Ist das neue Elterngeld nur eine Abzocke

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von liebmaus 29.09.06 - 22:36 Uhr

Hallo
Erst dachte ich wow,,, das klingt ja gut und erleichtert einiges, nun habe ich aber gelesen, das dieses super Elterngeld nur noch 12 höchstens 14 Monate anstatt 24 Monate gezahlt wird,

da ja nicht auf einmal mehr Krippenplätze da sind und man teilweise bis zum KG mit dem vollen Wiedereinstieg in den Beruf warten muss, muss man nun zwei Jahre, anstatt einem ohne Erziehungsgeld, abdecken

Und das fieseste Arbeitslose bekommen weiterhin 300 Euro, aber eben auch nur ein Jahr, anstatt 2
Also für Arbeitslose ist das ein Fiasko, oder ahbe ich dieses tolle neue Elterngeld falsch verstanden

Was ist Eure Meinung??


Beitrag von gisele 29.09.06 - 22:42 Uhr

hallo.
eigentlich finde ich es ok mit dem elterngeld.
was ich nur nicht verstehe,wenn ich ein weiteres kind innerhalb von 3 jahren bekomme(meine kleine ist 14 monate),gibt es das denn auch??oder die 300 euro???
ich finde es noch ziemlich verwirrend.
lieben gruss,nadine

Beitrag von mamamaus12 30.09.06 - 09:26 Uhr

Hallo
Dann bekommst du 300 Euro im monat plus Geschwisterbonus ( 2 Kinder unter 3) 75 Euro im monat...
Grüße
kristin

Beitrag von knutschkulla 29.09.06 - 22:44 Uhr

Ich finds für arbeitende Mütter oder Väter (wer die Zeit mit dem Kind verbringt) sehr gut, sie haben dadurch endlich mal Geld anstatt keins, weil sie das Jahr vor der Geburt zu viel verdient haben, fand das schon immer ungerecht.

Für Arbeitslose Mutti und Papas ist es halb halb gut, für die einen, die nichts für die Arbeitslosigkeit können ist es gut, umso eher sind sie wieder auf dem Arbeitsmarkt bzw stehen ihm zur Verfügung, für die faulen Mamis und Papis heißt es dann nach einem Jahr neues Kind machen um nicht arbeiten zu müssen.

Es hat Vor und Nachteile meiner Meinung nach.

Beitrag von mimi08152004 29.09.06 - 22:49 Uhr

Es liegt wohl noch viel im Argen was Infos angeht.
Klar ist, daß Verdienende bevorteilt werden. Das war ja schon immer der Hauptkritikpunkt.
Wie war das vorher? Wurde das Erziehungsgeld auf was anderes angerechnet? Das ist ja beim Elterngeld def. nicht so.
Für sehr viele gabs aber auch kein Erziehungsgeld grad wegen dem Einkommen und ich kann Dir sagen, daß es auch so schon nicht so dolle ist, selbst wenn einer verdient, wenn man vorher 2 volle Gehälter hatte.
Ein Gehalt ist weg, wenn man Erziehungsgeld bekommt, schön aber dann auch meist nur max 12 Monate, und dann? Muß man 3 Mäauler ernähren, anziehen et von nur einem Gehalt.
LG Miriam
PS Natürlich hat mans ohne ein Einkommen nochmal viel schwerer, keine Frage.

Beitrag von liebmaus 29.09.06 - 22:59 Uhr

Ich finde halt das der Staat auch die Rahmenbedíngungen schaffen sollte, dass ein Jahr Elterngeld langt und man dann wieder arbeiten kann.
Solange es aber soooo wenig Krippenplätze gibt, sollte eine Erziehungsgeldzeit nicht gekürzt, swondern auf drei Jahre verlängert werden

