Mut-Mach-Geschichten und Mut-Mach-Gesichter

ursulaknorrek 04.04.12, 14:27
Hier ist der Platz für Eure ganz persönliche Mut-Mach-Geschichte und Fotos von Euren Kindern

Mit Kindern erleben Eltern immer wieder eine Achterbahn der Gefühle. Das Spektrum reicht von überglücklich und himmelhochjauchzend bis zu verzweifelt, ratlos und am Rande der Erschöpfung. Das macht das Leben mit Kindern so spannend, besonders und lebendig.
Aber gerade wenn Kinder krank sind und man Hilfe sucht, ist Zuspruch und Unterstützung außerordentlich wichtig. Denn nur so schafft man es, die nötige Kraft und Energie aufzubringen.
Viele Familien haben uns eindrucksvoll berichtet, was sie alles zusammen mit ihren Babys und Kindern erlebt haben, bis sich letztendlich herausstellte, dass eine allergische Reaktion der Auslöser für die Beschwerden ist. In der Rückschau erscheint vieles wie ein böser Spuk und die Freude und die Erleichterung, endlich die Ursache zu kennen, ist unbeschreiblich.
Auf dem Weg zur richtigen Diagnose müssen Familien mit ihren Kindern vieles durchleben. Denn das Beschwerdenbild einer Allergie ist gerade zu Beginn sehr unspezifisch und so lassen sich die Symptome nur schwer zuordnen. Erschwerend kommt hinzu, dass jedes Kind ein eigenes Reaktionsmuster zeigt.
Unser Ziel ist es mit Euch zusammen anderen Eltern Mut zu machen. Denn nur mit Mut, Kraft und Zuversicht, findet man Lösungen und neue Wege.
Dazu benötigen wir Eure Hilfe: Schreibt über Eure Erfahrungen, Erlebnisse und Gefühle, um anderen Familien zu helfen.
Schreibt Eure Mut-Mach-Geschichte für andere betroffenen Eltern. Durch Eure Beispiele kann die Vielfalt der Symptome zusammentragen werden und gezeigt werden, welche Maßnahmen und Schritte helfen, damit es den Kindern schnell wieder besser geht. Auch Mut-Mach-Gesichter finden unter der Rubrik "Fotos" in dieser Gruppe einen Platz.
Wir danken Euch jetzt schon für Eure engagierte Unterstützung und Eure Bereitschaft anderen Familien zu helfen.
diana-br. 04.04.12, 20:06
Kuhmilcheiweißallergie:

Hier erzähle ich euch mal meine Geschichte was ich erlebt habe damit:

Bei Geburt unseres Sohnes Yannick *11.1.11 war alles in Ordnung.
Dann hatte er aber immer Probleme mit dem Stuhlgang, habe damals Aptamil Pre gegeben.
Der war immer so fest das ich ihm immer den Darm anregen musste oder ab und zu mal mit dem Thermometer nachhelfen musste.
Hab dann auch Bebivita umgestellt und es wurde etwas besser, aber nicht viel...
Hinzu kam das er als er ca. 2-3 Wochen alt war leichte Pickel bekam, die Ärzte sagten Babyakne (mag auch wohl so sein, ich weiß es nicht) Dann wurde es sehr trockene Haut (im Gesicht, vor allem die Wangen) und ich hab Fettcreme bekommen, wurde erst besser, dann wieder schlimmer...
Dann die nächste Creme usw. usw.

Immer hieß es: trockne Haut oder Neuro....

Bei jeder Creme wurde es erst besser und dann war es wieder da. Klar die Ursache war ja nicht behoben!

Meine Schwiegermutter hat mir eigentlich den Denkanstoß gegeben damals. Denn mein Mann hatte bis er 7 Jahre alt war eine Kuhmilcheiweißallergie. Sie meinte: Das sieht so aus wie bei Kevin damals...

