Pfeiffersches Drüsenfieber. Hatte das schon mal jemand von euch

    • (1) 12.02.08 - 12:08

      Hallo!



      Meine kleine Tochter (4jahre) erkrankte vor drei Wochen an einer Strepptokokeninfektion im Hals. Sie hatte schreckliche Halsschmerzen und hohes Fieber, ihr wurde dann ein Antibiotika verschrieben, dass wir brav 10 Tage lang drei mal täglich verabreichten.
      Diese Einnahme endete am 1.2, Montag den 4.2 bekam sie schon wieder hohes Fieber und Halsschmerzen, wir sind wieder zum Kinderarzt, diesmal zu einem anderen, da an Fasching die Ärzte ziemich rar sind.
      Dieser machte einen Abstrich im Hals und sagte uns sie hätte wieder eine solche Infektion und es deutet auf Scharlach hin. Sie hatte aber zu keinem Zeitpunkt eine Himbeerrote Zunge, geschweige denn einen Ausschlag am Körper.
      Wir bekamen wieder ein Antibiotika dieses sollte sie 6 Tage nehmen, am Samstag endete die Einnahme.
      Samstagsmorgens sagte sie mir aber schon wieder, dass ihr so kalt ist, ich fühlte an ihrer Stirn, an den Bäckchen und den Händchen und konnte eigentlich nur richtig kalt feststellen. Ich messte ihr aber doch Fieber und tatsächlich, sie hatte schon wieder Fieber, wieder sehr hoch (knapp 40) obwohl wir seit Dienstag eigentlich Ruhe damit hatten.
      Nachdem sie nur noch hier rum lag und es ihr immer schlechter zu gehen schien, fuhren wir am Sonntag ins Krankenhaus zur Notfalldienst Zentrale. Dort hatte auch ein Kinderarzt dienst und da wurde sie untersucht. Da ihr großer Bruder auch seit Mittwoch mit Fieber und Schlappheit, Appetitlosigkeit usw litt, ging der Doc davon aus, dass sie das selbe hat wie er. Und da im moment ja diese Grippaleninfekte rumgehen, wurde das diagnostiziert. Ich sollte allen drei, da der Kleine nun auch anfing mit Fieber, Nurofen Saft geben und warten bis es wieder weg geht, sollte auch relativ schnell der Fall sein.

      Seit Sonntag nehmen alle drei, drei mal täglich ihre vorgegebene Menge Nurofen Saft, aber leider immernoch keine Besserung. Essen wollen alle drei nicht mehr, ich "zwinge" sie dazu wenigstens ein bisschen zu essen, trinken tun sie auch nur sehr wenig, ich halte sie immer wieder dazu an, dass sie auf ihre Menge am Tag kommen.
      Die Kinder liegen nur noch hier rum, der einzige der noch etwas fit ist, ist der Kleine, der springt noch ab und zu hier rum und spielt, aber meine Tochter und mein Großer liegen eigentlich nur noch auf der Couch und schlafen.
      Seit gestern geht es mir nun selbst nicht gut, ich habe ebenfalls Fieber, mit starken Kopf und Gliederschmerzen und Bauchschmerzen. Das Fieber ist heute schon viel besser, aber die restlichen Begleiterscheinungen sind nach wie vor da und sehr unangenehm, ich konnte vor letzte Nacht und auch letzte Nacht deshalb kaum schlafen, weil mir aus unerklärlichen Gründen sämtliche Knochen im Leib weh tun, auch in der Nierengegend hab ich derbe schmerzen, die mich kaum liegen lassen.

      Jetzt rief mich vorhin der Papa meines Großen an, auch er ist schon seit einiger Zeit krank, sein Doc ging bisher auch von nem normalem Infekt aus. Da aber auch bei ihm das Antibiotika nicht half und auch die Schlappheit und die anderen Symptome ausser das Fieber nicht weg gingen, machte sein Arzt einen Bluttest.
      Ja und eben teilte er mir mit, dass er das Pfeiffersche Drüsenfieber hat.

