Krankenhausaufenthalt ratsam und wie möglich?

    • (1) 30.12.15 - 21:36

      Hallo,

      ich habe seit ca. 2 Monaten Probleme mit der Nahrungsaufnahme. Während oder kurz nachdem Essen geht nichts mehr runter, weil sich Auswurf bildet, den ich abhusten muss.
      Das Abhusten ereignet sich sehr schwer, weil es manchmal schwer weggeht oder es sofort zum Brechreiz kommt.

      Zeitgleich wo ich den Auswurf im Hals habe, kommt natürlich auch Übelkeit sowie gelegentlich Brechreiz auf, weil sich (denke ich mal) das Essen in der Speiseröhre sammelt, weil es durch den Auswurf eventuell nicht vollständig runtergeht und ich unbewusst weiter esse.

      Manchmal habe ich sogar Fieber, Schwitze beim Schlafen und habe nicht mehr soviel Kraft, da ich in den 2 Monaten fast ca. 10 KG abgenommen habe durch dieses Problem.

      Meine Hausärztin überwies mich zu einer Magenspiegelung, die ohne Befund verlief. Vor der Spiegelung gab sie mir Tabletten, die die Magensäureproduktion reduzieren sollen - half nach 3 Wchen Einnahme auch nichts. Eine Spiegelung vor ca. einem Jahr verlief so, dass der Arzt einen Reizmagen feststellte und einen Reflux. Der momentane Arzt sagt allerdings, dass alles in Ordnung und top sei mit dem Magen / Speiseröhre.

      Daraufhin wurde meine Schilddrüse überprüft Mittels Ultraschal - auch alles Ok.

      Sie überwies mich nun weiter zu einem Lungenarzt, da ich auch unter Asthma leide und sie die Vermutung hat, dass es eventuell von den Bronchien kommen kann.

      Diesen Termin hab ich allerdings erst Anfang Februrar....

      Von Tag zu Tag stoß ich an meine Grenzen und merke langsam, wie ich immer dünner und dünner werde, wo ich schon fast so oder so schon relativ dünn war / bin. Ich bin 20 Jahre alt, männlich, mit einer Größe von 1,82 und wog vor der Geschichte ca. 78 KG , jetzt bekomme ich gerade mal nur noch 68 KG auf die Waage.

      Psychischer Seite ist auch alles in Ordnung. Vorerkrankungen habe ich Asthma, Herzklappenfehler / Insuffienz,Thalassämie-Alpha-Minor, Migräne....
      Nun habe ich gedacht ins Krankenhaus zu gehen, um dort eventuell einen vollständigen Check durchzulaufen, damit man mal alles unter die Lupe nimmt, denn irgendwas stimmt ja wohl nicht und da ich die Zeit bis zum Februrar etwas überzogen halte für meine Beschwerden.

      Nun frage ich mich: Kann ich einfach ins Krankenhaus gehen und so aufgenommen werden oder ist das überhaupt möglich oder erst gar nicht möglich in meiner Situation (da ich Angst habe, dass man mich als "Nicht-Notfall-Patient" eher anschmunzelt oder wegschickt....

      Vielen Dank im Voraus und sorry für die lange Story.

      Lg und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

      • Hallo Du,

        Ich denke schon, dass du Dich gründlichst im KH durchchecken lassen solltest. Diese starke Gewichtsabnahme ist schon echt heftig. Wie willst denn das bis Anfang Februar durchhalten? Ich würde allerspätestens Anfang nächster Woche bei meinem Hausarzt auftauchen und ihn um eine Überweisung ins Krankenhaus bitten. Sag ihm, wieviel Gewicht du mittlerweile verloren hast, Nahrungsaufnahme nicht mehr möglich ist und du kräftemäßig am Ende bist. Du mußt doch sicher auch zur Arbeit oder studierst oder was auch immer. Da benötigst deine Kraft! Wenn du jetzt in die Notfallambulanz gehst, weiß ich nicht, ob sie dann über die Feiertage soviel Diagnostik mit Dir betreiben. Aber das ist natürlich nur die Meinung eines Außenstehenden. Entscheiden mußt allein du, denn deinen genauen Gesundheitszustand kann man als Laie aus der Ferne nicht einschätzen.

