Erstickungsnot bei kleinstem verschlucken - kennt das jemand?

    • (1) 12.01.16 - 11:08

      Hallo in die Runde #winke

      mir ist es heute Nacht das 3. Mal innerhalb der letzten zwei Jahren passiert, dass ich, nach nur ganz leichtem verschlucken, wirklich extreme Atemnot erlitten habe. So als wäre die Luftröhre blockiert/dicht. Ich dachte wirklich, ich ersticke :-(.

      Habe natürlich auch gegoogelt und gelesen, dass dies vom Kehlkopf verursacht werden kann. Aber leider gabs kein Patentrezept, wie in der jeweiligen Situation vorzugehen ist, um nicht in Panik zu verfallen. Auf Grund der letzten 2x wusste ich ja, dass es nach kurzer Zeit wieder ok sein wird, aber ich bekam es doch mit der Angst zu tun, weil es diesmal gefühlt viel länger dauerte, als die letzten Male.

      Hat hier eine/r von Euch dieses Problem auch und kann mir Tipps und Tricks geben?!

      Danke und Grüßle

      jojo

      • Hallo,

        konntest du überhaupt keine Luft mehr einziehen oder noch wenig und das nur erschwert?

        Oder hattest du das Gefühl, das Atmen, was ja unwillkürlich geschieht, geht plötzlich nicht mehr?

        Du sagst, du hättest dich verschluckt, musstest du dann auch husten?

        Ich frage das, weil auch ich ab und zu von ähnlichen "Anfällen" nachts betroffen bin.

        • Hallo,

          ich konnte fast keine Luft mehr einziehen. Atmen hätte ich wollen können, aber es ging nix durch. Wie als hätte sich etwas im Hals vor die Luftröhre gelegt.

          Ich denke, ich habe mich verschluckt (habe ja geschlafen und bin davon aufgewacht) denn es war auch ein Hustenreiz da, dem ich aber nicht nachgegeben habe, weil mir die Luft fehlte.

          Von den beiden anderen Vorfällen weiß ich noch, dass ich mich nicht richtig verschluckt habe, sondern dass sich die Lebensmittel nur ungünstig vor die falsche Röhre gelegt hatten (gefühlt noch im Rachen) und ich zu hastig eingeatmet hatte. Einmal habe ich zu scharf gegessen, einmal was getrunken)

          wie gehst Du damit um?

          Danke #winke

          • o.k. dann vielleicht nicht so ganz wie bei mir

            Wenn du dir große Sorgen machst wäre eine Gang zum HNO Arzt vielleicht nicht verkehrt.

            Der kann zumindest mal in den Hals schauen, ob anatomisch alles so ist wie es sein soll.

      (6) 12.01.16 - 12:49

      Huhu #winke

      mir geht es genau wie dir, allerdings schon seit vielen Jahren. Wenn ich mich verschlucke, bleibt mir auch nur noch, den Raum zu verlassen und das ganze alleine mit mir auszumachen. In der Öffentlichkeit bin ich dann "untragbar". Ich huste nämlich ganz schrecklich und plötzlich ist dann meine Luftröhre "zu"....

      Was am besten hilft: Ruhig bleiben, gaaaanz ruhig bleiben, ganz vorsichtig versuchen, wenig Luft einzuatmen. Wenn es nicht schnell besser wird, Tüte vor Mund und Nase halten und in die Tüte atmen.

      Wenn du hektisch versuchst, Luft einzuziehen, hyperventilierst du, das macht alles noch schlimmer.

      Ich glaube, dass ich irgendwann einmal an einem solchen Erstickungsanfall nach Verschlucken sterben werde #schock, das ist manchmal der pure Horror. Wenn mein Mann merkt, dass ich mich verschluckt habe, holt er sofort eine Tüte.... #schwitz

      Man darf mich nicht anfassen, am besten nicht mit mir reden und mir schon gar nicht auf den Rücken schlagen, ich brauch auch meist 5-10 Minuten, bis ich wieder richtig reden kann. Es reicht dabei, wenn ich mich an einem Spucketropfen verschlucke...

      LG H. #klee

      • (7) 12.01.16 - 15:10

        Mhhh ich glaube, die Tüte hätte nicht viel gebracht. Ich habe ja keine Luft einatmen können (Blockade)

        Ich glaub, es war ein Kehlkopfkrampf (Google)

        Genau wie darüber beschrieben war das .

        Danke dir für deine Antwort

        Jojo

    Hier! ich!
    Mein Mann hatte 35 Jahre lang Panik, dass ich mal neben ihm ersticke und er kann mir nicht helfen. Ich schaffe es, mich an meiner eigenen Spucke zu verschlucken.
    Mir brennt dann der Rücken, der ganze Brustkorb, die Lungen platzen schier.
    Seit mein Mann tot ist, ist das auch einmal probiert und ich hatte echt fürchterliche Panik, mutterseelenalleine zu ersticken.