      Nun ist natürlich mein Gedanke ob das meine Kinder und eventuell ich nicht auch haben können. Immerhin ist mein Großer ja alle zwei Wochenenenden bei seinem Vater und war auch dort, als er anfing krank zu werden.
      Bei den Kinderärzten werde ich nur vertröstet, Antibiotika kann ich momentan keins geben, es geht auch wieder alleine weg, es reicht wenn ich Nurofen gebe. Ich kann meine Kinder aber mittlerweile nicht mehr so leiden sehen.

      Hatte hier schon mal jemand das Pfeiffersche Drüsenfieber und bestünde die Möglichkeit das meine Kinder das auch haben!?
      Kann das gefährlich werden, ich meine, meine Tochter macht nun schon seit 3 Wochen damit rum und einfach keine Besserung in Sicht. Mache mir doch starke Sorgen!

      Liebe Grüße
      Steffi

      • (2) 12.02.08 - 12:29

        Hallo,

        ich würde auf jeden Fall eine Blutuntersuchung auf Epstein-Barr-Virus machen lassen.
        Dieser Wert wird bei Pfeifer´sches Drüsenfieber untersucht.

        Ich hatte vor ca. 10 Jahren einen Pfeifer...der nicht richtig behandelt worden ist.

        Konnte ca. 14 Tage nichts essen, ausser flüssige Nahrung, da der komplette Rachenraum zugeschwollen war. Demnach hatte ich mächtig abgenommen.
        Operieren wollte mich in dem Zustand auch keiner.
        Meine Milz war ebenfalls ziemlich angeschwollen sowie sehr viele Lymphknoten.

        Damit ist überhaupt nicht zu spaßen.

        Geh am Besten mit Deinen Kindern zum HNO-Arzt.
        Der soll einen Abstrich machen bzw. gleich Blut abnehmen.

        Gute Besserung.

        LG
        Ciones






        (3) 12.02.08 - 12:38

        Ich denke schon, dass ihr das haben könntet. Aber lies doch mal das hier durch:
        http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/mononukleose.htm

        Ihr solltet auf jeden Fall zum Arzt und euch daraufhin untersuchen lassen. Anstecken kann man sich durch engen Kontakt zu anderen Personen die das auch haben. Von daher ist es nicht abwegig, dass ihr euch angesteckt habt.

        (4) 12.02.08 - 14:59

        Hallo,

        ich hatte das auch...allerdings mit Anfang 20.
        Ich war 5 Wochen krank geschrieben...ich war nur froh das es der Arzt gleich erkannt hat (Blutbild und vergrößerte Milz)

        Das ist wirklich ansteckend!!!

        LG und gute Besserung.
        sasi

      • nabend

        ich kann dir auch nur raten ein blutbild machen zu lassen, das pfeifersche drüsenfieber ist super ansteckend. ich bin 2003 daran erkrankt und ehrlich gesagt ich hab fast gedacht ich geh dran kapputt. ich war ein halbes jahr ausser gefecht gesetzt und lag zwischenzeitlich auch im kh, ich möchte das nie nie wieder erleben.

        lg
        Sandra

        Guten Morgen,
        oh je, wenn ich die ganzen Berichte hier lese, muss ich sagen, dass ich richtig glimpflich davongekommen bin. Im Oktober 2007 habe ich mich schlapp gefühlt und dachte an einen Virusinfekt. Mein Hausarzt hat dann aber Blut abgenommen und auf den Epstein-Barr-Virus untersucht. Hatten wohl zu der Zeit ziemlich viele Leute! Mir ging es aber zum Glück nach einer Woche wieder gut. Rückfälle habe ich seitdem auch keine gehabt. Mich hatte es wohl nur leicht erwischt!
        Liebe Grüße

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