Antidepressiva - was sagt ihr dazu?

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Beitrag von mausimiliane 30.09.06 - 15:22 Uhr

Hey meine lieben,

ich muss seid ungefähr einer Woche Antidepressiva nehmen, weil ich unter starke Depressionen unter andrem wg meiner Arbeitslosigkeit leide.
Nun hat das meine zukünftige Schwiegermutter mitbekommen und will nun mit mir ein ernstes Wörtchen reden wg den Antidepressiva's.
Was haltet ihr von dem Medikament? Habt ihr damit schon erfahrungen gemacht, wenn ja welche?

Wäre lieb wenn ihr Eure Meinungen mir schreiben würdet :-)

Danke im Vorraus schon!!!!!!

Eure Mausi

Beitrag von dropsi_2 30.09.06 - 15:25 Uhr

Hallo Mausi,


wenn du magst kannste mich gerne, zwecks Austausch über die VK anschreiben, hier werd ich dir nicht antworten....


Zu privat :)


vG Katy

Beitrag von junimond.1969 30.09.06 - 16:08 Uhr

Sag' der Schwiegermutter, sie soll die Klappe halten!

Entgegen der landläufigen Meinung machen Antidepressiva (das ist übrigens schon die Mehrzahlt, ein s muss nicht dran - schon gar keins mit Apostroph) nämlich nicht abhängig, sind kein Beruhigungsmittel oder was sonst noch in den Köpfen von Möchtegernwissenden herumspukt.

Oft sind Antdepressiva die einzige Möglichkeit, erst mal halbwes wieder in die Spur zu kommen, so dass man dann das Problem grundlegen angehen kann, eine Sache, die nicht geht, wenn man in der tiefen Depression steckt.

Ich habe ca. eineinhalb Jahre lang Citalopram genommen. Seit ca. einem Jahr nun nicht mehr und es geht mir wieder sehr gut. In der Therapie, die einige Zeit nach der ersten Einnahme anlief, habe ich einiges aufgearbeitet und habe gelernt, zu erkennen, wann ich Gefahr laufe abzurutschen. Und ich habe mich soweit stabilisiert, dass ich Grenzen erkenne und weiß, wann ich für mich sorgen muss, so dass mich sogar schlimmste Dinge nicht mehr derart umhauen wie vor drei Jahren noch. Ich bin wieder wer! Und zwar endlich aus mir selbst heraus.

Bevor ich mittels Citalopram einigermaßen stabilisiert war, hätte auch eine Therapie nichts gebracht, weil mein schwarzes Loch derart groß war, dass ich mich kaum noch aus dem Haus begeben konnte, weil ich so unten war und solche Panik allein bei dem Gedanken an ein Verlassen der Wohnung bekam.

Hier findest Du weitere Infos und auch Ansprechpartner:

http://www.kompetenznetz-depression.de/

http://www.depressions-sprechstunde.de/DSS_Depression_Umgang_mit_Antidepressiva.htm

Wenn Dein Arzt Dir das Medikament verordnet hat, dann hat er sich etwas dabei gedacht. Von "ernsten Wörtchen" von Schwiegermüttern gehen die Depressionen nicht weg. Im Gegenteil.

Bitte notfalls Deinen Mann, Dir den Rücken frei zu halten und der Schwiegermutter jegliche Einmischung zu untersagen.

Gruß und gute Besserung!
Christine

Beitrag von danni64 30.09.06 - 16:38 Uhr

Hallo Mausi,

kann mich meiner Vorrednerin nur anschliessen.

Ich habe vor Jahren Aponal genommen und das hat mir super geholfen. Ich nahm es ein 3/4 Jahr und dann brauchte ich es nicht mehr.
Mir ging es auch nicht gut. Ich habe nicht mehr gelebt,mich gab es nur noch und dank meines Antidepressiva geht es mir heute echt gut.
Auch ich kann heute super damit umgehen,wenn ich merke,ich rutschte so langsam auf das Loch zu.

Also,lass die Schwiemu reden,dein Arzt weiss schon,was er da macht ;-).

LG Danni !!!

Beitrag von katzeleonie 30.09.06 - 19:49 Uhr

Hi Mausi,


Nehme seit 3 Jahren ebenfalls Citalopram.
Hatte Depressionen und Angst.
Durch die Medikamente geht es mir wieder gut, ich lebe wieder, bin nämlich eigentlich ein positier Mensch, der das Leben sehr liebt. #freu

Und die Schwimu sollte sich da raushalten, da sie null Ahnung davon hat. #augenFrüher dachte man daß AD einem eine Maske überstülpen und die Menschen verändern, ist aber nicht so.

