Er hatte eine Menge Schutzengel und....

    • (1) 18.02.11 - 22:38

      mächtig viel Schwein.

      Ich habe vor einigen Tagen geschrieben das mein Mann mit schwerer Lungenentzündung im KH lag.

      Heute wurde er entlassen und ich habe hier den Befund vor mir liegen.

      Lobärpneumonie linker Oberlappen----atypische Lungenentzündung linksseitig
      mit Pneumokokken

      Pleuraerguss----------Flüssigkeitsansammlung ausserhalb der Lunge

      Sepsis----------Blutvergiftung

      sekundäre Hepatose-----------------Leberschädigung

      sekundäre Pankreatitis------Bauchspeicheldrüsenentzündung

      sekundäre Laryngitis------Kehlkopfentzündung

      Begleitarthritis rechtes Knie

      Penicillinallergie

      so das ist der Befund vom Krankenhaus.

      Ich denke das er mehr als nur Schwein hatte. Da bekommt unser Jahrestag (mittlerweile der 13.) eine andere Bedeutung.

      Ach du meine Güte. Das liest sich ja schon furchtbar. Da hatte er wirklich wahnsinniges Glück.

      Wie mein Mann vor 14 Tagen. Er kam früher aus der Spätschicht heim mit wahnsinnigen Schmerzen im Unterleib und erbrechen. So habe ich meinen Mann noch nie gesehen und er ist wahrlich keine Memme. Er geht immer arbeiten und ist nie krank. Ich habe meine Schwiegermutter angerufen um auf die Jungs aufzupassen und wir sind in die Klinik.
      Leider erst in die falsche. Die haben aber gleich bemerkt was Sache ist und haben einen Rettunswagen gerufen und ihn in die richtige Klinik bringen lassen. Der Arzt dort sagte es müsse jetzt alles sehr schnell gehen.

      Er hatte einen Leistenbruch mit eingeklemmten Darm, Bauchfell und Samenstrang.
      In der richtigen Klinik angekommen haben sie ihn noch über 2 Stunden mit den Schmerzen und weiterem erbrechen so liegen lassen. Machten erstmal in aller Ruhe einen Ultraschall mit einem neuartigen Gerät, mit dem sich keiner auskannte. Es zog sich alles dermaßen in die Länge dass ich langsam echt knatschig wurde. Habe dann gefragt warum der Arzt aus der anderen Klinik so auf "Tempo" machte wenn die da jetzt nicht wirklich was tun. Zur Antwort bekam ich nur die anderen hätten ja nicht so eine Ahnung und so tragisch wäre dies alles hier ja nicht.

      Mein Mann kam dann um 1.00Uhr hoch in den OP und am nächsten Tag erklärte ihm die Ärztin, dass es 3 Stunden später zu spät gewesen wäre und sie ihm nicht mehr hätten helfen können. Ich war sowas von wütend auf die Deppen in der Notaufnahme, das gibts nicht.

      Manchmal hat man einfach wirklich wahnsinniges Glück.

      Ich wünsche euch alles Gute

      LG
      Sandra

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