Darf ein Neurodermits-Kind nicht in den Kindergarten?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von hopeful 29.09.06 - 15:51 Uhr

Hallo Ihr lieben..

Gleich vorne weg- ich bin ziemlich verzweifelt und ratlos:
unsere Tochter 3 Jahre und 2 Monate geht seit 3 Wochen in den Kindergarten. Ihr gefällt es super dort und auch mir geht es nach anfänglichen Abnabelungsschwierigkeiten echt gut damit. Nun zu unserem Problem: Unsere Tochter hat in ihrem ersten Lebensjahr unter Neurodermits im Gesicht gelitten. Das ging allerdings schlagartig mit dem ersten Geburtstag weg. Seit ca. 6 Monaten hatte sie immer mal wieder schlimmere stellen auf dem Handrücken und in dem Arnbeugen. Doch seit sie in den Kindergarten geht, ist auch wieder vermehrt das Gesicht betroffen. (Habe auch einen Allergietest machen lassen: Allergie auf Hunde und Katzenhaare- wir haben keine Haustiere)Mittlerweile ist es so schlimm, dass die Stellen geeitert sind. Unserer KÄ fällt leider nur ein ihr Antibiotika zu verschreiben und sie auf grund mangelner Hygiene im Kindergarten zu hause bleiben zu lassen. Was soll ich nur machen?Ich möchte ihr kein Antibiotika geben, wenn es nicht unbedingt sein muss (sie leidet dann imer sehr unter Durchfall, etc) Auf der anderen Seite möchte ich sie natürlich auch nicht unter einem solchen Gesicht leiden lassen. Nur wird es doch wohl immer wieder zu solchen Infektionen durch den Kindergarten komen. Klar geht es bei so vielen Kinderen nicht so sauber zu wie zu hause. Aber unsere Tochter soll doch auch nicht den Kontak zu anderen Kinderen verlieren.....!

Danke für eure Antworten!
LG hopeful

Beitrag von vonrogall 29.09.06 - 16:40 Uhr

Hallo!

#gruebel Du schreibst aufgrund mangelnder Hygiene im Kindergarten. Das kann ich nicht so ganz verstehen. Was soll das bedeuten??? Wird im Kindergarten nicht geputzt oder nicht darauf geachtet, dass die Kinder sich Hände waschen? #kratz


Grüße aus dem trüben Sauerland
Caddy mit Mann, Sophie (*19.11.2002) & Yvette (*02.02.2006)

Beitrag von hopeful 29.09.06 - 16:51 Uhr

Hallo! Also ich meine mehr so durch das spielen draußen im Sand usw. Aber mitlerweile habe ich auch den Verdacht, dass nicht so richtig drauf geachtet wird mit dem Händewaschen...

Beitrag von prinzessin1976 29.09.06 - 19:41 Uhr

Viell. liegt es an der Ernährung!?
Hat sich das Essen verändert???

Beitrag von danni64 29.09.06 - 20:14 Uhr

Hallo hopeful,

meine Kleinen haben eine trockene Haut und als mein Vierjähriger in den Kiga kam,hatte er einen richtigen Schub.

Sein Gesicht war bis jetzt noch nie betroffen, Gott sei Dank.

Ich denke,es ist eine seelische Sache bei deiner Tochter. So war es auch bei meinem Jungen. Zudem kommen wir in den Herbst und da sind die Kinder anfälliger.

Ich an deiner Stelle würde mich mal nach einem anderen Kia umschauen oder mal zu einem Hautarzt gehen.
Hast du denn auch eine Cortisonsalbe bekommen,denn das wäre doch sinnvoller als Antibiotika.

Ich verstehe nicht so ganz die Logik deines Kinderarztes #grübel.

Ich würde das Kind nicht aus dem Kiga lassen,wenn die Erzieherinnen kein Problem sehen.
Kein Kiga ist doch dreckig,dass sich Kinder da Krankheiten holen und im Sand hat sie doch vorher auch schon gespielt oder nicht ?

LG Danni !!!

Beitrag von alex_22_nrw 29.09.06 - 20:24 Uhr

hi,

wenn es eitert wird es eine bakterielle superinfektion geben, deshalb das antibiotikum. muß dann leider sein...
und das kann immer mal wieder vorkommen wenn die haut halt schon offene stellen hat :-(
bitte bitte versuch mal, wenn die haut soweit intakt ist, vielleicht nach der antibiose, die vitamin e creme von salus aus dem reformhaus nur zur reinen pflege der trockenen haut. vielleicht erlebst du so ein gutes ergebniss wie ich selbst bei mir #freu

lg alex

Beitrag von zwillima 29.09.06 - 20:41 Uhr

Hallo,


es ist durchaus möglich, daß der zusätzliche Streß im Kindergarten die Haut verschlimmert.
Und daß ein Antibiotikum nötig wird, ist nichts ungewöhnliches...allerdings sollte dies in Salben oder Cremes enthalten sein.
Mein Sohn hatte auch schon bei zwei Schüben eine antibikotikahaltige Creme nötig. Wenn viele offene Wunden da sind, kann ganz schnell eine schlimme Infektion entstehen. Das hat nichts mit Unsauberkeit zu tun, es reicht schon wenn das Kind kurz im Sand wühlt und sich dann kratzt.
Man kann die Kleinen ja nicht isolieren und den ganzen Tag in der Wohnung einsperren.

