Ich habe immer Angst - vorallem um meine Kinder

Guten Morgen,

ich habe ein Problem und das heißt "Angst".

Ich weiß garnicht, wo genau ich beginnen soll ... Eigentlich fing es vor ca. 3Jahren an, nachdem meine Freundin in meinem Beisein in der Kneipe ohnmächtig wurde. Sie mußte vom Security an die frische Luft gebracht werden, dann ging es ihr schnell besser. An diesem Tag hatte sie wohl nur wenig gegessen und getrunken, weil sie Stress auf der Arbeit hatte. 2Wochen später gingen wir abends wieder aus und plötzlich wurde mir ganz komisch. Wir gingen raus, ich aß eine Kleinigkeit und hoffte, dass es mir dann besser gehen würde. Aber sobald ich in diesen Laden rein ging, überkam mich wieder dieses Gefühl des "Unwohlsein". Ich habe noch ein paar Mal versucht, dort einen schönen Abend zu verbringen, mit mäßigem Erfolg. Eine zeitlang war es so schlimm, dass diese "Anfälle" sogar während dem einkaufen kamen - als ich an der Kasse stand und wartete, oder im Restaurant. Beim Autofahren hatte ich das auch schon, da mußte ich anhalten und fuhr anschließend nur noch über Land, wo ich jederzeit die Möglichkeit hatte anzuhalten.

Irgendwann ist es besser geworden, aber jetzt sind sie wieder da - diese "Schwindelanfälle". Am Wochenende bin ich mit meinen Kindern zu meinen Eltern gefahren und plötzlich ging es mir wieder nicht gut. Mir war total komisch, meine Ohren sausten und mein Kopf wurde dumpf. Ich habe dann ganz viel getrunken und war kurz davor, eine Pause zu machen. Aber dann ging es besser. Gestern fuhren wir zurück und mir war wieder so komisch. Da spürte ich aber "nur" die Angst, dass es mir schlecht gehen könnte. Ich habe mir dann unterwegs immer gesagt, dass ich jederzeit anhalten kann und ich mich auf zuhause freue. So ging es dann.

Vor 3Wochen feierte ich meinen Geburtstag und bevor alle kamen, ging es mir auch wieder nicht gut. Ich mußte mich hinlegen und mir kreiste ein furchtbarer Gedanke im Kopf:

Was ist, wenn ich mit meinen Kindern allein bin und ich falle um, werde bewußtlos oder sterbe?

Manchmal habe ich Angst, abends einzuschlafen und nicht mehr aufzuwachen. Dann sehe ich das Bild vor mir, wie meine Kinder versuchen mich zu wecken ... :-(

Eine andere Angst, die mich momentan nicht los läßt ist die, das meinen Kindern etwas passiert. Dass sie einen Unfall haben. Auch dann habe ich diese schrecklichen Bilder vor Augen ... Oder das es ihnen einfach schlecht geht, dass sie Ärger in der Schule haben - evtl. werden sie mal verprügelt oder einfach nur ausgegrenzt. Ich möchte sie beschützen, sie sollen nicht leiden.

Schon beim schreiben dieses Textes kommen mir die Tränen ...

Ich habe das Gefühl, dass das immer schlimmer wird. Was kann ich denn dagegen tun? Oder sind diese Ängste - in Bezug auf die Kinder - normal und ich mache mir unnötig Gedanken?

LG ... "Angsthase" Ina

Hallo Ina,

ich kenne das leider gut #zitter

Allerdings "nur" die Angst, schwindelig oder so wird mir nie.

Ist mein Mann auf Dienstreise, habe ich die ganze Zeit Panik, dass er einen Unfall haben könnte und bin heilfroh, wenn er sich dann meldet, dass er angekommen ist.
Hantiert er mit irgendwelchen Maschinen zu Hause (Kettensäge etc.) hab ich auch Panik, dass was passiert #zitter

Geht meine Große Reiten - Panik
Probieren die Kleinen was neues (z. Bsp.Laufrad) - Panik

Ich versuche, mir das nicht so anmerken zu lassen weil ich meine Kinder ja nicht in ihrer Entwicklung bremsen will und wie die Oberglucke erscheinen will und teilweise auch sehr genau weiß, dass meine Ängste absurd sind. Aber ich kann es nicht ändern :-(

Ich war früher gar nicht so ängstlich aber mit jedem Kind ist es schlimmer geworden...