PS
Ich arbeiite wieder halb, obwohl meine Maus erst dreizehn Monate alt ist.. habe aber auch seeehr lange nach einer gute Tagesmutti suchen müssen, hätte ich niemanden gefunden, hätte ich warten müssen bis sie drei ist, da es bei mir keine Krippen gibt... ohne diese 300 Euro Erziehungsgeld wäre ich dann aber echt verzweifelt, weil mein Freund eben nur Geringverdiner ist

Beitrag von mimi08152004 29.09.06 - 23:09 Uhr

Ich stimme Dir voll zu!
Ich arbeite 5h die Woche seit Paul 7 Monate alt ist und 10h die Woche sein er ein Jahr ist.
Das erste halbe Jahr ging alles von daheim und seit Januar ist Paul einen Tag die Woche bei meiner Mama.
Anders müßte ich nicht arbeiten oder auch mind halbtags damit es sich auch lohnt. Und mein Mann ist zwar kein Gering- aber auch kein Großverdiener (wir haben z Erzeihungsgeld bekommen, aber auch nie wirklich voll und auch keine 24 Monate)

Rahmenbedingungen..ja das wäre schön. Ich kann auch nur so "jobben" weil meine Ma grad arbeitslos ist, wenn sie wieder was hat weiß ich auch nicht was werden soll. Mal sehen ob ich einen KiGA Platz ab 2 ergattern kann #kratz

Dennoch freut es mich, daß ich meine 10h/Woche bei einem 2. Kind auch anerkannt bekomme. Ich schufte und schufte, da darf auch mal ruhig was bei rumkommen.

Beitrag von espirino 29.09.06 - 22:54 Uhr

Hallo,

ich verstehe nicht ganz, warum man gerade zu dieser wichtigen Entwicklungszeit des Kindes (nämlich um den 1. Geburtstag rum bspw. das Laufenlernen) (sofern berufstätig) einen doch schon großen Umbruch ins Leben des Kindes bringen muß, indem man es nämlich plötzlich in den KiGa schickt, um wieder arbeiten zu gehen.
Meine sind jetzt 15 Monate und ich könnte mir im Moment nicht vorstellen, sie aus ihrem Rhythmus zu reißen.
Ich persönlich denke, daß es tatsächlich nur den Eltern nutzt, die gut verdienen (über 1000,-€ netto kommen bei uns nur wenige) und schnell wieder arbeiten wollen. Was allerdings dieser "Bonus" soll, daß man 2 Monate länger dieses neue Elterngeld bekommen kann, wenn der Mann auch mal zuhause bleibt ist mir schleierhaft. In der Regel verdient er sowieso mehr und ist aus gerade diesem Grund auch derjenige, der weiter arbeiten geht.
Mir war das mit den 300,-€ Erziehungsgeld lieber, auch wenn ich vor meiner SS nicht schlecht verdient habe (trotzdem "nur" 900,00€/Monat).

LG Jana + Jonas & Florian 10.06.05

Beitrag von mimi08152004 29.09.06 - 23:04 Uhr

Der Unterschied ist ja mE daß nicht mehr beide Gehälter zur Berechnung herangezogen werden.
Es gab ja auch genug Familien die vorher schon nichts bekommen haben weil der Mann (zu) gut verdient.
Man könnte jetzt argumentieren, daß diese Familien ja nun mehr als vorher bekommen und somit ja wohl noch ein/zwei Jahre auch weiter überbrücken können.
Leider ist unsere Gesellschaft nicht mehr so gebaut, daß das auch immer klappt.
Ich mußte auch arbeiten gehen da war Paul mal..7 Monate alt, ich hatte aber auch Schw..Glück und durfte fast alles von daheim machen. Als Paul 1 Jahr alt war, habe ich meine Stundenzahl aufgestockt und Paul ging einen Tag zur Oma. (hat nicht jeder zur Hand, keine Frage...anders hätte ich es aber auch nicht gemacht)

Wie das bei anderen Eltern klappen soll...es ein ein schlimmer Kreislauf. Man muß arbeiten wegen der Koele. Das Kind muß betreut werden. Ev braucht man eine Tagesmutter, die kostet, also muß man mehr arbeiten, damit was hängenbleibt..#gruebel

Beitrag von liebmaus 29.09.06 - 23:07 Uhr

@ espirino
Ich finde, das dies nochmal ne ganz andere Diskusion, daes eine total individuelle Enscheidung ist und es da kein falsch oder richtig gibt, wann man arbeiten gehen soll.

