Wer kann mich beruhigen. Kind wird morgen operiert.

Hallo,

ich habe zwar schon im Forum gesucht und auch schon viele Beiträge gelesen, ich habe aber trotzdem die nackte Angst wenn ich ans Krankenhaus denke. Meine Tochter 3 3/4 Jahre alt wird morgen an den Polypen operiert und auch das Trommelfell wird ausgemacht und die Flüssigkeit wird abgesaugt. Evtl. kommen dann auch die Röhrchen rein. Ich weiss, dass die OP sehr wichtig ist, da sie so schlecht hört, aber ich habe trotzdem solche Angst, dass ich mein Kind nicht mehr wiedersehe. Es kann ja immer mal was passieren. Heute mittag müssen wir zur Blutabnahme und Besprechung. Allein da wird mir totenschlecht, wenn ich nur daran denke. Was soll ich nur machen? Ich muss doch stark für mein Mädchen sein. Das schlimmste ist auch, dass sie zuletzt die Blutabnahme bei der kleineren Schwester miterlebt hat. Die hat natürlich geschrien wie am Spieß, so dass die Große auch total verstört war und nicht wußte was los ist. ( Lies sich leider nicht vermeiden, dass sie dabei ist)
Sie spürt das bestimmt auch, dass ich solche Angst ahbe. Oder ist man dann plötzlich stark und ruhig, wenn es darauf ankommt. Meinen Mann kann ich leider morgen nicht mitnehmen, da er arbeiten muss und kein frei bekommt.
Wer kann mir Tipps geben, oder mir was Gutes erzählen. Ich bin über jeden Tipp dankbar.

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Hallo,

Ich weiss nicht, ob ich Dich wirklich beruhigen kann, aber ich bin überzeugt davon, dass man als Mutter in bestimmten Situation stärker ist als man denkt (betrifft die Väter glaub ich nicht unbedingt ;-)).

Bei dem Kind einer Freundin wurde vor Kurzem genau diese OP durchgeführt (mit Röhrchen), und es lief alles problemlos ab. Ich habe mich in den letzten Tagen auch viel damit beschäftigt, also im Internet recherchiert, weil bei unserem Sohn (2) ständig diese Flüssigkeit aus den Ohren läuft und ich mich somit nur etwas kundig machen wollte. Unter anderem waren auch Seiten von Unikliniken zu finden, die über diese OPs berichten - und überall war zu lesen, dass es eine absolut harmlose Sache sein soll. Natürlich gibt es immer Risiken, aber bezüglich dieser Geschichte sehr gering.

Nenn bei dem Gespräch heute Deine Ängste beim Namen - ein guter Arzt sollte Dich vernünftig über alles aufklären.

Kopf hoch - es wird schon :-)

Gruss,

Nadine

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Hallo,
das ist ganz normal das du Angst hast. Du bist ängstlich weil du nicht weißt wie es ihr dann geht und du nicht dabei bist.
Meine Sohn ist auch mit 4,5 Jahren an den Polypen operiert worden. Mir war auch ganz unheimlich dabei, aber er hat vorher eine Beruhigungssaft bekommen.
Ich konnte bis zum OP mitgehen und eine halbe Stunde später war es schon wieder aus dem OP wieder zurück.
Wir mußten dann noch ein paar Stunden da bleiben und konnten gegen nachmittag wieder nach Hause.

Du darfst ihr die Angst nicht zeigen sonst hat sie auch welche und denkt es passiert was schlimmes und hat auch Angst.

#liebdrueckDu schaffst das schon

LG Antje

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Hallo
Ich kann dich sehr gut verstehen,denn Luca wird nächste Woche mit der Vorhaut operiert.
Die Blutabnahme hat er sehr gut überstanden. Es gibt da in der Apotheke so Pflaster die du deiner Kleinen auf de Stichstellen drauf tun kannst (1 Stunde im Voraus), dann spürt sie GAR NIX und es ist auch toll für Mama zu sehen dass es nciht so schlimm ist. Mr ging es danach wirklich gut,Luca auch, Ich hatte die ganze Zeit Tränen in den Augen.
Die OP an sich fürchte ich auch, aber nicht dass er sterben könnte, sondern eher dass er aufacht und dolle Schmeren hat :-( Aber ich glaub da müssen wir durch.
ich wünsch euch auf jeden Fall viel Glück.
LgSylvie (22.SSW)+ Luca (fast 3)+#stern Lenny

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hallo

mein sohn ist letztes jahr im mai (da war er 5) auch operiert worden, er hat die polypen rausbekommen, das trommelfell wurde geöffnet und paukenröhrchen gesetzt.

bei den besprechungsterminen hat der arzt bzw. anästhesist meinem sohn erklärt, daß sie zirkus spielen. und der arzt hätte zaubersaft, der ganz schnell müde macht und wenn die "vorstellung" beendet ist, könne er auch wieder super hören.