Ich wieder zum Doc, die nur so nee hat er nicht... Ich wollte das die einen Bluttest machen. Haben die auch dann nach hin und her gemacht.
Ergebnis war: negativ...
Hab im I-Netz aber gelesen was diese Teste nicht immer aussagekräftig sind...
Das hab ich meiner damaligen KIÄ auch gesagt! Weil sie meinte: Test negativ als hat er es nicht!
Und im Internet kann ja jeder alles schreiben. Wenn sie das sagt dann ist das so!!!
Hab ihr 1000 x gesagt mein Mann hatte das auch usw.
Hinzu kam das mein Sohn von einem Tag auf den anderen ca. 3 Monate und eine Woche war er alt so aussah wie auf dem Foto was ich mal hier eingestellt habe.
Auch danach meinte die KIÄ: nein er hat es nicht und ich sollte Creme Nummer 5 nehmen...

Da wäre ich fast ausgerastet... Er hatte die Wagen offen, die haben genässt und geblutet und die Stirn war verkrustet und hat genässt. Die Ohren waren auch angegriffen!
Sein Stuhlgang war so hart das wenn ich die Windel aufgemacht habe die ... in alle Richtungen gekullert sind. Er hat nach jeder Flasche erbrochen, war am weinen, unruhig, und hatte die Wagen immer extrem rot nach der Flasche...

Ich hatte sie gefragt ob ich nicht eine Probepackung bekommen könnte (was jeder KIA da haben sollte) um zu schauen was passiert und es nicht doch besser wird.
Sie meinte der Bluttest ist neg. und er hat es nicht. Wenn ich das meinen würde sollte ich mir das selber kaufen. Eine Dose 400 g kosten aber 40 €

Ich war so sauer, traurig und hilflos das ich einen andere KIÄ angerufen habe.
Konnte am nächsten Tag sofort kommen.

Sie hat ihn nur angesehen, mich gefragt ob ein Bluttest gemacht worden ist. Hab ja gesagt und das er negativ ausgefallen wäre. Daraufhin hat sie mir gesagt das heißt nix...
Ich sollte ihm das geben um zu sehen was passiert. Sie hat den Schrank geöffnet und mir eine Probe gegeben.

Das war damals an einem Mittwoch und ich sollte Freitags wieder kommen.

Ab nach Hause und er bekam die 1. Flasche, gut die lehnte er natürlich erst ab. Weil die Nahrung bitter ist. Aber mach dem 3. Versuch hat er sie bis heute ohne Probleme getrunken.

Als ich am Freitag wieder hin musste war eine deutliche Besserung zu sehen und das ganz ohne Creme und Co...

Nach einer Woche war alles weg und ist bis heute nie wieder aufgetaucht. Ich musste 4 Wochen lang ein Tagebuch führen um zu sehen was sich bessert usw.

Seine Haut war nach einer Woche wieder normal, das erbrechen war nach ca. 2 Tagen völlig weg und der Stuhlgang war wieder normal (also breiig was er bis dahin nie hatte).

Nach einer Woche hatte ich das liebste Kind auf Erden. Er hat nicht mehr geweint, war zufrieden usw usw

Danach hab ich die Nahrung auf Rezept bekommen!

Als er nun 1 Jahr alt geworden ist musste ich es wieder versuchen Milch einzuführen, ist leider fehl geschlagen, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf


Also Symptome waren:
Schlechte Haut
Verstopfung
Erbrechen
Unruhe und viel weinen

Ich rate nur allem Müttern KÄMPFT um euer Recht das die KIÄ einen Test machen mit einer non-allergene Eliminationsdiät!

Zur Ernährung kann ich nur sagen das ich seitdem alles weg lasse wo sowas drin ist, d.h. also immer lesen was drin ist usw usw. Aber das klappt ganz gut. Denn leider ist es mit dem weg lassen von Milcheiweiß alleine nicht getan.
Auch Gemüse und Obst können Allergien auslösen.
In dem Heft was ich dabei bekommen habe sind die Fleisch-, Obst- und Gemüsesorten drin die er bekommen sollte und ohne Probleme darf. Daran hab ich mich immer gehalten!

