Expertenforum
Allgemeinärztin Dr. Katja Peters

Expertenrat Erkältungskrankheiten

Wie können Schwangere Husten, Schnupfen & Co. lindern ohne ihrem Baby mit starken Medikamenten zu schaden? Und wie hilft man kleinen Kindern, die mit einer Erkältung kämpfen? Eure Fragen zu diesen Themen beantworteten Frauenarzt Dr. Dirk Masson und die Allgemeinärztin Dr. Katja Peters von motherstalk.de.

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Best of-Fragen

Expertin Katja Peters

Über die Expertin

Dr. Katja Peters ist Fachärztin für Allgemeinmedizin und Fachärztin für öffentliches Gesundheitswesen. Sie arbeitet in eigener Praxis in Hamburg.

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3 wichtige Fragen aus unserem Expertenforum

Wie das Immunsystem stärken?

Frage: Mein Sohn ist seit Sept. 2012 im Kiga. Hat letzten Winter schon sämtlich Infekte mitgenommen und die Viren an uns großzügig verteilt. Alle sagten, ach das ist normal im 1.J ahr....nur jetzt ist das vorbei und irgendwie fängt diese Herbst-Winter Saison genauso an wie die letzte: 3 Erkältungen. Wie kann ich unsere Abwehrkräfte mobilisieren?

Experte: Sorry, aber das ist leider so, Kinder in diesem Alter haben bis zu 13 Infekte im Jahr, Erwachsene etwa 3-4 mal. Sie machen diese Infekte durch, weil es ständig andere Viren sind (es gibt schätzungsweise mehr als 200 von ihnen), auf die sich das Immunsystem Ihres Kindes sich ständig neu einstellen muss. Im Blut des erkrankten Kindes bilden sich dann Antikörper gegen das jeweilige Virus, das dem Kind beim nächsten Kontakt mit ihm nichts mehr anhaben kann.Geben Sie zur Stärkung der immunologischen Abwehr frisch gepressten Orangensaft, viel Obst, und reichlich zu trinken und gehen Sie mit Ihrem Kind auch wenn es nicht im Kindergarten ist, 2 mal pro Tag an die frische Luft. Ziehen Sie Ihr Kind so an, dass es weder friert noch schwitzt, dem Zwiebelprinzip entsprechend. Und, wiederholt in den vorigen Fragen beschrieben, sorgen Sie für eine Temperatur im Zimmer Ihres Kindes zwischen18-20 Grad und legen Sie feuchte Handtücher auf die Heizung, um die Luft anzufeuchten, weil gerade jetzt in der Herbst- und Winterzeit, die Luft in Wohnungen häufig viel zu trocken ist.

 

Ibuprofen in der Stillzeit?

Frage: Ich stille zurzeit noch voll und habe leider eine ziemliche Erkältung (mache schon die üblichen Sachen, viel trinken, spazierengehen, Luft befeuchten, inhalieren usw.) aber heute habe ich richtig schlimme Kopfschmerzen. Meine Hebamme sagte mir damals im Wochenbett, dass ich ruhig Paracetamol nehmen darf (max. 1500 / Tag), das hilft aber bei mir so gut wie gar nicht. Bei embryotox.de las ich jetzt, dass man auch Ibuprofen nehmen darf in der Stillzeit. Ist das so? Kann ich mich generell auf embryotox.de verlassen?

Experte: Das ist natürlich ein unglücklicher Zeitpunkt für eine Erkältung, zumal die Gefahr besteht, dass Sie Ihr Kind anstecken. Wenn Sie besonders vorsichtig sein und das vermeiden wollen, holen Sie sich aus der Apotheke mehrere Mundschutze, die etwa 3-4 mal am Tag gewechselt werden sollten. Husten und Niesen bitte in die Armbeuge, damit Sie Ihr Kind nicht über Ihre Hände infizieren. Ibuprofen dürfen Sie dreimal am Tag nehmen, und zu Embryotox, die meisten Ärzte informieren sich über Embryotox und verlassen sich auf deren Angaben.

 

Nasentropfen

Frage: Mein Kleiner (2) ist immer wieder erkältet. Damit er schlafen kann bekommt er abends Nasentropfen. Über den Tag reicht es meist aus, wenn ich ihm Engelwurzbalsam auf die Nase schmiere. Wie lang kann ich ihm Nasentropfen geben? Man soll ja nicht zu lang und nicht zu viel geben. Wie lang muss ich pausieren, bis ich ihm wieder was geben kann? Reicht eine Woche aus? Wie sieht es mit Meerwassernasenspray aus? Kann man das immer geben (dauerhaft) oder besteht da auch die Gefahr, dass sich der Körper dran gewöhnt?

Experte: Nasentropfen, zumindest, die Oxymetazolin oder Xylometazolin enthalten, und damit auf die Nasenschleimhaut abschwellend wirken, sollten in der Tat nicht dauerhaft angewendet werden. Auf Dauer wird dadurch die Nasenschleimhaut gereizt. Als Alternative bietet sich, wie Sie richtig schreiben, Meerwassernasenspray oder auch eine 1%ige Kochsalzlösung an, die sie mit abgekochtem Wasser selber herstellen (1 Teelöffel Salz auf 500 ml Wasser - bitte nach 2 Tagen neu ansetzen, oder diese ebenfalls vom Apotheker erhalten können.


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