Kriese nach Kaisershnitt? *achtung arg lang*

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von plda0011 30.09.06 - 23:42 Uhr

Hallo zusammen,

die Geburt meines Sohnes ist ziemlich schräg verlaufen. Erstmal gab's nen Balsensprung, dann Einleitung und zum Schluss Kaiserschnitt nach Geburtsstillstand in der Eröffnungsphase.

Als mir gesagt wurde, dass es wohl einen KS geben wird, bin ich völlig zusammengebrochen. Erstmal war ich sowieso ziemlich fertig nach acht Stunden Wehen und dann war das auch eine ziemliche Horrorvorstellung für mich.

Jedenfalls bekam ich dann völlig übermüdet, und noch hab im hysterischen Heulkrampf, mit immer mal wieder Wehen dazwischen, eine Spinalanästäsie und eben den KS.
Und mir war sooooo schlecht und ich war sooooo müde!

Und als sie mir dann mein Kind auf die Brust gelegt haben hab ich gemeint sie sollen es wegtun, weil ich Angst hatte ich müsste mich übergeben. Und dann wollte ich nur noch schlafen...

Als nächstes hab ich mitbekommen, dass wir in einem kleinen Raum waren wo mein Mann das Kind auf dem Bauch hatte, während ich halb gelähmt in meinem Stationsbett daneben lag.

Jedenfalls fange ich jedesmal wenn ich daran denke fast an zu heulen, weil ich denke, dass ich mein Kind im Stich gelassen hab. Ich hab ihn ja richtiggehend weggeschubst, als er zu mir gelegt wurde #heul.

Und auch danach hab ich nur an mich gedacht, mich drüber aufgeregt, dass die Betäubung sich so wiederlich anfühlt, mir so schlecht ist, ich auf dem Rücken liegen muss...
Das macht mich richtig fertig!


Wahrscheinlich ist das totaler Blödsinn, aber vielleicht ging es einigen von euch ja ähnlich.
Habt ihr euch irgendwann wieder beruhigt?
Wird sowas irgendwann mal zu einer lustigen Geburtsanekdote, so nach dem Motto "Hachje, was hab ich da rumgesponnen..."?

So richtig schlecht kann's dem kleinen Kerl ja nicht gegangen sein, dnn immerhin war sein Pappa je die ganze Zeit bei ihm...

Ich würde mich über ein paar Antworten sehr freuen!
lg
Dagmar + Fabian (11 Tage)

Beitrag von coppeliaa 01.10.06 - 09:26 Uhr

hi!

kurz: ich hab da an eine bekannte denken müssen, die nach einer anstrengenden, vaginalen geburt auch drum gebeten hat, das kind wieder von ihrer brust zu nehmen. sie hat gesagt, sie war völlig fertig, hatte angst, das kind könnte runterfallen und so.

und: es hat letztlich gar nix ausgemacht, sie und ihr sohn sind ein herz und eine seele, dem kleinen hats also gar nix ausgemacht :-)

alles gute für euch!

Beitrag von malibu69 01.10.06 - 13:02 Uhr

Huhu,

hatte nach meinem KS auch nur bedingt Lust, das Kind im Arm zu halten. Hätte eigentlich einen WKS gehabt, aber auf Grund von vorzeitigen, ziemlich heftigen Blutungen musste der Kleine dann doch noch eher als geplant geholt werden, durch die ganze Aufregung war ich fix und alle, war nur froh, als alles vorbei war und hatte dann im Anschluss nicht das grosse Schmusebedürfnis.
das hat sich aber in den nächsten Tagen prompt geändert und ich ahbe auch kein schlechtes Gewissen, dem Kleinen geht es gut ich liebe ihn über alles aber auch ich habe nach der Geburt nicht aufgehört, Mensch zu sein, nur weil ich jetzt Mutter bin.

gruss, Nicole

Beitrag von jezzi 01.10.06 - 20:08 Uhr

Japp, kommt mir bekannt vor. Das liegt zum Teil auch daran, dass man mich zusehr auf eine vaginale Geburt versteift hatte. Als dann die Prbleme wärend der Geburt kamen und dann auch noch KS gemacht werden sollte, war ich dann doch ziemlich überfordert mit der Situation. Obwohl mir im Moment der Entscheidung alles Wurscht war.