Lg
Diana und #baby Yannick (fast 15 Monate alt)
heike-gerda 22.05.12, 11:26
Ich bin 26 Jahre alt und habe 2 Söhne. Jannes (2,5 Jahre) und Lauris (14 Monate).
3 Monate nach Lauris seiner Geburt fing er an Hautekzeme am gesamten Körper zu bekommen. Mit etwa 3, 5 Monate sind wir ins Krankenhaus wegen einem bis dahin nicht bekannten Harnleiterdefekt der zu einer Nierenbeckenentzündung und Elektrolytentgleisung führte. Es sind viele Tränen geflossen, denn es konnte mir keiner sagen was für Folgen dies für ihn haben wird. Nach 5 Tage bangen war er über dem Berg. Seine Haut wurde wärend dem Krankenhausaufenthalt mit Cortison und Hermalbäder behandelt. Als wir wieder zuhause waren wollte unsere Kinderärtzin einen Allergietest machen. Da ich ihn aber nicht erneut quälen wollte und ich ihn zu diesem Zeitpunkt voll gestillt habe, habe ich diese Blutentnahme abglehnt.
Mit 7 Monaten als ich langsam die Beikost einführen wollte haben wir dann den Allergietest machen lassen, da seine Haut sich bis dahin immer mehr verschlechtert hat. Leider ist es wohl so, dass man nur 8 Faktoren testen kann. Das Ergebnis war Ei und Milcheiweißallergie. Trotz das meiden dieser Produkte wurde seine Haut nicht wirklich besser. Im Januar diesen Jahres mussten wir wieder in die Klinik zur Nierenkontrolle wo ebenfalls untersucht werden sollte warum mein Sohn schon seit 6 Monaten nicht wächst. Vermutet wurde ein Zöliakie, die sich zum Glück nicht bestättigt hat. Jetzt 4 Monate später wurden wir zu einem Spezialisten Überwiesen, der Gen- Tests mit Lauris machen soll. Vielleicht bekommen wir ja dann entlich Gewissheit was es mit seinem Wachstum auf sich hat. In 9 Monaten 3 cm ist wohl eindeutig zu wenig. Laut den Maßen bei unserem letzten Kinderarztbesuch ist Lauris mit fast 15 Monaten 71 cm groß und wiegt 9430 Gramm.
Zwischenzeitlich wurde im Februar seine Haut nochmals richtig schlimm und ich habe ihn morgens in seinem Bettchen, dass Blutbeschmiert, von den sämtlichen offenen Wunden an seinen Händen und dem Gesicht war vorgefunden. Darauf hin wurde ein erneuter Allerigietest gemacht wo nun die Hasel und Erdnussallerigie dazu kam.
Leider kommt immer wieder was neues dazu und Lauris reagierte z. Bsp. vor kurzen auf Mucospass Hustensaft. Nun darf er den Saft im Falle einer Bronchitis nicht mehr bekommen. Auf Ziegenmilch, die er zum probieren bekam hat er mit einer Anaphylaxie reagiert.
Also bei uns ist immer ein auf und ab. Aber wir geben nicht auf und versuchen ein ganz normales Leben zu führen.

