das baby meiner kollegin gehts es nicht gut

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von andrea8481 29.09.06 - 21:54 Uhr

hallo
hatte vor ein paar tagen geschrieben das am 23.9. die kleine nele in der 32. ssw geholt wird wegen blasen sprung.
wurde sie auch. steckte aber fest und kam nicht raus und mußte dann auch noch wiederbelebt werden.
sie wiegt 1570 g . ist seitdem aber noch nie wach gewesen und man vermutet das sie eventuell schäden behalten hat #heul. wie kann sowas passieren?
sie steckte zu fest im becken . selber atmen tut sie auch noch nicht!
morgen ist sie nun schon eine woche alt! und ihre mama konnte sie noch nicht 1 mal auf den arm nehmen!
ich war so geschockt!!!
hätte man sie nicht vielleicht früher holen müssen?
oder warum steckt ein kind fest?
was soll ich ihr nur mit ins krankenhaus bringen , wenn ich hin fahre? was braucht eine mama mit einem frühchen ?
gruß andrea mit svea 4.1.05 und#ei ET 12.2.07

Beitrag von collin.joels.mama 29.09.06 - 22:46 Uhr

Hallo Andrea,

also ich denke, dass deine Arbeitskollegin schon Wehen hatte und das Kind dadurch so tief ins Becken gerutscht ist, dass es feststeckte. Eventuell war das Becken zu schmal. Sowas passiert.

Wenn sie noch nicht selber atmen kann, ist sie intubiert. Wir durften unseren Schatz auch erst auf den Arm nehmen, als er keinen Tubus mehr hatte und selbst atmen konnte. Eine Atemhilfe hatte er trotzdem noch.

Die Gefahr, dass der Tubus beim "Auf den Arm nehmen" verrutscht oder so ist sehr hoch und das wäre fatal. Der Schlauch muss immer korrekt liegen, was auch mehrfach pro Tag per Röntgenbild überprüft wird.

Was du ihr mitbringen kannst.... Also eine Mama mit Frühchen hat sicher in der Situation keine materiellen Wünsche. Am besten du gratulierst ihr zur Geburt, wie du jeder Frau mit einer normalen Geburt auch gratulieren würdest. Das hat mir sooooo gefehlt, dass die Leute um mich rum nicht wussten, ob sie mir nun gratulieren sollen oder ihr Beileid aussprechen sollen. Ich habe doch ein Baby bekommen, also gratuliert man.

Dann würde ich vorschlagen, biete ihr deine Hilfe an. Hat sie noch weitere Kinder? Dann biete ihr Babysitten an. Denn sie wird in den nächsten Wochen jede Menge Stress haben. Oder nehm ihr einen Einkauf ab. Oder hör ihr einfach zu, besorg ihr Bücher, geb ihr Links zu Internetseiten, in denen sie sich informieren kann.

Ich glaube, viel mehr wünscht sich eine Frühchenmama nicht.

Lg Steffi

Beitrag von muriel347 30.09.06 - 09:03 Uhr

ich habe auch eine freundin, die vor ein paar wochen ein frühchen bekommen hat. in der 27.SSW. sie konnte ihr kind erst nach wochen zum ersten mal auf den arm nehmen, denn sie selbst lümmelte ständig auf des todes schippe rum. sie hat ihre tochter inzwischen vielleicht 10 mal auf dem bauch gehabt. und die kleine ist bereits 10 wochen alt.

ich habe immer versucht für meine freundin da zu sein. für sie und ihre beiden großen jungs (2+3 1/2 J). war nicht immer leicht mit zwei eigenen kindern. ich hab mit ihr gelacht und geweint, mich mit ihr gefreut, mit ihr gebangt und mit ihr gefiebert. ich denke, die ehrliche anteilnahme hat ihr gut getan. und teilweise war meine unterstützung ja auch tatkräftig. inzwischen ist sie aus dem krankenhaus raus. ihre kleine tochter wurde anfang der woche am darm operiert. es verläuft alles optimal und wir sind guter hoffnung, dass die kleine noch vor ihrem eigentlichen ET nach Hause darf.

zeig deiner kollegin dass du es ehrlich meinst, und nicht nur an der sensationsgeschichte interessiert bist. wir hatten bei uns da einige, die wollten nur die news, die interessierten sich nicht ehrlich für das was passierte.