    Ich VERSUCHE, ruhig zu bleiben, breite die Arme ganz weit auseinander und versuche eben, dann vooorsichtig Luft zu bekommen. Auf garkeinen Fall nasche ich mehr was im Liegen, was ich oft tat. Undenkbar, bei meinem Talent - ich erstick sonst mal an einem Krümel. Übrigens war meine Oma der gleiche Spezialist, auch mein Opa hat immer vor Sorge geschimpft wie ein Rohrspatz (wie mein Mann#zitter).
    Man muss sich buchstäblich vorsagen, "du kannst über eine Minute die Luft unter Wasser anhalten also erstickst du daran auch nicht."
    Aber mir graust es trotzdem vor dem nächsten Anfall, der sicher wieder mal kommt.
    LG Moni

(16) 12.01.16 - 19:07

Wenn es ein Kehlkopfkrampf war, wirst Du schlimmstenfalls bewusstlos. Während die Bewusstlosigkeit eintritt, erschlaffen die Muskeln und der Kehlkopfkrampf löst sich.

  • (17) 12.01.16 - 20:40

    Ja ich weiß - das beruhigt mich einigermaßen. ... bin mir fast sicher dass es ein Kehlkopfkrampf war - nur in der Situation an sich denkt man nicht so 'positiv' - man kriegt echt Panik.

    Lg und danke

    Jojo

    • (18) 12.01.16 - 22:16

      Klar, beim ersten Mal ist es einfach nur schlimm, aber wenn man sich beim nächsten Mal bewusst machen kann, dass die Gefahr überschaubar ist, wird auch die Panik geringer. Und mit geringerer Panik kann man auch schneller entspannen.

      • (19) 13.01.16 - 10:45

        du, nee, beim ersten und zweiten Mal hatte ich keine Angst - ich habe es ausgesessen.

        nur wenn man gerade aufwacht / bzw. deswegen aufwacht, dann kann man nicht rational denken :-( Ich habe es bei dem letzten Anfall zwar immer wieder ins Bewusstsein gerufen, dass es ja bald aufhört, aber dadurch dass es diesmal (gefühlt ?) viel länger dauerte, als bei den beiden anderen Malen, kam immer wieder Panik auf.

        Viele Grüße

hallo,
ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich um ganz normales Verschlucken/ bzw eine reizung des randes des kehldeckels handelt, eventuell ist sogar ein wenig spucke oder ähnliches etwas weiter runter und hat dann die stimmlippen irritiert....
aber es ist mit sehr grosser wahrscheinlichkeit kein kehlkopfkrampf.

ich habe das auch manchmal....

auch manchmal im schlaf. das passiert, wenn es einen reflux gibt, magensäure die speiseröhre wieder hochkommt, und im entspannten zustand des kehlkopfes(also bei geöffneten kehldeckel ) die ränder reizt. dann kommt es zu einem reflex des kehldeckels und ev. auch der stimmlippen ( beide haben die funktion die luftröhre und lunge vor flüssigkeiten und stücken zu schützen). der reflex macht, dass sich beide kurz - für einige sekunden schliessen.
das ist sehr unangenehm und fühlt sich nach ersticken an. ersticken tust Du aber erst nach über drei minuten....
wichtig ist, dass sich das ganze wieder entspannt.... dh du musst versuchen sehr entspannt und eher flach zu atmen......
grüsse a

(22) 12.01.16 - 22:12

Hi,

ich weiß nicht, ob ich das so wie bei dir habe. Hab meist auch nur kurze Attacken von Luftnot, die meist mit Trinken sofort weg gehen. Oft in Verbindung mit einem Kribbeln im Hals.

Vor zwei Jahren war es einmal nachts schon echt alarmierend. Mein Mann hatte das Telefon schon gezückt. Aber dann ging es wieder. Es waren gefühlte zehn Minuten, wo ich nur sehr schlecht atmen konnte. Als ich dann wieder Luft bekam - musste ich 15 Minuten würgen.

Dann war es als wäre nix passiert. Hatte einen Asthma -Anfall vermutet (gibt es bei uns in der Familie häufiger). Asthma hat sich nicht bestätigt. Der Lungenarzt hat mich erst zum Ct oder war es MRT (verwechsele das Immer) geschickt. Zum Ausschluss einer Lungenembolie und Sarkoidose. Letzteres hat sich dann nach einer Bronchioskopie bestätigt.

Muss jetzt jährlich zum Lungenarzt zwecks Verlaufskontrolle. Aber eigentlich bin ich Symptomfrei. Also kürzere Attacken gerade zur Erkältungszeit sind manchmal da. Die größere war bisher einmalig (und darf sie auch bleiben).

Kannst ja mal googeln. Dann würde ich dir einen Gang zum Lungenfacharzt empfehlen.

Liebe Grüße

  • (23) 13.01.16 - 10:52

    Bin seit einer unentdeckten Lungenentzündung vor fast 3 Jahren in Behandlung bei einem Lungenfacharzt und atme immernoch tgl Asthmaspray ... vielleicht ist da ein Zusammenhang ?

    Danke Dir !

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