Liebe Grüße Heike
minkabilly 25.05.12, 21:02
Hallo!
Dann beschreibe ich mal kurz unsere Geschichte:
Meine Tochter kam 2010 in der 25.SSW zur Welt. Sie war 26 cm und 340 g. Grund der extremen Frühgeburt war eine totale Unterversorgung. Sie war 8 Wochen beatmet, dann noch lange CPAP und Sauerstoffbedarf bis kurz nach ihrem 1.Geburtstag.
Sie ist noch recht klein und zierlich, letztes Mal beim messen und wiegen 74 cm und 8300 g....aber sie macht das alles ganz gut trotz ihres schweren Starts.
Sie nimmt halt von Anfang an sehr langsam zu, brauchte auch lange, um mit Stückchen klarzukommen (ohne würgen). Da macht sie jetzt gerade wieder ein Schritt vorwärts, zerdrückte Kartoffeln, Gemüse klappt schon gut. Das ging bis vor kurzem gar nicht.
In knapp 4 Wochen machen wir eine Kur in eine spezielle Frühchenklinik, ich hoffe, daß dadurch noch mehr "Normalität" in unser Leben kommt.
Mein Tip: laßt euren Kindern die Zeit , die sie brauchen und habt Geduld ;-)
LG
Foto ist hochgeladen...so klein wie ihr Püppi war sie mal #zitter
frederikehansen 29.05.12, 09:57
Liebe Heike, vielen Dank für Deine Mut-Mach-Geschichte und vielen Dank, dass Du Dich hier in der Gruppe engagierst, um damit anderen Familien zu helfen. Ich wünsche Dir gaaaanz viel Kraft, Zuversicht und Mut, um alle neuen Herausforderungen wie bisher so tapfer zu meistern.
Liebe Grüße, Frederike
frederikehansen 29.05.12, 10:07
Hallo! Auch Dir ganz ganz vielen Dank für Eure Geschichte. Ich finde fast keine Worte dafür. Denn es ist kaum zu glauben, was dieses kleine Mädchen geschafft hat. Ich wünsche Euch einen schönen Kuraufenthalt. Damit ihr danach gestärkt in den Alltag zurückkehrt. Liebe Grüße, Frederike
jennifer-78 29.05.12, 10:22
Hallo zusammen,
bin zwar schon ne Weile hier im Club, aber hab bisher noch nie die Zeit gefunden, was ueber uns zu schreiben.....
Mein Sohn Julian ist jetzt dann bald schon 6 Monate alt und seit er ca. 14 Wochen alt ist, wissen wir, dass er auf Kuhmilchprodukte allergisch reagiert. Julian hatte von Anfang an oft Probleme mit Bauchweh, Blaehungen usw, aber ca. 2 bis 3 Wochen nach der Geburt fing es an, dass er nach JEDEM Stillen, egal ob Tag oder Nacht, geschrien hat und sich oft erst ne Stunde spaeter beruhigt hat. Man konnte ihn nie ablegen, wir hatten ihn den ganzen Tag am Koerper, nachts hat er auf unserem Bauch geschlafen, sonst haette er gar nicht zur Ruhe gefunden. Er war ein richtiges Schreibaby, auch wenn ich den Ausdruck ja eigentlich gar nicht mag. Es war eine sehr schwere Zeit und niemand konnte uns so wirklich helfen. Wir waren beim Heilpraktiker, Osteopathen, meine Hebamme wusste auch nicht weiter..... Selbst der Kinderarzt meinte am Anfang, dass es halt die normalen 3-Monatskoliken seien. Aber es wurde einfach nicht besser und auch uebliche Mittelchen wie Sab simplex, Kuemmelzaepfchen usw halfen gar nicht. Jedenfalls meinte der Kinderarzt nach einem erneuten Besuch dann, dass es auch an Kuhmilchprodukten liegen koennte, die ich zu mir nehme und wir sollten nun mal 2 Wochen ausschliesslich Neocate fuettern. Der erste Tag war furchtbar, da er das Neocate nicht mochte und auch nicht aus der Flasche trinken wollte. Aber schon am 2. Tag hat er die Nahrung gut angenommen und er war wie ausgewechselt und hat echt viel viel weniger geweint wie vorher - ein Unterschied wie Tag und Nacht!!!
Ich wollte ja eigentlich laenger stillen und war schon etwas traurig, das nicht mehr tun zu koennen, aber as wichtigste war, dass es Julian endlich besser ging! Dass ich komplett auf Kuhmilchprodukte verzichte, um weiter stillen zu koennen, hab ich fuer mich ausgeschlossen, da ich einfach nicht auf so viele Lebensmittel verzichten kann und auch nicht die Kraft hatte von jetzt auf nachher so ne "Diaet" durchzuhalten. Ein bisschen Lebensqualitaet muss einem ja auch noch bleiben.
Haben nun vor einigen Wochen mit Beikost begonnen und da gibt es gluecklicherweise keine Verdauungsprobleme bisher :-)
LG Jennifer #liebdrueck
frederikehansen 30.05.12, 08:23
Hallo Jennifer, als Mama ist man dauernd in Bewegung und immer beschäftigt, deswegen freue ich mich sehr, dass Du die Zeit gefunden hast, uns Eure Geschichte zu erzählen.
Damit kannst Du vielen Eltern und Familien Mut machen und Kraft geben. Und das ist so wertvoll!
Vielen, vielen Dank!
Denn die Erfahrung zeigt, dass die ersten Anzeichen einer Allergie oft übersehen werden und die Familien und Kinder schwere Zeiten durchleben bis endlich klar ist, was der eigentliche Auslöser für die Beschwerden ist.
Dabei kann man Allergien einfach und sicher behandeln.
Nochmals 1000 Dank und alles Gute, herlichst Frederike
carow79 06.08.12, 23:58
Hallo,
bin Mama von 3 Kindern.
Mein kleines Sorgenkind ist jetzt 22 Monate alt.
Sie kam 6 Wochen zu früh und hat einen angeborenen Herzfehler.Sie ist mitlerweile im Motorischen Bereich wie auch im Sprachlichen Bereich deutlich zurück.Mit knapp 2 Jahren kann sie so c.a 8 einzelnen Worte das war es auch.
Die kleine Flocke hat auch Epilepsie,:-(es wird leider nicht weniger es wird immer mehr was sie so an Baustellen hat.
Unser größtes Problem ist das sie zur Zeit wegen ihrer Epilepsie mit Orifril schleichend eingestellt wird.Geplant sind 360ml am Tag.
Und jetzt ißt meine kleine nichts mehr seit der Einführung der Medikamente.
Sie hat immer gut gegessen aber jetzt kaum bis gar nicht.sie hat jetzt auch schon etwas über 1 Kilo abgenommen.
Nein,eine Mutmachgeschichte ist das gerade alles nicht,aber wir stehen noch am Anfang und ich Hoffe das wir auch bald wieder mehr Mut haben können.
Ein kleiner Erfolg wäre,wenn sie wenigstens etwas essen würde.