Meine Kleine, noch Einzelkind geniesst es sehr an drei Tagen die Woche mit zwei anderen Kindern aufzuwachsen.
Ich gehe nicht nur wegen dem Geld und meinem persönlichen Wohlbefinden wieder arbeiten, sondern auch weil ich mir sicher bin, dass Kinder andere Kinder brauchen.
Nicht nur für 1 , 2 Stunden auf dem Spielplatz sondern länger am Tag..,.. aber das ist meine persönliche Meinung als Mutter und Erzieherin
Da ich leider keine Grossfamilie habe, baue ich mir soziales Netz aus Freundinnen mit Kindern und Tagesfamilie auf, dass meine Tochter nicht nur eine Simbiose mit mir erlebt, sondern mehrere Bezugspersonen hat

Beitrag von espirino 29.09.06 - 23:20 Uhr

Hallo,

da gebe ich dir vollkommen recht. Kinder brauchen Kinder und auch wenn bei uns der Bruder gleich mitgeliefert wurde, ist es doch noch etwas ganz anderes mit fremden Kinder zurecht zu kommen und sich in eine Gruppe zu integrieren.
Ich kann meinen beiden mometan nur Abwechslung innerhalb unserer Familie anbieten, auch mit Kindern, aber leider sind die alle schon etwas älter (ab 6 Jahre). Für die KiGa habe ich sie ab 2 Jahre angemeldet, vorher bekomme ich gar keinen Platz. Tagesmutter suchen? Keine Ahnung, damit habe ich mich nicht befaßt und aus meiner Familie traue ich es keinem zu alleine mit beiden zurecht zukommen bzw. müßte ich immer erst noch ne halbe Stunde zu meinen Eltern fahren, um sie abzuliefern, die arbeiten allerdings auch beide.
Glaub mir, ich würde auch gern wieder auf Arbeit gehen. Ich müßte aber wieder in ein 4-Schicht-System einsteigen (Früh/Spät/Nacht/Wochenende) und das ist irre anstrengend nicht nur für mich, auch für die Kinder, da man nie zur selben Zeit zuhause ist, es keine Regelmäßigkeiten gibt. Das erspare ich mir noch eine Weile. Ich kann es aber gut nachvollziehen, daß du wieder arbeiten gehst, es hat nichts damit zu tun, daß du deine Tochter deswegen abschiebst. Hattest du das so verstanden #kratz ?

LG Jana + Jonas & Florian 10.06.05

Beitrag von mimi08152004 29.09.06 - 23:25 Uhr

Nein ich glaub nicht, dass sie es so verstanden hat.
Ich geh auch arbeiten auch weil es gut tut was anderes zu sehen. (Das Geld tut auch gut, klar)
KiGa hab ich hier auch erst ab 2, ich hab aber die Oma in Reichweite und keine Zwillis.
Meine Cousine hat welche (liegt in der Familie #schock) und die ging auch erst wieder arbeiten als beide in den KiGa eingewöhnt waren.

Beitrag von liebmaus 29.09.06 - 23:33 Uhr

Huhu
Ne, dann ist ja alles klar... ist so ein generelles gesellschaftliches Problem, wen man arbeitet als Mutter rechtfertigt man sich und wenn nicht dann auch..