Was unternehmt ihr denn sonst noch gegen die ND? Verwendet ihr auch Cortison? Wäre vielleicht angebracht, so manches Leid kann den Kleinen dadurch erspart bleiben.

Ich verstehe Euren Arzt insofern nicht, daß er dir rät, dem Kind den Kindergarten vorzuenthalten.

L.G.
zwillima

Beitrag von mogli77 29.09.06 - 22:49 Uhr

Unsere Tochter hatte 2 Jahre lang ND und wirklich heftig! Ein Allergietest ist übrigens bis zum 6. Lebensjahr absolut nicht aussagekräftig. Das Immunsystem ist noch garnicht richtig ausgereift, dass nur vorne weg.

Wir waren damals bei zig Ärzten, darunter auch 2 Hautärzte denen leider nur Cortison eingefallen ist. Wir haben uns dann für eine Heilpraktikerin entschieden die wirklich Wunder vollbracht hat. Das ganze dauert natürlich entspr. länger als Cortison, Antibiotikum, etc. aber es hat wirklich geholfen. Sie hat am Anfang erstmal den Darm "saniert" bekommen, versch. auf sie abgestimmte Globulis, Verreibungen, Salben für offene Stellen, Cremes für die Pflege, Tropfen gegen den Juckreiz. Es hat einiges an Geld gekostet aber ich würde es jeder Zeit wieder gerne ausgeben. Natürlich muss man trotzdem auf bestimmtes Essen achten. Unsere Tochter hat jedoch vorher kaum etwas so richtig vertragen und nun bis auf Tomate, kann sie alles essen.

Vielleicht wäre das auch eine Alternative für euch???
LG
Mogli

Beitrag von .claudi. 30.09.06 - 08:52 Uhr

Hallo!

Ich kenne auch ein Kind, dem der Heilpraktiker super helfen konnte!

LG Claudia

Beitrag von zwillima 30.09.06 - 09:40 Uhr

Hallo,

und hat der Heilpraktiker überhaupt nicht geholfen. Außer Spesen nichts gewesen.
Wenn ein akuter Schub da ist, finde ich es schon eine Quälerei fürs Kind, wochenlang mit Globulis herumzudocktern.

Außerdem ist eine Cortisonbehandlung ja kein Dauerzustand.
Wenn bei Euch allerdings der Heilpraktiker geholfen hat, finde ich das toll. Wir haben die Krankeit prima im Griff dank unserem äußerst fähigen Hautarzt und phasenweise modernen Medikamenten.

L.G.
zwillima

Beitrag von lea12702 01.10.06 - 14:36 Uhr

Hallo

Wechsle den Kinderarzt. So ein quatsch das Kind deshalb zu hause zu lassen. Klar sollen erst die akuten Entzündungen abheilen, aber dann muß es wieder hin. Ist ja auch für seine Entwicklung wichtig.

Such dir einen Arzt der auf solche Erkrankungen im Kindesalter spezialisiert ist. Wende dich zur Not an die nächste Uniklinik in eurer Nähe.

Auch in unserer Einrichtung ist ein Kind mit starker Neurodermitis. Dieses Kind darf nur bestimmte Nahrungsmittel zu sich nehmen. Dies wurde mit der KiTa- Leitung und den Erzieherinnen besprochen. Die anderen Kinder in der Gruppe wurden spielerisch an das Problem herangeführt. Auch die kleinsten haben verstanden, das das Mädchen nicht mal schnell ein Bonbon haben darf. Und seither hatte sie keinen neuen Schub.

Mangelnde Hygiene zu unterstellen ist schon fast unverschämt.


Liebe Grüße

Nicole

Beitrag von hopeful 01.10.06 - 15:28 Uhr

Hallo!

Vielen Dank für Eure Antworten! Auf jeden Fall werde ich mir einen neuen KA suchen. Ich war auch mit meiner Tocher beim Hautarzt, der hat ihr eine Antibiotkahaltige Salbe verschríeben.

Jetzt hätte ich noch eine Frage: Hat jemand von Euch einen guten Buchtipp bezüglich Neurodermits? Und wie finde ich am besten einen guten Heilpraktiker?

Danke!
LG hopeful