Carow
frederikehansen 07.08.12, 09:01
Hallo carow, vielen Dank für Dein Vertrauen! Ich freue mich, dass Du Deine Geschichte mit uns teilst. Deine Flocke ist mit Sicherheit ein ganz starkes und liebenswertes Persönchen.
Ich halte Dir fest die Daumen, dass die Appetitlosigkeit bald verschwindet und die Einstellung auf das Medikament Besserung bringt.
Ich kann mir gut vorstellen, wie viel Liebe es braucht, um ein appetitloses Mädchen zum Essen zu ermuntern. Hast Du mit dem Arzt schon mal über eine Ernährungsberatung gesprochen? Denn so bekommst Du sicher hilfreiche Tricks wie man die Ernährung optimieren kann. Als Beispiele fallen mir gerade ein: angepasste Mahlzeitenaufteilung, energiereiche Zwischenmahlzeiten, hochkalorische Supplemente und ähnliches. Solche Maßnahmen können dazubeitragen das Gewicht trotz der Appetitlosigkeit zu stabilisieren.
Ich wünsche Dir für Deine 3 Mädels alles, alles Gute.
Liebe Grüße, Frederike
minkabilly 17.08.12, 10:35
Zitat von minkabilly:Hallo!
Dann beschreibe ich mal kurz unsere Geschichte:
Meine Tochter kam 2010 in der 25.SSW zur Welt. Sie war 26 cm und 340 g. Grund der extremen Frühgeburt war eine totale Unterversorgung. Sie war 8 Wochen beatmet, dann noch lange CPAP und Sauerstoffbedarf bis kurz nach ihrem 1.Geburtstag.
Sie ist noch recht klein und zierlich, letztes Mal beim messen und wiegen 74 cm und 8300 g....aber sie macht das alles ganz gut trotz ihres schweren Starts.
Sie nimmt halt von Anfang an sehr langsam zu, brauchte auch lange, um mit Stückchen klarzukommen (ohne würgen). Da macht sie jetzt gerade wieder ein Schritt vorwärts, zerdrückte Kartoffeln, Gemüse klappt schon gut. Das ging bis vor kurzem gar nicht.
In knapp 4 Wochen machen wir eine Kur in eine spezielle Frühchenklinik, ich hoffe, daß dadurch noch mehr "Normalität" in unser Leben kommt.
Mein Tip: laßt euren Kindern die Zeit , die sie brauchen und habt Geduld ;-)
LG
Foto ist hochgeladen...so klein wie ihr Püppi war sie mal #zitter