Es wird Dir bald bessergehen.#pro

Alles Liebe
leonie

Beitrag von mara299 30.09.06 - 19:59 Uhr

Hallo,

ich würde mal sagen das es darauf ankommt was für welche du nimmst. Pflanzliche Basis oder doch die härteren Sachen ? Aber, warum will deine Schwiegermutter deshalb mit dir ein ernstes Wörtchen reden ? Das die sich immer in alles reinhängen müssen :-[. Mir haben sie weniger viel gebracht. Das erste war auf pflanzlicher Basis (Johanniskraut), da hätte ich auch gar nichts nehmen brauchen. Schimpfte sich auch Stimmungsaufheller. Das Nächste war dann etwas stärker ... auch erfolglos und das Dritte (Starke) habe ich noch vor dem 1. schlucken ins WC gespült denn entweder ich kam da allein raus oder eben gar nicht. Habe hinterher meinen Therapeuten gesagt das ich es nicht nehmen würde und sie meinte dann auch das es eine gute Entscheidung sei denn die Kraft würden mir die Medikamente auch nicht geben, raus müsste ich da dennoch allein.
Habe an schweren Depressionen, Magersucht, Bulemie gelitten als meine Mutter starb.

Viel #klee, Mara

Beitrag von manavgat 30.09.06 - 21:17 Uhr

Wenn Du ein Herzproblem hättest, müsstest Du Herztabletten nehmen, bei Diabetes bräuchtest Du Insulin. Und bei Depressionen nimmt man Antidepressiva, die nach den Richtlinien der WHO (Weltgesundheitsorganisation) mindestens 12 Monate genommen werden sollen.

Wer redet ein ernstes Wort mit Deiner Schwiegermutter. Die ist in meinen Augen gemeingefährlich!

Deine Behandlung, die Du mit dem Arzt abgesprochen hast, geht sie nichts an.

Alles Gute und gute Besserung

Manavgat

Beitrag von engel_in_zivil 30.09.06 - 23:06 Uhr

hallo,

also bei mir auf der arbeit nimmt eine bewohnerin seit mehreren jahren citalopram. einfach um nicht mehr in solch tiefe depressionen zu fallen, unter denen sie damals litt.
sie wurden bei ihr auch zwischenzeitlich abgesetzt und sie hatte da auch keine probleme über einen längeren zeitraum.
irgendwann kamen die depressionen aber wieder verbunden mit starken fremd- und autoaggressionen. deshalb nimmt sie sie nun wieder seit längerem und ihr gehts super.

also lass dir von deiner schwiemu nix einreden.

lg, steffi

Beitrag von mausimiliane 30.09.06 - 23:29 Uhr

Hey meine lieben,

danke für die vielen vielen Antworten und Emails ;-)
Ich nehme Fluvoxamin-Neuraxpharm 100 und seitdem habe ich sexuelle Funktionstörungen (bekomme kein Orgasmus egal ob beim Sex, SB oder wenn er mich verwöhnt)
Werde aber trotzdem weiterhin das Medikament nehmen und beim nächsten Termin es ihm aufjedenfall sagen.
Ich denke das meine Schwiegermum eher wissen will wieso ich die Tabletten nehmen muss, aber das werde ich ihr nicht verraten denn das ist meine Privatsphäre und die geht sie nix an :-p

Danke nochmal für die Antworten und würd mich freuen falls ihr von dem Medikament Fluvoxamin-Neuraxpharm was gehört habt so berichtet es mir doch wenn ihr wollt ;-)


Gute Nacht und Danke nochmal ihr seid echt lieb #liebdrueck

Beitrag von cephir 01.10.06 - 08:59 Uhr

Ja nu was soll man dazu sagen?#kratz
Ich hätte mir noch den rat von einem anderen doc eingeholt...
das einzige was ich dir schreiben kann :das ernste wörtchen deiner Schwiegermutter find ich voll daneben#schmoll
meint sie - sie kann die welt verändern? bzw dich *heilen???#gruebel
Gut-zu deinem - was sagt ihr dazu.....
Gibt es keine andere lösung?#kratz
wenn einer mit den worten *ernstes wörtchen reden-sich so ankündigen würde-in der situation-hätt ich den kragen voll-kein bock drauf.....
sie scheint ein takt gefühl wie ein elefant im porzellanladen zu haben:-(

Ja aber die frage-gibt es keine andere lösung - ist wichtig....
schliesslich sind es medikamente *chemie-der körper stellt sich drauf ein... usw....
was hälst du davon - es scheint dich stark zu belasten mit der arbeitslosigkeit - wenn du dir erst mal eine aufgabe suchst...? Ehrenamtlich-dann fällt das *ich muss was zu tun haben und ich werde nicht gebraucht - schon mal weg....
Wäre doch ein kleiner schritt#gruebel

Und mit deiner SchwiMu-warte erst mal ab wie sie dir gegenüber tritt....
Wenns dir zu blöd wird lass sie ihre moralpredigt halten und zieh von dannen...
Sowas muss nicht sein-wenn einer so fertig ist-das dann andere nachtreten....


#gruebel