Vielen Dank für die Antworten.


LG


P.S. Ich persöhnlich bin nicht unbedingt für einen Ehevertag.
Das sieht vor der Hochzeit so aus, als ob man sich danach
gleich wieder scheiden lassen will. Wie seht ihr das?

Beitrag von irmi182 29.09.06 - 15:41 Uhr

Bei meiner ersten Ehe hat keiner an einen Ehevertrag gedacht. #kratz
Bei meiner zweiten haben wir vorher einen Vertrag geschlossen, da ja jeder von uns beide, zwei "Kinder" mit in die Ehe gebracht haben. Außerdem ist auch mein zweiter Mann schon geschieden und hat schlechte Erfahrungen gemacht.

Wir haben Gütertrennung. Ich glaube bei 2. Mal - mit Kindern- ist man halt schlauer und vorsichtiger.

Beitrag von anla75 29.09.06 - 16:21 Uhr

Wenn Ihr beide ungefähr gleich viel Geld mit in die Ehe bringt, macht es in meinen Augen eigentlich keinen Sinn einen Ehevertrag abzuschließen. In den meisten Fällen schließt man die Ehe in der sogenannten Zugewinngemeinschaft. Nur wenn ein Teil des Ehepartners wesentlich mehr Geld mit in die Ehe bringt ist eigentlich ein Vertrag sinnvoll.
Du kannst ja mal im web nach Zugewinngemeinschaft und Gütertrennung suchen.

Beitrag von irmi182 29.09.06 - 17:38 Uhr

Es geht darum , daß ich keinen Anspruch auf seine Wohnung und er auf meine Wohnung hat, da ja diese, jeweils einmal später den "eigenen" Kindern zugute kommen sollen.

Und wenn ich etwas erbe, hat er - und auch umgekehrt- keinerlei Anspruch darauf.

Beitrag von evilbunny 29.09.06 - 16:23 Uhr

Wir haben vor unserer Ehe keinen Vertrag gemacht, aber darüber gesprochen und für beide ist klar: sobald Kinder kommen und die Wohnung uns gehört (läuft momentan auf Schwiegervater) wird ein Vertrag aufgesetzt!

Finde ich schon wichtig und hat nix mit "nach außen hin gleich wieder als Scheidung anzusehen" zu tun...

Muss aber jeder selber wissen. Wir haben beispielsweise auch immernoch getrennte Konten und daran wird sich auch nix ändern.

Hoffe für dich, dass du bald deinen Antrag kriegst ;-)
LG
Dani #hasi

Beitrag von bezzi 29.09.06 - 16:40 Uhr

Ehevertrag braucht man nur, wenn einer der Partner im Besitz einer Firma ist.

Alles andere ist gesetzlich schon ausreichend gut geregelt.

Beitrag von irmi182 29.09.06 - 17:39 Uhr

Nicht wenn jeder Kinder mitbringt.!!!!!

Beitrag von anyca 29.09.06 - 17:10 Uhr

Naja, jeder Ehevertrag, der einem Vorteile bringt, bringt dem anderen Nachteile!

Ich denke auch, so was ist nur nötig, wenn einer ne Firma hat oder wenn die Partner sehr unterschiedlich viel Vermögen mitbringen.

Über die Kinder kann man nicht vertraglich verfügen, sind doch keine Haustiere!#augen Da entscheidet im Zweifel das Gericht, das geht nach Kindeswohl.

Beitrag von kawie2106 29.09.06 - 17:48 Uhr

Wir haben keinen Ehevertrag gemacht. Wir sind schon sehr lange zusammen gewesen, als wir geheiratet haben und haben alles das was wir haben, gemeinsam "erwirtschaftet" bzw. aufgebaut. Sozusagen geht dann, falls es mal passieren sollte, alles durch 2.
Wie ich in einer anderen Situation gehandelt hätte wüßte ich auch nicht. Es muss auch jeder für sich selber entscheiden ob man einen Ehevertrag aufsetzt oder nicht.
Nach Scheidung sieht das für mich nicht aus. Im Gegenteil... in mancher Situation ist das sogar sehr vernünftig und man sieht diese Eheschließung nicht mehr durch die sogenannte "rosarote Brille".

lg Katrin

Beitrag von fatinitza 30.09.06 - 16:55 Uhr

Hallo!

