Was tun wenn die Depression wiederkommt??

    • (1) 16.11.15 - 09:18

      Hallo zusammen,

      im Grunde müsste ich glücklich zufrieden und selbstbewusst sein.

      Das bin ich aber nicht. Viele Schicksalsschläge und auch private Dinge haben mich 2011 dazu gebracht eine Therapie zu machen.

      Es ging mir danach wirklich gut und ich dachte ich sei "gesund".

      Leider geht es mir nun wieder schlecht. Ich grüble ständig nach fühle mich allein gelassen und ungeliebt, habe kaum Freude bin ständig schlecht drauf.

      Und das schlimme ist, ich will so gar nicht sein. Und das macht es dann noch schlimmer. Es gibt Tage an denen geht es mir wirklich sehr gut! Und dann gibt es Tage da bin ich einfach nur durch!!!

      Unsere Beziehung läuft auch nicht wirklich gut, auch hier gibt es Tage da ist alles toll.

      Irgendwie hängt alles zusammen. Mein Mann hat sich ziemlich verändert. Streiten wir dann wird er oft ungerecht und gemein. Im nachhinein sagt er er liebt mich er will mir helfen er will für mich da sein.

      ABER seine Liebe spüre ich einfach nicht wenn ich sie brauche...

      Ich habe zwei Kinder, ein Haus einen Hund und einen Mann an meiner Seite. Warum verdammt nochmal kann ich nicht glücklich sein?

      Lachen meine Kinder dann könnte ich vor Frust manchmal nur schreien. Dabei sollte es mich doch glücklich machen, dass ich dann nicht mit lachen kann macht es noch schlimmer für mich.

      WARUM kommt so eine Phase denn wieder??? Ist das normal??? Wie bitte ich denn erneut um Hilfe? Ich komme mir soooooooooooo blöd und undankbar ja gerade zu unfähig vor.

      Viel habe ich in letzter Zeit mit meinem Mann geredet und auch gestritten. Oft fiel bei mir das Wort Trennung... Denn mich belastet das noch zusätzlich das es bei uns nicht läuft.

      Kann mich irgendwer verstehen? Ich denke mir einfach hey du hast doch schon ne Therapie gehabt es muss doch gut sein.

      Auch ist es mir ziemlich unangenehm mit meinem Arzt erneut darüber zu sprechen. DAs ist mir so peinlich irgendwie...

      Ich rede mir ein das mich jeder für doof hält....

      Sorry, mein Text ist was lang geworden... Vielleicht kennt sich hier jemand aus?!

      • Hi,

        die Rückfallquote bei schweren Depressionen liegt bei ca. 80%. Nicht umsonst gibt es soviele "Drehtürpatienten" im stationären Bereich. Ich habe da so einiges gesehen.

        Das ist einfach eine Realität der man sich als Patient stellen muss. Ich habe insgesamt 12 Monate stationäre Therapie gemacht, und ich muss sagen das hat schon sehr geholfen.

        Meine depressiven Episoden sind deutlich kürzer und leichter. Bei mir kommt dazu dass ich eine körperliche schwere Erkrankung habe die mich aus sehr belastet. Inzwischen ist es so dass meine Psychaterin meint, meine Traurigkeit und Frustration sei im Rahmen meiner körperlichen Beschwerden normal, und mir gar keine Medikamente mehr gibt. Ist auch besser so, da ich sowieso schon recht viel regulär nehmen muss.

        Wenn es dir irgendwie von der Betreuung her möglich ist, mach eine intensive Therapie. Und die Ärzte kennen die Rückfallquoten auch, also keine Scheu. Es ist nicht deine Schuld!!!

        lg

        • Der Weg zum Hausarzt fällt mir so schwer... :-( Total blöd eigentlich, aber dennoch schwer.

          Ich klammere mich nun an das bevorstehende Vorstellungsgespräch in der Hoffnung das es mir dann besser geht.

          Aber irgendwie ist alles schrecklich. Ich habe dauernd Durchfall, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen einfach Unwohlsein.... :-(

          Das kann doch nicht sein das man Therapiert ist und es dann doch nicht geholfen hat.

          Ich finde das zermürbt mich noch mehr.

          DANKE dir...

      Leider sind Depressionen in den seltensten Fällen heilbar. Es gibt gute Phasen, aber die schlechten können jederzeit wiederkommen. Wichtig ist, dies zu akzeptieren. Mein Vater ist seit über 30 Jahren depressiv. Aber erst seit 6 Jahren tut er etwas, um den Umgang damit zu erleichtern. Er geht regelmäßig zu einer Gruppentherapie. Allein der Austausch mit anderen Betroffenen hilft ihm sehr.

      Wenn du das Gefühl hast, dass du Hilfe brauchst, dann such sie dir. Wenn dein Hausarzt dich nicht ernst nimmt, dann such dir einen anderen. Mein Vater hat auch die Therapeutin gewechselt als er eine 2. Therapie angehen wollte und die zu ihm meinte: Als wir letztes Jahr fertig waren ging es ihnen doch gut. Was sollen wir denn jetzt noch machen?

      Die hat ihr Handwerk irgendwie nicht verstanden.

      • Seit gestern geht es mir wieder besser, ich sehe wieder heller! Und wenn es mir gut geht sehe ich keinen Sinn darin mit meinem Arzt zu sprechen. Wenn es mir aber sehr schlecht geht dann gehe ich nicht zum Arzt weil ich denke er hält es nicht für sinnvoll und gibt mir einen Korb bzw. könnte mich im schlimmsten Falls als Jammerlappen ansehen. Ist wirklich schwierig manchmal...

        Andere Betroffene können sicher helfen, dann weis man das man nicht ganz alleine ist. Denn Familie und Freunde verstehen einen oft auch nicht. Das macht es noch schlimmer...

        Ich werde jetzt mal versuchen irgendwie das alles zu ordnen und zu sortieren...#wolke Auf Dauer ist das für mich alles nicht tragbar. ICH will gar nicht depressiv sein... :-( ich möchte glücklich und dankbar und zufrieden sein... WARUM können das andere, aber ich nicht??#schmoll

        DANKE EUCH!!!#paket

    Hallo!
    Ich denke eine Depression kann man nicht mit einer Therapie 'bekaempfen' da muss man staendig dran arbeiten, nicht wie eine Erkaeltun g, die nach einer Woche auskuriert ist.
    Geh zum Arzt mach weiter

  • Hallo, ich habe zwar keine Therapie wegen Depressionen gemacht, aber wegen einer Angststörung in Bezug auf Krankheiten.
    Dann ging es drei Jahre gut und vor 1,5 Jahren erwischte es mich wieder, da ich privat viel Stress hatte. Also machte ich ein halbes Jahr eine erneute Therapie.
    Ich will damit sagen, dass es nie ganz vorbei ist, sondern dass man im Akutfall Handeln muss und nicht den Kopf in den Sand stecken darf.
    Hol dir Hilfe über deinen Hausarzt und mach eine erneute Therapie.
    Was ist mit Medikamenten, wäre das parallel eine Option begleitend zur Therapie?
    Mir geht es seit einem Jahr wieder gut, ich weiß mich besser einzuschätzen und kann meine Angst gut lenken, wenn sie doch mal kommt.
    Medikamente brauchte ich Gott sei Dank nie.
    LG und alles Gute!

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