Ich konnte meinen kleinen auch nicht sofort im Arm halten. Mußte so arg zittern (Nachwirkung der Spinalen), dass ich Angst hatte ihn fallen zu lassen. Irgendwie war ich auch so mit mir selbst beschäftigt. Was ich als schlimm empfunden habe war, dass ich dieses Gefühl der riesengroßen Freude mit Tränen und allem drum und dran nicht hatte. Hab irgendwie nur gedacht so jetzt hast du ein Kind....und dann war ich wieder mit mir und dem KS den ich eigentlich so nicht haben wollte beschäftigt. Vor lauter Stress den ich mir selbst gemacht habe hat auch das Stillen nicht funktioniert...

Naja, mittlerweileist das Thema für mich gegessen. Ich bin zwar immer noch sehr nahe am Wasser gebaut, vorallem wenn ich einen KS bei mein Baby sehe, aber ansonsten habe ich mich mit dem KS versöhnt. Er war in dem moment eben nötig und gut.

Gelernt habe ich daraus auf jeden Fall. Sollte ich nochmal ein Baby entbinden dürfen, erwarte ich nichts und rechne mit allem. Sollte es dann wieder ein KS werden, dann ist es halt so.

Mein Baby und ich sind gesund und das ist das wichtigste. Ich denke dann immer an die Frauen, die liebend gern den KS in Kauf genommen hätten und dafür ein gesundes Baby im Arm halten dürften.


Liebe Grüße Jessi

Beitrag von mara299 02.10.06 - 10:42 Uhr

Hallo !

Erst einmal,

#herzlich #huepf #herzlich #huepf#klee#huepf #herzlich #huepf #herzlich Herzlichen Glückwunsch #herzlich #huepf #herzlich #huepf#klee#huepf #herzlich #huepf #herzlich

#freu#huepf#freu#huepf#klee#huepf#freu#huepf#freu zur Geburt deines süssen, kleinen #freu#huepf#freu#huepf#klee#huepf#freu#huepf#freu

#huepf #herzlich #baby #herzlich #huepf #herzlich #baby #herzlich #huepf Sohnes Fabian ! #huepf #herzlich #baby #herzlich #huepf #herzlich #baby #herzlich #huepf

Das du "deprimiert" bist kann ich verstehen, so ein Kaiserschnitt ist einfach schwer zu verkraften wenn man auf eine spontane Geburt eingestellt war. Bei mir war der Schnitt geplant, hatte 2 Tage Zeit um mich darauf einzustellen, dennoch fiel es mir lange schwer und ich denke noch heut' das es spontan viel schöner gewesen wär. Aber, ob ich meinen Schatz dann in den Armen hätte halten können ... der Kaiserschnitt war ein notwendiges Übel um das Schönste auf der Welt zu bekommen !
Dennoch habe ich durch den Babyblues ganz gut an meinen Gefühlen zu knabbern gehabt. Vorallem das Gefühl "versagt" zu haben brachte mich um den Verstand.
Mir ging es an sich aber recht gut nach der Spinal. Da es bei dir ja dann doch schneller gehen musste, ist die Dosis bei dir sicher höher ausgefallen als bei mir. Und dann warst du ja schon erschöpft von dem vorangegangenem Geburtsversuch. Das du da müde und erschöpft warst ... nimm dir das nicht übel.
Dein Kleiner hatte ja Papa direkt zum kuscheln.
Mir ging es nach der Spinal recht gut ... mal abgesehen von den Kaiserschnittschmerzen an sich.
Das du nur auf dem Rücken liegen solltest verstehe ich allerdings gar nicht. Gut, am selben Tag (mein Schnitt wurde morgens gemacht) war das drehen und wenden natürlich noch nichts drin, aber nachts durfte ich mich schon auf die Seite legen. Kissen seitlich unter den Bauch und dann ging das. Ab da wo der Katether gezogen war (nächsten Morgen) kam auch eine Physitherapeutin und legte mir nahe mich auf den Bauch zu legen, das wäre ja wichtig für die Rückbildung der Gebärmutter. Bei aller Liebe, das habe ich erst einen Monat nach der Geburt geschafft. Ich würde mal deine Hebi fragen.
Der Rest, ich habe jetzt, über ein Jahr nach dem Schnitt, langsam mit der Verarbeitung abgeschlossen.
Weinen könnte ich immer mal wieder, aber es ist besser geworden und mir ist klar, je länger ich darüber nachgedacht habe, das der Kaiserschnitt auch ganz schön Mut und Kraft verlangte, denn gut geht es einem danach nicht.
Eine >>lustige Geburtsanekdote<< ist es zwar noch immer nicht, aber man kommt damit klar un dich kann inzwischen über so einige Sachen lachen, andere ... naja.
Irgendwann schaffst du sicher das Ganze zu verarbeiten.

#liebdrueck, Mara