Alles Gute für die Familie #herzlich Muriel

Beitrag von melbournerin 30.09.06 - 10:14 Uhr

hallo,

ich habe keine erfahrung hiermit, aber ich möchte zuerst herzlichen glückwunsch sagen. ich denke an euch. und hier drücken euch drei leute , denen die tränen kamen die daumen und die zehen.

alllllllllles gute.

berichte weiter


melbournerin mit chiara( dessen kind fast in der 30 ssw gekommen ist

Beitrag von darkness_diva 30.09.06 - 22:11 Uhr

Hallo,

ich will dir mal nen bisschen Mut machen.
Jean Enrico wurde in der 34.Woche per Notsectio geholt,
er wurde ebenfalls wiederbelebt!Dann durfte ich mein Kind das
erste mal nach 7 Tagen sehen, in der Zeit litt er an immer wieder kehrenden Kreislaufkolapsen, so das Sie zusätzlich zu den Antibiotikern noch Schlafmittel verabreichten, also schlief er auch durchweg.Er musste ebenfalls beatmet werden (mit dem Tubus) lag im Incubator und ettlichen Schläuchen, für seine Woche hatte er es sehr schwer, im allgemeinen, die Ärzte dachten mein Zwerg schafft es nicht #heul Ist alles nen bissel viel, hab sehr dran zu knubbern und von mal zu mal fällt es mir komischerweise schwerer darüber zu reden bzw schreiben.Wenn du magst kannst du ja auf unsere HP schauen ( über VK) da hab ich so einiges beschrieben.
Aber im endeffekt liegt mein süßer nun in seinem Kinderbett und schläft Seelenruhig und wird in 2 Wochen 6 Monate.Meine Kinderärztin sagte mir beim letzten Besuch das unsere Maus für sein Alter zu weit ist, er ist 2 Monate weiter (also auf dem Stand eines 8 Monate alten Baby, von der Motorik und allem her)
Das macht mich unheimlich stolz, denn wenn ich dran denke wie es noch vor 5,5 Monaten um Ihn stand #schmoll
Also Kopf hoch, du siehst es wird schon gut gehen.

Zum Geschenk. warte ab bis deine Arbeitskollegin mit dem Baby zuhause ist, dann kannst du immernoch schenken ;-)

MfG Claudi

Beitrag von hermiene 02.10.06 - 01:38 Uhr

Huhu!

DIe Fragen kann Dir hier neimand beantworten!!! Am besten fragst Du die Mama selber bzw wenn die es nicht weiß muß sie die Ärzte löchern (auch die FÄ!)!!!

Ein Tubus (Beatmungsschlauch) ist absolut kein Grund ein Kind nicht auf Mamas Arm zu geben, aber es gibt viele andere Gründe. Doch die müssen nicht unbedingt bedeuten, dass das Kind nen bleibenden Schaden erlitten hat!!!

Auch das mit dem "wach sein" und "nicht selber atmen" ist so ne Sache. Vielleicht bekommt sie einfach Medikamente damit sie sich besser auskurieren kann!!!

Versuch positiv zu denken und mach Deiner Freundin Mut. Bring ihr vielleicht ne schöne Bodylotion (fürs Wohlbefinden) und dem Kind ein Schmusetuch oder ähnliches mit. Oder Du lädst die Mama abends zum Essen und quatschen ein (wenn das KH sie abends raus läßt).
Am meisten braucht eine Frühchenmama Unterstützung, ne Schulter zum ausweinen und ein offenes Ohr.

Der kleinen Maus alles Gute,
Hermiene