was soll ich sagen, mein sohn hat sich sogar auf diesen "zirkus"gefreut.
ich hingegen war total nervös. aber wir haben seine lieblingsautos und sein kuscheltier mitgenommen und dann gespielt, bis er fast einschlief. er war stolz auf sein namensbändchen,welches die schwester ihm ums handgelenk machte.
kurz vor der op hat mein sohn, durch den beruhigungssaft schon fast geschlafen, auf dem handgelenk hatte er ein betäubungspflaster, sodaß er auch das legen der kanüle nicht spürte (daß hat er sowieso nicht mitbekommen, weil er da schon geschlafen hat)
45 min. war er weg und als ich ihn am op abholte hat er erstmal richtig geschrien, er wußte ja nicht, wo er dran war.
aber nach einigen min. hatte er sich beruhigt und wollte nach hause.
heute erzählt er ganz stolz von seinem krankenhausbesuch und fragt sogar hin und wieder, wann er da nochmal hin darf.(muß ich zwar nicht verstehen#kratz, aber beruhigt mich ungemein)
du darfst deinem kind keine angst zeigen, sonst wird es auch angst haben und daß sind dann die kids, die kein vertrauen mehr haben zu ärzten.
mit meinen kindern gehe ich immer spielerisch mit den themen um und sie freuen sich jedesmal, wenn es heißt, ab zum zahnarzt.

also, sei tapfer, für dich und dein kind. es ist normal, daß du angst hast, aber ihr schafft das.
ich drück euch die daumen

lg
sabine

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Hallo

warum bekommt sie denn die Polypen raus ?

Daniela

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Hallo,
du wirst sehr viel stärker sein, als du denkst - zumindestens war es bei mir so und ich hatte auch große Panik vor der o.g. OP, welche bei meiner Tochter ( 4 Jahre alt) vor 3 Monaten durchgeführt wurde. Leider musste ich auch alleine mit ihr dorthin, doch sie hat alles super weggesteckt. Vielleicht auch, weil wir ihr eine Belohnung für außerordentliche Tapferkeit versprochen hatten ?!
Was mir geholfen hat, war die Tatsache dort Leidensgenossen ( andere Eltern mit Kindern) zu treffen, mit denen man etwas Reden und auch Scherzen konnte. Die Kinder sind nach Erhalt von Dormicum in einem sehr entspannten Zustand - wirken fast betrunken.
Wir haben die OP in einem ambulanten OP-Zentrum machen lassen und ich konnte meine Tochter begleiten bis sie in Narkose lag und nach einer 1/2 Std. wieder in Empfang nehmen, bevor sie richtig erwachte. Das war mir sehr wichtig, denn sie sollte nicht noch zusätzliche Ängste ausstehen müssen. Ich war genau solange stark, bis sie in den OP geschoben wurde ( lag da schon in der Narkose ), dann flossen bei mir erst einmal die Tränen und ich bin vor die Tür gegangen - eine Zigarette rauchen. Als ich in den Aufwachraum gerufen wurde, konnte ich mich schon wieder gut zusammenreißen, denn ich war einfach glücklich sie wiederzusehen. Das Aufwachen war noch etwas schwierig, da viele Kinder schreien und toben, während der Übergangsphase - so auch bei meiner Tochter. Doch 1 Std. später konnte sie schon wieder etwas trinken und wir durften nach Hause fahren. Abends rief noch die Narkoseärztin an, ob alles okay sei. Es verlief alles komplikationslos, sie konnte bereits wieder Essen, Trinken und spielen, hatte nur minimale Schmerzen. Sie war stolz darauf alles so gut mitgemacht zu haben und freute sich sehr über die Tapferkeitsbelohnung.
Auch Ihr werdet die OP sicherlich gut meistern, ich wünsche Euch alles Gute und drücke Euch die Daumen, Gruß, Ulrike

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#liebdrueck
Laura ist 2x operiert worden (mit 3 + mit 15 Monaten) und ich hab jedes Mal heulend vor dem OP gestanden - genau wie Du schreibst, hatte ich das Gefühl sie nie wieder zu sehen.

Vielleicht kannst Du mit dem Arzt über Deine Angst reden. Bei uns waren jedenfalls alle superlieb - ich durfte mit in den OP bis die Narkose eingeleitet wurde und direkt nach der OP hab ich sie zum aufwachen wieder auf den Arm bekommen (gut, sie war halt noch viel kleiner). Ausserdem ist der operierende Arzt zwischendurch (während der Narkose-Arzt mit ihr beschäftigt war) noch zu mir rausgekommen und hat mich getröstet und mir versichert, dass alles in Ordnung ist.

Ich wünsch Euch alles Gute für morgen !!!

Kat

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Hallo,

ich wurde als Kind mehrfach an der Hüfte operiert. Das waren teilweise sehr lange OP´s und meine Mutter hatte sicher sehr große Angst um mich. (Im übrigen war sie bei den OP´s immer allein, meine Eltern sind getrennt)

Ich habe diese Angst meiner Mama aber nie gespürt und war heil froh, dass sie beim Aufwachen da war!! Das war sehr beruhigend für mich. Aufwachen, Mama ist da... alles wird gut, ich brauche keine Angst haben, es wird wieder....!

Sei einfach für deine Kleine da.

Ich wünsche Euch viel Glück und dir viel Kraft und Vertrauen in dich selbst. Sicher wirst du es trotz Angst super schaffen!#liebdrueck

LG Angi

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Vielen Dank für all die aufmunteren Worte. Haben den ehutigen tag auch ohne Tränchen über die Bühne gebracht. Alle waren sehr nett und was das schönste ist, dass ich morgen auch so lange bei ihr beliebn darf bis auf2wacht.

Aber es hat geholfen von euch allen zu hören. Danke

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hallo
ich kann dich beruhigen. ist alles halb so schlimm. mein großer (5jahre) hatte die gleiche op am montag. war am nachmittag genauso fit wie immer. aber mir ist es vorher genauso gegangen wie dir. ist wohl normal als mama.
lg michaela mit nico (5j) + nina (6m)