        Ich wünsche Dir gute Besserung und ebenfalls einen guten Rutsch ins neue Jahr!

        LG

        (3) 31.12.15 - 09:11

        Hallo!

        Mit Gewichtsverlust und Nachtschweiß gehörst du dringend durchgecheckt!

        Nach den Feiertagen beim HA eine Krankenhaus-Einweisung organisieren!

        Ebenfalls einen guten Rutsch - und gute Besserung!

        Du solltest dich wirklich dringend mal durchchecken lassen, vor allem auch deine Blutwerte! Wer in kurzer Zeit so viel abnimmt, Fieber hat und Nachtschweiß, der kann ganz böse krank sein. Sorry, da kann ich den Arzt auch nicht verstehen. Aber nun verfalle nicht in Panik, sondern besorge dir eine Einweisung ins Krankenhaus, wann immer du magst. Egal ob vom Notdienst oder vom Hausarzt.

        Als Laie würde ich im Übrigen darauf tippen, das du eine Aussackung in der Speiseröhre hast. Es kann aber auch sein, das du einfach psychischen Stress hast und sich buchstäblich die Kehle zuschnürt. Die anderen Sympthome sind dann eben durch den Mangel.

        http://www.onmeda.de/krankheiten/oesophagusdivertikel.html

        Also lass dich durchchecken!

        Alles Gute!

      • Hallo,

        erstmal bedanke ich mich recht herzlich für die Genesungswünsche von Euch! :-)
        Dank euch fühl ich mich nochmals bestätigt, dass ein Krankenhausaufenthalt das Richtige in diesem Moment ist. Die Frage ist allerdings, ob meine Hausärztin mir die Krankenhauseinweisung ausstellt. Denn ich habe so das Gefühl, dass sie wohl erstmals auf den Termin warten möchte....Blut abgenommen hat sie bei mir auch nicht.

        Wie reagiere ich darauf, wenn sie mir eine Einweisung nicht ausstellen möchte?

        Davor habe ich nämlich etwas Angst (nicht richtig ernstgenommen zu werden).

        Liebe Grüße und einen guten / gesunden Rutsch ins neue Jahr!

        • Hallo!
          Dann würde ich zu einem neuen Hausarzt gehen, der die Blutwerte checkt (Entzündungswerte usw) und Dir eine Überweisung ausstellt.
          Deine Ärztin scheint den ernst Deiner Lage wohl nicht erkannt zu haben?
          Lg und gute Besserung,

          Sportskanone

        • Hallo,

          kannst du nicht einfach so in die Notaufnahme gehen und deine Probleme schildern? Es handelt sich ja um akute Probleme, von daher müsste man dich meiner Meinung nach auch gleich ohne eine Einweisung aufnehmen, oder?

          Viele Grüße und alle Gute,
          lilavogel

          • Eine Notaufnahme ist für Notfälle da und nicht für Fälle, die am nächsten Tag vom Hausarzt bearbeitet werden können!

            Bitte, bitte lernt doch dazu und gebt nicht immer solche Kommentare. Kein Wunder das in der Notaufnahme mehr als die Hälfte keine Notfälle sind. Die sind nicht dafür da, faule Hausärzte zu ersetzen. :-)

            Und in diesem Fall ist eindeutig die Hausärztin das Problem.

            • Hallo,

              ja, das verstehe ich und ich kann mir auch gut vorstellen, dass viele Menschen aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit die Notaufnahme aufsuchen, obwohl es nicht notwendig ist.