Männer müssen sich solchen Disskussionen nie stellen, ist klar das sie arbeiten... wir Frauen haben innerlichen aber auch äußerlichen Druck und unsicherheiten.. teilweise , und das erschrickt mich, dass da sowenig Solidarität herscht, werde ich gerade von anderen Müttern seltsam befragt, warum ich jetzt schon wieder arbeiten muss...
Aber da habe ich Dir was unterstellt, sorry...
Ich finde beides okay, Frauen und Lebensentwürfen können und sollen verschieden sein... schade nur, wenn es einen schwer gemacht wird, keine Betreuungsplätze vorhanden sind und nicht flexibler gearbeitet werden kann... also z.B das Du nur ne entweder harter Schichtdienst oder gar nichts Wahl hast

Liebe Grüße
PS: Da habe ich schon sehr viel Glück, ich denke voll oder gar im Schichtdienst hätte ich jetzt auch noch nicht arbeiten wollen

Beitrag von espirino 29.09.06 - 23:44 Uhr

Das stimmt, es ist ein generelles Problem und gerade da, wo man Verständnis und Einsicht erwartet (in der eigenen Familie) bekommt man sie nur teilweise. Mein Partner meinte auch, wenn mir die Kinder zu viel würden und ich wieder mehr Abwechslung bräuchte, solle ich doch wieder auf Arbeit gehen, aber da mir die Aussicht auf meine Arbeit durch das Schichtsystem vermiest wird, genieße ich meine Mäuse noch eine Weile, auch wenn sie mir manchmal auf den Keks gehen ;-)

LG Jana

Beitrag von ximaer 30.09.06 - 05:41 Uhr

>>> sondern auch weil ich mir sicher bin, dass Kinder andere Kinder brauchen.
Nicht nur für 1 , 2 Stunden auf dem Spielplatz sondern länger am Tag..,.. aber das ist meine persönliche Meinung als Mutter und Erzieherin <<<
Ja, ab einem Alter von 3 Jahren aufwärts ist das wohl richtig. Wie alt ist Dein Kind denn?



>>> Da ich leider keine Grossfamilie habe, baue ich mir soziales Netz aus Freundinnen mit Kindern und Tagesfamilie auf, dass meine Tochter nicht nur eine Simbiose mit mir erlebt, sondern mehrere Bezugspersonen hat <<<
Aber dafür muss ein Kind doch nicht zu einer Tagesmutter oder in den Kiga...


Suse

Beitrag von feuermelder1983. 30.09.06 - 00:29 Uhr

TIP: http://www.bild.t-online.de/BTO/news/aktuell/2006/09/30/elterngeld-interview-leyen/elterngeld-interview-leyen.html

lg. Melly mit #baby Kevin *05.09.05 (der brav heia macht und hoffentlich mal wieder durchläft)

PS - > http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=3&tid=587010&pid=3779557 < -

Beitrag von dragonfire13 30.09.06 - 07:40 Uhr

Für Familien die wenig verdienen ist es natürlich schlecht,denn da ist es so,das die Frau gleich wieder arbeiten gehen muß.

Für Familien die gut verdienen ist es natürlich ne feine Sache.


Ich habe nun nicht gearbeitet da ich mich noch im Erziehungsurlaub befinde(bis Juni 2007).

Das Baby kommt Ende März.
Ich bekomme 375 Euro.
300 Euro Elterngeld und 75 Euro Geschwisterbonus.

Is ein schönes Taschengeld für mich#freu

Beitrag von sunflower.1976 30.09.06 - 08:17 Uhr

Hallo!

Wir bekommen im Moment nur einen geringen Anteil (40 Euro) des Erziehungsgeldes. Und ich rechne uns absolut nicht zu den "Großverdienern"!! Die 40 Euro verändern nicht, ob ich arbeiten gehe oder nicht. Mal abgesehen davon, dass ich bei meinem AG eh keine Chance auf Teilzeit habe und daher zuhause bleiben "muss".
Wir profitieren davon. Denn selbst wenn man das neue Alterngeld "umrechnet" auf zwei Jahre ist es mehr, als wir jetzt bekommen.

