Osteochondrosis Dissecans - OSG

Hallo ihr Lieben,

ich hab ein Problem, bei dem mittlerweile auch mein Orthopäde etwas ratlos ist.

Ich bin im Okt. 2011 mal wieder umgeknickt, war direkt in der Ambulanz und dort hieß es "Bänderriss".
Die "behandelnde" Assistenzärztin hatte von Tuten und Blasen keine Ahnung, geröntgt wurde normal und nicht mit gehaltenen Aufnahmen, wie es eigentlich bei Verdacht auf Bänderriss üblich ist.
Sie gab mir eine Aircast-Schiene mit und meinte, die restliche Kontrolle/Nachsorge könne mein Hausarzt machen.

Also bin ich fünf Tage später zum Hausarzt, der mir direkt sagte, das wäre kein Riss, sondern lediglich eine deftige Verstauchung.

Die Schmerzen hörten nicht auf, trotz Schonung, Schmerzmedis, Kühlpacks und Salben.

Das Laufen wurde zur Tortur.
Ich wurde nochmals in der Ambulanz vorstellig, wo mir der Chefarzt sagte, ich solle in zwei Wochen nochmal kommen, wenn es nicht besser wird.

Gesagt, getan - Ende November wurde ich das erste Mal operiert.

Bei der Arthroskopie wurde das Gelenk gesäubert, überschüssiger Knorpel und freie Gelenkkörper entfernt.

Da ich diese OP bereits mit 17 am gleichen und mit 19 am anderen Sprunggelenk hatte, dachte ich, ich hätte erstmal wieder einige Jahre Ruhe.

Falsch gedacht!

Die Beschwerden nahmen weiter zu bzw. wurden auch nicht weniger.

Zur Nachsorge begab ich mich dann in die Hände meines Orthopäden.
Er veranlasste nochmaliges Röntgen sowie MRT, diagnostizierte weitere freie Gelenkkörper und ebenfalls Osteochondrosis dissecans.

Dies führte zu einer weiteren OP im Feb. 2012, also keine 3 Monate nach der ersten.

Der Eingriff war lt. meines Arztes erfolgreich, allerdings sagte er bereits vorher, dass die Beschwerden wahrscheinlich nie wieder ganz verschwinden werden, sprich, es wird immer wieder Phasen geben, in denen ich Schmerzen etc haben werde.

Nun ist es so dass ich seit der letzten OP so gut wie nie schmerzfrei bin/war.

Ich bin ca. alle zwei bis drei Monate bei meinem Orthopäden vorstellig und mittlerweile ist er ratlos.

Ich habe dauerhaft Schmerzen, mittlerweile fängt es wieder an zu knacken, lange Autofahren ist nicht möglich, lange Spaziergänge bereiten absolute Schmerzgrenzübergänge.

Die letzten Röntgenbefunde von Ende 2012 sind scheinbar unauffällig.
Geschwollen ist das Gelenk von außen nicht, innen drin fühlt es sich zeitweise aber echt ekelhaft an, als hätte ich Wackelpudding mit Nadeln im Gelenk.

Seit letztem Donnerstag versuchen wir nun, die Schmerzen mit Kinesiotape zu bekämpfen.

Hat jemand gute Erfahrungen damit bei der Diagnose gemacht?

Seit Freitag quäle ich mich durch die Gegend, die Schmerzen nehmen zu, von außen ist nach wie vor alles normal.

Manchmal hab ich das Gefühl, dass ich mir den Mist einbilde und für unzurechnungsfähig gehalten werde.

Als der dicke Schnee lag, hatte ich mich mit meinem Wagen mal festgefahren und 10 Minuten gebraucht, um da wieder raus zu kommen.
Danach hätte ich mir am liebsten den Fuß abgehackt, weil es so weh getan hat (Kupplung immer wieder kommen und loslassen).

Hat vielleicht jemand Erfahrungen gemacht und eine Therapie gefunden, die langfristig geholfen hat?

Das Krankheitsstadium weiß ich übrigens nicht, ich schätze 2-3.

LG, und einen schönen Restsonntag...

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Hallo,

Ich leide seit meiner Kindheit an osteochondrosis dissecans in beiden Sprunggelenken und habe eine gewaltige "Karriere" hinter mir. Insgesamt wurde ich rechts fünf Mal und links drei Mal operiert. Dies ist mittlerweile Jahre her. Wir sind zur absoluten Koryphäe damals (weiss nicht ob er noch praktiziert) Prof. Dr. Bruns in der Uniklinik Hamburg Eppendorf. Er konnte mir helfen aber eines muss ich leider auch sagen, eine absolute Wiederherstellung bzw. Schmerzfreiheit konnte auch bei mir nicht erlangt werden. Aber ich habe mich damit abgefunden und bin zu 85 % schmerzfrei.

Wenn du noch Fragen hast dann gerne per PN.

Barrik