              Ferndiagnosen sind immer schlecht, ich bin auch keine Medizinerin: Aber wenn ich lese, dass dieser junge Mann akute Probleme und unter anderem eine Herzinsuffizienz hat, dann würde ich bei einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes über die Feiertage schon in die Notaufnahme gehen. Falls man dort feststellt, dass die Sorgen unbegründet sind und er bis zum nächsten Werktag Zuhause zurechtkommen kann, dann ist es halt so.

              Viele Grüße,
              lilavogel

              Völlig richtig bis auf den letzten Satz.
              Bislang sehe ich nämlich keinen Fehler der Hausärztin. Die TE hat ja nur das Gefühl, dass ihr eine Einweisung verweigert werden könnte.

              (11) 05.01.16 - 08:51

              Du, ich gebe Dir vollkommen Recht, wenn aber unsere Hausärzte keine Plan mehr haben, bzw. keine Gelder für Untersuchungen, keine Lust oder einfach nur Blind sind, ist es doch kein Wunder, daß man automatisch in die Notaufnahme geht, meinst Du nicht? Das ist für mich dann auch ein ernster Notfall.

              LG

              • Nein, meiner Meinung nach sollte man erst den Hausarzt wechseln oder den Facharzt darauf ansprechen. Nur weil man chronisch krank ist, ist man kein Notfall. Das macht immer die jeweilige Situation. Und da in Deutschland wirklich viele gute Ärzte arbeiten, muss man eben manchmal 3-4 abklappern, bevor man einen guten findet. Das ergibt sich ja schon beim ersten Kennenlerngespräch.

                • Wenn ich einen Verdacht auf Krebs habe, warte ich 4 Monate auf einen Termin beim Facharzt?
                  Wenn ich einen Schlaganfall hatte und ich nach der Reha sofort zum Neurologen muss, warte ich 3 Monate auf einen Termin beim Facharzt?
                  Wenn ich mit Beschwerden in die Notaufnahme gehe und gleich aufgenommen werde und bspw. am nächsten Tag neurologisch abgecheckt werde, klappere ich vorher alle anderen Ärzte ab? Ne, danke...
                  Ich habe einen wirklich tollen HA, der viel in die Wege leitet, ich kann mich hier nicht beklagen. Als meine Tochter eine Lungenentzündung hatte, musste ich eine Woche lang tägl. früh zum Doc und in der Nacht in die Notaufnahme, weil keiner irgendetwas wußte. Erst als ich darauf bestanden habe, mit Rat den KiA endlich aufgenommen zu werden, wurde festgestellt, was meine Tochter hat, natürlich nachdem sie mich mit Meditonsin nach Hause schicken wollten. Solange unser Ärztesystem so funktioniert, auf Kosten der Gesundheit, unserer Gesundheit, entscheide ich lieber kurzfristig, wie ich weiter verfahre.

                  LG

        Du solltest dir dringend einen Hausarzt suchen, bei dem du dich ernst genomen fühlst! Eine Arzt kann auch mal daneben liegen und muss, klar, auch auf sein Budget achten. Aber trotzdem sollte einem eine kompetente Behandlung zukommen. Deine jetzige Hausärztin hat da einiges verpasst...

        Ganz einfach, wenn es Dir richtig akut schlecht geht, wähle die 112 - und ab ins Krankenhaus mit Dir. Dann kommst Du ohnehin sofort auf eine Innere Abteilung und wirst durchgecheckt.
        Deine Symptome sind in meinen Augen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
        Ich habe meinen Mann gepflegt bis zu seinem Tod und habe entsprechende Erfahrungen.
        Pack schon mal ein Täschchen - und lass Dich abholen, wenn es Dir mies geht. Per Einlieferung mit dem Krankenwagen wirst Du immer ernster genommen als wie wenn Du noch selber anfährst und stundenlang auf dem Stuhl im Wartebereich sitzt.
        Alles Gute!
        LG Moni

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