LG Silvia

Beitrag von sonic1976 30.09.06 - 10:01 Uhr

Hallo,

ich hab mir jetzt die Diskussion nicht durchgelesen, hab aber heute einen Newsletter bekommen, der dieses Thema behandelt. Vielleicht helfen diese Links:


http://www.bmfsfj.de/Politikbereiche/familie,did=84686.html

http://www.elterngeld.net/elterngeld-rechner.html

http://www.bmfsfj.de/Kategorien/aktuelles,did=84360.html

http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Internetredaktion/Pdf-Anlagen/gesetzentwurf-elterngeld,property=pdf,bereich=,rwb=true.pdf#search=%22Elterngeld%20Gesetzesentwurf%22

www.elterngeld.net

LG
sonic mit Maike (*1.10.2004)

Beitrag von tomkat 30.09.06 - 11:26 Uhr

Ja, absolut falsch verstanden.

Beitrag von muttiistdiebeste2 30.09.06 - 11:46 Uhr

Richtig!!!!!
Das Elterngeld bevorteilt entgegen allen Versprechungen und Lobhudeleien ganz klar bestimmt Bevölkerungsgruppen mit einem bestimmten Lebensstil und benachteiligt andere und das mit einem ganz bestimmten Ziel:

- Akademikerpaare zum Kinderkriegen zu animieren, indem das erste Jahr finanziell versüßt wird

- dann diese Akademiker durch die Beschränkung des Elterngeldes auf ein Jahr schnell wieder in den Arbeitsalltag und damit in den Wirtschaftkreislauf zurückzubekommen, damit sie für die Wirtschaft erhalten bleiben,

- damit sie schön weiterhin Steuern zahlen, die in unserem überschuldeten Staat ja dringend benötigt werden,

- die Kinderchen schön schnell abzuschieben (hat Frau v.d. Leyen ja selbst gemacht, hat da also keine Skrupel, argumentiert da mit überholten pädagogischen Studien), damit noch einige Erzieherinnen mehr angestellt werden können, die dann ihrerseits wiederum Lohnsteuer, Rente etc. zahlen müssen, sehr geschickt Frau v.d. Leyen.....;-)

- und vom selbstverdienten Geld kann Mutti dann wieder richtig schön konsumieren, Zweitauto kaufen, schicke Klamotten und anderes Gedöns, was wiederum gut für unsere Wirtschaft ist, weil wieder mehr produziert werden kann und Mutti dafür ja dann auch wieder Mehrwertsteuer bezahlt - ein perfektes System - bravo Frau v.d. Leyen!

- und das Ganze soll dann mehrmals hintereinander abgespult werden, Kinderkriegen, ein Jahr zuhause und schnell wieder arbeiten und hinterher haben wir eine ganze Schar von klugen Akademikerkindern, die später wiederum über ihre überbezahlten Jobs viel Geld ins Sozialsystem spülen und nicht mehr diese Massen an assozialen Unterschichtkinder, die dem Staat eh nur auf der Tasche liegen.

Das was Frau v.d. Leyen betreibt ist nämlich im Kern der Sache keine Familienpolitik sondern knallharte Wirkschaftspolitik!!!!!!!!!:-[:-[:-[
Ihre christlichen Grundwerte, die sie immer wieder gerne rauskehrt, kommen nicht ansatzweise zum Tragen und sie kann sie getrost in die Mülltonne werfen. :-p

Ganz nebenbei gesagt: ich selber profitiere vom Elterngeld, weil ich zu diesem armseligen Hausfrauen gehöre, die die Unverschämtheit besitzen, nach einem Jahr nicht schon wieder arbeiten zu gehen sondern ihre ganze Kraft und ihrem Stolz in ihre Kinder (bald kommt Nummer zwei) stecken und dabei weder über die Einkommenssteuer, noch die Kraftfahrzeugsteuer (ich geh nur noch zu Fuß), noch die Mehrwertsteuer (Konsumiere nur das Notwendigste) den Staat bereichere - und bin noch stolz drauf - Frechheit!!!!!!:-p:-p:-p

lg Ellen

Beitrag von theresa_baby 30.09.06 - 12:20 Uhr

Liebe Ellen,

dazu muss ich jetzt doch mal was sagen. Familienpolitik ist IMMER auch Wirtschaftspolitik!!! Und das ist gut und vollkommen richtig so! Nur mit Kindern funktioniert das ganze System nämlich. weil Kinder die Arbeitskräfte (und damit auch Steuerzahler) von morgen sind. Mal abgesehen davon sollen sie später auch DEINE Rente bezahlen. Und es ist Tatsache, dass die Besserverdienenden viel zu wenig Kinder kriegen verglichen mit sozial schwachen Familien.