Haben einen Ehevertrag gemacht. Klar ist das etwas komisch die Trennung vor der Hochzeit schon in Erwägung zu ziehen, aber es ist halt sicherer. Wenn ihr eh wisst, dass ihr zusammen bleiben wollt und das zeigt ihr ja durch die Ehe, dann dürfte so eine Absicherung durch Ehevertrag eure Harmonie nicht stören.
Wir haben das ganz offen besprochen und waren uns einig, dass es besser ist, um gegenseitige Verpflichtungen auszuschließen-es sei denn, es kommen Kinder... dann greift bei uns die gesetzliche Regelung in diesem Punkt.

Die Zeiten haben sich geändert und wie das Leben läuft, weiß man nie. Also, sichert Euch ab und klärt das Materielle vor der Hochzeit. Ich empfand es dann als noch unbeschwerter, meinen Mann zu heiraten. Unserer Ehe tut es bisher gar keinen Abbruch. Ich habe das schon wieder fast vergessen, dass wir vor dem Ja-Wort beim Notar waren... :-)

Alles Gute für Euch
Fati

Beitrag von wenke77 01.10.06 - 00:41 Uhr

Also, gesprochen haben wir schon vorher darüber und es ist für beide Seiten als " Absicherung" gedacht, nichts persönliches oder dass es gleich an Scheidung gedacht wird!!!


Bei der Scheidung muss eh meist Mann bzw Mehrverdiener drauflegen.

Wenn kein übernormales Vermögen wie Jacht, Firma,Haus oder sonstiges im Besitz ist, würde ich es lassen.

Man kann aber jeder Zeit während Ehe einen Vertrag aufsetzen.

Auch wenn man keinen hat, sind trotzdem automatisch gesetzl. Regelungen, so zum Beispiel das der Partner bei evtl. SChulden des anderen nicht haftbar ist...

Beitrag von jacqi 02.10.06 - 12:46 Uhr

Jeder, der eine Ehe eingeht, sollte sich vorher über die Konsequenzen im Klaren sein. Die Statistik beweist, dass der Bund für's Leben leider sehr oft in einer Scheidung endet. Auch wenn es im Moment unromantisch ist, sollte man realistisch sein. In der Regel wurden alle Ehen die in die Brüche gehen einmal mit der Überzeugung geschlossen, dass sie ewig halten würden.
Es ist also kein Beweis von mangelnder Liebe, einen Ehevertrag abzuschließen. Oft wird in einem Ehevertrag ja auch dafür gesorgt, dass der Partner im Falle der Trennung gut versorgt ist.
Wann ist ein Ehevertrag sinnvoll?

Nicht immer muss ein Ehevertrag geschlossen werden. Hier ein paar Beispiele, wann es sinnvol ist:

* wenn einer der Partner hohe Schulden mit in die Ehe bringt
* wenn einer der Partner ein größeres Vermögen mit in die Ehe bringt, dass sich während der Ehe noch verändern kann.
* wenn einer der Partner eine oder mehrere hohe Erbschaften während der Ehe erwarten
* wenn einer der Partner vom anderen finanziert wird. Hier kann ein finanzieller Ausgleich festgelegt werden.
* wenn einer der Partner eine eigene Firma hat

Der Ehevertrag regelt die güterrechtlichen Verhältnisse. Der Vertrag wird vor dem Notar geschlossen, wobei beide Ehepartner anwesend sein müssen. Die Kosten für den Notar richten sich nach dem Einkommensverhälnissen der Ehegatten, abzüglich der Schulden.
Was passiert, wenn Sie keinen Vertrag abschließen?

