Reinke Ödem - wann Besserung? Und wieso überhaupt ich?

Hallo

Bei mir wurde das Reinke Ödem diagnostiziert. Ich habe das Problem, dass ich sehr heiser bin schon seit ca. 2 Monaten. Mittlerweile kommt Hustenreiz und eine "röchelnde" Atmung hinzu. Ich habe keine Bronchitis oder Infektion.

Ich bin absolute Nichtraucherin, spreche eher leise und kann mich absolut nicht daran erinnern, meine Stimme jemals übertrieben stark beansprucht zu haben.
Früher habe ich viel gesungen und auch Gesangsunterricht genommen, doch seit meiner letzten Schwangerschaft (ich habe vor 2 Wochen entbunden) habe ich selbst das nicht mehr getan, da es mir körperlich sehr schlecht ging.
Ich bin erst 28 Jahre alt. Also absolut nicht "Zielgruppe" für diese Erkrankung.

Ich kann mir höchstens vorstellen, dass das irgendwie mit meiner letzten Schwangerschaft zusammenhängen muss, da mein ganzer Körper übelst Wasser eingelagert hat - sogar im Gesicht (Augenlider, Tränensäcke) - ich habe gegen Ende eine Gestose entwickelt und musste auch vorzeitig entbinden.

Der HNO, bei dem ich vorstellig war, meinte, dass das Reinke Ödem mit Ende der Schwangerschaft auch verschwinden könnte und hat keinerlei Therapie angeordnet.
Nun wird es allerdings eher schlimmer oder zumindest in keiner Weise besser.

Ich hätte meine Stimme gerne wieder, denn ich bin sehr stolz auf meine Stimme (okay, WAR stolz auf meine Stimme :( ) und da ich gerne wieder singen und synchronsprechen, sowie meiner Familie aus Büchern vorlesen möchte, fehlt sie mir schon sehr. Momentan geht das alles natürlich gar nicht.
Meine Stimme ist von "weicher Elfenstimme" zur "Whiskeystimme einer 50jährigen Kettenraucherin" mutiert.

Wie hoch stehen die Chancen, dass das Ödem von alleine wieder verschwindet? Die Entbindung ist nun 2 Wochen her. Das restliche Wasser ist zu... sagen wir ca. 40% aus meinem Körper gewichen. Habe also noch gut Wassereinlagerungen, allerdings mit der Tendenz der Besserung. Nur meine Stimme, die möchte sich nicht bessern.

*seufz*

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Hallo!
Reincke-Ödeme verschwinden nicht von selber, sondern müssen operiert werden. Es wird zur Behandlung eine "Sandwichtherapie" empfohlen, dh erst Logopädie (Stimmtherapie), dann die OP, dann wieder Logo.
Hast du psychische Belastungen?
Reincke-Ödeme haben mehr Frauen als Männer. Rauchen ist natûrluch oft ein Mit-Auslöser, aber psychische Belastungen sind extrem verbreitet bei Reincke-Patienten. Meist war der Stimmgebrauch vorher schon hyperfunktional. Das muss man selbst nicht merken, nur kanns den Stimmbändern nach jahrelangem Fehlgebrauch irgendwann reichen. Reincke-Ödeme sind multifaktoriell bedingt, dh es gibt immer mehrere Ursachen.

Es muss behandelt werden, da Reincke-Ödeme sonst entarten können.

Ist es denn sicher ein Reincke-Ödem? Ich würde mir gerade bei dem Störungsbild eine Zweitmeinung einholen, nicht das du nur ne hyperfunktionelle Dysphonie hat mit Polypen, Knötchen oder "normalen" Ödemen.

Kannst mich gern bei Fragen per PN fragen. Ich therapiere ua Reincke-Ödeme.
LG und alles Gute,
Alexia

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Hallo und vielen Dank für die Antwort, ich schreibe dir am besten gleich eine PN.