LG

Dani

Hallo Dani.

Bei mir ist es auch so, dass die Angst mit jedem Kind steigt. Ist das noch "normale" Mutterliebe oder keimt da der Ur-Instikt eines Muttertieres auf, welches seine Kinder auf Leben und Tod beschützen möchte?

Ob alle Mütter solche Gefühle haben?

LG Ina

Ich habe auch Angst vor allem und jedem. Manchmal schießen mir die wildesten Gedanken durch den Kopf.

Aber: Ich kann damit umgehen und komme in meinem Leben gut klar. Es gibt aber genug Fälle, die vor lauter Angst nicht mehr aus dem Haus gehen.

Wenn du denkst, dass du mit deinen Ängsten nicht mehr klar kommst und sie dein Leben bestimmen, dann suche dir professionelle Hilfe.

Was mir hilft? Viel Abwechslung durch Job, Garten, Sport, andere Unternehmungen - einfach Dinge, wo man nicht mehr die ganze Zeit grübeln kann. Mir helfen solche Dinge ungemein - auch gegen aufkeimende Depressionen, die du anscheinend auch hast.

Guten Morgen ninnifee.

Danke für die Antwort.

Manchmal möchte man einfach mal Ruhe und sich hinlegen ohne nachzudenken oder sich abzulenken. Ist das denn möglich?

Ich lenke meine Gedanken schon immer in die positive Richtung, aber das wird irgendwann anstrengend.

LG Ina

Hallo Ina!

Das, was du beschreibst, klingt schon sehr nach einer Angststörung. Ohne eine Ferndiagnose stellen zu wollen oder zu können, denke ich, dass du viele Anzeichen einer Panikstörung mit Agoraphobie zeigst (vielleicht möchtest du dich da mal belesen, google einfach mal).

Ängste sind normal - gerade jede Mutter kennt die sicherlich, aber sobald die Ängste beginnen, dich in deinem Alltag einzuschränken, solltest du Hilfe in Anspruch nehmen. Du kannst dich an deinen Hausarzt wenden und ihm das Problem schildern, er kann dich dann an einen Psychologen/Psychotherapeuten überweisen. Das klingt jetzt wahrscheinlich erstmal groß und schlimm ... ist es aber nicht, sondern für dich der beste Weg, deine Angst in den Griff zu bekommen und wieder "normal" zu leben und dein Leben auch zu genießen.

Viel Erfolg! #klee


°cd

Hallo,

danke für Deine ANtwort.

Ja, irgendwie nehmen die Ängste momentan sehr viel Platz in meinem Leben ein. Ich kann (und will) mich nicht den ganzen Tag nur ablenken, das wird auf die Dauer anstrengend.

Ich werde mir einen Termin bei meinem Hausarzt holen und dann mal mit ihm darüber reden. Vllt. ist es ja doch was körperliches? Schilddrüse oder so ...

LG Ina

Hallo nochmal,

ich denke, dass dich der Hausarzt erstmal sowieso körperlich durchchecken wird, bevor er dich zu einem Psychologen überweist (zumindest sollte er das). Ich warne dich schon mal vor, du musst bei einer ambulanten Psychotherapie leider mit sehr langen Wartezeiten rechnen.

Es klingt bei dir eher nicht nach etwas Körperlichem, aber sicher ist sicher, geprüft werden muss das auf jeden Fall.
(Witzigerweise wurde gerade gestern bei mir der Verdacht auf eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert - was für ein Zufall :-))

Ich wünsche dir viel Erfolg, wenn du noch Fragen rund um Psychotherapie hast, kannst du dich gerne bei mir melden.


°cd

Hallo Ina,
ach mensch...Du hast haargenau mein Befinden beschrieben!

Ich kann Dir nur sagen: nimm es in die Hand!
Wenn Du schon (genau so wie ich) anfängst Umwege zu fahren weil Du die Sicherheit haben mußt jederzeit anhalten zu können, dann wird es Zeit.
Ich sehe das genau so wie meine Vorschreiberin.
Panikstörung mit Agoraphobie wurde "es" bei mir genannt.

Ich nehme jetzt an einer Panikstudie teil! Ich hoffe mit dieser Konfrontationsterapie die Attacken in den Griff zu bekommen!