Haben sie keinen Ehevertrag abgeschlossen, tritt automatisch die sogenannte Zugewinngemeinschaft ein. Das bedeutet, dass alles, was jeder Partner bereits vor der Ehe besitzt, auch weiterhin sein Eigentum bleibt. Alles was während der Ehe an Besitz und Vermögen hinzu kommt, der sogenannte Zugewinn, muss im Falle einer Scheidung aufgeteilt werden.

Gütertrennung:

Dieser Güterstand kann vertraglich vereinbart werden. Hier behält jeder, was er in die Ehe mit eingebracht hat aber auch, was er während der Ehe dazu gewonnen hat. Ehepartner, die kein eigenes Vermögen haben und sich während der Ehe um die Kinder gekümmert haben, ist von dieser Regelung allerdings abzuraten. Bei einer Trennung, hätten Sie keinerlei Anspruch auf das Vermögen, was der Ehepartner während der Ehe erworben hat. Vertraglich kann auch nicht nur auf den Zugewinn, sondern auch auf den Versorgungsausgleich und nachehelichen Unterhaltsanspruch verzichtet werden. Allerdings ist dies natürlich ebenfalls für den nichtberufstätigen Ehepartner, der die Kinder versorgt, nicht sinnvoll.

Gütergemeinschaft:

In der Gütergemeinschaft wird alles, was bereits in die Ehe eingebracht wird, und alles, was während der Ehe dazu gewonnen wird geteilt.

Zusätzlich zu den fixen Formen, können natürlich auch viele Details in einem Ehevertrag festgelegt werden:

* Selbstständige können festlegen, dass alle in der Firma gemachten Gewinne aber natürlich auch Verluste im eigenen Besitz bleiben.
* Der finanziell bessergestellte Ehepartner, kann bei einer Trennung, unter Umständen seine Unterhaltsverpflichtungen einschränken.
* Waren die Ehepartner schon mal verheiratet und bringen Kinder in die neue Ehe, kann der nicht-leibliche Vater bzw. die nicht-leibliche Mutter, vertragliche Versorgungsleistungen regeln. Durch einen Ehevertrag kann man allerdings nicht die Unterhaltszahlungen an die Kinder aus einer früheren Ehe sowie den geschiedenen Ehepartner beeinflussen. Vor dem Gesetz haben frühere Ehen den Vorrang gegenüber der Späteren. Wer also einen geschiedenen Mann oder eine geschiedenen Frau heiratet, muss damit rechnen, dass er selbst für die finanzielle Unterstützung der ersten Familie aufkommen muss.
* Leben Eltern oder Schwiegereltern im Haus oder werden Verwandte finanziell unterstützt, kann auch das in einem Ehevertrag festgehalten werden.

In einem Ehevertrag können natürlich auch Einzelregelungen - ähnlich wie im Testament - für bestimmte wichtige kleinere und größere Besitztümer geregelt werden. Sprechen Sie auf jeden Fall mit einem Notar, der sich mit Eheverträgen auskennt und lassen sich beraten.

Ein Ehevertrag wird auf eine bestimmte Zeit abgeschlossen oder bis zur Scheidung bzw. den Tod eines Partners. Sicherlich möchte man nicht an den Tod eines Partners denken, dennoch ist es wichtig, auch für diesen Fall vorzuplanen, damit der überlebende Partner gut versorgt ist.

Gruss Jacqi

Beitrag von 123kathy 05.10.06 - 23:26 Uhr

Wir haben keine, denke aber, wir werden in ein paar Jahren einen machen. Mein Mann baut gerade eine Firma auf und irgendwann wollen wir auch ein Haus und Kinder. Evl. mache ich mich auch noch selbständig und da ist das mit einem Vertrag schon sicherer. Dabei geht es nicht um eine evl. Scheidung, sondern um andere widrige Lebensumstände, die eintreffen können.
Kathy