Es ist soweit und unsere Süße kann jetzt kleine Fleischstückchen, Leberwurstbrot oder auch kleine Käsebrötchen, Laugenbrezel etc. essen. Sie ist jetzt 25 1/2 Monate.
Schaut mal bei Fotos...hab eins mit Leberwurstbrot essen hochgeladen ;-)
ursulaknorrek 18.08.12, 16:15
Hallo, ich freue mich mit Euch. Schön, dass Ihr so tolle Fortschritte macht. Eine echte Kämpfermaus, Deine Kleine. Herzliche Grüsse Ursula
nelly2504 22.08.12, 02:19
Hallo!

Ich habe das Forum neu entdeckt und werde euch mal von mir und meinen beiden Mäusen erzählen:

Ich selbst bin 29 und alleinerziehend.Ich habe 2 Kinder: Leon(6) und Lea (2). Bei beiden besteht das Problem, dass sie diverse "komische" Allergien haben. Bis wir damals darauf gekommen sind, haben wir bissl was durch.
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Zuerst zu Leon:
Leon war ca. 3 Jahre alt als er anfing, täglich Kopfschmerzen zu haben. Das ging hin bis zu Erbrechen durch die Schmerzen und Heulkrämpfe. Später kamen Unruhe und ständiges Kratzen dazu. Ja seltsame Anzeichen für eine Allergie, aber seit wir die Ernährung umgestellt haben, ist alles weg.
Die Kopfschmerzen waren damals so schlimm, dass wir von Arzt zu Arzt sind. Keiner fand was, Zuletzt hiess es sogar Verdacht auf Hirntumor. (Hat sich aber Gott sei Dank beim Röntgen und MRT nicht bestätigt)

Zuletzt haben wir eine Bioresonanztestung machen lassen und dabei stellten sich folgende Allergien raus:
- Tomate
- Orangen
- Rind und Kalb
- Kakao
- diverse chemische Stoffe

Das Schlimmste dabei ist für meinen Sohn, dass er nun komplett auf Schokolade verzichten muss. Seit wir das aber weglassen, ist wie gesagt Ruhe. Leon ist ruhiger (nicht mehr zappelig), kratzt sich nicht mehr ständig und Kopfschmerzen hatte er schon ewig nicht mehr.
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Nun zu Lea (mein eigentliches Problemkindchen):

Lea hatte kurz nach der Geburt keine Probleme. Als wir dann anfingen Beikost zu füttern, ging es plötzlich los mit Bauchproblemen. Vor allem extreme Stuhlgänge. Nicht nur massiv und viel (volle Windeln plus komplett umziehen plus Sofadecke/Bettzeug/... erneuern 5x in 10 Minuten war nix neues), sondern auch sehr flüssig und unter hohem Druck (einmal hat sie im Kinderzimmer die gegenüber liegende Wand und Decke erreicht#schock). Weiter fing es dann an mit plötzlich ständig krank ("Erkältung" mit Atemproblemen) bis sie zum Schluss extreme Atemnot hatte. (Sie lief oftmals blau an) Das Inhalationsgerät war unser bester Freund. Letzte Diagnose war dann allergisches Asthma und die Suche nach dem Auslöser begann. Herausgestellt haben sich folgende Allergien:
- Erdnüsse
- Pollen von Bäumen (Hasel, Erle, Linde, Buche,...) und diverse Gräser
- Meerschweinchen
- Hausstaubmilben
Und das Schlimmste: SÄMTLICHE Getreidearten (Weizen, Gerste, Hafer,...) Alles eben ausser Roggen(!), weiterhin Mais, Sesam,...