Hier gibt es auch zwei Clubs. Habe gerade heute gebeten mich anmelden zu können, wiel ich denke, der Austausch mit anderen hilft.

Ich finde es am Schlimmsten nicht mehr "ICH" zu sein.

Bis vor einem Jahr kannte ich diese Zustände und Gefühle nicht...

Jstzt nehme ich "Es" in Angriff!

Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe das Du schnell Zeit für Dich findest und jemenden der Dir weiter helfen kann!

Liebe Grüße milo

hallo Ina,
du beschreibst fast wie ich mich auch fühle..
Ich habe zwar keine Panikattaken wie, aber ich habe hin und wieder das komische Gefühl der Angst:
Es kann mitten am Tag sein, bei der Arbeit oder ich wache nachts auf und habe einfach Angst.
Meist dreht es sich um meinen Sohn. Er wird bald vier und ich habe auf eine komische Art Angst, dass ich ihn irgendwie verlieren könnte. Rein Rational gesehen ist das dumm, aber es ist ein beklemmendes Gefühl.
Wahrscheinlich liegt es in meiner Kindheit, von eine auf die andere Stunde war mein geliebter Papa nicht mehr da, gestorben auf der Konfirmation meines Cousins. Ich war 5 und konnte die Aufregungung und den ganzen Trouble nicht verstehen. Ich hatte nicht mals die möglichkeit mich zu verabschieden. Ein paar Tage vorher haben wir meinen 5. Geburtstag gefeiert....
Mein Papa war 32 und starb einen einem geplatzten Hirnanyrisma. Vor sechs Jahren starb plötzlich mein Opa an einem geplatzen Hirnanyrisma. Ich habe drei Tage im KH gesessen und gehofft, dass er nochmals aufwacht und "Fröschken" zu mir sagt (War mein Spitzname). Mir laufen gerade die Tränen runter, da es mir auf der einen Seite sehr weh tut, darüber zu schreiben, auf der anderen Seite tut es auch gut.
Nun habe ich panische Angst, dass ich oder mein Mann sterben könnten, ehe mein Sohn 5 ist. Ich bin keine Mutter, die ihr Kind in Watte packt, er soll sich ruhig ausprobieren und austesten, aber dennoch habe ich panische Angst auf dem Spielplatz, dass er irgendwo runterfallen könnte, dass wenn ich ihn morgens in den Kiga bringe, dass er mittags nicht mehr wohlauf ist. Oder auf einmal ist der Gedanke in meinem Kopf, hoffentlich passiert nichts mit ihm, mit meinem Mann, meiner Mutter, meiner Oma, selbst um meine Katzen habe ich manchmal panische Angst. Ich war schon beim HA und musste mich echt überwinden dem das zu sagen, aber er hat nur abgewunken und sagte ich würde überreagieren. Nur ohne Überweisung kann ich keine Hilfe in Anspruch nehmen und ich wüsste auch gar nicht wohin ich sollte. Ich fliege in zwei Wochen mit meinem Sohn in den Urlaub, ich mach mir jetzt schon Sorgen, ob alles glatt geht. Ob meine Oma dann noch ok ist, ob mein Mann alles ok ist und ob meine Katzen alle ok sind.
Ich weiß nciht woher diese Panikattaken kommen und was sie auslösen. viele sagten such dir Hilfe, nur wo??? Ich habe manchmal das Gefühl, dass man dann für GAGA abgestempelt wird. Die Panikattaken sorgten auch für einen weiteren Kinderwunsch bei mir, der sich bis jetzt nciht erfüllt hat. ich selber erbe einige Immobilien und ich habe auch davor Angst, dass wenn meinem Sohn (bis jetzt alleiniger Erbe von mir) was passiert, dann kommt die bucklige Verwandtschaft und will sich das unter den Nagel reissen, wofür meine Mutter, mein Mann und ich uns krumm für gearbeitet haben. Ich kann jemanden vom Testament ausschließen, dennoch ist es einigen immer noch gelungen ein Schlupfloch zu finden.
Ich habe Angst an einer Erkrankung zu leiden, ich habe Angst einen Unfall zu haben oder sonst etwas. Ich glaube, bei mir hat sich das alles ein wenig fester gesetzt als bei dir.
Wenn mir jemand Rat geben könnte, wo ich Hilfe in meiner Region finden könnte, dann bitte an meine VK!