Schwangerschaftsdiabetis.Was Essen?

Hallo,
ich schreibe für eine Freundin die erst im dritten Monat ist und schon unter SS-Diabetes leidet.Ihr geht es richtig schlecht.Sie sagt das ist alles Kopfsache.Sie "trauert" dem Essen gerade nach.Kann ich verstehn.

Ich bin jetzt auf der Suche nach Rezepten oder sogar Kochbüchern die ich ihr geben kann.
Sie hat Horror vor Nadeln und will unbedingt den Zucker mit der Ernährung im Griff halten.Zumindest so lange es geht.

Weiss jemand von euch Rezepte oder Bücher?

LG kelloggmaus

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Hallo,


Ohhhhh, habe ich dem Essen und besonders den Süßigkeiten nachgetrauert#schmoll


Hier ein Link zum Kochbuch/Büchern:

http://www.amazon.de/s/?ie=UTF8&keywords=kochbuch+diabetiker&tag=googhydr08-21&index=aps&hvadid=2506046751&ref=pd_sl_rwavxz10i_b

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hallo!
das ist aber lieb von dir, dass du ihr helfen möchtest!

sie wird doch bestimmt von einem diabetologen betreut. die haben immer ganz tolle heftchen mit ratschlägen, tipps und rezepten! das gute daran, für umsonst!! ;o)

ansonsten fällt mir noch die krankenkasse ein, die so material gern verschenken.

lg sonja

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ich hatte auch in beiden ss diabetis und hab das ganz gut über die ernährung hinbekommen. jeder reagiert unterschiedlich auf lebensmittel. meine carbonara hat den zucker nicht hochgetrieben und ich konnte die weiter essen.

sie hat sicher ein meßgerät bekommen. muss sie halt im auge behalten. doof ist halt das sie dadurch zur risikoschwangeren wird und anders zur entbindung bzw. teilweis auch schon wieder behandelt wird.

meine beiden kinder sind völlig normalgewichtig zur welt gekommen, obwohl sie mir vorher ständig angst gemacht hatten und mich bei beiden ss schon ewig vor dem termin eingeleitet hatten und die mädels trotzdem nicht kommen wollten *g

lg manuela

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du wolltest sicherlich nicht mir antworten, oder?
;o)
schönen tag
sonja

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Hi,
ich habe zwei Schwangerschaften mit Diabetes hinter mir, in der ersten musste ich schon früh spritzen, in der zweiten nicht. Beide Kinder waren bei Geburt gesunde Fliegengewichte (2.270g bei 38+3 - aber mangelernährt wegen anderer Probleme - und im Dezember 2.570g bei 37+5). Meine Zuckerwerte wurden auf 1h nach dem Essen unter 120 eingestellt, also sehr streng.

Spezielle Kochbücher halte ich für überflüssig, es sei denn, man sucht Kuchen- oder Keksrezepte o.ä., dann kann es es sinnvoll sein.

Ansonsten hat sie sicher einen Diätplan bekommen, und mit einigen sehr wenigen totalen Tabus und einigen Einschränkungen kann sie damit ganz normal kochen.

Einzig bei kohlenhydrathaltigen Dingen muss sie sich an Obergrenzen pro Mahlzeit halten - aber dafür braucht man kein Kochbuch, sondern eine digitale Küchenwaage und die Info, wie viele Kohlenhydrate in den Lebensmitteln enthalten sind. Und das gibts vom Diabetologen.

Als Ideen:

- Frühtück: ein Milchkaffee (0,5 KE durch die Milch), ein großes Brötchen (2,5 KE) mit Butter, Käse, Schinken, Wurst...

- Zwischenmahlzeit: Obst mit Quark - das Obst abgewogen, Quark enthält praktisch keine Kohlenhydrate

- Mittagessen: gefüllte Zucchini mit Hackfleisch, Tomaten, Reis, einzig der Reis muss abgewogen sein.

Oder z.B. - besonders dann einfach, wenn sie nur für sich kochen muss - jeder beliebige Auflauf, wo sie einfach von den kohlenhydrathaltigen Dingen (also Kartoffeln, Nudeln...) nur die erlaubte Menge reintut, beliebig Gemüse ergänzt und gelegentlich Fleisch oder Fisch.

Oder auch mal Nudeln mit Bolognese-Soße, da die erlaubte Nudelmenge ja nicht allzu groß ist habe ich (als Ergänzung zu Vollkornspaghetti) Mohrrüben mit einem Sparschäler in dünne Streifen "geschält" (also die komplette Mohrrübe) und kurz mit den Nudeln mitgekocht - hat die Menge an "spaghettiänlichen" Zutaten erhöht, gesättigt und ist auch noch gesund. Geht ähnlich mit Zucchini.

Also, ein spezielles Kochbuch hatte ich irgendwie nie nötig, und ich bin wirklich alles andere als ein Küchenprofi. Aus meinem normalen Kochbuch habe ich halt die Rezepte rausgesucht, wo ich problemlos die Mengen kohlenhydrathaltiger Lebensmittel abmessen und ausrechnen konnte. Und so gab es auch mal Quiche Lorraine (mit Vollkornmehl gebacken ;-)).

Zwischenmahlzeit - Obst, oder Diätjoghurt, oder auch mal Diätkekse in erlaubten Mengen

Abendessen - Vollkornbrot in erlaubten Mengen, dazu wieder Butter, Käse, Wurst, Schinken...Rohkost

Spätmahlzeit - Obst, Diätjoghurt oder auch mal - pudding oder meine Sünde: abgewogene Chips (wie viel man essen darf, kann man der Packung entnehmen).

Wenn sie sich an den Plan vom Diabetologen hält liegt es nur ziemlich bedingt in ihrer Hand, ob sie spritzen muss - ich verstehe die Angst davor sehr gut, aber sie soll sich nicht zu sehr darauf versteifen. Es tut nicht weh, und es ist besser, als wenn sie jetzt krampfhaft anfängt Kohlenhydrate komplett zu vermeiden - das ist auch alles andere als gut fürs Baby.

Noch als Hilfe: ein Spaziergang NACH dem Essen (oder andere Bewegung) kann helfen, den Wert nach dem Essen im Griff zu halten. Natürlich auch nur in bestimmten Rahmen, aber doch etwas. Körperliche Aktivitäten nüchtern, also vor dem Essen erhöhen dagegen oft den Nüchtern-Wert.

Ich fand die Ernährung weder schlimm noch einseitig, habe auch geschlemmt und wurde satt - für mich war es irgendwie nach der Zeit, die man zur Umstellung braucht nicht wirklich tragisch. Wie sie schon erkannt hat, da ist viel Kopfsache dabei ;-).

Viele Grüße
Miau2