Gynäkologe Dr. Maul

Expertenrat Wochenbett

Wenn die Mutter umsorgt wird und Entspannung möglich ist, kann die Wochenbettzeit eine wunderschöne Phase sein, in der sich Eltern und Baby kennenlernen. Doch nicht immer läuft alles glatt. Die Kaiserschnittnaht schmerzt, eine richtige Wochenbett-Depression droht oder die Brüste haben sich entzündet. Die Gynäkologen Dr. Maul und Dr. Masson von motherstalk.de beantworteten eure Fragen.

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Best of-Fragen

Experte Holger Maul

Über den Experten

Dr. med. Holger Maul leitet seit Januar 2009 als Chefarzt die Bereiche Geburtshilfe, Perinatalmedizin und Pränataldiagnostik im Marienkrankenhaus Hamburg.

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3 wichtige Fragen und Antworten aus dem Expertenforum:

Angst vor erneuter Wochenbettdepression

Frage: Ich bin in der 26. Woche schwanger mit Zwillingen. Am Anfang der Schwangerschaft hatte ich mit Depressionen zu kämpfen, wahrscheinlich durch die Hormonumstellung. Ich habe das aber zum Glück ohne Medikamente in den Griff bekommen. Nun habe ich Angst, dass ich nach der Entbindung auch Depressionen bekomme, vielleicht wieder ausgelöst durch die Hormonumstellung?! Meine Frage ist, gibt es etwas, das ich vorsorglich tun kann, damit es nicht soweit kommt?

Experte: In der Tat ist damit zu rechnen, dass das Risiko für eine postpartale Depression bei Ihnen erhöht ist. Die wichtigste Maßnahme ist, dass Sie ihr Problem von Anfang an kommunizieren und offen damit umgehen (z.B. bereits im Rahmen des Geburtsplanungsgespräches). Günstig wäre, wenn Sie sich eine Klinik suchen, die das frühe Bonding und das Stillen, z.B. eine nach WHO und UNICEF zertifizierte babyfreundliche Geburtsklinik, unterstützt. Viel mehr können Sie ehrlich gesagt im Moment nicht tun! Kopf hoch und weiterhin eine erfolgreiche Schwangerschaft

 

Haben wir ein Recht auf Ruhe im Wochenbett?

Frage: Unsere erste Tochter war ein Frühchen und "das Wochenbett" habe ich zwischen daheim und der Intensivstation verbracht und keine Ruhe, Kuschelzeit, etc...Nun bin ich erneut schwanger und hoffe natürlich, dass wir diesmal "alles normal" miterleben dürfen und somit auch das Wochenbett und die gemeinsame erste Zeit mit unseren beiden Kindern, die Gewöhnung von der Großen an das Baby und alles was dazu gehört...
Jetzt haben wir sehr gute Freunde und leider auch einige aus der Familie, die sagen, hoffentlich ist diesmal alles normal und wir können euch im Krankenhaus und zu Hause direkt oft besuchen und nicht wie beim letzten Mal immer nur kurz auf intensiv und zu Hause erst später...Ich wünsche mir, dass wir das Wochenbett, die Kennenlernzeit für unsere kleine Familie nutzen können. Ich habe keinen Lust, direkt alle dort sitzen zu haben. Ich wünsche mir, dass wir vier diesmal Zeit für uns haben ohne 100 andere Hände die sich überall einmischen.

Experte: Ich sehe das genauso, wie die letzte Schreiberin. An erster Stelle steht Ihre Familie mit der Sie sich neu eingewöhnen müssen. Vielleicht schreiben Sie an Ihre Familie (außer den engsten Angehörigen) und Freunden, dass Sie darum bitten, Sie in den ersten Tagen noch nicht zu behelligen. Sie können das später doch alles nachholen und freuen sich dann umso mehr auf den Besuch, weil Sie dann mehr Zeit für sie haben, wenn sich alles eingespielt hat. Über manches Unverständnis sollten Sie sich hinwegsetzen.

 

Hygiene im Wochenbett

Frage: Für mich ist die Hygiene im Wochenbett noch ein Rätsel. Ist es wirklich sinnvoll eine Rolle Klopapier ins KH mitzunehmen? Sind Einmalwaschlappen zu empfehlen?

Experte: Das müssen Sie auf gar keinen Fall tun! Sie müssen auch keine Einmalwaschlappen ins Krankenhaus mitnehmen.


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