Ich versuche wirklich Leas Ernährung umzustellen. Bekomms aber beim Getreide net wirklich hin. Reisbrot und Reisnudeln hängen uns allen schon zum Hals raus:-(#schmoll
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Das wars vorerst mal von uns. Sorry für den langen Beitrag. Ich hoffe, dass ich hier viele Tipps finde, wie und was ich noch ändern kann.

LG Conny#katze
nelly2504 22.08.12, 02:22
Ach ja. Das hab ich noch vergessen. Natürlich wurde bei Lea eine Gliadin- und Gutenunverträglichkeit festgestellt.
frederikehansen 23.08.12, 10:39
Hallo Conny,
herzlich willkommen in unserem Club!
Und vor allem ganz herzlichen Dank für Dein Vertrauen und Deinen Mut Eure Geschichte mit uns zu teilen. Dafür vielen, lieben Dank.
Allerdings sind wir der festen Überzeugung, dass Eure Mut-Mach-Geschichten für andere Familien eine große Hilfe sein können. Denn genau wie Du es beschrieben hast, sind die ersten Anzeichen einer Allergie sehr unterschiedlich. Zu Beginn fällt es oft schwer, die Beschwerden einzuordnen. Und so ist die Phase der Diagnosestellung für die Familien besonders belastend und eine Zeit der Sorgen.
Manchmal wäre es wünschenswert, man würde eher an die Möglichkeit einer Allergie denken.
Auch können Allergien in jedem Alter auftreten. Auch ältere Menschen können jederzeit von einem Allergieproblem überrascht werden.
Obwohl es für Euch der Weg war, der Euch geholfen hat, muss ich für alle nochmal deutlich machen: Die Bioresonanztherapie ist kein anerkanntes Verfahren zur Diagnosestellung einer Allergie.
Die sicherste Methode um das Vorliegen einer Allergie zu überprüfen, ist die diagnostische Auslassdiät. Allein der Begriff klingt vielleicht kompliziert, aber das Prinzip, das hier zugrundeliegt, ist ganz simpel und liefert vor allem sichere Ergebnisse.
Deswegen raten wir bei begründetem Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie, sich an einen allergologisch versierten Kinderarzt zu wenden. So findet man sicher heraus, welcher Nahrungsbestandteil Beschwerden auslöst und welcher nicht.
Der Hauptgedanke, der dahinter steckt, ist unnötige Ernährungseinschränkungen zu vermeiden. Denn jede Änderung der täglichen Ernährung kann eine Einschränkung der Lebensqualität zur Folge haben. Deswegen ist es wichtig, jeden Verdacht zu überprüfen, bevor man vorschnell die Ernährung umstellt.
Die Behandlung einer Nahrungsmittelallergie besteht darin, das Allergen konsequent zu meiden. Im Falle einer Kuhmilchallergie bedeutet das z.B. eine konsequente Ernährung ganz ohne Milch und Milchprodukte.
Wenn mehrere Nahrungsmittelallergien gleichzeitig vorliegen, wird die Ernährung noch komplizierter und es fällt wirklich schwer, alles im Auge zu behalten. Dann macht eine individuelle Ernährungsberatung Sinn. Unter www.dge.de, www.vdoe.de, www.vdd.de und www.daab.de findet man beispielsweise Listen mit Ernährungsberatungsstellen
Gute Hilfestellung erhält man auch bei der jeweiligen Krankenkasse.

Liebe Conny, vielen Dank für Dein Vertrauen und Deine Bereitschaft, Dich in unserem Club zu engagieren. Ich freue mich jetzt schon auf rege Diskussionen.
Bei allem was Du schreibst, erkennt man eine starke Persönlichkeit, die sich konsequent für Ihre Kinder einsetzt und das Beste versucht. Dafür möchte ich Dir meinen vollen Respekt aussprechen.
Liebe Grüße und alles Gute für Euch 3, herzlichst Frederike