Ich, als ehemals "Besserverdienende" (immer relativ gesehen) kann mir mein Kind nur schwer leisten. Weil mein Mann ziemlich genau so 20 Euro im Jahr zuviel verdient, habe ich bisher keinen einzigen Euro bekommen. Das heißt, vorher haben 2 Personen von 2 vollen Einkommen gelebt, jetzt 3 von nur noch einem einzigen. Und die Karriere ist für mich eh vorbei, weil ich mit Kind meinen Job nicht mehr so machen kann wie vorher. Das heißt: mit dem Elterngeld hätte ich persönlich Vorteile! Ich brauche mir für's nächste Kind nicht mehr so viele Sorgen machen.

Über die "Christlichen Werte" unserer Familienministerin kann man sich natürlich streiten. Aber im Grunde find ich die ganze Sache gut (abgesehen von den Vätermonaten) und vielleicht endlich wirklich mal ein Anreiz für mehr Kinder.

Tanja

Beitrag von muttiistdiebeste2 30.09.06 - 12:26 Uhr

Hallo Tanja,

musste ja jetzt doch etwas lachen.........yo, grundsätzlich ist es richtig Mütter und Väter für ihre Erziehungsarbeit zu entlohnen. Ich finde das Elterngeld auch grundsätzlich richtig, aber es ist nun mal so, dass z.B. meine Freundin, deren Mann arbeitslos ist und die jetzt mit dem dritten Kind in 4 Jahren nicht mehr arbeitet, eben weniger bekommt als vorher, weil eben das Erziehungsgeld wegfällt.

Wie gesagt, ich bekomme auch mehr als vorher, nämlich 300 Euro im Vergleich zu 0 vorher und bin natürlich glücklich darüber.

Aber wir müssen auch zu viert bald von einem Einkommen leben - so isses und so bleibt es - zum Glück (Gott sei dank) bei uns kein Problem, da Männe gut verdient.

Ich will hier auch nicht jammern, nur die Argumente für das Elterngeld sind scheinheilig.

lg Ellen

Beitrag von jujpod 30.09.06 - 21:57 Uhr

Hallo Ellen,

das ist das, was das Elterngeld veraendern soll
"z.B. meine Freundin, deren Mann arbeitslos ist und die jetzt mit dem dritten Kind in 4 Jahren nicht mehr arbeitet [...]"
Warum bleibt die Frau denn zuhaus, wenn der Mann doch eh arbeitslos ist?

Eine weitere Idee des Elterngeldes ist auch, die Rollenverteilung der Geschlechter zu veraendern, so dass auch Vaeter was von ihren Kindern haben und zu Hause bleiben. Deshalb die 12+2 Monate, so dass ein Vater auch dann zumindest 2 Monate zuhaus bleiben kann, obwohl er mehr verdient/oder vielleicht sich nicht traut (weil Hausmann=unmaennlich).


(moeglicherweise hat das bei deiner Freundin einen Sinn, aber generell ist das doch das Problem. Ich habe das nur als "Aufhänger benutzt)

Julia

Beitrag von jungemama23 30.09.06 - 12:56 Uhr

hi,

ich finde das Elterngeld total Klasse. Wir haben nämlich wegen zu hohem Verdient nur ein halbes Jahr Erziehungsgeld gekriegt. Ab nächstes Jahr wären es immerhin 300 Euro für ein Jahr.

lg Yvonne und Lara 15 Monate

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